Ganz unterhaltsam
Pineapple StreetDurch die Werbung auf dem Buchcover, die eine Parallele zu Jane Austen zieht, wurde meine Neugier geweckt. Doch diesem vielversprechenden Vergleich kann ich leider nicht zustimmen – auch wenn die Geschichte ...
Durch die Werbung auf dem Buchcover, die eine Parallele zu Jane Austen zieht, wurde meine Neugier geweckt. Doch diesem vielversprechenden Vergleich kann ich leider nicht zustimmen – auch wenn die Geschichte durchaus unterhaltsam ist. Zwar sind die Protagonisten lebendig gezeichnet, doch sie bleiben seltsam distanziert; es fällt schwer, mit ihren Sorgen mitzufühlen, wenn der größte Konflikt darin besteht, ob das Sommerhaus in den Hamptons verkauft werden soll oder nicht.
Der Roman bewegt sich überwiegend auf einer leichten, unterhaltsamen Ebene, ohne eine tiefere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen oder Klassenunterschieden. Die Handlung ist vorhersehbar, und echte Spannung oder emotionale Tiefe fehlen. Dennoch überzeugt Jenny Jacksons lockerer, flüssiger Schreibstil, der das Lesen angenehm macht.
Insgesamt ist Pineapple Street ein kurzweiliger Roman, der einen interessanten Einblick in das Leben der New Yorker Upperclass gibt – doch wer auf scharfsinnige Gesellschaftskritik oder tiefgründige Charakterstudien hofft, wird enttäuscht.