Profilbild von Buchreisender

Buchreisender

Lesejury Profi
offline

Buchreisender ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchreisender über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.06.2025

starke Frauen und ein Familiengeheimnis

Die Garnett Girls
0

Die Garnett Girls sind Margo, Rachel, Imogen und Sascha. Alle drei verbindet nicht nur das sie eine Familie sind sondern auch die unterschiedlichsten Dramen, mal mehr und mal weniger dramatisch. Aber auch ...

Die Garnett Girls sind Margo, Rachel, Imogen und Sascha. Alle drei verbindet nicht nur das sie eine Familie sind sondern auch die unterschiedlichsten Dramen, mal mehr und mal weniger dramatisch. Aber auch Alkohol und die schwierige Familienbindung belastet sie sehr. An manchen Stellen hätte ich ihnen mehr Mut und Willensstärke gewünscht. Eine leichte Sommerlektüre ist zwar anders, aber es kommt immer auch auf die Sichtweise und das allgemeine Verständnis für Drama und Leichtigkeit der Leserschaft an. Für mich war Die Garnett Girls von Georgina Moore schon eine leichte Lektüre mit einem Hang zu dramatischen Lebensgeschichten oder besser gesagt rebellierenden jungen Frauen im Kampf um ihre Selbstbestimmung. Allerdings gab es in dem Buch aus meiner Sicht viel zu viel Alkohol, hier wäre eine Trigger Warnung schon angemessen gewesen. Wenn man also die Bar geschlossen lässt und sich allein auf die Geschichte von Margo und ihren Töchtern beschränkt, ist es ein wirklich gelungenes Debüt für Georgina Moore.

Margo verband einst eine intensive, stürmische und verbotene Liebesgeschichte mit Richard. Sie bekamen drei Kinder, alles Mädchen, doch als Richard sie ohne Vorwarnung verließ zog sie sich zurück und überließ die Mädchen sich selbst. Nachdem sie sich etwas gefangen hatte und wieder ins Leben zurückfand begann ein weiteres Drama. Sie verbot den Mädchen jemals wieder über Richard zu sprechen und führte seitdem ein ausschweifendes Leben ohne wirklich feste Bindungen. Ein Leben voller verschiedener Liebhaber und endlosen Partys. Im Grunde ist Margo eine egoistische und beherrschende Person. Ihr Wort ist Gesetz und jeder, besonders ihre Töchter haben dem Folge zu leisten. Besonders was die Männer im Leben von Rachel, Imogen und Sascha angeht hat sie klare Vorstellungen. Doch jedes der Mädchen versucht auf ihre Weise zu rebellieren und ihren eigenen Weg zu gehen.
Wie gesagt es ist viel Drama um eigentlich nicht viel und so realistisch.
Als Richard im sterben liegt kommen all die großen und kleinen Geheimnisse ans Licht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2025

Interessant ja aber leider nicht mehr.

Sing mir vom Tod
0

Das Cover des Thriller Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda wirkt fast schon romantisch. Sonniges gelb mit zwei Palmen und der roten Mohnblüte, ich sehe dort zu mindestens eine Mohnblüte, es könnte aber auch ...

Das Cover des Thriller Sing mir vom Tod von Ivy Pochoda wirkt fast schon romantisch. Sonniges gelb mit zwei Palmen und der roten Mohnblüte, ich sehe dort zu mindestens eine Mohnblüte, es könnte aber auch die untergehende Sonne sein. Der Klappentext klingt spannend und herausfordernd. Für mich entwickelte sich das Buch als herausfordernd. So sehr, dass ich tatsächlich zwei Anläufe brauchte um es zu lesen. Aber am Ende muss ich sagen, dass es sich gelohnt hat und ich in meinem Eindruck bestärkt wurde, dass in Frauen auch Monster stecken.

Florence »Florida« Baum, aus gutem Haus stammt aber emotional nicht viel erfahren hat und die aus eher einfach Verhältnissen stammende Diosmary »Dios« Sandoval teilen sich im Frauen-Gefängnis eine Zelle. Natürlich könnten sich eine Freundschaft zwischen den beiden ungleichen Insassinnen entwickeln, aber aus verschiedenen Gründen ist dies unmöglich. Denn Dios ist der Überzeugung, dass Florida etwas verbirgt. Ihr gefällt es nicht das diese sich immer nur als Opfer darstellt und ist so fixiert auf dieses Aufdecken. Nun könnte man meinen, dass eine Frau die kaum bis gar keine Emotionen in ihrem bisherigen Leben erlebt hat und dies alles irgendwie lernen muss nur ein Opfer der Umstände ist. Aber dies glaubt Dios absolut nicht. Das kann einfach nur eine Ausrede sein. Schließlich hat es Gründe warum bei Frauen im Gefängnis sind.

