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Veröffentlicht am 19.02.2025

Kurzweiliger und witziger Seniorenkrimi mit rüstigen, sehr eigenwilligen Charakteren

Crime im Heim
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Haus Silberblick ist eigentlich ein sehr ruhiges, idyllisches Seniorenheim. Die Bewohner vertreiben sich ihre Zeit mit dem, womit sich Senioren halt so die Zeit vertreiben. Aber Friedhelm Klemp, der "Impresario", ...

Haus Silberblick ist eigentlich ein sehr ruhiges, idyllisches Seniorenheim. Die Bewohner vertreiben sich ihre Zeit mit dem, womit sich Senioren halt so die Zeit vertreiben. Aber Friedhelm Klemp, der "Impresario", hat sich vorgenommen, mit seinen Mitbewohnern große Kunst auf die kleine Bühne des Seniorenstiftes zu bringen. Der Hamlet von William Shakespeare soll es sein, und mit seiner Angebeteten Katja Horenfeld, die aber ihrerseits einem anderen Bewohner wohlgesonnen ist, macht er sich an die Umsetzung. Das Treffen zur Formierung der Theatergruppe läuft gut, bis plötzlich eine Leiche zu beklagen ist - Ophelia, der bei allen ziemlich unbeliebte Hund einer angehender Darstellerin wurde erschossen. Und es bleibt nicht bei dieser einen Leiche.

Katja Horenfeld ermittelt auf eigene Faust - nicht ganz grundlos und nicht ganz uneigennützig, wie sich bald herausstellt...

"Crime im Heim" von Ida Tannert ist ein flüssig zu lesender, kurzweiliger Cosy Crime mit sehr eigenwilligen, aber durchweg hochinteressanten Charakteren. Die Story ist nicht gerade mit Überraschungen gespickt, aber trotzdem nie langweilig, sondern vielmehr durchaus spannend. Im Grundsatz erinnert die Geschichte an den "Donnerstagsmordclub" des englischen Autors Richard Osman, aber sie hat nicht dieselbe Tiefe und den ausladenden Hintergrund dieser außergewöhnlichen Reihe. Trotzdem ein absolut empfehlenswertes Buch, das sich zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Von der Suche nach dem Wolf und der Liebe zur Natur

Wolfsspur
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Der norwegische Autor Reidar Müller ist ausgebildeter Geologe und renommierter Wissenschaftsjournalist, der unter anderem für Aftenposten, die auflagenstärkste Tageszeitung Norwegens, arbeitet.

Müller ...

Der norwegische Autor Reidar Müller ist ausgebildeter Geologe und renommierter Wissenschaftsjournalist, der unter anderem für Aftenposten, die auflagenstärkste Tageszeitung Norwegens, arbeitet.

Müller schreibt in diesem Buch von der Faszination der Natur im Allgemeinen und der Anziehungskraft der riesigen norwegisch-schwedischen Waldgebiete im Besonderen. Er beschäftigt sich intensiv mit den Pflanzenwelt des Waldes und liefert vor allem sehr viele hochinteressante Fakten und Forschungsergebnisse zu den Baumbeständen Skandinaviens.

Der Autor ist darüber hinaus neugierig darauf, die Tierwelt der ausgedehnten Waldgebiete näher kennenzulernen und läßt sich schnell vom Wolf als sagenumwobenen, fast mytischen Bewohner dieser Gebiete faszinieren. Reidar Müller sucht gemeinsam mit einem alten Studienkollegen und einem schwedischen "Wolfsflüsterer" nach dem sehr scheuen, geheimnisumrangte Tier. Er nimmt die Leser mit auf seine Jagd nach einem Mythos und erklärt dabei sowohl seine Faszination für den Wolf, als auch seine immer stärker werdende Sehnsucht, diese Tiere in freier Wildbahn zu hören und möglichst sogar zu sehen. Er berichtet vom Konflikt zwischen Wolfbefürworteren und (auch militanten) Wolfkritikern, sowie von den Auswüchsen, die dieser Konflikt mit sich bringt - eine Diskussion, die ja auch seit einiger Zeit in Deutschland intensiv und durchaus kontrovers geführt wird.

Reidar Müller bringt dem Leser in "Wolfsspur" jedoch vor allem die Liebe zur Natur und zum Wolf einfühlsam und mit sehr viel Herzblut näher - man merkt in jeder Zeile die Leidenschaft, mit der sich der Autor diesem Thema widmet. Eine echte Hommage an die Natur und einen seiner sagenumwobensten, faszinierensten Bewohner.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Warum Djokovic so stark wurde wie er ist

Auf der Suche nach Novak
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Der Autor Mark Hodgkinson begibt sich in seinem Buch "Auf der Such nach Novak. Das Phänomen Djokovic" tatsächlich auf die Suche nach den Hintergründen und einschneidenden Begebenheiten, die dazu geführt ...

Der Autor Mark Hodgkinson begibt sich in seinem Buch "Auf der Such nach Novak. Das Phänomen Djokovic" tatsächlich auf die Suche nach den Hintergründen und einschneidenden Begebenheiten, die dazu geführt haben, dass Novak Djokovic zu einem der besten Tennisspieler aller Zeiten wurde.

Er zeigt dabei Djokovics' Weg von der Jugend im bombadierten Belgrad, über das Tennis-Camp seines väterlichen Freundes und Trainers Niki Pilic bis zu den vielen Grand Slam-Siegen, die Djokovic im Laufe Jahre ansammelte, auf. Hodgkinson hat mit vielen Wegbegleitern von Novak Djokovic gesprochen, hat viele Ereignisse - Höhen und Tiefen -, die den Tennisstar geprägt haben, ausgewertet und dargestellt. Insgesamt er sehr interessantes Buch, das versucht in Innenwelt des Serben zu blicken, dabei aber nur an der Kante der tiefen, vielschichtigen und extrem verzweigten Persönlichkeit Novak Djokovic kratzen kann.

