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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2025

Starke Grundidee leider mit Schwächen

Stadt der Sterne
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Seit vielen Jahrhunderten lastet ein Fluch auf der Familie Everly. Dabei weiß niemand mehr wirklich, warum und weshalb, lediglich, dass jede Generation der geheimnisvollen Penelope das talentierteste Kind ...

Seit vielen Jahrhunderten lastet ein Fluch auf der Familie Everly. Dabei weiß niemand mehr wirklich, warum und weshalb, lediglich, dass jede Generation der geheimnisvollen Penelope das talentierteste Kind geben muss. Doch Margaret Everly, Violets Mutter, verschwand spurlos, als Violet noch ein kleines Kind war. Nun hat Penelope ihr eine Frist gesetzt, in der sie ihre Mutter finden soll. Gelingt ihr das nicht, wird sie an Stelle ihrer Mutter treten und mit Penelope mitreisen. Violet versucht alles, dem Geheimnis und auch ihrer Mutter auf die Spur zu kommen und muss deshalb durch die halbe Welt reisen, genauso wie durch fremde Welten, in denen sie düstere Gestalten begegnet. Doch nicht nur diese trifft sie immer wieder, sondern auch Penelopes Gehilfen Aleksander. Die beiden scheinen sich zueinander hingezogen zu fühlen, doch kann man Aleksander wirklich vertrauen?
Wie wunderschön ist dieses Buch bitte?! In diese Optik war ich auf den ersten Blick verliebt. Doch leider fiel es mir gar nicht so leicht, in diese ungewöhnliche Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil, in der Gegenwart und dritte Person, ist teilweise ausschweifend und fast schon poetisch, macht es aber auf den ersten Seiten deutlich schwerer, der Handlung zu folgen.
Da ist dann auch schon mein größtes Problem, denn ich habe wirklich lange Zeit benötigt, um überhaupt zu verstehen, worum es hier wirklich geht. Gemeinsam mit Violet Everly muss der Leser das also erstmal herausfinden- Die einzelnen Figuren sind dabei alles andere als hilfreich, denn die Onkel, bei denen Violet aufwächst, geben nichts preis, obwohl Violet immer wieder merkwürdiges an ihnen entdeckt.
Auch das Worldbuilding konnte ich nur schwer greifen, es geht um Parallelwelten, wobei ein großer Teil in unserer Zeit und Welt spielt. Allerdings hätte es bedingt durch die schwere, auch düstere Atmosphäre auch in vergangenen Tagen sein können. In meinem Kopf war immer das Bild von Personen aus dem 19. Jahrhundert, was dann mit der Nutzung eines Handys natürlich nur wenig Sinn ergab.
Daneben gibt es die Stadt Fidelis in der Parallelwelt, in der mit dem Sternenmetall Reveurit z. B. magische Schlüssel hergestellt werden, mit denen man durch die Welten reisen kann.
Leider ist all das nicht klar erzählt und ich habe nach wie vor tausend Fragen im Kopf und bin mir nicht ganz sicher, wirklich alles verstanden zu haben. Es gab spannende Momente, wirre Momente, gruselige Augenblicke und eigentlich mochte ich die Geschichte, trotz all der Haken. Sie ist auf jeden Fall einfach anders als alles, was ich so kenne.
Protagonistin Violet fand ich sehr gut gelungen, wir lernen sie bereits als Kind kennen, sie ist verträumt und liebt Bücher. Doch aus einem unscheinbaren Ding wird nach und nach eine selbstsichere Frau. Die kleine Liebesgeschichte mit Penelopes undurchsichtigem Gehilfen Aleksander fand ich gut umgesetzt und sie blieb auch eher am Rande der eigentlichen Handlung.
Mein Fazit: Eine Geschichte, deren Grundidee einfach grandios war. Auch die düstere Atmosphäre und die Protagonistin fand ich wirklich toll umgesetzt. Nur die Handlung war nicht immer leicht zu verstehen und es bleiben für mich einfach viel zu viele Fragen im Kopf, die letzten Endes nicht ganz gelöst worden sind. Insgesamt keine leichte Lektüre für zwischendurch, die für mich sowohl positive als auch negative Aspekte beinhaltete.

