Langweilig
The Courting of Bristol KeatsBristol hat zwei Schwestern und ist die mittlere der Kinder. Dennoch ist sie eher die Erwachsene in der Familie. Besonders nachdem ihre Eltern beide gestorben sind. Ihre ältere Schwester und Bristol halten ...
Bristol hat zwei Schwestern und ist die mittlere der Kinder. Dennoch ist sie eher die Erwachsene in der Familie. Besonders nachdem ihre Eltern beide gestorben sind. Ihre ältere Schwester und Bristol halten sich mit Jobs geradeso über Wasser. Doch dann kommt ein mysteriöser Brief einer angeblichen Tante, die ihr Hilfe verspricht. Bristol ist skeptisch, na immerhin. Aber schon hier hatte ich irgendwie Schwierigkeiten einen Zugang zu ihr zu finden. Es wurde noch ihr Job beschrieben und schon da gab es erste Hinweise auf ihre Gabe. Das war so offensichtlich. Wirkte aber eben auch inszeniert.
Tyghan ist aktuell Herrscher und sucht einen Menschen mit einer verborgenen magischen Gabe, weswegen er verschiedene Menschen zu sich holt. Bristol ist eine davon. Die zwei gehen aber einen Handel ein. Denn Bristol hat einen Hinweis erhalten, dass ihr Vater noch lebt und nach Elfheim verschleppt wurde. In Elfheim gibt es dann erst mal viele Beschreibungen der Wesen und der Umgebung. Waren mir schon etwas zu ausführliche Beschreibungen. Etwas interessant war dann, was die anderen Rekrutinnen von Tyghan und Bristol im Unterricht gelernt haben und ihre ersten Trainingseinheiten. Dabei ging es generell um Elfheim und um die Magie. Und natürlich darum, was deren Mission ist. Denn sie müssen eine bestimmte Tür finden und sie schließen. Tja, nun würde man meinen, jetzt geht die Story richtig los. Falsch gedacht. Nicht hier.
Es werden sehr viele wichtige Szenen übersprungen und dafür andere sehr viele unwichtige Szenen beschrieben, die absolut nichts zur Handlung beitragen. Plötzlich stehen sich Tyghan und Bristol total nah und sie empfinden was füreinander. Dabei haben sie sich am Anfang quasi gehasst. Wann ist das umgeschlagen? Bristol und die anderen Rekrutinnen sind gute Freundinnen geworden. Das kam so unglaublich plötzlich, dass ich den Zugang zu den Charakteren komplett verloren habe. Die Handlung tritt auf der Stelle. Es sind so viele Seiten, aber es ist gefühlt nichts passiert. Das Beste war dann sowieso, als es richtig kitschig wurde. Denn kaum waren sie paar mal im Bett gestehen sie sich dort die große Liebe und halten kitschige Reden über ihre Liebe. Das war total drüber. Besonders wenn man bedenkt, wie wenig Zeit die zusammen verbracht haben. Kennenlernphase? Fehlanzeige. Zumindest haben wir sie nicht zu lesen bekommen.
Sowohl zu Tyghan als auch zu Bristol habe ich leider keinen Zugang bekommen. Tyghan ist extrem blass und austauschbar. Bristol aber ebenfalls sehr klischeehaft die trotzige Heldin, der ich das halt nicht abgekauft habe. Denn ich fand ihr Verhalten oft nicht okay. War auch gut, dass sie ihre eigentliche Mission immer wieder aus den Augen verloren hat. Hilft der Spannung auf jeden Fall nicht. Es ist alles aus der dritten Person geschrieben mit einigen Sichtwechseln. Das hat es mir zusätzlich erschwert. Aber auch so konnte ich ihre Gefühle nicht nachvollziehen können. Es wirkte alles recht plump runtergeschrieben. Dazu halt mit vielen Füllszenen, die langweilig waren. Das Beste war sowieso, dass die eigentlich Mission in wenigen Seiten abgehandelt war. Es gab hier und da eine Wendung, die aber alle recht vorhersehbar waren.
Fazit:
Langweilig. Das Wort beschreibt das Buch leider ganz gut. Es sind wirklich viele Seiten, aber sehr wenig relevante Handlung. Wichtige Szenen wurden übersprungen, andere unwichtige dafür umso ausführlicher beschrieben. Es gibt zu viele Zeitsprünge, anders kann ich mir nicht erklären, dass Bristol und Tyghan sich auf einmal lieben und die Rekrutinnen beste Freunde sind. Leider ist doch genau die Annäherung das Interessante und das wurde weggelassen. Leider ist auch sonst kein Spannungsbogen vorhanden.
2/5 Sterne