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Veröffentlicht am 31.01.2025

Wo die Liebe hinfällt

Fame Game
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„Fame Game“ von Anna Rush und Hazel Wells ist der erste Band eine Sports Romance Reihe um das Footballteam der Las Vegas Legends.
Zachary „Zeus“ Hayes ist der Tight End der Las Vegas Legends und ein absoluter ...

„Fame Game“ von Anna Rush und Hazel Wells ist der erste Band eine Sports Romance Reihe um das Footballteam der Las Vegas Legends.
Zachary „Zeus“ Hayes ist der Tight End der Las Vegas Legends und ein absoluter Star. Sein Privatleben hält der zurückgezogen lebende Sportler größtenteils unter Verschluss, denn er ist nicht unbedingt ein Freund der Klatschpresse, die sein Leben schön öfter negativ beeinflusst hat. Die Entscheidung, den impulsiven Gefühlen für eine faszinierende Frau nachzugeben, bereut er trotzdem nicht. Auch wenn dies sein Leben ins Chaos stürzen könnte. Zeus rettet Daphne aus einer gefährlichen Situation, doch er kann sie im Anschluss nicht einfach gehen lassen. Auch Daphne sieht in Zeus mehr als nur ihren Retter und stürzt sich kopfüber in eine Gefühlsachterbahn, bei der hoffentlich keiner von beiden aus der Kurve fliegt.

In vier Teilen steht das Team der Las Vegas Legends im Mittelpunkt und jedes Buch stammt aus der Feder einer anderen Autorin. Ich mag solche Gemeinschaftsprojekte, denn so bekommen die Geschichten ihre ganz persönliche Note und vielleicht bekommt man Lust, noch mehr von der jeweiligen Autorin zu lesen. Einige kenne ich schon und ihr Schreibstil hat mir immer sehr gefallen.
Den Start macht die etwas komplizierte Lovestory um Zeus und Daphne, die von außen betrachtet von Anfang an zum Scheitern verurteilt sein müsste. Die Gesamtumstände sind alles andere als einfach und definitiv nicht der übliche Junge-trifft-Mädchen-Stoff.
Ich konnte mich bis zum Schluss nicht so richtig entscheiden, ob ich Zeus selbstlos, wie er sich selbst darstellt, oder egoistisch und konfliktscheu, das war mein Eindruck, finden sollte. Er ist auf jeden Fall ein spannender Charakter und kein oberflächlicher Klischee-Sportler.
Daphne erschien mir in manchen Momenten zu naiv und rosarot verblendet, obwohl sie die Situation durchaus häufig kritisch hinterfragt. Ihre Fragen sind auch hundert Prozent berechtigt, vor allem, da Zeus immer im Scheinwerferlicht stehen wird.
Durch die wechselnden Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gefühlswelten von beiden Hauptfiguren. Das ist hier besonders wichtig, denn sonst wäre das Verständnis für Zeus noch geringer. Der Funke springt auf jeden Fall über und ich bin schon gespannt auf den nächsten Teil.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2025

Deal mit Folgen

Landon (Sons of Devil MC Teil 2)
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„Landon – Sons of Devil MC“ von Arizona Moore ist der zweite Band ihrer Biker Romance, die in Chicago spielt.
Leah Cavendish ist seit einigen Jahren Barfrau bei den Sons of Devil und die gute Seele ihres ...

„Landon – Sons of Devil MC“ von Arizona Moore ist der zweite Band ihrer Biker Romance, die in Chicago spielt.
Leah Cavendish ist seit einigen Jahren Barfrau bei den Sons of Devil und die gute Seele ihres Clubhauses. Fast niemand weiß, dass Leah aus einer sehr wohlhabenden Familie stammt, und bei einem tragischen Unfall vor einigen Jahren fast alles verloren hat. Seitdem kümmert sie sich auch aufopferungsvoll um ihre ältere Schwester, die in einem exklusiven Pflegeheim im Koma liegt. Eben dieses kann Leah mittlerweile kaum noch bezahlen und so fasst sie einen verhängnisvollen Plan. Um schnell an Geld zu kommen, will sie ihren Körper in einem luxuriösen Privatclub an reiche Männer verkaufen. Doch dann verhindert Landon Ward, Roadcaptain der Sons of Devil, ihren Plan. Im Gegenzug macht er ihr ein unwiderstehliches Angebot, welches all ihre finanziellen Sorgen in Luft auflösen könnte.