Veröffentlicht am 31.01.2025

Starke Charaktere

Minus 22 Grad
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Als in einer kalten Winternacht Politikerinnentochter Laura Gehlert mit ihrem Trekkingrad unterwegs ist, ahnt sie noch nicht, wie diese Nacht für sie enden wird. Denn auf einer einsamen Straße wird sie ...

Als in einer kalten Winternacht Politikerinnentochter Laura Gehlert mit ihrem Trekkingrad unterwegs ist, ahnt sie noch nicht, wie diese Nacht für sie enden wird. Denn auf einer einsamen Straße wird sie von einem Auto gerammt und entführt. Als sie wieder zu sich kommt, muss sie feststellen, dass sie sich in einem Raum aus Plexiglas befindet. Doch es kommt noch schlimmer, denn Laura muss herausfinden, warum sie gefangen genommen wurde, kommt sie nicht auf die Lösung, muss sie sterben. Als auch Lauras Mutter eine Drohung erhält, nämlich eine Barbiepuppe, die ein Sterbedatum mit sich bringt, liegt alles an Kommissar Lukas Johannsen, denn gelingt es diesem nicht, dass Rätsel zu lösen, muss Laura sterben. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Ich bin durch eine Sendung im Radio auf diesen Thriller aufmerksam geworden und war sehr neugierig. Der Name des Autors sagte mir zunächst nichts und ich dachte, hier ein Debüt in den Händen zu halten, doch mit Blick auf das Foto wurde mir schnell klar, dass Herr Quentin Peck bereits Erfahrungen als Autor hatte, denn seine vorherige Reihe schrieb er noch unter einem anderen Namen, Oliver Ménard, und diese fand ich damals absolut fesselnd.
Dieser Psychothriller beginnt mit einem richtigen Knaller und weiß schnell an das Buch zu fesseln. Der Schreibstil ist klar und flüssig und wie ich es von diesem Autor kannte, auch sehr bildgewaltig. Doch nach diesem wirklich starken Einstieg geht es erstmal viel ruhiger weiter.
Aus mehreren Blickwinkeln erleben wir die Handlung. Da wäre zum einen die entführte Laura, dann den Ermittler Johannsen und letzten Endes eine dritte Person namens Ariane, die ein sehr abgeschottetes Leben führt.
Was mir gut gefallen hat, sind die kurzen Kapitel, die förmlich dazu einladen, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen. Was mir ein wenig gefehlt hat, sind Spannung und Tempo. Außerdem hatte ich so meine Probleme mit der Perspektive der entführten Laura. Gerade auch unter dem Aspekt des Psychothrillers hätte ich mir hier mehr gewünscht, mit der jungen Frau mitfühlen zu können. Ihre Ängste und den Horror in diesem Plexiglaskäfig konnte ich aber nur ansatzweise nachempfinden.
Dafür gefiel mir die Perspektive der mysteriösen Ariane, die in einem abgelegenen Haus an einem See ganz alleine lebt. Das mit dieser Frau irgendetwas nicht stimmt, spürt man und während des Lesens habe ich permanent versucht zwischen ihr und der entführten Laura eine Verbindung herzustellen. Doch all diese Perspektiven bleiben auch über längere Zeiträume lose Fäden, die erst ab einem bestimmten Zeitpunkt wirklich Sinn ergeben.
Die Charaktere dieses Buches bleiben recht überschaubar. Im Mittelpunkt stehen die Charaktere deren Perspektiven wir miterleben. Es gibt aber auch den ein oder anderen spannenden Nebencharakter, der für passende Plottwists sorgt.
Über die Protagonisten möchte tatsächlich nicht so viel hier verraten, sie sind auf jeden Fall sehr authentisch gezeichnet und wecken sehr widersprüchliche Gefühle im Leser, die aber meiner Meinung nach genau so auch gewollt sind.
Mein Fazit: Minus 22 Grad macht neugierig und ist im Ansatz absolut interessant und vor allem durch die Charaktere auch sehr authentisch. Ich blieb hier allerdings ein Beobachter, der sich vor allem nur wenig in das Entführungsopfer einfühlen konnte. Mit etwas Abstand zum Buch glaube ich allerdings, dass das vom Autor sehr wohl so gewollt wurde. Letzten Endes bleibe ich ein wenig hin- und hergerissen zurück, denn auch wenn es nicht schlecht war, so blieb es, gerade auch was die Spannung betrifft, hinter meinen Erwartungen.

