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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

sprunghaft

Greta & Valdin
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Der Roman fällt sofort aufgrund des modernen, schrillen Covers auf, das ich sehr gelungen und passend zum Thema empfinde. Inhaltlich wurden meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt. Mir fehlte die durchgehende ...

Der Roman fällt sofort aufgrund des modernen, schrillen Covers auf, das ich sehr gelungen und passend zum Thema empfinde. Inhaltlich wurden meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllt. Mir fehlte die durchgehende Konstante, ein roter Faden. Das Thema finde ich mutig und gelungen, zwei queere Geschwister, die ihre Lebensgeschichten erzählen. Die Erzählweise wirkte für mich allerdings ziemlich durcheinander, chaotisch, sodass ich teilweise Mühe hatte, der Erzählung zu folgen. Der Roman wirkt auch nicht ganz rund, hatte dann aber wieder ein paar sehr gute Momente, aber insgesamt sehr viele Gedankensprünge und für mich war es zu unruhig, fast so, als ob die Situationen erst sortiert und in eine Reihenfolge gebracht werden müssten. Mein Leseerlebnis wurde dadurch getrübt, da ich dem Inhalt nicht so gut folgen konnte.

Veröffentlicht am 23.03.2025

es fehlen Tiefgang und Neues

Dirty Diana: Die Reise
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Der zweite Teil der Dirty Diana-Reihe konnte mich nicht so gut unterhalten wie der erste Teil. Einige Themen wurden wiederholt, aber es kamen nicht so viele neue Ereignisse hinzu, wie ich mir erwartet ...

Der zweite Teil der Dirty Diana-Reihe konnte mich nicht so gut unterhalten wie der erste Teil. Einige Themen wurden wiederholt, aber es kamen nicht so viele neue Ereignisse hinzu, wie ich mir erwartet hätte. Über die Ehekrise zwischen Diana und Oliver hätte ich gerne mehr erfahren, sie ist für mich ein Spannungsfaktor, weswegen ich gerne weitergelesen habe. Können sie die Beziehung retten oder gehen sie getrennte Wege? Wie gehen sie weiterhin mit ihrer Tochter Emmy um? Hier hätte ich mir noch tiefgreifendere Gespräche, auch Streit, mehr Emotionen gewünscht.
Die aufgewärmte Geschichte mit Jasper war nicht mein Fall, hier fehlt mir die Tiefe. Mit ihm kann Diana ihre Lust ausleben, aber mit der Zeit wiederholen sich die Situationen und für mehr wird es nicht reichen. Jasper erfüllt für mich alle Klischees, aber war nicht so eine Bereicherung für mich.
Ich hoffe, dass es im dritten Teil wieder tiefgründiger wird und Diana herausfindet, was für sie passt.

Veröffentlicht am 14.01.2025

zwiegespalten über Sinn und Genre

Das Buch der Schwestern
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Ich bin etwas zwiegespalten, was ich von diesem Roman halten soll. Einerseits finde ich ihn sprachlich ausdrucksstark und gelungen, auch die Message kommt sehr gut an. Auf der anderen Seite kann ich das ...

Ich bin etwas zwiegespalten, was ich von diesem Roman halten soll. Einerseits finde ich ihn sprachlich ausdrucksstark und gelungen, auch die Message kommt sehr gut an. Auf der anderen Seite kann ich das Genre nicht einordnen und gewisse Szenen haben mir gar nicht gefallen, da sie so unrealistisch und überzogen dargestellt werden. Wie soll beispielsweise ein drei Monate altes Baby verstehen, dass es nicht weinen soll und sich dann daranhalten. Wie soll ein vierjähriges Kind Babies und Kleinkinder versorgen, den Haushalt schmeißen und noch dazu selbst Lesen, Schreiben, usw. erlernen? Dies ist so weit weg von der Realität, dass ich nicht weiß, warum es so überzogen dargestellt wurde. Wären die Szenen auch nur annähernd authentisch, hätte man als Leser*in den Hintergedanken dazu auch verstanden und besser nachvollziehen können.
Der Wunsch nach einem Geschwisterchen und die Liebe der Schwestern finde ich schön und in verschiedenen Facetten beschrieben. Die ältere Schwester schützt die jüngere vor der sozialen Vernachlässigung durch die Eltern, somit kann sich Laetitia viel freier entwickeln als ihre Schwester. Die Eltern versorgen die Kinder nur grundlegend mit Nahrung und Hygiene, ansonsten sind sie sehr egoistisch und auf sich selbst und ihre Beziehung bezogen. Die Folgen dieser Entwicklungen sind in der Ausbildung der unterschiedlichen Charaktere gut sichtbar. Am Ende lässt mich der Roman weiterhin unentschlossen und zwiegespalten zurück.

Veröffentlicht am 09.01.2025

guter Spannungsaufbau, aber auch unpassende Situationen

Finster die Rache, dunkler die Schuld
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Der Thriller ist sehr gut aufgebaut, indem zu Beginn das normale Alltagsleben von Ava und ihrer Tochter Cosima beschrieben wird. Mit der Zeit geschehen ungewöhnlich, bedrohliche Dinge, die immer intensiver ...

Der Thriller ist sehr gut aufgebaut, indem zu Beginn das normale Alltagsleben von Ava und ihrer Tochter Cosima beschrieben wird. Mit der Zeit geschehen ungewöhnlich, bedrohliche Dinge, die immer intensiver und schlimmer werden und Ava und Cosima in Angst versetzen. Ava weigert sich allerdings, die Polizei zu involvieren und es wird nur angedeutet, dass sie viele Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit mit sich herumschleppt und daher auch nicht unbedingt auf sich aufmerksam machen möchte. Dieser Spannungsaufbau und die Informationen aus Avas Leben haben mir sehr gut gefallen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war dass Ava ständig über ihre Arbeitsbedingungen jammert, aber nichts daran ändert, zumindest sehr lange Zeit nicht und auch der Umgang und die Ausdrucksweise ihrer Tochter gegenüber. Ava behandelt ihre 14jährige Tochter, als ob sie ein Kleinkind wäre, obwohl Cosima teilweise schon eher wie eine Erwachsene wirkt und Ava in allen alltäglichen Lebenssituationen unterstützt.
Am Ende wird die Vergangenheit von Ava aufgearbeitet und die Geheimnisse haben mich sehr überrascht, ich hätte mit anderen Vorfällen gerechnet.

Veröffentlicht am 21.06.2024

lässt mich ratlos zurück

Cascadia
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Der Roman spielt in einer sehr abgeschiedenen Gegend auf einer Insel im Nordwesten der USA. Die beiden Schwestern Elena und Sam führen ein freudloses und fast schon einsames Leben und kümmern sich gemeinsam ...

Der Roman spielt in einer sehr abgeschiedenen Gegend auf einer Insel im Nordwesten der USA. Die beiden Schwestern Elena und Sam führen ein freudloses und fast schon einsames Leben und kümmern sich gemeinsam um die schwerkranke Mutter. Sam arbeitet auf einer Fähre und Elena in einem Restaurant, trotzdem können sie die Arztrechnungen und die Lebenskosten nicht mehr stemmen und müssen sich hoch verschulden. Das Leben ist monoton, jeder Tag gleich wie der andere und Sozialkontakte gibt es wenige, sodass Sam und Elena ziemlich auf sich alleine gestellt sind. Das Highlight des Jahres ist, dass sich plötzlich ein Bär auf die Insel verirrt und auch vor ihrem Haus gesichtet wird. Das Auftauchen des Bären wirkt wie eine Distanzierung der Schwestern, Elena fühlt sich zu ihm hingezogen und Sam möchte ihn wieder verjagen und setzt sich mit den Behörden in Verbindung. Dadurch entsteht eine tiefe Kluft zwischen den Schwestern, zudem geht es auch ihrer Mutter immer schlechter und das Unheil nimmt seinen Lauf. Das Ende ist so komplett anders als ich es mir erwartet hätte. Ich war zuerst geschockt, da passiert über die gesamte Zeit fast gar nichts bzw. alles in Zeitlupentempo, kaum Veränderungen, kaum interessante Gespräche und dann so eine Wucht am Ende des Romanes. Dies hat mich etwas ratlos zurückgelassen.