Vorkenntnisse sind nicht unbedingt nötig, auch wenn die bekannten Charaktere aus dem ersten Teil wieder auftauchen. Leahs und Landons Geschichte beginnt völlig neu und beide stehen vor schwierigen Entscheidungen. Der Schreibstil von Arizona Moore liest sich leicht und flüssig und wir lernen sowohl Leahs als auch Landons Perspektive direkt kennen.
Leah ertrinkt in ihren Sorgen und ihre entfremdete Familie ist ihr absolut keine Hilfe. Auch mit Landon hätte sie niemals gerechnet, denn bisher war der Kontakt zu ihm eher sporadisch. Trotz dieser Ausgangslage sind ihre wachsenden Gefühle durchaus nachvollziehbar, auch wenn Leah oft ein wenig naiv wirkt.
Landon hat zwar gewisse Grundsätze, aber er ist trotzdem nicht immer sonderlich sympathisch. Seine direkte Art ist teilweise verletzend, denn er ist den Umgang mit den Gefühlen anderer einfach nicht gewohnt. Deshalb ist seine Wandlung zum Beziehungsmenschen auch weniger nachvollziehbar, als die Leahs.
Die Story ist grundsätzlich unterhaltsam, aber sie trieft auch voller Klischees und Vorurteile. Das war mir ehrlich gesagt ein wenig too much, auch wenn ich es ironisch fand, dass eine Hauptfigur drauf hinweist, dass die Geschichte und ihre Twists an eine Daily Soap erinnern, weil das genau meine Gedanken waren.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.01.2025

Tödliche Mythen

Racheritual
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„Racheritual“ von Ethan Cross ist der erste Band seiner neuen Baxter Kincaid Reihe, in der der Ermittler weit weniger blutrünstig vorgeht, als seine bisherigen Helden.
In San Francisco geht der berüchtigte ...

„Racheritual“ von Ethan Cross ist der erste Band seiner neuen Baxter Kincaid Reihe, in der der Ermittler weit weniger blutrünstig vorgeht, als seine bisherigen Helden.
In San Francisco geht der berüchtigte Ravenkiller um, dessen Opfer meist Obdachlose und Straßenkinder sind, die später mit herausgeschnittenen Herzen und nordischen Runen auf der Stirn irgendwo zur Schau gestellt werden. Baxter Kincaid und sein Partner Terry sind auf den Fall angesetzt, aber sie ahnen nicht, was er sie alles kosten wird. Neun Jahre später hat Baxter den Polizeidienst längst quittiert und arbeitet als Privatermittler. Ab und zu zieht ihn das San Francisco Police Department noch als Berater hinzu, doch als der Fall des Ravenkillers, den Baxter damals zur Strecke brachte, wieder aufgerollt werden soll, wartet er nicht erst auf eine Einladung, um das schlimmste zu verhindern.

Ich bin ein großer Fan der Francis Ackerman jr. Reihe von Ethan Cross und so war ich sehr neugierig auf seinen neuen Helden. Baxter Kincaid ist mit seiner entspannten und pazifistischen Hippie-Attitude wirklich das komplette Gegenteil zur Killermaschine Ackerman und ich gebe zu, dass ich erst eine Weile gebraucht habe, bis ich mit ihm warmgeworden bin.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert, wobei der erste Abschnitt die Vorgeschichte von Baxter behandelt und erst der zweite Abschnitt in die Gegenwart wechselt. Leider konnte mich, entgegen meiner Erfahrungen mit dem Autor, der erste Teil nicht wirklich mitreißen. Ich habe ernstlich gezweifelt, ob Baxter vielleicht ein Fehlgriff war, aber es lohnt sich definitiv dranzubleiben.
Der eigentliche Täter steht in diesem Buch von Anfang an fest und für mich persönlich ist dadurch ein wenig Spannung abhandengekommen. Das wirklich spannende und komplexe an diesem ungewöhnlichen Thriller sind die Charaktere und deren Entwicklung und Geheimnisse. Für die Dynamik ist es toll, dass es viele verschiedene Perspektiven gibt, so dass man oft überrascht wird.
Richtig mitgefiebert habe ich aber erst ab dem dritten Abschnitt, wenn sich die Facetten der Protagonisten langsam herauskristallisieren. Auch Baxter mochte ich dann wesentlich mehr, obwohl die explosive Corin an alte Ackerman Aktionen erinnert.
Positiv ist, dass diese Reihe wirklich völlig anders ist und nicht nur ein Spin Off der Erfolgsbücher. Ich bin neugierig, wohin die Reise von Baxter gehen wird, und wie sich sein Team weiterhin entwickelt.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Geheimnisse

Breaking Silence
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„Breaking Silence“ von Sarah Jo Clark erzählt eine gefühlvolle Enemies-to-Lovers Romance, in der der erste Eindruck oft täuscht.
Penny lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer alkoholkranken Mutter in ...

