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Veröffentlicht am 01.01.2025

Kampf oder Flucht

Looking down the Valley
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„Looking down the Valley“ von Nicole Böhm ist der zweite Band ihres emotionalen L.A. Love Duets, in dem sich die Intrigen immer mehr zuspitzen.
Haley steht völlig neben sich, denn der kürzliche Vorfall ...

„Looking down the Valley“ von Nicole Böhm ist der zweite Band ihres emotionalen L.A. Love Duets, in dem sich die Intrigen immer mehr zuspitzen.
Haley steht völlig neben sich, denn der kürzliche Vorfall hat sie in ein riesiges Gefühlschaos gestürzt. Auf der einen Seite könnte sie endlich ihren großen Traum erfüllen und wäre alle Sorgen los, aber gleichzeitig würde sie sich auch selbst verlieren und alles verleugnen, was sie ausmacht. Währenddessen kämpft Wyatt um ihre Freundschaft und noch viel mehr, denn zwischen ihm und Haley ist längst nicht mehr alles fake. Für die Presse fliegen sie in den Traumurlaub nach Hawaii, wo sich Haley entscheiden muss, ob sie Wyatt weiterhin außen vorlassen will oder ob sie ihm wirklich vertraut.

Erst war ich über den Anfang ein wenig verwirrt, aber dann wird schnell deutlich, dass die Handlung fast direkt an den Cliffhanger des ersten Teils anknüpft. Die Perspektiven wechseln wieder zwischen Haley und Wyatt, so dass man ihre Emotionen, Ängste und Beweggründe hautnah mitbekommt.
Das traumhafte und wunderschöne Setting, ob im Strandhaus, auf Hawaii oder in luxuriösen Villen, steht in krassem Kontrast zu den hässlichen Abgründen, die hinter diesen Glitzerfassaden lauern. Für Haley steht so gut wie alles auf dem Spiel, wenn sie sich den ungeschriebenen Regeln nicht beugen will. Ich konnte ihren inneren Konflikt nachvollziehen, denn wie es scheint, hat sie absolut keine Chance gegen ihren übermächtigen Gegner.
Wyatts Karriere ist auf einem steilen Höhenflug, aber mir gefällt an seinem Charakter, dass er die Dinge auch kritisch hinterfragt und auf sein Bauchgefühl hört. Er steht zu seinen Gefühlen für Haley und gibt ihr immer wieder Zeit und Raum, ihr eigenes Tempo zu bestimmen. Allein dafür muss man ihn lieben.
In dieser Fortsetzung wird die Story immer spannender, denn die Ereignisse eskalieren irgendwann. Einige Charaktere konnten mich echt überraschen und zeigen ganz neue Facetten. Mir gefällt außerdem die Entwicklung der Beziehungen untereinander, sowohl in Wyatts als auch in Haleys Familie.

Mein Fazit:
Ein gelungener Abschluss, der von mir sehr gern eine Leseempfehlung erhält!

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Toxic Glamour

Running up that Hill
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„Running up that Hill“ von Nicole Böhm ist der erste Band ihres L.A. Love Duets, welches uns in die Glitzerwelt Hollywoods entführt.
Haley Sharp war ein bekannter und erfolgreicher Kinderstar, aber nun ...

„Running up that Hill“ von Nicole Böhm ist der erste Band ihres L.A. Love Duets, welches uns in die Glitzerwelt Hollywoods entführt.
Haley Sharp war ein bekannter und erfolgreicher Kinderstar, aber nun ist sie 25 und versucht immer verzweifelter den Absprung in ein ernsteres Genre zu schaffen. Die Konkurrenz ist riesig und auch wenn sie mit ihrer momentanen Rolle in ihrer aktuellen Serie hadert, hat sie keine wirklichen Alternativen. Ihr neuer Co-Star ist der Hollywood-Newby Wyatt Holt, der durch seine entspannte und lockere Art schnell überall beliebt ist. Auch mit Haley stimmt die Chemie und als das PR-Team nach ein paar viral gegangenen Schnappschüssen fordert, dass beide eine Fake-Beziehung zu Promo-Zwecken eingehen sollen, stimmen Wyatt und Haley zu. Obwohl Haley absoluter Profi ist, kann sie sich gegen die echte Anziehung zu Wyatt nicht wehren. Und auch er macht kein Geheimnis daraus, dass er mit der privaten Haley viel mehr Zeit verbringen möchte.

Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und mag ihren leichten und lockeren Schreibstil, der die Emotionen der Charaktere mit wenigen präzisen Worten einfängt. Auch hier bin ich schnell mit Haley und Wyatt warmgeworden, denn das ist bei diesen sympathischen Figuren auch wirklich nicht schwer.
Haley will ihr altes Image abstreifen, was ihr jedoch alles andere als leicht gemacht wird. In einem immer noch toxisch und von Vorurteilen und Stereotypen geprägten Umfeld spielt sie professionell nach außen ihre Rolle, auch wenn es sie innerlich zerreißt. Niemals zickig oder schwierig sein, ist ihr antrainiertes Verhalten, aber es gibt viele Momente, wo auch Haley an ihre absoluten Grenzen gerät.
Auch wenn Wyatt diesen Vergleich hasst, er ist tatsächlich wie ein süßer und liebenswerter Golden Retriever Welpe, den man einfach nur liebhaben kann. Mit seiner positiven und charmanten Art nimmt er jeden für sich ein, aber er kann auch ernst und fürsorglich sein.
Ich liebe seine Chats mit seiner Schwester Zoe, die die Story immer wieder auflockern und einen guten Einblick in seine Gefühle geben. Ich hatte generell beim Lesen das Gefühl, immer ganz eng bei den Charakteren zu sein und konnte mit ihnen mitfühlen.
Der Cliffhanger ist echt böse, aber ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Nicole Böhm hat den kritischen Blick auf die Scheinwelt der Filmindustrie sehr mitreißend eingefangen und ich fiebere mit Haley mit.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Das Schicksal greift ein

Foxglove – Das Begehren des Todes (Belladonna 2)
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„Foxglove – Das Begehren des Todes“ von Adalyn Grace ist der zweite Band ihrer düsteren und magischen Belladonna Trilogie.
Endlich hat Signa In Thorn Glove bei ihrem Onkel und ihrer Cousine ein richtiges ...

„Foxglove – Das Begehren des Todes“ von Adalyn Grace ist der zweite Band ihrer düsteren und magischen Belladonna Trilogie.
Endlich hat Signa In Thorn Glove bei ihrem Onkel und ihrer Cousine ein richtiges Zuhause gefunden. Nur die Geheimnisse, die sie vor Blythe bewahren muss, machen ihr oft zu schaffen. Vor allem, da Blythe nach ihrer Heilung immer stärker nach dem Verbleiben ihres verschwundenen Bruders forscht. Zusätzlich vermisst Signa den Tod, der nun auf Thorn Glove nicht mehr allgegenwärtig ist. Als auch noch dessen Bruder Schicksal auftaucht, stürzt dieser ihre Familie erneut ins Chaos. Ihr Onkel wird plötzlich des Mordes beschuldigt, den er eindeutig nicht begangen hat. Signa und Blythe ermitteln fieberhaft nach dem wahren Täter, während ihnen das Schicksal immer neue Steine in den Weg legt. Der Bruder des Todes hat seine eigene Mission, denn einst nahm ihm dieser seine einzige große Liebe.

Es geht spannend weiter und in dieser Fortsetzung steht nicht mehr Signa allein im Mittelpunkt, sondern sie und ihre Cousine Blythe, die jeweils abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen. Adalyn Grace setzt ihre Handlung an genau der Stelle fort, an der der Cliffhanger des ersten Teils endet.
Signa hat sich im Vergleich zum Anfang ein enormes Stück weiterentwickelt. Nichts erinnert mehr an die halb verhungerte und verunsicherte Waise von damals. Inzwischen ist sie deutlich stärker und selbstbewusster und förmlich aufgeblüht im Kreise ihrer neuen Familie. Für diese Familie würde Signa so ziemlich alles opfern und das muss sie vielleicht auch, denn das Schicksal ist ein cleverer und harter Gegner.
Blythe lernen wir in diesem Buch deutlich besser kennen und auch sie findet langsam zu ihrer alten Stärke zurück. Dreimal hat sie bereits dem Tod getrotzt, aber dies hat Spuren hinterlassen, die ihr zunächst Angst machen.
Die packende Story konnte mich von Anfang bis Ende mitreißen, denn die Twists sind wirklich gekonnt eingesetzt. Blythe und Signa sind interessante Charaktere, die ihr volles Potenzial sicher noch nicht ausgeschöpft haben, was die Lust auf das Finale noch steigert. Aber auch das Schicksal, mit dem ich trotz seiner Rachepläne mitfühlen konnte, hat nach diesem Ende sicher noch einiges zu erwarten.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Der Tod folgt ihr

Belladonna – Die Berührung des Todes (Belladonna 1)
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„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu ...

„Belladonna – Die Berührung des Todes“ von Adalyn Grace ist der Auftakt ihrer magischen Belladonna Trilogie.
Signa wurde bereits als Baby vom Tod berührt und seitdem scheint er sie ihr ganzes Leben zu begleiten. Nach dem Tod ihrer Eltern wurde Signa von einem Vormund zum nächsten geschickt, für die die reiche Erbin meist nichts weiter als eine lukrative Geldquelle war. Nach jeweils mehr oder weniger Zeit ereilte jeden ihrer Verwandten unweigerlich der Tod und so galt Signa seitdem als verflucht an. Nur Signa ist es nicht möglich zu sterben, was sie im Laufe der Zeit selbst herausfand. Ihr neues Zuhause ist nun das glamouröse Herrenhaus Thorn Glove, wo sie beim kürzlich verwitweten Ehemann ihrer Tante als Mündel aufgenommen wird. Signa ist glücklich, mit ihrem Cousin und ihrer Cousine endlich so etwas wie eine richtige Familie zu haben, aber dann findet sie heraus, dass ihre Tante ermordet wurde und auch ihre Cousine vergiftet werden soll. Der Tod selbst hilft Signa bei den Nachforschungen und schnell verwandelt sich ihr Hass auf ihn in etwas völlig anderes.

