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Veröffentlicht am 06.03.2025

Meine Rezension zu Die Frau des Serienkillers

Die Frau des Serienkillers
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Eigene Meinung
Ohne große Erwartungen bin ich an diesen Thriller herangetreten. Nach und nach war ich aber wirklich gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es denn nun eigentlich weiter geht. Und wer ...

Eigene Meinung
Ohne große Erwartungen bin ich an diesen Thriller herangetreten. Nach und nach war ich aber wirklich gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es denn nun eigentlich weiter geht. Und wer ist wirklich der Schuldige?

In “Die Frau des Serienkillers” lese ich aus der Ich-Perspektive der Protagonisten Beth und Tom. Relativ schnell wird dabei klar, dass Tom weit aus mehr verbirgt, als er zugibt. Der Schreibstil ist dabei wenig ausgeschmückt, sondern eher präzise. Dadurch kommt dir Geschichte im groben gut voran, auch wenn es gerade aus Beth Sicht hier und da ein paar “Stillstände” gibt. Toms Kapitel sind kürzer und prägnanter, und gaben mir das Gefühl, das dort mehr Spannung erzeugt werden müsste. Beths Kapitel sind länger, aber auch Stellenweise etwas gezogen. Erst nach der Hälfte wird es hier spannender.

Toms Sicht ist sehr viel Brutaler und meiner Meinung nach auch verängstigender. Autorin Hunter zeigt hier klar auf, das weit mehr im Argen liegt bei ihm. Ich denke das auch in den folgenden Bänden der Reihe, Toms Vergangenheit mehr belichtet wird. Denn davon fehlt es hier. Allgemein werden sehr spärlich nur Hintergrund Informationen preisgegeben und auch die Charaktere leiden infolgedessen ein wenig darunter, weil sie eher Oberflächlich erscheinen. Kleinere Nebensätze verdeutlichen, das gerade Beth Kindheit nicht die schönste war, darauf wird aber auch nicht weiter eingegangen. Ist das für die Geschichte wichtig? Nicht unbedingt nein, aber sie geben den Charakteren meiner Meinung nach, immer mehr Tiefe und macht sie für mich greifbarer.

Auch wenn es recht schnell klar wird, wie sich eventuell die verschiedenen Ereignisse ereignet haben, habe ich trotzdem sehr gern weiter gelesen. Ich hatte weniger das Gefühl eines Page-Turners, sondern einfach ein Interesse daran zu erfahren, welche Rolle die Autorin ihnen beiden Protagonisten noch zuschreibt. In der Hinsicht wurde ich auch tatsächlich belohnt. Nach und nach wird nämlich alles und jeder, ein wenig mehr in den Verdächtigen Kreis aufgenommen und ich denke, das es auch noch interessant werden könnte, die Folgebände zu lesen.



Mein abschließendes Fazit
Autorin Alice Hunter hat hier ein vielleicht nicht spannungsgeladenes, aber interessantes Setting geschafft. Das Rad wurde nicht neu erfunden, aber an sich wieder Fahrbar gemacht. Auch wenn die Thematik rund um die doch nicht so Perfekte Ehe, nichts Neues ist, wurde das in der Geschichte noch einmal neu poliert. Ich hatte Freude an dem Buch, mochte es aus den Sichten der Protagonisten zu lesen. Leider habe ich mit dem Ende schon recht früh gerechnet, weswegen die Spannung bei mir eher ausblieb. Ich würde die Reihe fortsetzen, einfach um zu erfahren, ob ich noch ein paar Hintergrundinformationen der Protagonisten bekomme, um die Geschichte im Allgemein greifbarer für mich zu machen.

Wenn dich mehr meiner Rezensionen interessieren, besuche mich doch gern auf meinem Buch-Blog :)
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Veröffentlicht am 17.02.2025

Meine Rezension zu Daughter of the Pirate King

Daughter of the Pirate King - Fürchte mein Schwert
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Eigene Meinung
Na du Landratte? Bereit auf das Schiff zu steigen und die Weltmeere zu bereisen? Ich war bereit unter Kapitänin Alosas Flagge zu segeln und wie mein Eindruck davon ist, ohne Seemannsgarn ...

