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Veröffentlicht am 13.05.2025

Machtkämpfe in der Familie

Das Erbe der Karolinger
8

Selten gibt es Romane, die sich mit der Herrscherfamilie der Karolinger befassen, umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe. Nachdem ich lange darauf gewartet hatte, ...

Selten gibt es Romane, die sich mit der Herrscherfamilie der Karolinger befassen, umso mehr habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe. Nachdem ich lange darauf gewartet hatte, wurde ich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist spannend erzählt, hervorragend recherchiert und voller interessanter Einblicke in eine Epoche, über die ich bisher nur wenig wusste. Es war faszinierend, in eine Zeit einzutauchen, die oft nur am Rande historischer Romane behandelt wird.

Der Roman entführt die Leser in die Zeit von Kaiser Ludwig und seinen Söhnen, die sich mit den Herausforderungen der Herrschaft über das Reich auseinandersetzen müssen. Nach und nach entfalten sich die Konflikte um die Machtverteilung, und die politischen sowie familiären Schwierigkeiten werden eindrucksvoll geschildert. Intrigen, Bündnisse und Verrat spielen eine große Rolle, was die Handlung besonders fesselnd macht. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, ihre Motive nachvollziehbar, und ihr Schicksal bewegt den Leser.

Besonders angenehm ist der Schreibstil: Er ist leicht verständlich, aber dennoch atmosphärisch und lebendig. Dadurch fällt es leicht, sich in die Zeit einzufühlen und die Geschehnisse mitzuerleben. Man wird förmlich in die Geschichte hineingezogen und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Trotz der beachtlichen Länge von 800 Seiten wirkt der Roman nie langatmig oder überladen. Stattdessen liest er sich flüssig, und man merkt kaum, wie die Seiten verfliegen. Auch die Gestaltung des Buches überzeugt auf ganzer Linie. Das Cover ist nicht nur optisch ansprechend, sondern passt auch hervorragend zur Erzählung. Zudem gelingt es dem Autor, die Welt des Mittelalters mit all ihren politischen und gesellschaftlichen Facetten lebendig werden zu lassen. Man bekommt ein Gefühl für die damalige Zeit, die Herrschaftsstrukturen und die Herausforderungen, mit denen die Protagonisten konfrontiert sind.

Das Ende ist passend zur Geschichte gewählt und hinterlässt beim Leser einen bleibenden Eindruck. Dennoch könnte man noch viele weitere Kapitel über diese faszinierende Familie schreiben, da ihr Schicksal weit über die im Buch erzählten Ereignisse hinausgeht. Ich bin gespannt, was der Autor als Nächstes veröffentlicht, und hoffe, dass es vielleicht eine Fortsetzung oder ein weiteres Werk über diese spannende Epoche geben wird.

Für alle, die historische Romane mögen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung . Wer sich für das Mittelalter und die Geschichte der Karolinger interessiert, wird an diesem Buch große Freude haben.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 16.01.2025

Eine starke Frau geht ihren Weg- packend erzählt

Die Wächterin von Köln
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Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder ein Buch von Petra Schier zu lesen, da ich schon lange keines mehr von ihr in der Hand hatte. In diesem Roman begleiten wir Elsbeth, eine junge Frau, auf ihrem ...

Ich habe mich gefreut, endlich mal wieder ein Buch von Petra Schier zu lesen, da ich schon lange keines mehr von ihr in der Hand hatte. In diesem Roman begleiten wir Elsbeth, eine junge Frau, auf ihrem Weg zu einer unabhängigen Persönlichkeit. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: einerseits in den Jahren 1396/97 und andererseits viele Jahre später, im Jahr 1423. Dabei erfahren wir, wie aus der naiven, jungen Frau eine mächtige Bordellbesitzerin wird.
Der Schreibstil ist leicht und verständlich, und das Buchcover passt gut zur Geschichte.

Besonders schön fand ich, dass Elsbeth mir bereits aus der Adelina -Reihe bekannt war. Auch viele andere vertraute Gesichter tauchen hier wieder auf, was für mich wie ein kleines Nach-Hause-Kommen war. Der Alltag im Bordell und das Leben im mittelalterlichen Köln werden dabei sehr bildhaft und anschaulich beschrieben, sodass man beim Lesen richtig in diese Zeit eintauchen kann. Der Krimi-Anteil im Buch sorgt dafür, dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es endet, und weil mich die Geschichte um die „Wächterin von Köln“ sehr neugierig gemacht hat. Vieles, was im Buch vorkommt – insbesondere die Mordfälle –, hat mit der Lombarden-Reihe zu tun. Das hat mein Interesse geweckt, und ich möchte diese Bücher nun auch unbedingt lesen. Ich glaube, es wäre hilfreich gewesen, die Lombarden-Reihe vorher zu lesen, doch dieser Roman ist dennoch völlig unabhängig lesbar.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Dabei habe ich viel über das Leben des „unteren Volkes“ im mittelalterlichen Köln gelernt: darüber, wie sie lebten und um ihr Überleben kämpften.

Eine Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane mit Krimi-Anteilen lesen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Petra Schier.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Eine Familiengeschichte zwischen Liebe und Krieg, spannend erzählt.

