Süchtigmachende Romance mit fantastischem Setting und tiefgründigen Figuren
Check & Mate – Zug um Zug zur LiebeWas für eine tolle Romance! Das war mein erstes Buch von Ali Hazelwood und es wird nicht mein letztes bleiben! Ich bin schlicht obsessed mit ihrem Characterbuilding und dem Talent, einer Handlung Spannung ...
Was für eine tolle Romance! Das war mein erstes Buch von Ali Hazelwood und es wird nicht mein letztes bleiben! Ich bin schlicht obsessed mit ihrem Characterbuilding und dem Talent, einer Handlung Spannung zu verleihen.
Spätestens seit "The Queen's Gambit" bin ich komplett fasziniert von Schach, auch wenn sich diese Faszination nach einem gescheiterten Versuch, irgendetwas zu verstehen, schnell wieder in Luft auflöste. 😅 Aber die Basis war da und ich sofort wieder hooked beim Lesen dieser Geschichte. Mich kriegen so schlaue Charaktere, die ein mir unbegreifliches Verständnis komplexer Zusammenhänge haben, einfach immer komplett!
Ganz besonders toll fand ich natürlich, dass es hier eine überaus smarte Protagonistin gibt, die ihrem männlichen Gegenspieler schnell zeigt, wie der Hase läuft. Mallory ist aber noch viel mehr als ein Schach-Wunderkind. Sie macht sich große Vorwürfe für den Weggang ihres Vaters und fühlt sich entsprechend für ihre kranke Mutter sowie die beiden jüngeren Schwestern verantwortlich. Die ärmlichen Lebensumstände fühlen sich beim Lesen wie die Sackgasse an, die sie auch sind. Ganz nebenbei ist sie bi, woraus aber erfrischenderweise gar keine große Sache gemacht wird - ebenso wenig wie aus ihrer lesbischen besten Freundin. ❤️
Auch Nolan gefällt mir außerordentlich gut. Er gab mir durchweg neurodivergente Vibes, das wurde aber weder bestätigt noch dementiert. Auch wenn das Buch als Enemies-to-Lovers vermarktet wird, fand ich es gar nicht wirklich feindlich. Beide Figuren haben eine ziemlich komplexe Hintergrundgeschichte, die Hazelwood meisterinnenhaft bruchstückweise enthüllt. Und Nolan wirkt zwar introvertiert, aber immer aufrichtig. Und ich fand es wirklich toll, dass er in gewissen Bereichen unerfahren und dahingehend gar nicht fragil ist - ein sehr angenehmes Kontrastprogramm zu übermäßig selbstsicheren Männern.
Es gibt entsprechend eigentlich keine spicy Szenen, was absolut Sinn macht. Ich habe die schlauen Hauptfiguren ebenso geliebt wie die Nebencharaktere und konnte nicht aufhören zu lesen. Die Einblicke in die Schachwelt, vor allem auch in den vorherrschenden Sexismus dieses männerdominierten Sports, fand ich einfach perfekt. Ein echtes 5-Sterne-Buch für mich. ❤️