„Breaking Silence“ von Sarah Jo Clark erzählt eine gefühlvolle Enemies-to-Lovers Romance, in der der erste Eindruck oft täuscht.
Penny lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer alkoholkranken Mutter in einem heruntergekommenen Trailerpark, dem sie nach ihrem Highschool Abschluss unbedingt entkommen will. Dafür nimmt sie in Kauf, als Einzelgängerin und Streberin zu gelten, denn ein Stipendium ist ihre einzige Chance. Doch zusätzlich ist da die Sorge um ihre Schwester, deren Sicherheit und Zukunft Penny unbedingt gewährleisten will. Ein Gesangwettbewerb und das hohe Preisgeld wären die perfekte Lösung, aber Penny will unbedingt inkognito bleiben. Ihre Videos dreht sie maskiert, damit niemand hinter ihr Geheimnis kommt. Leider ist es ausgerechnet der arrogante und umschwärmte Schwimmstar Carter, der Penny auffliegen lassen könnte. Also geht sie auf seine Erpressung ein, die sie beide unweigerlich näher zusammenbringt.

In dieser Lovestory prallen zwei Welten aufeinander, denn Penny und Carter stehen an zwei unterschiedlichen Enden des sozialen Spektrums. Die krassen Gegensätze ihrer Lebenswelten sind jedoch gar nicht auschlaggebend, denn beide haben auch einige tragische Gemeinsamkeiten, die sie unbedingt vor der Außenwelt verbergen wollen.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und wir hören sowohl die Perspektive von Penny als auch von Carter, auch wenn er deutlich weniger Kapitel für sich beansprucht.
Man kann mit Penny mitfühlen, die sich fürsorglich um ihre kleine Schwester kümmert und gleichzeitig verzweifelt einen Ausweg aus ihrem bisherigen Leben sucht. Doch die Lügen bringen immer mehr Probleme mit sich und langsam bricht Penny unter der ganzen Last zusammen.
Ich gebe zu, dass ich Carter anfangs überhaupt nicht mochte. Auch später konnte ich ihm seine plötzlichen Gefühle für Penny nicht so richtig abnehmen. Die Chemie zwischen den beiden hat mich leider nicht hundertprozentig überzeugen können. Dabei ist die Grundidee mit dem Wettbewerb wirklich nicht schlecht.
Die Story hat einige berührende Momente und gelungene Twists. Trotz kleiner Schwächen fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.01.2025

Tudor mal anders

Tudor Blood – Queen of Thorns
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„Tudor Blood – Queen of Thorns“ von Nika S. Daveron erzählt eine etwas andere Geschichte von Maria Tudor, der Schwester des berüchtigten Heinrich VIII.
Maria Tudor weiß seit ihrer Kindheit, dass sie als ...

„Tudor Blood – Queen of Thorns“ von Nika S. Daveron erzählt eine etwas andere Geschichte von Maria Tudor, der Schwester des berüchtigten Heinrich VIII.
Maria Tudor weiß seit ihrer Kindheit, dass sie als Tochter des Königs maximal eine Funktion als wertvolle Schachfigur im Kampf um die Macht in Europa haben wird. Doch ihre Mutter zeigt ihr eine ganz andere und dunkle Welt, in der Maria eine wichtige Funktion als Wächterin und Vampirjägerin zukommt, die den englischen Königshof vor den teuflischen Blutsaugern beschützen soll. Heimlich bekommt sie ihre Ausbildung, die so gar nichts mit dem üblichen Alltag einer Lady zu tun hat. Als ihr geliebter Bruder Heinrich überraschend und recht früh König wird, verfolgt Maria ihre gefährliche Mission im Verborgenen weiter, die sie im Laufe der Zeit jedoch einige schmerzhafte Opfer kosten wird.

Ich habe schon einige der düsteren Fantasy Bücher der Autorin gelesen und diesmal verknüpft sie die spannende historische Geschichte der Tudors zu Zeiten Heinrich VIII mit einer Vampirjägerstory, was durchaus gut gelungen ist. Ich finde die Grundidee richtig gut und war erstaunt, wie gekonnt Nika S. Daveron die historischen Fakten mit der geheimen und fiktiven Identität von Maria verknüpft.
Das Buch ist im Stil eines Tagesbuches verfasst, in dem aus der Perspektive von Maria ihre Lebensgeschichte erzählt wird. Der berichtsartige Erzählstil hat aber leider manchmal zur Folge, dass die Emotionen ein wenig untergehen und die Schilderungen etwas blutleer wirken. Andererseits unterstreicht dies den historischen Charakter, denn auch die echte Geschichte sprüht ja nun nicht gerade vor Einhörnern und Herzchen.
Maria Tudor ist eine starke Hauptfigur und ich habe schon an der realen Maria immer bewundert, dass sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihren eigenen Weg geht. Jede Entscheidung hat jedoch Konsequenzen und so ist es auch hier.
Die Handlung ist ziemlich spannend aufgebaut und sie hält sich größtenteils an die historischen Eckdaten. Dadurch weiß man aber auch schon, wie viele Dinge ausgehen werden und die Überraschungen halten sich in Grenzen. Trotzdem hat mir diese Bloody Tudors Variante wirklich gut gefallen

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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