Eigene Meinung
Na du Landratte? Bereit auf das Schiff zu steigen und die Weltmeere zu bereisen? Ich war bereit unter Kapitänin Alosas Flagge zu segeln und wie mein Eindruck davon ist, ohne Seemannsgarn zu spinnen, erfährst du auch…

Es ist unglaublich was für eine Lust ich auf Fluch der Karibik bekommen habe. Autorin Levenseller und ihre Geschichte rund um Alosa, Tochter des Piratenkönigs und selbst Piratenkapitänin, lädt auf eine spannende, wenn auch etwas holprige Seefahrt ein. Ich lese dabei aus der Sicht von Alosa selbst und mochte sie eigentlich schon zu Anfang. Sie ist ein Sturkopf, selbstsicher und sich für nichts zu schade. Es kommt in den Gesprächen zu viel Witz und Sarkasmus und das Worldbuilding ist zwar vorhanden, aber noch nicht wirklich greifbar für mich. Den Großteil von Band eins, lerne ich vor allem Gefängniszellen kennen und die Quartiere des Käpitäns der Night Farer, sowie das, seines Ersten Maat.

Die Geschichte spielt sich fast ausschließlich auf dem Schiff Night Farer ab, auf das Alosa ausgesandt wird, um das Fragment einer Schatzkarte zu bergen. Hier lerne ich nehmen Captain Draxen auch seinen ersten Maat und Love-Interest Riden kennen. Gerade die Gespräche zwischen Riden und Alosa sich wirklich sehr witzig gestaltet und beinhaltet von Ridens Seiten immer etwas mehr bereit zwischen den Zeilen. Ich empfand es sehr schwer, seine Absichten zu durchschauen. Leider sind es auch hauptsächlich nur die Charaktere und Dialoge, die mich nicht hängen gelassen haben. Der Rest wirkt noch sehr roh, unbearbeitet. Die Autorin spart hier sehr an Details wie ich finde. Spannung wird immer mal wieder eingehaucht, in dem andere Charaktere dazu kommen, aber ich fand es nicht fesselnd. Hatte eher das Gefühl, das es jetzt mal einen Szenenwechsel geben MUSS, weil sich der Leser vielleicht sonst langweilt. Es wirkt ein wenig erzwungen. Auch wenn es einige Geheimnisse gibt, die teilweise aufgedeckt werden und die mich auch gut überraschen konnten, empfand ich den Rest der Geschichte als seicht plätschernd, was ja auch irgendwie passend ist, oder?

Wie bereits erwähnt, mochte ich die Protagonistin Alosa sehr gern. Sie weiß, was sie möchte, im besten Fall weiß sie, wie sie es bekommt und hat kein Problem damit, sich selbst die Hände schmutzig zu machen. Sie ist ein sehr starker Charakter, der auf mich auch äußerst ausgereift herüberkommt. Ich mag ihr loses Mundwerk und fand auch ihr Geheimnis der stark und das interessiert mich auch wirklich mehr. Die Nebencharaktere sind noch etwas Oberflächlich, werden aber vielleicht auch noch etwas tiefer und/oder stärker beleuchtet. Wie zum Beispiel Riden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mit ihm auch noch etwas mehr auf sich hat, als das was ich bisher von ihm erfahren habe. Könnte mich aber natürlich auch täuschen…



Mein abschließendes Fazit
Autorin Tricia Levenseller hat mit ihrem Buch Daughter of the Pirate King eine Geschichte erschaffen, die ich vor allem aufgrund der Protagonistin Alosa sehr mochte. Auch wenn die Welt bisher eher spärlich beschrieben wurde, so machen die Charaktere und die Dialoge Lust auf mehr. Der Spannungsbogen wird für meinen Geschmack etwas zu wenig aufgezogen, aber das war der erste Band einer Reihe, deswegen kann ich damit noch umgehen. Alosa hat für mich hier eine Menge herausgeholt, weswegen ich den zweiten Teil auch noch lesen möchte um zu schauen, ob es eine Entwicklung in der Geschichte gibt. Ansonsten ist der erste Band nett und macht Lust auf die Fluch der Karibik Filme, aber ist leider auch etwas Detailarm und eher weniger spannend.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Meine Rezension zu "The Serpent and the Wings of Night"

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
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Eigene Meinung
Wer kam wohl nicht an dem Hype zu diesem Buch vorbei? Richtig. Ich. Es ist aber auch wirklich ein Schmuckstück. Nun habe ich es auch gelesen und der zweite Teil steht schon Griff bereit…

Der ...

Eigene Meinung
Wer kam wohl nicht an dem Hype zu diesem Buch vorbei? Richtig. Ich. Es ist aber auch wirklich ein Schmuckstück. Nun habe ich es auch gelesen und der zweite Teil steht schon Griff bereit…

Der Einstieg in die Geschichte ist flüssig. Ich lese hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Oraya und ab und an auch aus der dritten Perspektive eines Erzählers. Wenn ich aus der Erzähl-Sicht lese, erfahre ich mehr über Orayas Vergangenheit. Die Welt wird von der Autorin sehr detailliert beschrieben, mit genügend Platz für eigene Interpretationen. Es wird ebenfalls mit viel Witz gespielt in den Dialogen und dennoch mit genügend Ernsthaftigkeit zwischen den Zeilen. Auffällig war für mich, das Oraya viel dachte, aber ihre Sätze meist sehr kurz oder einsilbig ausfielen. Leider beinhaltet das Buch auch sehr viele Wiederholungen, die hier und da interessant, aber durchgehend doch etwas nervig wurden.

Oraya möchte sich einer Prüfung unterziehen dem sogenannten “Kejari” um endlich einen ehrwürdigen Platz neben ihren Ziehvater Vincent einnehmen zu können und nach vielleicht Hinterbliebenen ihrer Vergangenheit sehen zu können. In der Theorie ist der Plan einfach. In der Praxis verfällt er allerdings in seine Einzelteile. Jede Prüfung ist für mich als Leser spannend verarbeitet, hat mich auch mitgerissen. Die Seiten wurden rapide weniger. In der “Vorbereitungszeit” der Prüflinge, gab es viele Geheimnisse und damit ungesagte Dinge und eine Protagonistin, die ich ihre “Härte” nicht wirklich abnehmen konnte. Vielleicht hat mich gerade deswegen das Ende doch sehr überrascht.

Wie vielleicht schon zu erahnen ist, fand ich Oraya als Protagonistin etwas anstrengend. Die Art und Weise wie sie alles und jeden davon zu überzeugen versucht die harte und taffe zu sein, und ich glaube in fast jeder Prüfung (?) auf Hilfe angewiesen ist und selbst diese nur widerstrebend annimmt. Die zusätzlichen Wiederholungen waren auch etwas ermüdend. (Ja ich habe verstanden, das dein Ziehvater Vincent es anders getan hat oder hätte und das du Zähne zeigen und zubeißen sollst.) Raihn und Mascha, ihre mehr oder minder freiwillig ausgesuchten Teamkameraden waren dagegen eine tolle Abwechslung. Und selbst Vincent fand ich sehr angenehm. Ich kann aber Entwarnung geben: Auch Oraya wurde mir zum Ende hin eine deutliche Spur sympathischer so das ich wirklich zum zweiten Band greife um zu erfahren wie es mit ihr weitergeht.



Mein abschließendes Fazit
Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht, auch wenn der Hype Train ein wenig an mir vorbeifährt. Zumindest nach Band Eins. Protagonistin Oraya hat es mir wirklich nicht einfach gemacht. Ihre sich stetig wiederholenden Gedanken, die einsilbigen Antworten und Aussagen… Schlussendlich fand ich, das Autorin Braodbent hier versucht hat eine richtig taffe Frau zu erschaffen, die aber für mich leider zu oft gekünstelt herüberkam. Erst am zum Ende hin, habe ich aus der Sicht einer Protagonistin gelesen, die mich schlussendlich auch mehr Lust auf den weiteren Teil gegeben hat. Die Geschichte rund um das Kejari fand ich hingegen klasse ausgearbeitet, mochte die detaillierten Beschreibungen der Umgebungen und auch die Kampfszenen waren spannend und brutal beschrieben. Auch wenn ich noch nicht so gehyped bin, freue ich mich zu erfahren wie es mit Raihn, Oraya und allgemein der Welt Obitraes weiter geht.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Meine Rezension zu "Written in Blood"

Written in Blood
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Eigene Meinung
Dieses Buch hatte ich mir schon vor geraumer Zeit gekauft. Gerade als ich die “Dark Academia” Sparte für mich entdeckt habe. Und tatsächlich, gibt es viele sehr treffende Punkte in der Hinsicht…

Ich ...

Eigene Meinung
Dieses Buch hatte ich mir schon vor geraumer Zeit gekauft. Gerade als ich die “Dark Academia” Sparte für mich entdeckt habe. Und tatsächlich, gibt es viele sehr treffende Punkte in der Hinsicht…

Ich lese aus der Ich-Perspektive von der Protagonistin Alka. Kapitelweise lese ich aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart, was mir ein besseres Bild von Alka verschafft. Dazu wird immer am Anfang des Kapitels “früher” oder “jetzt” ausgewählt um mich abzuholen. Der Schreibstil ist die meiste Zeit sehr flüssig. Einzig die politischen Hintergründe der Welt, und dessen verschiedenen Gattungen, ließen mich hier und da mal aussteigen. Überrascht war ich eher von den teils doch sehr brutalen Kämpfen.

Kurzum möchte Alka sich nämlich für den Tod ihrer Familie rächen. Dafür muss sie sich an die Blackwater Academy begeben. Die beste und höchste Stelle für Magier um Erfolgreich zu werden und zu sein. Alka ist das ziemlich relativ, weil sie ganz andere Pläne verfolgt. Stück für Stück kann sie sich eingliedern und findet in der Blackwater Academy Freunde. Gestehen muss ich, das ich hier und da an Harry Potter denken musste. Es gibt fünf Häuser, in denen die Schüler zugeteilt werden: Vangard, Javellos, Selura, Zartan, und Nethro. Wichtig sind diese, für die drei Prüfungen, die, die Schüler während ihrer Ausbildung in Blackwater abschließen müssen. Leider komme ich kaum in den Genuss, verschiedene Unterrichtsstunden mitzuerleben, geschweige denn mehr von dem “normalen” Schülerleben in Blackwater. Auch werden immer wieder viele “Professoren” erwähnt, die aber anscheinend nur Statisten sind denn bis eigentlich eine einzige Professorin, neben dem Schulleiter, wird nur noch einer mal kurz erwähnt. Tatsächlich spielt der Hausmeister eine größere Rolle. Alka hätte sich für mich auch irgendwie in einer normalen Schule befinden können, was das angeht.

Allgemein hat es Alka mir nicht leicht gemacht. Sie pendelt viel zwischen “Alles oder nichts” oder dem “das bin nicht wirklich ich!”. Ihre Empathie hält sich für mich sehr stark in Grenzen und allgemein ist sie mir einfach in allem zu wenig beleuchtet gewesen. Sie hat eine schwere Vergangenheit, musste in ihren Jungen Alter schon von zu vielen Abschied nehmen und hat mehr Tod gesehen, als sie sehen sollte in ihrem Alter. Das kommt auch alles super authentisch rüber, (Wenn es da nicht ein “Aber” gäbe), aber es ist mir einfach von allem ein Ticken zu viel gewesen. Die Nebencharaktere waren da irgendwie angenehmer. Greifbarer.



Mein abschließendes Fazit
Written in Blood ist ein Buch das auf die Dark Academia Richtung abzielt und ja durchaus, diese Richtung merkt man ab und an. Auch kommen hier leichte Erinnerungen an Harry Potter hoch. Die Häuser, das Tunier… Leider konnte mich Written in Blood nicht mal Ansatzweise zu greifen. Mit der Protagonistin Alka wurde ich gefühlt, das ganze Buch über nicht warm. Die Nebencharaktere hatten für mich deutlich mehr Tiefe, als Alka und das, obwohl ich viel über sie erfahren im Buch. Die Geschichte ist recht spannend geschrieben, und die Details in der Beschreibung der Gegenden ist auch gelungen. Bedauerlicherweise bin ich gar kein Fan von Liebesdreiecken, weswegen die (nicht prägnante) Liebesgeschichte, für mich recht uninteressant war. Auch habe ich an ein paar Dingen zu knabbern, die mir nicht logisch erscheinen. Beispielsweise wurde Alka ein bestimmter Tanz beigebracht und “Wochenlang geübt”, aber Basiswissen in der Magierwelt ist total irrelevant? Das Ende wird wirklich spannend, ich bin die letzten Seiten wirklich durchgerutscht, aber ich bin auch froh, dass es ein Standalone Titel ist. Ich hätte die Reihe nicht fortgesetzt, weil ich sie schlichtweg dafür nicht interessant genug fand. Für etwas Zwischendurch, finde ich es absolut in Ordnung.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Meine Rezension zu Das Schattentor

