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Veröffentlicht am 28.05.2025

Great Big Disappointment

Great Big Beautiful Life
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Alice Scott möchte eine erfolgreiche Autorin werden, aktuell ist sie vor allem als Journalistin unterwegs und möchte nun eine Biografie über die legendäre Margaret Ives schreiben. Doch Alice hat große ...

Alice Scott möchte eine erfolgreiche Autorin werden, aktuell ist sie vor allem als Journalistin unterwegs und möchte nun eine Biografie über die legendäre Margaret Ives schreiben. Doch Alice hat große Konkurrenz vom Pulitzer-Preis-Gewinner Hayden Anderson. Ives, die Tochter einer skandalumwitterten Familie, lädt die beiden für einen Probemonat nach Little Crescent Island ein und möchte am Ende entscheiden, welcher der beiden am Ende ihre Biografie schreiben darf. Eine Verschwiegenheitsklausel untersagt den beiden, dass sie über Ives reden und dennoch kommen sich die beiden immer näher.

Great Big Beautiful Life ist mein dritter Roman von Emily Henry und vermutlich auch mein letzter, da mich nach Book Lovers nichts mehr annähernd so unterhalten konnte und mich vor allem dieses Buch nicht überzeugen konnte. Dabei mochte ich die Grundvoraussetzungen der Charaktere, die aus dem Journalismus kommen, eine Berufsgruppe, die ich durchaus spannend finde. Doch am Ende war es das auch schon fast mit der charakterlichen Tiefe, wir erfahren zwar noch, dass Alice sehr gerne und viel redet, wohingegen Hayden natürlich eher schweigsam durch die Welt geht, aber das wars dann auch schon. Für mich zu wenig, um mitzufiebern und -fühlen. Zudem fehlte mir dadurch sämtliches Verständnis für irgendeine Art von Anziehung, auch wenn beide natürlich wunderschön aussehen…

Dann wäre da noch Margaret Ives und ihre familiären Hintergründe. Immer wieder werden wir in ihre Vergangenheit bzw. der ihrer Familie geworfen. Was grundsätzlich ganz interessant klingt, hat sich für mich leider nur sehr zäh angefühlt. Mir fehlte eine interessante Verbindung zur Gegenwart, um die Erzählungen wirklich relevant zu finden und diese fehlende Verbindung hat sich auch beim Schreibstil bemerkbar gemacht, der unnahbar wirkte und einer langatmigen Erzählung glich.
Enttäuschend war für mich auch die Auflösung um Ives Geheimnis, denn die gibt es nicht durch journalistisches Können, sondern durch Mr. Zufall.

Am Ende habe ich Great Big Beautiful Life auch als Hörbuch gehört, weil die Lust am eigenen Lesen verging und mein Interesse an Ives Geheimnis dann doch zu groß war, um das Buch abzubrechen. Auch als Hörbuch fand ich es phasenweise weiterhin sehr schleppend, dennoch wurde es von Christiane Marx gut vorgetragen, sodass sie mich dranbleiben ließ.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Gefangen in einer Zeitschleife?!

Gestern waren wir unendlich
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Louis ist sich sicher, dass er in Henry die Liebe seines Lebens gefunden hat und mit ihm alt werden möchte. Doch das Schicksal macht ihm einen Strich durch die Rechnung, denn die beiden sind in einen schweren ...

Louis ist sich sicher, dass er in Henry die Liebe seines Lebens gefunden hat und mit ihm alt werden möchte. Doch das Schicksal macht ihm einen Strich durch die Rechnung, denn die beiden sind in einen schweren Unfall verwickelt, den Henry nicht überlebt. Louis Welt gerät aus den Fugen und wird von der Dunkelheit eingeholt, doch dann öffnet Louis wieder seine Augen und Henry ist wieder da. Schnell merkt Louis, dass ihm alles verdächtig bekannt vorkommt und der Tag des Unfalls sich wiederholt. Muss Louis den Unfall nochmal erleben oder kann er Henry retten?

Gestern waren wir unendlich von Dominik Gaida ist der erste Teil einer Dilogie. Der Klappentext klang unfassbar vielversprechend und versprach eine Menge Herzschmerz und berührende Momente, doch leider konnte das Buch mir nichts davon geben.

Bereits mit dem Einstieg hatte ich etwas meine Probleme, da ich eher eine rationale Leserin bin, benötige ich eine Beziehung zu den Figuren, um auch emotional berührt zu werden. Da wir aber ziemlich schnell zum Unfall kommen, kann ich diese nicht aufbauen, weswegen ich keinerlei Emotionen entwickeln konnte. Grundsätzlich würde ich es sogar begrüßen, wenn Inhalte des Klappentexts schnell abgehandelt werden und dadurch die Sogwirkung und Spannung erzeugt wird. Doch hier wurden die Figuren und die besondere Beziehung zueinander nicht nur nicht vorgestellt, sondern durch den Einstieg auch in Frage gestellt. Das war für mich leider ein ziemlich unglücklicher Beginn, mag von emotionalen Leser:innen jedoch auch anders empfunden werden.

Die Thematik der Zeitschleife wurde gut umgesetzt, die natürlich eintreffenden Wiederholungen haben das Lesegefühl nicht beeinträchtigt und wurden sehr gering gehalten. Gaidas Schreibstil ist simpel gehalten und verleiht daher ein gutes Lesetempo, an einigen Stellen waren mir die Beschreibungen aber zu trivial, so würde ich zum Beispiel niemals davon ausgehen, dass sich eine Badtür nicht abschließen ließe. Mag es geben, ist aber nicht der Standard und sind daher Anmerkungen, die ich als Leserin nicht benötige, um mir das Szenario vorzustellen.

Die Geschichte selbst wird und auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven erzählt. Diese Aufteilung hat mir sehr gut gefallen, wobei mir die Rückblicke deutlich besser gefielen, da sie mehr Tiefe und eine für mich nachvollziehbarere Gedankenwelt hatten.

Problematisch war für mich leider Louis’ Perspektive. Seine Verhaltensweise war für mich an vielen Stellen nicht nachvollziehbar. Das hätte man ändern können bzw. zumindest ein Verständnis für rational nicht ganz verständliche Handlungen erzeugen können, wenn man die psychische Belastung der Situation herangeführt hätte, aber das blieb aus und ist für mich - anders als abgeschlossene Badtüren - kein Aspekt, der sich aus der Situation heraus ergibt und vom Leser als gegeben gesehen werden muss. Diese Tiefgründigkeit fehlte mir nicht nur im Bezug auf Louis’ gegenwärtige Situation, sondern auch bezüglich seiner Vergangenheit, in der besonders eine Sache in den Fokus gerückt wird und dadurch die Last der Jahre verliert, weswegen es am Ende nicht stimmig wirkt.

Zeitweise konnte mich der Autor nochmal etwas mitnehmen, weil einzelne Sequenzen einen Tiefgang besaßen, den ich mir so sehr gewünscht habe. Doch mit dem Ende kam dann die große Enttäuschung. Die Auflösung war für mich leider gar nichts. Sie war für mich weder inhaltlich ersichtlich und selbst wenn sie es gewesen wäre, wäre sie mir doch zu gewollt. Diesen Willen gewisse moralische Ansichten durchzubringen, merkt man dem Buch leider immer wieder an. Ich find Werte und Botschaften durchaus wichtig, mag es aber mehr, wenn diese nicht auf dem Tablett serviert werden, sondern sich durch die Szenen ergeben und zum Nachdenken anregen. Auch das ist dem Autoren durchaus gelungen, nur leider wurde auch häufiger der Holzhammer geschwenkt.

Gestern waren wir unendlich von Dominik Gaida konnte mich daher leider nicht von sich überzeugen und das obwohl mir die Grundidee weiterhin sehr gut gefällt und ich auch viele tolle Ansätze entdeckt habe, aber insgesamt war es mir leider zu oberflächlich.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Mücken, die zu Elefanten werden.

Neun Tage Wunder
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Anni ist sich sicher, dass sie in ihrem Nachmieter Lukas die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Doch neun Tage später erkennt sie eine Wahrheit, die eine gemeinsame Zukunft unmöglich macht und Anni verlässt ...

Anni ist sich sicher, dass sie in ihrem Nachmieter Lukas die Liebe ihres Lebens gefunden hat. Doch neun Tage später erkennt sie eine Wahrheit, die eine gemeinsame Zukunft unmöglich macht und Anni verlässt nicht nur ihre alte Wohnung, sondern auch ihre Liebe des Lebens.

Zehn Jahre später ist Anni mit dem bekannten Schriftsteller Ben zusammen und lebt mittlerweile nicht mehr in München, sondern in Glückstadt. Gemeinsam mit Ben, seiner Tochter Lena und ihren Familienhund Fieps. Doch dann holt ihre Vergangenheit sie ein, denn Ben trifft auf Lukas und kommt Annis Geheimnissen verdammt nah.

Ich habe mich sehr auf Neun Tage Wunder von Kristina Moninger gefreut, da ich die Breaking-Waves-Reihe der Autorin geliebt und innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Doch leider kam ich nur sehr schwer in das Buch rein und konnte mit den Protagonisten keine richtige Beziehung aufbauen. Anni ging mir phasenweise sehr auf die Nerven, weil sie durch ihr Verhalten aus Mücken einen Elefanten macht und vieles mit ein bisschen Kommunikation schnell aus der Welt geschafft wäre. Ben und Lukas waren größtenteils hingegen liebenswert gestaltete Charaktere, wenngleich auch hier einige Aussagen seltsam waren. Diese Konstellation hat für mich jedoch auch dazu geführt, dass ich nicht unbedingt das Ende erreichen wollte, denn ein ‚Happy End‘ schien hier unmöglich.

Für mich war allerdings das größte Problem, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass ein ‚dunkler Schleier‘ über der Geschichte liegt. Möglicherweise einmal wegen des Wissens, dass ein ‚netter Kerl‘ am Ende nicht unbedingt glücklich sein wird, aber auch weil Lügen und Geheimnisse dauerpräsent waren und mir in diesem Maße - und wegen unnötigen Dingen - zu viel wurde. Besonders Maren war als Charakter anstrengend, nahm allerdings sehr viel Platz ein und am Ende wird ihre Geschichte leider auch nicht gänzlich aufgelöst.

Lena, Bens Tochter, war ein Lichtblick. Den Humor, den sie (in Kombination mit Ben und Anni) reingebracht hat, war ab und an wirklich erfrischend, wenngleich er aufgrund des ‚dunklen Schleiers‘ leider nicht häufig die Wirkung entfalten konnte.

Ich war kurz davor das Buch abzubrechen, allerdings hat mich brennend interessiert, wie es enden würde und das Ende hat noch einmal eine schöne Seite Bens gezeigt, die mir sehr gefiel und aufzeigt, was Liebe bedeutet. Die Auflösung des Neun Tage Wunders war passend für Anni, aber leider nur zum Kopfschütteln.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Der gläserne Mann

Eisiges Glas
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Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst, da nimmt ihr Vater wieder Kontakt zu ihr auf. Prepper Per setzt seine Tochter unter Druck und droht ihr, sich ...

Leonore Asker hat ihren ersten Fall als Leiterin der Abteilung für hoffnungslose Fälle gelöst, da nimmt ihr Vater wieder Kontakt zu ihr auf. Prepper Per setzt seine Tochter unter Druck und droht ihr, sich einer möglichen Verhaftung gewaltsam zu widersetzen. Die Drohung im Blick möchte Leo verhindern, dass ihr Vater unter Verdacht der Kollegen fällt und sucht nach dem Mörder eines jahrelang Vermissten und erst vor kurzem gefundenen Toten.

Leos Kindheitsfreund Martin Hill erhält einen ganz speziellen Auftrag. Er soll eine Biografie schreiben und dafür auf eine Privatinsel mit verlassenem Observatorium kommen. Für Hill geht ein Traum in Erfüllung, denn das verlassene Observatorium hat für den Urban Explorer schon lange einen großen Reiz. Doch auf der Insel tummeln sich noch ganz andere Geheimnisse.

Eisiges Glas von Anders de la Motte ist der zweite Teil der Reihe um die Ermittlerin Leonore Asker und den Urban Explorer Martin Hill. Nachdem mir der Auftaktband Stille Falle sehr gut gefallen hat, musste ich unbedingt den zweiten Teil lesen. Der Beginn war trotz Vorwissen etwas holprig, da ich erstmal wieder in die Geschichte reinkommen musste, denn der zweite Teil knüpft direkt an den Ersten an. Der Fall selbst ist zwar als Einzelband zu lesen, da es aber auch sehr stark um die Beziehungen der Charaktere untereinander geht, ist das Lesen des ersten Bands zu empfehlen.

Während mir Leonore Asker im ersten Band noch zu unnahbar war, habe ich hier schnell gemerkt, dass mein Vorwissen sie mir deutlich sympathischer macht bzw. mein Verständnis für sie ihr zu Gute kommt. Dennoch bleibt sie weiterhin ihrer Art treu, was mir gefällt.

Wie im ersten Teil auch, konnten mich die sehr kurzen Kapitel aus verschiedenen Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen wieder einnehmen, vor allem die Perspektive des Gläsernen Mannes hat eine sehr düstere Atmosphäre geschaffen. Trotz des guten Schreibstils kam es vor allem im Mittelteil zu vielen Längen, die mich im Buch gefühlt kaum voranbrachten und ein zähes Lesegefühl erzeugten. Das lag für mich an mehreren Aspekten. Da gab es die Sci-Fi Elemente, die das Gelesene nicht nur unrealistisch machten, sondern für mich auch mit das Langweiligste sind, was ich lesen könnte. Das darf natürlich thematisiert werden, für mich hätte es aber im Klappentext einen Hinweis auf diese Elemente geben müssen, vor allem weil der Fokus darauf doch sehr stark ausgeprägt ist. Dann gab es leider auch keine großen Überraschungen, die Geschichte wirkte von Beginn an ziemlich vorhersehbar, weswegen die Spannung größtenteils ausblieb. Erst gegen Ende der Geschichte konnte das sehr hohe Tempo nochmal etwas Schwung reinbringen.

Eisiges Glas konnte meiner Vorfreude auf die Fortsetzung leider nicht gerecht werden, da ich die Ermittlerin und den Schreibstil des Autors jedoch weiterhin sehr mag, freue ich mich schon auf die Fortsetzung und hoffe, dass diese dann wieder etwas realistischer und überraschender wird. Für alle die aber auch gerne Sci-Fi-Elemente - explizit UFOs, Außerirdische und Kryo - dürfte Eisiges Glas jedoch genau das Richtige sein.

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Veröffentlicht am 12.11.2024

Verbranntes Potenzial

Verbrannte Gnade
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Nach einem Brandanschlag in der Klosterschule, bei dem der Hausmeister Jack gestorben ist, ist Schwester Holiday nicht zufrieden mit den Ermittlungen der Behörde. Deswegen beginnt die kettenrauchende Schwester ...

Nach einem Brandanschlag in der Klosterschule, bei dem der Hausmeister Jack gestorben ist, ist Schwester Holiday nicht zufrieden mit den Ermittlungen der Behörde. Deswegen beginnt die kettenrauchende Schwester selbst die Ermittlungen zu führen. Auf der Suche nach dem Täter muss sie sich mit den Sünden der Vergangenheit auseinandersetzen.

Verbrannte Gnade von Margot Douaihy klang nach einem spannenden Krimi mit einer ungewöhnlichen Protagonistin. Schwester Holiday raucht nicht nur Kette, sondern hört gerne Punkrock, ist tätowiert und vor allem queer. Ein spannendes Profil, das mir weitergehend aber zu stark präsentiert wurde, denn am Ende sollte es in einem Krimi vordergründig um das Lösen des Verbrechens gehen und nicht um die Protagonistin. In Rückblenden erfahren wir mehr von Schwester Holiday und kommen noch weiter weg von der eigentlich Tat.

Die Auflösung selbst konnte mich dann auch nicht überzeugen, was jedoch in Anbetracht des geringen Fokus’ auf die eigentliche Sache kein wirkliches Wunder war. Leider konnte mich Verbrannte Gnade nicht überzeugen, obwohl ich die Grundidee einer ermittelnden Nonne, gerne auch wie in diesem Fall einer eher derben (und weniger humorvollen), weiterhin sehr interessant finde, wird der zweite Teil wohl nicht bei mir einziehen.

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