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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Eine ruhige, aber beklemmende Geschichte

Schachnovelle
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„Schachnovelle“ ist ein Buch, das ich schon lange lesen wollte, einfach, weil es ein Klassiker ist, über den man immer wieder stolpert. Nun habe ich es endlich gelesen und bin froh, es von meiner Liste ...

„Schachnovelle“ ist ein Buch, das ich schon lange lesen wollte, einfach, weil es ein Klassiker ist, über den man immer wieder stolpert. Nun habe ich es endlich gelesen und bin froh, es von meiner Liste streichen zu können.

Die Geschichte spielt auf einem Passagierschiff, auf dem ein Schachweltmeister gegen verschiedene Mitreisende antritt. Unter ihnen befindet sich ein Mann, der scheinbar keinerlei Erfahrung hat, sich dann aber als außergewöhnlich talentiert erweist. Nach und nach erfahren wir, was hinter diesem Talent steckt. Eine Geschichte, die von Isolation, geistiger Zerrüttung und der obsessiven Macht des Schachs erzählt.

Ich muss sagen, das Buch hat mich nicht vollständig gepackt, auch wenn ich den Schreibstil von Stefan Zweig sehr angenehm fand. Man merkt, wie viel psychologische Tiefe und Symbolik in der Erzählung steckt, aber emotional hat es mich nicht ganz so mitgenommen. Trotzdem lässt sich das Buch sehr schnell lesen und regt definitiv zum Nachdenken an.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Wenn das Traumhaus zum Albtraum wird

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Das Cover von „Welcome Home“ finde ich richtig gelungen. Atmosphärisch und einfach ein richtiger Blickfang. Auch der Klappentext klang wieder spannend, sodass ich mich sehr auf das neue Buch von Arno Strobel ...

Das Cover von „Welcome Home“ finde ich richtig gelungen. Atmosphärisch und einfach ein richtiger Blickfang. Auch der Klappentext klang wieder spannend, sodass ich mich sehr auf das neue Buch von Arno Strobel gefreut habe. Aber konnte es mich auch überzeugen?
Ines und Marco Winkler ziehen gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Hund in die Neubausiedlung Auf Mons. Ein Traumhaus, in dem sie endlich ankommen und den Rest ihres Lebens verbringen möchten. Die Nachbarn sind freundlich, alles scheint perfekt. Bis Ines eines Nachts das Gefühl hat, jemand steht in ihrem Schlafzimmer und beobachtet sie. Auch ihr Hund verhält sich plötzlich merkwürdig, wirkt träge und verändert. Doch es gibt keine Einbruchsspuren, keine Anzeichen dafür, dass jemand im Haus war. Als dann im Nachbarhaus eine Leiche entdeckt wird, bricht in der ganzen Siedlung Panik aus …
Mit Arno Strobels Büchern werde ich nicht immer ganz warm, und auch dieses Mal konnte mich die Geschichte leider nicht komplett überzeugen. „Welcome Home“ ist ein solider Thriller, den man gut zwischendurch lesen kann, allerdings hat mir die Spannung gefehlt und auch hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht.
Der Schreibstil hat mir aber wieder sehr gut gefallen. Flüssig, unterhaltsam und leicht zu lesen. Insgesamt war es ein gutes Buch für zwischendurch, auch wenn es für mich nicht zu seinen besten zählt.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Schweres Thema mit Humor

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Von „Wedding People“ hatte ich schon so viel Gutes gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte. Auch das Cover fand ich richtig schön illustriert, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Wir ...

Von „Wedding People“ hatte ich schon so viel Gutes gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte. Auch das Cover fand ich richtig schön illustriert, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Wir lernen Phoebe kennen, die in einem grünen Seidenkleid im luxuriösen "Cornwall Inn" eintrifft. Sie hat viel Geld für diesen Aufenthalt gezahlt, um sich noch ein letztes Mal etwas Gutes zu tun. Denn ihr geheimer Plan ist, sich mit den Medikamenten ihrer Katze das Leben zu nehmen. Was sie jedoch nicht ahnt: Im Hotel wird gerade eine opulente Hochzeitswoche gefeiert, und die Braut tut alles dafür, dass alles perfekt läuft und Phoebe ihr bloß nicht die Feierei verdirbt.

Obwohl das Thema der Geschichte sehr schwer ist, schafft es die Autorin, viel Humor hineinzubringen. Es tauchen viele verschiedene Figuren auf, alle sehr gut beschrieben, alle mit ihrer eigenen Geschichte und ihren Sorgen.

Mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden, denn gerade am Anfang zog sich das Ganze ziemlich. Ichh habe gefühlt ewig an dem Buch gelesen, und zwischendurch ging mir dadurch etwas die Lust verloren. Es war kein schlechtes Buch, aber es konnte mich leider auch nicht richtig begeistern. Es war für mich einfach okay. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

atmosphärisch

Du hättest gehen sollen
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Ein Ehepaar fährt mit seiner Tochter in ein abgelegenes Ferienhaus auf einem Hügel, zu dem nur eine einzige Straße führt. Während der Vater an einem neuen Drehbuch arbeitet, beginnt er auch aufzuschreiben, ...

Ein Ehepaar fährt mit seiner Tochter in ein abgelegenes Ferienhaus auf einem Hügel, zu dem nur eine einzige Straße führt. Während der Vater an einem neuen Drehbuch arbeitet, beginnt er auch aufzuschreiben, was er in diesem seltsamen Haus erlebt. Denn eines wird schnell klar: hier stimmt etwas ganz und gar nicht.

„Du hättest gehen sollen“ von Daniel Kehlmann war mein erstes Buch des Autors, und ich bin hin- und hergerissen, wie ich es bewerten soll. Die Atmosphäre war zweifellos eindringlich. Das Buch vermittelt durchgehend ein beklemmendes, ungutes Gefühl. Allerdings blieb für mich das Ende unbefriedigend, was mich etwas enttäuscht zurückgelassen hat.

Trotzdem muss ich sagen, dass die dichte Stimmung und der spannende Schreibstil das Buch lesenswert machen, auch wenn es für mich nicht ganz überzeugen konnte. Eine interessante, wenn auch nicht ganz runde Lektüre.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Solider Krimi

Der Rommé-Club ermittelt
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Evelyne, ihre Mutter Rosa, Barbara und Ingrid treffen sich regelmäßig, um eine Partie Rommé zu spielen und das ein oder andere Glas zu zwitschern. Doch als im kleinen Ort Himmelrath der Verbandsbürgermeister ...

Evelyne, ihre Mutter Rosa, Barbara und Ingrid treffen sich regelmäßig, um eine Partie Rommé zu spielen und das ein oder andere Glas zu zwitschern. Doch als im kleinen Ort Himmelrath der Verbandsbürgermeister Hubert Brandt mit einem Stein ermordet wird, sind die vier Freundinnen sofort in Aufruhr und machen sich an ihre eigene Ermittlung. Dabei könnte Barbaras Bruder Hannes - Polizist kurz vor der Pensionierung - mit der Lösung dieses Falls ein letztes Mal glänzen. Doch er hat kaum eine Ahnung, wo er anfangen soll – also beschließen die Damen, heimlich selbst Nachforschungen anzustellen, ohne dass die Polizei es mitbekommt.

Schon das Cover ist ein echter Hingucker: es ist im Stil einer Rommé-Karte gestaltet und passt perfekt zum Titel. Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht auf die vier Freundinnen, die zwar doppelt so alt sind wie ich, aber trotzdem einiges draufhaben. Denn wer unterschätzt schon ältere Damen, die durch eine lange Freundschaft verbunden sind? Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch.

Zum Rommé-Spielen kommen die Frauen zwar kaum, weil sie ganz in ihren Ermittlungen aufgehen. Dabei ist mir besonders Rosa, die 83-jährige Mutter von Evelyne, ans Herz gewachsen. Diese Frau ist einfach der Knaller und gibt der Geschichte viel Charakter. Ohne sie wäre das Buch ziemlich langweilig gewesen, denn über Ingrid und Barbara erfährt man kaum etwas, und Evelyne fand ich etwas eigen, sodass ich nicht richtig mit ihr warm wurde.

Eine kleine Liebesromanze lockert die Geschichte zusätzlich auf und verleiht ihr eine charmante Note. Das Ende kam mir jedoch etwas zu abrupt, und einige meiner Fragen blieben leider offen. Einige Passagen zogen sich zudem etwas in die Länge, und ich hätte mir insgesamt ein bisschen mehr „Krimi“ gewünscht.
Trotzdem ist es eine solide Geschichte, die mir gut gefallen hat. Wäre ich allerdings 20 Jahre älter, hätten mich die Figuren wahrscheinlich noch mehr angesprochen.

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