Veröffentlicht am 05.01.2025

Solider Abschluss der Dilogie

Seven Faceless Saints - Ruf des Chaos
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Eigentlich dachten Roz und Damian, dass sie es geschafft haben mit ihrer Rebellion die Stadt Ombrazia von den Ungerechtigkeiten der Herrschenden zu befreien. Doch es gibt immer noch einige Bewohner, die ...

Eigentlich dachten Roz und Damian, dass sie es geschafft haben mit ihrer Rebellion die Stadt Ombrazia von den Ungerechtigkeiten der Herrschenden zu befreien. Doch es gibt immer noch einige Bewohner, die an ihren alten Gewohnheiten festhalten. Als Freunde der beiden an die Front verschleppt werden, versuchen sie alles, um ihre Freunde zu befreien. Doch dabei stoßen sie auf neue Probleme, denn Chaos scheint seine Fänge immer mehr nach ihnen auszustrecken und selbst der eher ruhige Damian versinkt immer mehr in seiner Düsternis.
Ich hatte mich schon beim ersten Band in das wundervolle Cover verliebt und mit diesem neuen Cover greift man schon ein wenig voraus, was sich im ersten Teil zugetragen hat. Optisch sind die Bücher auf jeden Fall ein Highlight.
Schon Band eins war zwar gut, aber hatte für mich noch sehr viel Potential nach oben, was ich hoffte, hier zu finden. Die Ereignisse knüpfen an den Geschehnissen aus Band eins an und ich rate, die Bücher definitiv in passender Reihenfolge zu lesen, da man sonst Verständnisprobleme erhält.
Der Schreibstil der Autorin M. K. Lobb ist sehr leicht und flüssig, auch bildlich genug, um sich die Ereignisse vorstellen zu können. Was mir allerdings gefehlt hat, ist das intensive Erlebnis der eigentlich fremden Welt. es gab zwar ein paar Grundlagen, aber den richtigen Aufbau gab es einfach nicht. Somit gab es eine gute Grundlage, die allerdings nicht weiter ausgeführt wurde.
Was mich zu einem weiteren Punkt bringt, der zwar eigentlich gut hätte werden können, aber auch leider eher im Sande verlief: nämlich die Spannung der Geschichte. Gerade dieses Düstere, was durch Chaos entsteht hätte ganz viel Spannung bringen können, aber gerade auch der Einstieg war sehr langatmig und wurde dadurch zäh. Zwar steigerte sich das Ganze noch ein wenig, aber auch hier blieb das Potential nicht ganz ausgeschöpft. Die Liebesgeschichte blieb in diesem zweiten Band soweit greifbar, aber stand auch nicht im Vordergrund.
Aus wechselnder Perspektive zwischen den Protagonisten Roz und Damian erleben wir die Ereignisse.
Sowohl bei Roz als auch bei Dmian gab es eine spannende Entwicklung vom ersten Band bis zum Ende. Gerade Damians Veränderungen fand ich intensiv und gelungen und sorgte auch für mehr Spannung. Auch Roz fand ich in dieser Hinsicht gut gelungen und dadurch, dass man die Charaktere bereits kannte, wusste man auch mehr über ihre Beweggründe.
Genau so sieht es auch bei den Nebencharakteren aus, die man bereits zum Teil kannte.
Mein Fazit: Insgesamt war es ein solider Abschluss, aber mir fehlte einfach mehr über die Welt, über die Beweggründe über die Liebesgeschichte. Leider blieb alles eher noch zu oberflächlich, während gerade zu Beginn des Buches vieles zu ausschweifend erzählt wurde. Sehr schade, denn hinter der Idee steck wirklich so einiges an Potential, was wirklich ein erstklassiges Fantasybuch hätte werden können. Solide, aber mit Schwächen.

Veröffentlicht am 05.01.2025

Braucht ein wenig Zeit, um in Schwung zu kommen

We hunt the Flame
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Seitdem die Magie aus ihrem Land verschwunden ist, leben die Menschen im Schatten des Arz, dessen bedrohliche Dunkelheit immer weiter vordringt und der kein Mensch entkommen kann. Lediglich Zafira, die ...

