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Veröffentlicht am 04.07.2026

Warum schwimmen wir?

Warum wir schwimmen
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Gehörst du auch zu denjenigen, die in aller Herrgottsfrühe an der Kasse vom Schwimmbad stehen, die Badekleidung schon unter der Straßenkleidung, damit es schneller ins Wasser geht?

Dann ist "Warum wir ...

Gehörst du auch zu denjenigen, die in aller Herrgottsfrühe an der Kasse vom Schwimmbad stehen, die Badekleidung schon unter der Straßenkleidung, damit es schneller ins Wasser geht?

Dann ist "Warum wir schwimmen" von Bonnie Tsui ein Buch für dich.


Selbst begeisterte Schwimmerin, hat die Autorin und Journalistin ein Sachbuch geschrieben, das sich dem Schwimmen sowohl von der sportlichen, aber auch von verschiedenen anderen Seiten nähert.


So geht es darum, warum wir überhaupt die Gefahr auf uns nehmen, ins Wasser zu gehen, denn ein Ertrinken ist ja immer möglich. Nahrungssuche war und ist ein Grund dafür.


Dann ist es essenziell wichtig, dass schon Kinder schwimmen lernen, um sich besser gegen die Gefahr des Ertrinkens zu wappnen. Das Beispiel eines isländischen Fischers, der sechs Stunden im kalten Meer überlebte, zeigt das eindrucksvoll. Es zeigt aber auch, dass manche Menschen andere genetische Voraussetzungen haben, um so etwas überhaupt zu überleben.


Wie gesund das Schwimmen für uns ist, egal ob jung oder alt, beschreibt sie auch (es hilft gegen hohen Blutdruck und bei Arthritis), dass es Gemeinschaft fördert und einfach Freude bereitet.


Bonnie Tsui geht einmal durch die Geschichte des Schwimmens und erzählt uns von der besonderen Schwimmkunst der japanischen Samurai und davon, wie die modernen Schwimmstile entstanden.


Ein Buch, das Lust auf Meer, See, Frei- oder Hallenbad macht.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

20.000 Elefanten in Berlin

Das Geschenk
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20.000 Elefanten in Berlin

Was nach Urzeit oder weit fortgeschrittenem Klimawandel klingt, lässt die flämische Autorin Gaea Schoeters in ihrem Buch "Das Geschenk" Wirklichkeit werden. Bundeskanzler Hans ...

20.000 Elefanten in Berlin

Was nach Urzeit oder weit fortgeschrittenem Klimawandel klingt, lässt die flämische Autorin Gaea Schoeters in ihrem Buch "Das Geschenk" Wirklichkeit werden. Bundeskanzler Hans Christian Winkler bekommt dieses tierische Präsent vom botswanischen Präsidenten als Antwort auf das frisch verabschiedete Gesetz zum Einfuhrverbot von Jagdtrophäen, das den armen Regionen des Landes die Lebensgrundlage entzogen hat.

Die Elefanten materialisieren sich überall in der Stadt und werden schon schnell zum Problem, denn sie halten sich nicht an Verkehrsregeln, haben einen großen Appetit und ein entsprechend gute Verdauung, die für Stunk sorgt.

Schnell wird ein Ministerium für Elefantenangelegenheiten ins Leben gerufen und es läuft auch eine Zeit gut mit den rüsseligen Neuberliner*innen. Natürlich bleibt es nicht so und die Probleme werden größer.

Gaea Schoeters hat eine wunderbare Politparabel geschrieben, die den politisch Verantwortlichen und der Bevölkerung auf humorige Art den Spiegel vorhält. Bundeskanzler Hans Christian Winkler hat eine Mentorin, die stark an Altkanzlerin Angela Merkel erinnert und die Personen in seinem Kabinett haben durchaus Ähnlichkeit mit existierenden Politpersönlichkeiten.

Ich habe mich großartige amüsiert und spreche definitiv eine Leseempfehlung oder gar Geschenkempfehlung für Weihnachten aus.

Das Buch wurde von Lisa Mensing ganz wunderbar aus dem Flämischen ins Deutsche übersetzt.

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Veröffentlicht am 27.09.2025

Unterhaltung mit einer Botschaft und nach an der Realität

Wasserspiel
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Stell dir vor, ein Wasserkonzern kauft nicht nur die Wasserrechte in deinem Ort, sondern übernimmt das komplette Wassermanagement für den Ort.

So passiert es in "Wasserspiel" von Tim Staffel. Der Vlogger ...

Stell dir vor, ein Wasserkonzern kauft nicht nur die Wasserrechte in deinem Ort, sondern übernimmt das komplette Wassermanagement für den Ort.

So passiert es in "Wasserspiel" von Tim Staffel. Der Vlogger und Aktivist Roberto Böger erfährt durch seinen Hauptsponsor, dass in seinem fiktiven Heimatörtchen, dem ostwestfälischen Lüren, der Wasserkonzern Dell'Acqua genau das vorhat.

Roberto, der Wasserverbrechen in aller Welt dokumentiert, wird nach Lüren und in damit in seine eigene Vergangenheit zurückkehren. Doch er wird dort nicht allein gegen Windmühlen kämpfen. Ausgerechnet der Sohn seines ehemaligen Freundes Johannes, wird ihm gegen Dell'Acqua zur Seite stehen.

Tim Staffel hat mit "Wasserspiel" einen spannenden Roman geschrieben, der in einer nahen Zukunft spielt und ein aktuelles Thema, die Wasserknappheit und die Gier weltweit tätiger Konzerne, anspricht.

Beide Hauptfiguren, Roberto und der Junge Humphrey sind nicht nur über den gemeinsamen Gegner miteinander verbunden, sondern auch über Humphreys Vater, mit dem Roberto in seiner Jugend befreundet war. Es wird also noch eine Geschichte hinter der Geschichte erzählt, was den Roman vielschichtiger macht und mich dazu gebracht hat, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Auch die Nebenfiguren sind wie die Zutaten zu einem guten Essen genau richtig dosiert und geben dem Roman die richtige Würze.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Das geheimnisvolle Glück des Schwimmens

Wasserzeiten
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Wasserzeiten, das sind für Kristine Bilkau kleine Glücksmomente – und nicht nur für sie ist das Schwimmen etwas Besonderes.

Es geht um die ersten Erinnerungen an das Schwimmen, wie es ist, wenn man in ...

Wasserzeiten, das sind für Kristine Bilkau kleine Glücksmomente – und nicht nur für sie ist das Schwimmen etwas Besonderes.

Es geht um die ersten Erinnerungen an das Schwimmen, wie es ist, wenn man in das Wasser eintaucht, sich langsam einschwimmt oder auch mal quält und es wird dieses Gefühl in der Freibadsaison 2020 während der Pandemie beschrieben. Das war auch für mich etwas Außergewöhnliches. Das erste Mal wieder im Freibad war so ein unglaublicher schöner Moment, es war ein großes Geschenk in diesem Sommer, wieder schwimmen gehen zu gönnen.

Es geht weiter mit persönlichen Erinnerungen an einen Urlaub auf Bornholm, wo sie jeden Morgen schwamm und dem Wunsch, eines Tages eine alte Frau am Meer zu sein, die täglich das ganze Jahr über schwimmt. Ein Wunsch, den ich mit der Autorin teile, wobei es bei mir nicht das Meer sein muss, ich liebe es, im Schwimmbad, am liebsten im Freibad zu schwimmen.

Und darüber berichtet sie auch, über die Swimming Ponds in Hampstead Heath im Norden Londons. Eines dieser Wasserreservoirs ist Männern vorbehalten, eins Frauen und eins ist der Mixed Pond. Im Winter zum Beispiel trifft sich am Ladies` Pond ein kleines Damentrüppchen zum morgendlichen Schwimmen. Es geht um die Bedeutung dieser dieser Orte für uns Menschen, es sind wichtige Begegnungsorte.

Auch das Schwimmen im Winter wird von Kristine Bilkau mit Worten bedacht und ja, ich kann sie mir alte Frau am und im Meer zu jeder Jahreszeit vorstellen.

Sie streut bei all den persönlichen Geschichten auch immer wieder Geschichten anderer ein wie zum Beispiel über eine Eistaucherin und gibt Buchempfehlungen wie bei den Hampstead Heath Ponds. Dies rundet den Essayband ab, es gibt noch etwas zum Weiterlesen, es muss nicht aufhören. Auch erzählt sie, wie sie selbst als Erwachsene noch gelernt hat, richtig zu kraulen, ein tolles Gefühl, etwas Neues zu lernen.

So schlägt sie auch eine Brücke zum Schreiben, denn auch hierbei ist Ausdauer gefragt, nach dem Scheitern neu zu beginnen mit einem Text, bis er gut ist. Um eine Schwimmtechnik richtig gut zu beherrschen, braucht es Ausdauer und den Willen, immer wieder neu zu beginnen oder auch Akzeptanz, dass man es niemals richtig können wird und trotzdem weiter macht, ohne die Freude daran zu verlieren.

„Wasserzeiten“ zeigt, wie wichtig es ist, dass es in den Kommunen solche Räume gibt, sie gibt Beispiele aus Island und auch aus Brüssel, wo es die Initiative „Pool is cool“ gibt, die in den heißen Sommerwochen ein Pop-up-Freibad aufbaut, das nach Anmeldung kostenlos genutzt werden kann.

Für mich ist „Wasserzeiten“ eine kleine, feine Liebeserklärung an das Schwimmen. Es ist sehr persönlich und beschreibt für mich das Besondere an dieser Bewegungsform und warum es uns so nah ist, schließlich kommen wir aus dem Wasser wie unsere Vorfahren, die Fische.

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Eine Leidenschaft zum Beruf machen

Die Bierkönigin von Minnesota
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J. Ryan Stradal erzählt in "Die Bierkönigin von Minnesota" davon. Mit Helen und Diana haben gleich zwei Frauen einer Familie eine Leidenschaft für Bier bzw. für das Bierbrauen. Für beide ist es ihre Berufung.

Helen ...

J. Ryan Stradal erzählt in "Die Bierkönigin von Minnesota" davon. Mit Helen und Diana haben gleich zwei Frauen einer Familie eine Leidenschaft für Bier bzw. für das Bierbrauen. Für beide ist es ihre Berufung.

Helen entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen Ende der 50er Jahre, keine Zeit, in der Frauen üblich waren an der Spitze von Brauereien (heute leider auch noch nicht normal). Doch sie setzt sich durch, auch wenn sie dadurch viele Jahre keinen Kontakt zu ihrer Schwester Edith haben wird. Ediths Leben verläuft weniger glamourös als das von Helen, doch hat sie die wunderbare Fähigkeit, aus allem etwas Gutes zu ziehen und sie übernimmt Verantwortung, wenn es nötig ist.

So auch, als ihre Tochter und ihr Schwiegersohn bei einem Unfall sterben und sie sich um ihre Enkelin Diana kümmern muss. Edith steht nicht viel Geld zur Verfügung, auch mit über 70 arbeitet sie noch Vollzeit. Diana jobbt neben der Schule und klaut, um etwas zum Unterhalt beizutragen. Als sie erwischt wird, bietet ihr Brauereibesitzer Frank an, ihre Schulden bei ihm abzuarbeiten und sie entdeckt ihre Liebe zum Bierbrauen. Ein Glücksgriff für sie, denn ein Studium hätte sie sich nicht leisten können.

J. Ryan Stradal hat nicht nur einen gut erzählten Roman geschrieben, sondern gibt auch einen Einblick in die gesellschaftlichen Unterschiede in den USA. Wer arbeitet sich ab, hat zwei bis drei Jobs und schafft es so grade, seine Familie zu ernähren und wie lebt die Mittel- und Oberschicht? Die Risse im Traum vom Tellerwäscher vom Millionär werden sichtbar.

Doch ist es hauptsächlich ein Buch mit einer guten Geschichte, die vom Glück, die eigene Leidenschaft zum Beruf machen zu können, und der Bedeutung von Zusammenhalt und Gemeinschaft erzählt. Eine Leseempfehlung!

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