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Veröffentlicht am 04.01.2025

Letzten Endes zu konstruiert

Die weiße Löwin
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Den zu lösenden Mord an einer Immobilienmaklerin lässt Wallander diesmal in das große politische Weltgeschehen eintauchen. Von Schweden bis Südafrika erstrecken sich die Handlungsschauplätze und lassen ...




Den zu lösenden Mord an einer Immobilienmaklerin lässt Wallander diesmal in das große politische Weltgeschehen eintauchen. Von Schweden bis Südafrika erstrecken sich die Handlungsschauplätze und lassen Wallander ganz schön rotieren.

In gewohnt leichtem Schreib- und Erzählstil lässt der Autor seinen Kriminalkommissar Kurt Wallander hier zu seinem dritten Fall antreten. Bis knapp über die Hälfte des Buches hinweg ist es auch ein richtig guter Krimi mit einer überzeugenden Handlung und gut charakterisierten Figuren. Doch dann kommt mir Kommissar Zufall zu oft ins Spiel und hilft den Guten und versetzt den Bösen einen Tiefschlag nach dem anderen. Auch immer wiederkehrende Kritik an der schwedischen Gesellschaft ist mir für einen Krimi einfach zu viel gewesen. Das hätte der Autor eleganter lösen können, so wirkt das ganze letztlich irgendwie passend gemacht und schmälert so den Gesamteindruck.

Alles in allem ein solider dritter Fall für Wallander und sein Team.


Veröffentlicht am 04.01.2025

Solider Krimi

Mörder ohne Gesicht
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Was haben ein altes, brutal gemeucheltes Bauernehepaar und ein brennendes Asylheim miteinander zu tun? Hängen die beiden Fälle wirklich zusammen? Viel Arbeit für Wallander, der beide Fälle klären muss.

Neben ...




Was haben ein altes, brutal gemeucheltes Bauernehepaar und ein brennendes Asylheim miteinander zu tun? Hängen die beiden Fälle wirklich zusammen? Viel Arbeit für Wallander, der beide Fälle klären muss.

Neben der Aufklärung des komplexen Falles lässt der Autor viel Gesellschaftskritik über das bestehende Asylsystem in diesen Wallander-Krimi einfließen und der Leser bekommt einiges über das schwierige Privatleben Wallanders zu lesen, was ihn dadurch allerdings menschlich und authentisch macht. Andere Figuren, egal ob weitere Haupt- oder Nebenfiguren bleiben jedoch eher blass im Verhältnis zur Figur Wallander. Da hätte ich mir noch mehr Tiefe wenigstens bei seinen direkten Mitarbeitern gewünscht. Die Ermittlungsarbeit wird leider von zu vielen Zufällen gestützt, die die Krimi-Handlung genau wie das plötzliche Ende, mit dem/den wie aus dem Nichts präsentierten Täter/n, schon arg konstruiert wirken lassen. Der Schreibstil ist indes angenehm, so dass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.

Wer über ein paar Ungereimtheiten hinweglesen kann, der bekommt hier einen soliden Wallander-Krimi.


Veröffentlicht am 04.01.2025

Empfehlenswerte Serienergänzung

Die List der Wanderhure
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Dieser Roman ist eine Ergänzung zur bestehenden Serie und ist zeitlich nach dem dritten Band einzuordnen. Kennern der Serie wird die „Wiederauferstehung“ Michels eventuell die Lesefreude mindern, denn ...




Dieser Roman ist eine Ergänzung zur bestehenden Serie und ist zeitlich nach dem dritten Band einzuordnen. Kennern der Serie wird die „Wiederauferstehung“ Michels eventuell die Lesefreude mindern, denn schließlich sind sie ja mit Michels Geschichte vertraut. Kann man diesen Fakt ausblenden, bekommt man aber eine weitere abenteuerliche Geschichte erzählt.

Auf unterhaltsame Weise begleitet man das mittlerweile liebgewonnene Paar, wie sie sich für andere in Not befindliche Menschen einsetzen und sich selbst dabei auch nicht schonen – kurzum man fiebert und leidet wieder mit ihnen mit. Und ganz nebenbei bekommt man noch ein bisschen Geschichtsunterricht erteilt über das Leben, Politik und gesellschaftliche Konventionen im 15. Jh.

Fazit: Hörenswert für alle, die nicht genug von Marie und Michel bekommen können. Neueinsteigern empfehle ich die Serie in der richtigen Reihe zu hören/lesen.


Veröffentlicht am 04.01.2025

Unterhaltsam und kurzweilig

Das Mädchen aus Apulien
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Schon der Titel zeigt an, dass eine weibliche Figur hier den Ton angibt. Als Hörer wird man in das 13. Jh. entführt und begleitet Pandolfina, besagtes Mädchen aus Apulien, auf ihrem Lebensweg. Dieser ...




Schon der Titel zeigt an, dass eine weibliche Figur hier den Ton angibt. Als Hörer wird man in das 13. Jh. entführt und begleitet Pandolfina, besagtes Mädchen aus Apulien, auf ihrem Lebensweg. Dieser kreuzt die Wege vieler Gestalten, historisch belegter und fiktiver, die nicht nur Gutes im Schilde führen.

Typisch für historische Romane aus der Feder des Autorenehepaars Iny Lorentz ist eine weibliche Hauptfigur, die in einer historischen Epoche ihren Weg finden muss. Das ist auch in diesem Roman nicht anders. Und was auch anderen Romanen Iny Lorentz' gleicht sind die zahlreichen Charaktere die entweder Gut oder eben Böse sind. Die Handlungen der einzelnen Figuren sind der jeweiligen Epoche dabei angepasst und erzeugen dadurch ein Bild vom Leben jener Zeit. Allerdings wird auch hier wieder der Hauptfigur Pandolfina viel Freiraum für Handlungen und Meinungsäußerungen gegeben, die eher untypisch für die damalige Zeit waren.

Fazit: Wie sich Pandolfina den Widrigkeiten stellt und ob sie sie meistert, dass erzählt Iny Lorentz auf unterhaltsame und kurzweilige Weise.


Veröffentlicht am 04.01.2025

Solider Abschluss

Juliregen
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Nach „Dezembersturm“ und „Aprilgewitter“ nun der Abschlussband „Juliregen“. Nach den Vorkommnissen in Band 2 ist die Harmonie zwischen den Eheleuten, die nun auch Elten zweier Kinder sind, wieder hergestellt. ...





Nach „Dezembersturm“ und „Aprilgewitter“ nun der Abschlussband „Juliregen“. Nach den Vorkommnissen in Band 2 ist die Harmonie zwischen den Eheleuten, die nun auch Elten zweier Kinder sind, wieder hergestellt. Doch das soll sich alsbald ändern, denn es gibt Menschen, die ihnen ihr Glück neiden.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern plätschert die Handlung leider spannungsarm und wenig mitreißend dahin. Es gibt auch hier wieder die Bösen, die das Bösesein auch ausleben dürfen und dem langatmig erzählten Plot die ein oder andere Wendung geben. Dem gegenüber stehen die Guten, die alles daran setzen, dass das Böse nicht gewinnt, also wie stets bei Iny Lorentz auch hier die typischen Stereotypen.

Alles in allem jedoch ein solider Abschluss, dem zwar die Spannung fehlt, der aber zu unterhalten vermag.