Woher wir kamen
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Ich habe bereits viele Bücher von Ulrike Schweikert gelesen, und bisher haben mir ihre Werke gut gefallen – insbesondere ihre Mittelalter-Romane. Auch dieses Mal war ich gespannt auf die neue Geschichte. ...

Ich habe bereits viele Bücher von Ulrike Schweikert gelesen, und bisher haben mir ihre Werke gut gefallen – insbesondere ihre Mittelalter-Romane. Auch dieses Mal war ich gespannt auf die neue Geschichte. Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig, zudem gut verständlich. In diesem Roman begleiten wir mehrere Protagonisten, darunter Jane, die ihren Weg als Soldatin im Irak geht und sich später mit den Folgen dieses Einsatzes auseinandersetzen muss. Parallel dazu wird die Vergangenheit von Janes Großeltern in Deutschland erzählt. Die Gefühle und inneren Kämpfe der Protagonisten werden glaubhaft geschildert und Janes Einsatz im Irak mit den physischen und psychischen Anforderungen fand ich spannend. Die Erzählweise aus verschiedenen Perspektiven sorgt für Abwechslung, und die relativ kurzen Kapitel machen das Lesen kurzweilig. Durch die wechselnden Erzählstränge bleibt die Spannung bis zum Ende erhalten. Besonders gelungen fand ich die Zeitsprünge, die zwischen verschiedenen Jahren hin- und herwechseln und nahtlos in die Handlung eingebaut werden, ohne den Lesefluss zu stören. Ein weiterer Aspekt ist die thematische Vielfalt des Romans. Die Autorin greift nicht nur den Irakkrieg auf, sondern widmet sich auch dem oft übersehenen Genozid an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs – ein Thema, das selten in Romanen behandelt wird und mich sehr berührt hat. Auch das Leben in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere in Bezug auf die Kunst- und Kulturszene, war interessant.
Der Roman kann ich empfehlen, die gerne Familiengeschichten mit geheimnisvollen Elementen sowie Geschichten über die Folgen von Krieg lesen.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Abenteuer in der Ferne

La Louisiane
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Das Buch hat mich neugierig gemacht, da ich gerne Bücher lese, die ferne Länder behandeln. Das Buchcover hat mich sofort angesprochen: Es ist kunstvoll gestaltet. In La Louisiane begleiten wir die Schicksale ...

Das Buch hat mich neugierig gemacht, da ich gerne Bücher lese, die ferne Länder behandeln. Das Buchcover hat mich sofort angesprochen: Es ist kunstvoll gestaltet. In La Louisiane begleiten wir die Schicksale von drei Frauen: Charlotte, Pétronille und Geneviève. Jede von ihnen hat ihre eigene Vergangenheit zu bewältigen und möchten in der Neuen Welt einen Neuanfang wagen. Durch die wechselnden Perspektiven der Protagonistinnen erfahren wir, wie es mit ihnen weitergeht. Die Autorin hat die damalige Zeit in Frankreich und die Neue Welt schön und detailreich beschrieben – man hatte das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Der Einstieg ins Buch fiel mir jedoch nicht ganz leicht. Manche Formulierungen wirkten umständlich oder zu verschachtelt, was den Lesefluss bremste. Manchmal war nicht sofort klar, was ein bestimmter Satz bedeutete. Zur Mitte hin wurde es jedoch besser, weil man sich an den Schreibstil gewöhnt hatte, und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit den Frauen weitergeht. In ihrer neuen Heimat, Louisiana, müssen sie einige Schicksalsschläge ertragen und Herausforderungen meistern. Das Buch handelt von Freundschaft, Liebe und der Verbundenheit zwischen den Frauen. Insgesamt hat La Louisiane mich mit seiner dichten, atmosphärischen Erzählweise überzeugt, auch wenn es zu Beginn eine gewisse Geduld erforderte.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Eine spannende Geschichte einer Frau in der Nachkriegszeit

Die Schwarze Gräfin. Geheimnisse an der Eisenstraße
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„Die Schwarze Gräfin“ ist ein historischer Roman, der trotz seiner weniger als 300 Seiten viel Inhalt und Erzählstoff bietet. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, was dazu beiträgt, dass man ...

„Die Schwarze Gräfin“ ist ein historischer Roman, der trotz seiner weniger als 300 Seiten viel Inhalt und Erzählstoff bietet. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich, was dazu beiträgt, dass man das Buch schnell durchliest. Das Cover passt gut zur Geschichte und zur Zeit, in der sie spielt.
Der Roman spielt in der Nachkriegszeit in einem österreichischen Dorf. Wir begleiten Magdalena, die unter ihrem Ehemann leidet. Sie möchte eigentlich ein Luxusleben führen und wäre bereit, dafür alles zu tun. Die Geschichte wird durch die wechselnden Perspektiven der Dorfbewohner und insbesondere durch die in der Ich-Form erzählten Kapitel Magdalenas lebendig und facettenreich.
Es gibt einige Überraschungen und Wendungen im Buch, die ich nicht erwartet habe.
Insgesamt hat mich „Die Schwarze Gräfin“ gut unterhalten. Es ist ein Buch, das nicht nur durch seine düstere Atmosphäre und die komplexen Charaktere besticht, sondern auch durch die gelungene Mischung aus historischem Kontext und schwarzem Humor.
Ich bin gespannt, was uns von der Autorin noch erwartet.

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