Ein tolles Buch, das sich nicht nur für Tennis- oder allgemein Sportbegeisterte zu lesen lohnt. Zwei Kritikpunkte gibt es jedoch, die dafür sorgen, dass es von mir persönlich nur zu vier Sternen reicht:

- zum Einen wird mit sehr vielen Personen aus dem Djokovic-Umfeld gesprochen, aber praktisch nie mit Djokovic selber - es ist also ein Versuch, sich dem "Phänomen Djokovic" zu nähern, ohne das Phänomen selbst zu befragen.

- zum Zweiten - und das stört mich persönlich am meisten - wird Novak Djokovic vom Autor, der offensichtlich ein absoluter Fan des Serben ist, immer der Mode-Begriff "GOAT", die Überzeichnung als "Bester Tennisspieler aller Zeiten" und später sogar als "Bester Sportler aller Zeiten" benutzt. Mir sind solche Begrifflichkeiten fremd und zuwider. Ich halte sie für überzogen und in einer Biografie irrelevant, da es sich immer und ausschließlich um subjektive Bewertungskriterien handelt, die jede Person anders sehen und bewerten darf.

Deshalb: ein sehr lesenswertes Buch über eine beeindruckende Prsönlichkeit, aber auch ein Fanbuch des Autors.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Sehr interessant und hilfreich für Orientierung Suchende

Die Kunst des InnSæi
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Mit ihrem Buch "Die Kunst des InnSæi. Der isländische Weg zur Intuition und innerer Mitte" möchte die isländische Autorin Hrund Gunnsteinsdóttir ihren Lesern einen Leitfaden und Orientierung auf dem Weg ...

Mit ihrem Buch "Die Kunst des InnSæi. Der isländische Weg zur Intuition und innerer Mitte" möchte die isländische Autorin Hrund Gunnsteinsdóttir ihren Lesern einen Leitfaden und Orientierung auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit, Selbstreflexion und zur eigenen inneren Mitte an die Hand geben.

Sie selber ist in ihrem ereignisreichen Leben, in dem sie unter anderem bei den Vereinten Nationen in Genf gearbeitet hat, alleinerziehende Mutter war und anschließend ihr Leben komplett neu ausgerichtet hat, nach eigenem Bekunden oftmals an Grenzen gestoßen und wusste manchmal nicht weiter. Erst als sie sich dem Thema "InnSæi" widmete und schließlich ihr Leben danach ausrichtete, kam die Zufriedenheit, der Optimismus und die Freude zurück in ihr Leben, weshalb sie das Thema einer Vielzahl an Lesern nahe bringen möchte.

Sie untermauert die Wege und "Techniken" des InnSæi sehr anschaulich mit Beispielen aus ihrem eigenen Leben und an Beispielen ebenso prominenter, wie auch nicht prominenter Menschen, was den Leser abholt und nicht mit den "Theorien" des isländischen Wegs zu mehr Achtsamkeit zurückläßt.

Insgesamt ist das Buch sehr gut lesbar und hält für Einsteiger in den Themenkomplex "Achtsamkeit und Suche der inneren Mitte" viele interessante Aspekte bereit. Wirklich neue Wege und Techniken finden sich jedoch kaum, die meisten Tipps und Ratschläge sind bereits bekannt und werden auch in anderen Zusammenhängen angewendet, bzw. empfohlen.
Dennoch handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch, das den gesamten Prozess des InnSæi einmal beleuchtet und erklärt.

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Ist in der Nachbarschaft Gefahr im Verzug? Hornbrillen-Girl eilt zur Hilfe

Darf`s ein bisschen Mord sein?
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Gitti Scheffer, die schon über 70jährige Betreiberin des Tante-Emma-Ladens in Loretta Luchs' neuer Nachbarschaft, hatte scheinbar einen Unfall und sich dabei die Schulter verletzt. Loretta muss die resolute, ...

Gitti Scheffer, die schon über 70jährige Betreiberin des Tante-Emma-Ladens in Loretta Luchs' neuer Nachbarschaft, hatte scheinbar einen Unfall und sich dabei die Schulter verletzt. Loretta muss die resolute, selbstbewußte und sehr sympathische Dame nahezu dazu nötigen Ihre Hilfe anzunehmen. Gitti wehrt sich zunächst nach Kräften, läßt sich dann aber doch von Loretta im Laden und darüber hinaus im Alltag helfen. Es dauert nicht lange, da kommen Loretta Zweifel am Unfall, der zur Schulterverletzung geführt haben soll. Und was wollen die beiden fremden Männer, die das Haus beobachtet haben? Als dann auch noch eine Leiche gefunden wird, riecht Hornbrillen-Girl förmlich, dass hier was nicht stimmt und nimmt gemeinsam mit Minipli-Man erste Ermittlungen auf. Dabei stoßen die beiden auf etwas unglaublich niederträchtiges...


Der elfte Band der Loretta-Luchs-Reihe von Lotte Minck trumpft mit den üblichen Attributen auf, die die Serie so erfolgreich gemacht haben: sympathische, sehr spezielle Charaktere, Ruhrpott-Flair, manchmal derber, manchmal feinsinniger Humor und die übliche Verkettung von Loretta Luchs' Leben mit einem Verbrechen. Die Lösung des Kriminalfalls ist diesmal allerdings für "geübte" Leser schnell vorhersehbar, was das Lesevergnügen aber kaum trübt. Trotzdem wieder ein tolles Buch, das einige Stunden schöne Unterhaltung und viele Schmunzler beim Lesen verspricht.

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