Zudem erfährt der Leser nebenbei einiges über das Leben in einem Frauengefängnis und an eigentlich genau der richtigen Stelle im Buch werden beide Frauen auf Bewährung entlassen. Was nun beginnt ist eine weitere Mischung aus Besessenheit, Wahrheitsfindung und Stalking. Irgendwie fühlte sich Sing mir vom Tod nicht an wie ein Thriller. Irgendwie war es wie ein Roadmovie mit einem Hauch von Dystopie. Zwar irgendwie spannend erzählt, aber der Punkt wo ich sagen würde, wow das Buch hat mich gefesselt gab es leider nicht. Interessant ja aber leider nicht mehr.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2025

Geheimnisse und Liebe

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
0

Dark Venice. Deep Water hat neben einem schönen Cover und einem tollen passenden Farbschnitt mehr zu bieten. Denn Antonia Wesseling nimmt ihr Leser mit nach Venedig und auf die Suche nach Familien Geheimnissen ...

Dark Venice. Deep Water hat neben einem schönen Cover und einem tollen passenden Farbschnitt mehr zu bieten. Denn Antonia Wesseling nimmt ihr Leser mit nach Venedig und auf die Suche nach Familien Geheimnissen und dem der Verknüpfung von Geheimnissen einer Gruppe junger Menschen. So romantisch und wunderschön wie die Venedig ist, ist leider nicht alles nur schön. Denn Dark Venice. Deep Water ist durchaus eine Mischung aus Thriller und New Adult Roman. Mit Höhen und Tiefen, aber auch mit der nötigen Spannung, Wendungen und ja auch Liebe.

Merle, die Hauptprotagonistin ist für ein Auslandssemester nach Venedig gereist um dort auch das Geheimnis die Briefe ihres Großvaters erkunden will. Was mir allerdings etwas merkwürdig erschien ist der Aspekt, das ihr erst vor Ort eine junge Frau eine Unterkunft anbietet. Allerdings wäre dies auch nur eine Nebensächlichkeit genauso wie der Grund warum sie ihre Suche verheimlicht, denn das habe ich nicht so wirklich verstanden. Vielleicht war dies auch nur eine unwichtige Information.

Spannend fand ich die Begegnung zwischen Merle und Matteo. Matteo gehört zu der Geheimnisumwobene Clique des Casa Nera. Er ist eine Mischung aus Herzenbrecher und Bad Boy. Auch er hat ein Geheimnis und wie sollte es anders sein, dass Merle sich gerade von ihm nur allzu gern ablenken lässt. Es macht Spaß und fühlt sich beim Lesen auch toll an zu erfahren wie sie sich näher kommen und jeder versucht sein Geheimnis zu bewahren.

Doch dann passiert etwas, dass nur eins zulassen kann….. ein Cliffhanger am Ende. Zum Glück dauert es nicht mehr so lange bis ich die Geschichte um all die Geheimnisse und die Liebe zwischen Merle und Matteo weiterlesen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2024

Willkommen im kanadischen Herbst

Willow-Falls-Reihe, Band 1 - Take Me Home to Willow Falls
0

Take Me Home to Willow Falls von Greta Milán ist für ein absolutes Must-Have für den Herbst. Allein schon dieses wunderschöne Cover in einem altrosè Ton und die in herbstlichen Farben gezeichneten Blumen ...

Take Me Home to Willow Falls von Greta Milán ist für ein absolutes Must-Have für den Herbst. Allein schon dieses wunderschöne Cover in einem altrosè Ton und die in herbstlichen Farben gezeichneten Blumen sind ein Hingucker. Der Farbschnitt des Buches ist mit dem dunklen lila und den Blumen des Covers ein wunderschöner Anblick und herbstlicher Touch im Bücherregal. Ja, ich wäre jederzeit bereit das Buch nach dem lesen einfach zur Herbstdeko zu legen.
Doch ist das Buch ein Lesehighlight? Auf jeden Fall, denn es ist eine so schöne Einstimmung auf einen zarten und romantischen Herbst-Leseabend.