Seitdem die Magie aus ihrem Land verschwunden ist, leben die Menschen im Schatten des Arz, dessen bedrohliche Dunkelheit immer weiter vordringt und der kein Mensch entkommen kann. Lediglich Zafira, die als verkleideter Mann als Jäger für ihr Dorf sorgt, ist in der Lage dem Arz immer wieder zu entkommen. Doch niemals darf man ihr Geheimnis enttarnen, denn sonst droht ihr die Verbannung. In einem der benachbarten Kalifate lebt Nasir, der Sohn des Kalifen. Seine Aufgabe ist es, alle zu töten, die sich dem Willen seines Vaters entziehen. Unter welchem Druck er selbst steht, weiß niemand. Als eines Tages eine Hexe in Zafiras Dorf auftaucht, gibt sie ihr Hoffnung auf ein anderes Leben, allerdings muss sie dafür ein Artefakt finden. Aber auch Nasir erhält diesen Auftrag und nicht nur das, er soll auch den Jäger finden und töten.
Bei diesem Buch fiel mir das märchenhafte Cover auf, das mich gleich an eine Geschichte aus tausendundeiner Nacht denken ließ.
Allerdings fiel es mir hier sehr schwer, in die Geschichte zu finden, denn Autorin Hafzah Faizal wirft den Leser gleich mitten ins Geschehen einer völlig fremden Welt. Begriffe, Personen und die gesamten Umständen muss man hier sich selbst erstmal erarbeiten, was sich zu Beginn als etwas zäh und mühsam gestaltet. Wer hier Durchhaltevermögen hat, wird nachher mit einer tollen Story belohnt. Zwar gibt all das dem Buch eine gewisse fremde und geheimnisvolle Atmosphäre, aber man braucht wirklich Zeit, um das Worldbuilding hier greifen zu können.
Der Schreibstil ist äußerst bildlich, manchmal sehr schnörkelig, was das Gefühl eines Märchens hervorhebt. Insgesamt hat mir der Stil der Autorin sehr gut gefallen, auch wenn es ein paar Seiten benötigte, um in einen Lesefluss zu geraten.
Zu Beginn ist die Geschichte wirklich schwierig zu durchschauen, das Glossar zum Schluss habe ich erst spät entdeckt, aber dieses ist durchaus hilfreich. Es geschieht zunächst nicht allzu viel. Der Leser lernt erst einmal die beiden Hauptcharaktere der Geschichte kennen und erlebt aus wechselnder Perspektive mehr über ihr Leben und die Welt.
Wer eine spannende und temporeiche Handlung bevorzugt, könnte hier enttäuscht werden. Zwar begeben sich die Charaktere in Gefahr und auch die Welt ist nicht ohne, aber letzten Endes ist es eine Geschichte, die mehr über die Charaktere erzählt. Die Handlung bleibt insgesamt recht ruhig, was sich auch in der Sprache der Autorin spiegelt.
Zafira als Protagonistin hat mir sehr gut gefallen, denn sie ist eine starke Frau, die alles für die Menschen gibt, die ihr am Herzen liegen. Sie begibt sich täglich in Gefahr und zögert nicht, als man sie auf ihre Mission schickt. Nasir scheint das genaue Gegenteil zu sein, denn er hat einen ganz anderen Hintergrund als Zafira. Diese Gegensätzlichkeit der Beiden wird hier von Beginn an sehr gut gezeichnet. Die Slow burn Liebesgeschichte ist genau das, was es sagt, sehr langsam, aber in diesem Falle gibt es nichts, was hätte passender sein können.
Neben den beiden Protagonisten führen einige weitere Charaktere durch die Handlung, bzw. begleiten die Handlung. Jeder einzelne bekommt ein nötiges Bild und werden dadurch lebendig.
Mein Fazit: Mit We hunt the Flame hat die Autorin eine Geschichte erzählt, die durch und von ihren Charakteren und deren Entwicklung lebt. Wer hier eine Geschichte á la tausenduneiner Nacht oder viel Tempo erwartet, könnte enttäuscht werden. Dafür punktet die Autorin mit sehr intensiv gezeichneten Charakteren und einer fremden Welt, die nach und nach immer besser vorstellbar wird. Insgesamt bin ich neugierig genug, um auch den zweiten Band lesen zu wollen, auch wenn ich mir hier mehr Tempo gewünscht hätte.

Veröffentlicht am 17.11.2024

Mir fehlte das Worldbuilding

Burning Crown
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Im Lande Eldeya sind die Drachen dem Menschen Untertan und Beziehungen zwischen ihnen sind strengstens untersagt. Doch nach einem tragischen Unglück wird der Kommandantin Yessa Heyes ein neuer Drache zugeteilt. ...

Im Lande Eldeya sind die Drachen dem Menschen Untertan und Beziehungen zwischen ihnen sind strengstens untersagt. Doch nach einem tragischen Unglück wird der Kommandantin Yessa Heyes ein neuer Drache zugeteilt. Sein Name ist Cassim und seine Ausstrahlung dunkel und gefährlich. Je näher sich die beiden kommen, desto mehr verlangt es Yessa nach der Nähe des Drachenwandlers, doch dieser hegt insgeheim ganz andere Pläne.
Nach der Vampir Dilogie aus der Feder von Marie Niehoff war ich durchaus gespannt auf ihr neues Fantasybuch und wollte dem ganzen nochmal eine Chance geben. Das Buch sieht absolut hinreißend aus und der Klappentext verspricht eine spannende Story.
Der Einstieg ist auch absolut spannend, denn die Autorin schmeißt ihren Leser gleich mitten in die ersten spannenden Handlungen. Auch der Schreibstil liest sich wirklich super leicht und flüssig. Doch nach dem spannenden Einstieg flacht die Handlung leider völlig ab.
Was mir, wie auch schon zuvor, hier einfach völlig fehlte, ist ein Worldbuilding, dazu brauche ich einfach mehr Wissen über das fremde Land, die Gepflogenheiten und warum es so ist, wie es ist. Dass man das nicht gleich auf den ersten Seiten erfährt, ist mir durchaus bewusst, doch hier kam es nur zu einer Kampfhandlung zu Beginn und ich weiß, dass es hier Zelte und Berge gibt. Aber was ist mit der Welt? Warum sind Menschen und Gestaltwandler Feinde? All das bleibt hier eher fern und gerade das Worldbuilding ist für mich in einem Fantasybuch so unheimlich wichtig, ist es doch einfach die Grundlage für das gesamte Geschehen.
Während also das Worlbuilding einfach nicht gegeben wurde, flacht dann auch leider die Spannung ab. Kämpfe und alles was dazu gehört, finden nicht mehr statt. Stattdessen drehen sich viele Momente rein um die Gedanken unserer Protagonisten, die sich auch leider ständig wiederholten. Hier wäre es mir einfach viel lieber gewesen, wen mehr Plottwists eingebaut worden wären.
Aus wechselnden Perspektiven zwischen Cassim und Yessa erleben wir hier die Handlung. Dachte ich zunächst noch, dass wir mit Yessa eine starke Kick-Ass-Protagonistin erhalten, war sie eher zurückhaltend und ich fragte mich ernsthaft, wie sie es zum Kommandanten geschafft hat. Für mich war sie einfach zu naiv und leichtgläubig. Allein die Tatsache, dass sie Geheimnisse anvertraut, die für sie tödlich enden könnten und dass nach so kurzer Zeit ließ mich den Kopf schütteln.
Cassim ist von Rache erfüllt und seine Gedanken drehen sich auch über weite Teile darum. Bis dann die Wendung kommt und er und Yessa plötzlich Gefühle füreinander entwickeln. Diese Lovestory habe ich nicht fühlen können, Yessa war mir einfach zu naiv und Cassim, der so düster wirkte, plötzlich Feuer und Flamme.
Letzten Endes gibt es am Ende noch einen Cliffhanger, der mich persönlich nicht überraschen konnte.
Mein Fazit: Ich mag den Schreibstil der Autorin, er liest sich leicht und locker und ich glaube, im reinen Romance Bereich können ihre Bücher überzeugen. Für Fantasy fehlt mir leider so einiges von Worldbuilding über Spannung, was ich sehr schade finde, denn der Anfang hat mich wirklich packen können. Ich für mein Teil werde die Reihe nicht weiterverfolgen, aber ich glaube für Fantasyeinsteiger ist das Buch durchaus spannend.