Schöner Ansatz, aber mit Schwächen
Stadt aus Wasser und Licht – Die Maskenmagierin (Stadt aus Wasser und Licht 1)„Anola und die Maskenmagie“ lockt mit einem faszinierenden Setting in Venedig und der originellen Idee der magischen Masken. Die Beschreibung der Stadt, ihrer geheimnisvollen Orte und die kunstvolle Integration ...
„Anola und die Maskenmagie“ lockt mit einem faszinierenden Setting in Venedig und der originellen Idee der magischen Masken. Die Beschreibung der Stadt, ihrer geheimnisvollen Orte und die kunstvolle Integration der Maskenmagie schaffen eine stimmungsvolle Kulisse, die mich neugierig gemacht hat. Leider konnte die Geschichte dieses Versprechen nicht vollständig einlösen.
Anola als Hauptfigur war für mich schwer zugänglich. Ihre impulsive und oft egoistische Art hat es mir schwer gemacht, Sympathie für sie zu entwickeln. Auch ihre derbe Sprache wirkte auf mich deplatziert und störend. Obwohl die Konflikte mit ihrem Halbbruder und die leichten romantischen Verstrickungen Potenzial hatten, blieben die Charaktere insgesamt blass und ihre Handlungen manchmal wenig nachvollziehbar.
Die Handlung startet holprig, und obwohl die magische Welt interessante Ansätze bietet, bleibt vieles vage und unausgereift. Einige spannende Fragen und Geheimnisse werden zwar angedeutet, aber zu wenig entwickelt, was den Lesefluss beeinträchtigt.
Insgesamt konnte mich der erste Band nur bedingt überzeugen. Das Setting ist ein klarer Pluspunkt, aber sowohl die Charaktere als auch die Handlung hätten mehr Tiefe und Feinschliff verdient. Für Fans von Urban Fantasy könnte es dennoch einen Blick wert sein, vor allem wenn man neugierig auf eine magische Version von Venedig ist.