Daya bittet ihre Freundin Cassie für sie einen Brautstrauß zu binden. Als Cassie mit dem Brautstrauß bei der Hochzeit ankommt platzt diese plötzlich und ausgerechnet Cassie soll Schuld daran haben. An diesem Punkt konnte ich zwar der Autorin nicht ganz folgen, denn für mich war da absolut nichts was Cassie getan haben könnte. Völlig aufgelöst rennt Cassie aus dem Festsaal und direkt in die Arme von Jared!
Jared rettet sie vor schlimmeren, denn der Vorfall auf der Hochzeit zieht schon weite Kreis auf Social Media und Cassie ist froh darüber mit ihn nach Willow Falls zu fahren. Dort fühlt sie sich sofort sicher, kümmert sich um den kleinen Blumenladen in Willow Falls und natürlich auch um Jared. Wird Cassie den Blumenladen retten können und wie entwickeln sich ihre Gefühle für Jared?

Es macht Spaß während des Lesens auf all die offenen Fragen Antworten zu finden und dabei in die atemberaubende Schönheit des kanadischen Herbstes einzutauchen. Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil der Autorin lässt sich Take Me Home to Willow Falls super lesen und sich so eine herbstliche Auszeit zu gönnen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.10.2024

Schicksale

La Louisiane
0

Das Cover wirkt wie ein Gemälde eines großen alten Malers. Es hat so viel Ausdruckskraft, so verkörpert es eine gewisse Verzweiflung und doch strahlt es so viel weibliche Stärke aus. Ein sehr passendes ...

Das Cover wirkt wie ein Gemälde eines großen alten Malers. Es hat so viel Ausdruckskraft, so verkörpert es eine gewisse Verzweiflung und doch strahlt es so viel weibliche Stärke aus. Ein sehr passendes Cover für ein Buch das im 18. Jahrhundert in angesiedelt ist und die Geschichte dreier Frauen erzählt. Irgendwie erinnert es mich sogar ein wenig an die Frauen während der französischen Revolution, in ihrer typischen Darstellung.

In La Louisiane erzählt die Autorin Julia Malye die Geschichte dreier Frauen im 18. Jahrhundert und ihr Aufbegehren gegen auferlegte Zwänge.
Die zwölfjährige Charlotte ist eine Waise und man könnte schon fast sagen, sehr frech und für ihr Alter sehr scharfzügig. Pétronille mit ihrem auffälligen Muttermal im Gesicht ist eine enterbte Adlige und dann ist da noch die Engelmacherin Geneviève, die Frauen liebt. Sie leben in der psychiatrische Anstalt Salpêtrière und sollen in der französischen Kolonie La Louisiane für Nachwunchs und somit für den Fortbstand der dieser Kolonie vollen ‚freiwilligen‘ Bewohnern sorgen. Während der langen Seereise freunden sich die drei an.

Ein sehr interessanter Punkt bei dem Buch ist, dass es aus der Sicht verschiedenen Personen geschrieben ist. Zu Beginn erzählt eine Aufseherin der psychiatrischen Anstalt Salpêtrière über das Auswahlverfahren der ‚freiwilligen‘ Frauen. Danach erfahren wir die weitere Geschichte aus der Sicht von Charlotte, Pétronille und Geneviève. Teils nüchtern aber auch emotional und erschreckend. Zudem schafft es die Autorin die Umgebung und Erinnerungen der Frauen an ihre Heimat bildlich umzusetzen. Manchmal hatte ich das Gefühl, die Lavendelfelder zu riechen und mich selbst in La Louisiane aufzuhalten.

Es ist eine aufwühlende und realistisch wirkende Geschichte dreier Frauen, die einen unbändigen Mut aufbringen um ein Leben zu führen, dass sie so zwar nicht freiwillig wollten aber doch ihr Bestes geben um es zu ertragen.
Mich hat das Buch berührt obwohl ich nicht so richtig die Verbindung zu den Protagonistinnen hatte. Manchmal empfand ich die Sprache der Epoche etwas anstrengend, aber dennoch empfinde ich das Buch als absolut lesenswert.

La Louisiane von Julia Malye ist ein Buch das sich Zeit einfordert, was aber absolut gerechtfertigt ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere