Die Handlung ist von Anfang an mysteriös, die Hauptfigur ist wirklich sympathisch, und der Schreibstil plastisch wie atmosphärisch. Ich finde aber auch, dass die Geschichte viele Längen hat, und die Spannungsmomente ...
Die Handlung ist von Anfang an mysteriös, die Hauptfigur ist wirklich sympathisch, und der Schreibstil plastisch wie atmosphärisch. Ich finde aber auch, dass die Geschichte viele Längen hat, und die Spannungsmomente sind für mich dadurch zu rar. Zum Ende hin ändert sich das allerdings – die Spannung steigt, sodass ich nun wirklich gespannt auf den Folgeband bin!
Die Themen Natur, Umweltschutz bzw. den Klimawandel abzumildern, und wer sich wie dafür einsetzt, kommen meiner Meinung nach erst zum Schluss richtig zur Geltung - für mich daher ein zu gut versteckter Ökothriller in einem interessanten Jugendbuch!
„Dark Blue Rising“ ist aber wirklich der Inbegriff eines wertvollen Jugendbuches, denn es werden, meiner Ansicht nach, wichtige Werte vermittelt – ganz nebenbei! Das hat mir richtig gut gefallen!
Ich fand den atmosphärischen Schreibstil sowie die lebendigen Schilderung der Umgebung & des Innenlebens der Protagonistin wirklich mitreißend, doch die Handlung konnte mich weitaus weniger überzeugen:
Es ...
Ich fand den atmosphärischen Schreibstil sowie die lebendigen Schilderung der Umgebung & des Innenlebens der Protagonistin wirklich mitreißend, doch die Handlung konnte mich weitaus weniger überzeugen:
Es geht um die alleinstehende Kochbuchautorin Ava, die ihrer Schwester gegenüber wegen einer – ihrer Meinung nach unverzeihlichen Tat - ein furchtbar schlechtes Gewissen hat, sodass sich den Sommer über in ein abgelegenes Haus an der Küste zurückzieht.
Aber in dem Haus scheint es zu spuken, und die Vormieterin ist spurlos verschwunden – gibt es da einen Zusammenhang?
Die Mischung aus persönliche Krise, übernatürlichen Phänomene & Krimi ist eine tolle Idee, aber mir hat die Umsetzung nicht gefallen: für mich hat der Geist, der herumspukt, zu viel Gewicht und der Kriminalfall sowie die Sache zwischen Ava & ihrer Schwester, zu wenig bzw. mir werden diese beiden Themen zu oberflächlich abgehandelt. Die Begegnungen mit dem Hausgeist sind nicht mein Geschmack – zu sehr à la „Fifty Shades of Grey“. Avas Konflikt rund um eine Tat, die ihre Schwester ausbaden muss und der Fall der vermissten Vormieterin, werden für mein Empfinden zum Ende hin zu schnell sowie einfach aufgelöst. Ich fand auch die Zusammenhänge zwischen den drei Aspekten nicht wirklich überzeugend.
Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen ...
Die alleinerziehende Mutter Olivia, Psychotherapeutin in London und auf traumabezogenen Erinnerungsverlust spezialisiert, ist die Enkelin einer berühmten Pariser Künstlerin. Als sie eines Morgens einen verstörenden Anruf aus dem Hotel Lutetia erhält, gerät ihr Leben aus den Fugen: Ihre Großmutter Josephine sitzt dort vor ihrem berühmtesten Gemälde und behauptet, sie heiße in Wahrheit Sophie und habe die echte Josephine ermordet. Olivia reist sofort nach Paris, wo sich Ereignisse innerhalb weniger Stunden überschlagen.
Ich fand den Erzählstil einerseits atmosphärisch sowie ausdrucksstark, andererseits immer wieder übererklärend und die Ausführungen von Elementen, die ich als nebensächlich empfand, streckten die Handlung unnötig.
Mit den Figuren wurde ich ebenfalls nicht warm. Sie wirkten auf mich durchweg unsympathisch, teils selbstgefällig und von Selbstmitleid geprägt. Auch ihr Miteinander, ein von Misstrauen dominiertes Katz-und-Maus-Spiel, sowie Olivias, Sophies und Josephines emotionale Achterbahnfahrten blieben für mich erstaunlich blass.
Die Umsetzung des vielversprechenden Plots, der aus mehreren Handlungssträngen besteht und auf mehreren Zeitebenen erzählt wird, konnte mich leider nicht fesseln. Die an sich rätselhafte Geschichte entwickelte sich für meinen Geschmack schleppend, sodass für mich kaum echte Spannung aufkam.
Ich finde es schwierig, diesen Thriller zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten.
Die Prämisse – eine Art Schnitzeljagd im Rahmen eines Katz-und-Maus-Spiels während einer forensisch-psychologischen Evaluation ...
Ich finde es schwierig, diesen Thriller zu rezensieren, ohne zu viel zu verraten.
Die Prämisse – eine Art Schnitzeljagd im Rahmen eines Katz-und-Maus-Spiels während einer forensisch-psychologischen Evaluation – ist rätselhaft gestaltet und macht neugierig, doch mir fehlte es insgesamt an Spannung.
Die Charaktere waren mir unsympathisch; allerdings hatte ich den starken Eindruck, dass dies ein bewusst eingesetztes Stilmittel sein könnte.
Eine entscheidende Wendung basiert auf einer Erzähltechnik, die ich seit 2022 als überstrapaziert erlebe, zudem wirkt sie auf mich mittlerweile wie ein „Trick“, weil sie mMn „beliebige“ Überraschungen ermöglicht. Die Handlung empfand ich größtenteils als wenig glaubwürdig und die Figurendynamik (Frauen, die Opfer eines kontrollierenden Mannes werden) ebenfalls als überstrapaziert.
Die abgründige Auflösung und der großartige Schreibstil trafen vollkommen meinen Geschmack.
Die Schauspielerin Casey ist seit einem Trauma alkoholsüchtig und peinliche Vorfälle in der Öffentlichkeit beendeten ihre Karriere. Um der Klatschpresse zu entkommen, versteckt sie sich in dem Familienferienhaus ...
Die Schauspielerin Casey ist seit einem Trauma alkoholsüchtig und peinliche Vorfälle in der Öffentlichkeit beendeten ihre Karriere. Um der Klatschpresse zu entkommen, versteckt sie sich in dem Familienferienhaus am abgelegenen Lake Greene. Dort freundet sie sich mit Katherine an - sie und ihr Ehemann sind die neuen Besitzer des Glashauses gegenüber. Casey findet die angespannte Stimmung zwischen den beiden verstörend und beginnt das Paar durchs Fernglas zu beobachten. Sie sieht Beunruhigendes, kurz darauf verkündet der Ehemann, seine Frau sei wegen des angekündigten Sturms abgereist. Das erscheint Casey aus verschiedenen Gründen unglaubwürdig, weshalb sie zu ermitteln beginnt ...
Ich war bisher ein Fan der Bücher von Riley Sager - die Spannung in ein, zwei seiner Bücher ist mir zwar etwas zu subtil, aber schlecht fand ich bisher keins! “Lake - Das Haus am dunklen Ufer” hat meiner Meinung nach allerdings mehrere dramaturgische Schwächen.
Das Innenleben der Protagonistin ist mir zu ausführlich, das dient jedoch sicher dazu, sich in sie hineinzuversetzen. Und ich kann ich beurteilen, ob einige Hinweise zu offensichtlich sind, oder ob ich sie auf Anhieb erkannt sowie richtig gedeutet habe, weil ich über 30 Jahre Krimi- und Thrillerfiktion-Erfahrung verfüge. Caseys “kaputter” Lebenswandel und Katherines Eheprobleme sind für mein Empfinden zwar nicht besonders originell, aber eindringlich gestaltet – ich finde allerdings bereits hier einiges wenig plausibel. Richtig bergab ging es für mich mit Der Wahnsinns-Wendung, die alles verändert, die für mich aufgrund der Erzählperspektive jedoch kaum Sinn macht. Sie bringt packende Hochspannung mit sich, sodass total neugierig auf die Auflösungen war - diese finde ich dann allerdings konstruiert bzw. wenig überzeugend.
Achtung - folgenden Absatz könnte man als spoilernd empfinden:
Für mich ist auch seltsam, dass eine erschütternde Erkenntnis Casey dazu bringt, eine andere (zunächst) außer Acht zu lassen, denn meiner Ansicht nach ist offensichtlich, dass es nicht um “entweder dieses oder jenes Problem” geht, sondern um dieses UND jenes!
Die einzelnen Handlungselemente sind toll, aber die Umsetzung zu einem stringenten Plot ist meiner Meinung nach wenig gelungen.
Natürlich finde ich vieles wirklich gut: es geht ereignisreich zu, das atmosphärische Setting (eine exklusive kleine Ferienhaussiedlung in Neuengland im Herbst), die Figurendynamiken, eine falsche Fährte, die greifbar beklemmende Stimmung und der teilweise sarkastische bis tragisch komische Erzählstil, auch weil interessante philosophische bzw. psychologische Betrachtungen darunter sind.