Das düstere und geheimnisvolle Setting ist Adalyn Grace hervorragend gelungen, denn die dunkle und bedrohliche Atmosphäre zieht einen sofort in ihren Bann. Die gesamte Handlung wird aus Signas Perspektive erzählt, die in ihrem jungen Leben trotz ihres Reichtums schon sehr viel Leid erfahren musste. Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und locker und ich habe schnell mit Signa mitgefiebert, die anfangs noch völlig unsicher in eine völlig neue Welt stolpert.
Signa wurde bis auf eine einzige Ausnahme ihr gesamtes Leben lang nur benutzt. Es ist traurig, dass sie es gar nicht anders kennt oder erwartet. Sie ist ein wirklich facettenreicher und faszinierender Charakter, und das nicht nur deshalb, weil sie nicht sterben kann oder Geister sieht. In Thorn Glove blüht Signa trotz der düsteren Begleitumstände endlich ein wenig auf und lernt, ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu sehen. Der Tod ist dabei ihr Begleiter und auch er ist anders, als man es erwartet hätte.
Die Story ist spannend aufgebaut und Signas Entwicklung steht im Fokus. Ihre Emotionen waren für mich greifbar und authentisch und es ist berührend beschrieben, wie sie ihren eigenen Weg geht. Die knisternde Romance lässt die Funken sprühen und gleichzeitig weiß man noch nicht, wohin die Reise gehen wird.
Mich hat die düstere Gothic-Atmosphäre auf jeden Fall gepackt und ich bin neugierig auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Wirkt nach

Die Nacht der Bärin
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„Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn ist ein Buch, welches absolut unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.
Nach einem heftigen Streit, der in einer Art und weise eskaliert ist, die die 26-jährige ...

„Die Nacht der Bärin“ von Kira Mohn ist ein Buch, welches absolut unter die Haut geht und noch lange nachwirkt.
Nach einem heftigen Streit, der in einer Art und weise eskaliert ist, die die 26-jährige Jule am liebsten gar nicht wahrhaben möchte, flieht sie erstmal zu ihren Eltern, die ihr immer ein sicherer Hafen waren. Doch in ihre Ankunft platzt die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter, die Jule nur von den jährlichen Geburtstagskarten kennt. Jule ist entsetzt, als sie die schockierte, aber völlig abgeklärte Reaktion ihrer Mutter mitbekommt. Auch um von ihrem eigenen Drama abzulenken, will sie das seit dreißig Jahren zerrüttete Verhältnis aufklären und sucht nach Antworten. Doch die Reise in das alte Zuhause ihrer Mutter bringt Abgründe ans Licht, mit denen Jule nie gerechnet hätte.

Dieses Buch ist keine romantische Lovestory oder Wohlfühlgeschichte, sondern ein sehr persönliches Werk der Autorin, mit dem sie aufwühlt und auf ein unangenehmes und oft verschwiegenes Thema aufmerksam macht, welches gerade deshalb klar benannt werden sollte. Gewalt in der Familie und Missbrauch finden oft im Verborgenen statt, während die Opfer hilflos ausharren und durch die Täter isoliert wurden.
Schonungslos und packend erzählt Kira Mohn aus den Perspektiven von Jule, die kürzlich selbst Opfer wurde und ihre Situation schönzureden versucht, und der zwölfjährigen Maja, die die Schwester von Jules Mutter Anna ist und die die Ereignisse vor dreißig Jahren aus ihrer Sicht berichtet.
Man ahnt von Anfang an, welches Grauen hier hinter verschlossenen Türen stattfindet, und doch ist man entsetzt, wenn das wahre Ausmaß der Abgründe deutlich wird. Manchmal war ich wütend auf Jule, weil sie ohne Rücksicht auf ihre Mutter so hartnäckig in der Vergangenheit wühlt, aber gleichzeitig ist dies auch notwendig, damit die Beteiligten irgendwann heilen können.
Mit wenigen Worten lässt Kira Mohn die bedrohliche Atmosphäre von damals lebendig werden, die einem beim Lesen förmlich die Luft abschnürt. Manchmal will man gar nicht weiterblättern, und doch ist es wichtig, genau dies zu tun, und eben nicht wegzuschauen, weil es einfacher ist.
Das Buch ist wirklich heftig und macht an vielen Stellen sprachlos. Gerade deshalb wird es mir jedoch lange im Gedächtnis bleiben und nachwirken.

Mein Fazit:
Gnadenlos, ungeschönt und trotzdem hoffnungsvoll. Klare Leseempfehlung!

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