Ministry of Souls – Das Schattentor
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Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. ...

Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. Aber leider, war es nicht überall so stark wie ich es mir erhoffte…

In “Das Schattentor” lese ich aus der Erzählperspektive von Jack, einem Soulman. Endlich hat er seinen ersten eigenen Auftrag und kann sich beweisen und zeigen, dass er mehr als nur kleinere Dienste verrichten kann. Auch wenn verschiedenen Szenerien gut detailliert und vorstellbar umgesetzt und beschrieben sind, bleiben die Charaktere recht Oberflächlich. Egal ob es sich dabei um den Protagonisten Jack oder später auch Prinzessin Naima handelt. Autor El- Bahay löst viele spannende Szenen aus, die er dann mit zwar recht witzigen, teils aber auch für mich unpassenden Sprüchen und Dialogen, irgendwie wieder zunichtemacht. Ab und an fehlte mir dafür ein wenig die Ernsthaftigkeit, auch wenn ich den Nebencharakter Oz, sehr ins Herz geschlossen habe.

Die Geschichte rund um Jack und seinen Einsatz im Buckingham Palace ist interessant und witzig erzählt. Teilweise driftet es in eine angenehme, düstere und fast schon gruslige Stimmung ab, was der Geschichte aber nur zugutekommt. Leider empfand ich den Mittelteil als etwas langatmig und wirkte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Auch wenn natürlich die Aspekte dieser “Verlängerung” teilweise plausibel waren, fühlte es sich nach etwas zu viel Pause an. Zum Ende hin, nimmt die Geschichte dann wieder an Fahrt auf und ich als Leser werde durch einige Kämpfe und Verfolgungen, wieder abgeholt.

Protagonist Jack und später auch Naima, sind gut gewählte, wenn auch noch nicht, gut ausgereifte Protagonisten. Immer wieder kommt es zu kleinen Gedanken von Jack, die ich als Leser miterleben kann, auch wenn er sonst finde ich, recht unnahbar wirkt. Etwas tiefgehender ist es bei der Prinzessin Naima, aus dessen Erzählperspektive ich auch irgendwann immer mal kurze Kapitel lesen darf. Nebencharakter Oz hat mir bei weitem am besten Gefallen und fand ich tatsächlich auch irgendwie greifbarer als die Protagonisten selbst.



Mein abschließendes Fazit
Autor Akram El- Bahay, hat mit England des 19. Jahrhunderts eine schöne und für seine Geschichte passende, Szenerie gewählt. Auch wenn hier viel Witz einfließt und gerade spannende oder vielleicht auch etwas gruslige Szenen abdämmt, hat es mich nach den ersten Kapiteln ein bisschen verloren. Das Gefühl nicht gut voranzukommen in dem Buch und eher ein weniger auf der Stelle zu verbleiben, hat mich etwas frustriert. Zum Ende hin, konnte die Geschichte mich wieder packen und mitreißen, auch wenn ich mir wirklich hier und da ein klein wenig mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte. Die Charaktere sind passend gewählt und erschaffen, auch wenn ihnen meiner Meinung nach etwas an Tiefe fehlt. Die Geschichte rund um das Ministry of Souls hätte für mich noch stärker in den Fokus gerückt werden können. Es hat mich beschäftigt, ich wurde bespaßt, auch wenn ich gerne tiefer getaucht wäre in die Geschichte rund um Jack, Oz und Prinzessin Naima.

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