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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

Buchiger Spannungsroman

Das Buch der tausend Türen
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Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, ...

Als ich ein paar Seiten in das Buch reingelesen hatte, habe ich mir den Handlungsverlauf völlig anders vorgestellt, als er sich dann letztendlich darstellte. Das Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen, war wie ein buchbezogener Abenteuerroman, teils düster, teils tief bewegend und emotional aufwühlend.

Mit Cassie als Protagonistin habe ich, vor allem gegen Ende des Buches, immer wieder gehadert. Einfach weil sie egoistische Entscheidungen trifft und aus ihren Fehlern nicht zu lernen schien.

Die Szenen während der Jagd auf die Bücher sind teilweise wirklich sehr brutal bis ekelerregend. Hätte es für mein Empfinden nicht gebraucht, trägt aber natürlich gleichzeitig auch zum Spannungspotential der prekären Situationen bei in die sich Cassie und Co immer wieder bugsieren.

Mit den Büchern wird allerlei Schaden verursacht, getäuscht und betrogen. Dadurch wird es stellenweise ab und zu etwas unübersichtlich, aber insgesamt fand ichs stimmig geplottet.
Hat mir insgesamt ganz gut gefallen, wenn auch mit kleinen Schwächen.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Ein Wochenende voller Enthüllungen

Das Wochenende
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Ich mag ja Bücher, die sich darum drehen, dass eine Gruppe von Leuten, die sich vermeintlich gut kennen, herausfindet dass sie alle Geheimnisse bewahren. So eine Art Buch ist das hier, wenn auch ganz anders, ...

Ich mag ja Bücher, die sich darum drehen, dass eine Gruppe von Leuten, die sich vermeintlich gut kennen, herausfindet dass sie alle Geheimnisse bewahren. So eine Art Buch ist das hier, wenn auch ganz anders, als von mir auf Basis des Klappentextes erwartet. Die ersten 2/3 des Buches fand ich richtig stark, die Auflösung ließ mich aber eher ernüchtert zurück.

Am Anfang wird der Leser ganz schön im Dunkeln gelassen, sowohl was den Ablauf des Wochenendes, als auch das eigentliche Verbrechen betrifft. Die Geschichte wechselt zeitlich zwischen einem kontinuierlichen Erzählsprung, der den Verlauf des Wochenendes schildert und einer polizeilichen Befragung am Ende des Wochenendes. Dabei werden allerdings nur wenige Personen befragt und es wird nie klar genannt, worauf genau diese abzielt. Stilistisch fand ich das schon spannend eingefädelt, dass man so wenige Informationen bekommt. Es erzeugt eine subtile Spannung, die mir gut gefallen hat.

Innerhalb der Gruppe kommt es schnell zu Unstimmigkeiten, die einzelne Personen und Konflikte betreffen und es kristallisiert sich schnell eine gewisse Antipathie gegen Dom heraus, der im Zentrum vieler der Spannungen und Geheimnisse zu stehen scheint. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl Flaschen Fährten aufzusitzen und gezielt getäuscht zu werden. Die Autorin spielt hier schon ein bisschen mit der Erwartungshaltung des Lesers.

Die Auflösung am Ende fand ich dann hingegen überdramatisiert und zu dick aufgetragen. Das ging mir irgendwie alles dann doch zu schnell und wollte für mich nicht so recht passen. Das Buch endet dann auch zeitnah nach der Auflösung.

Die Kapitel waren schön kurz und ließen sich angenehm lesen. Insgesamt ist der Plot auch stimmig und hat mich zumindest total in die Irre geführt mit meinen Verdächtigungen. Solider Standalone.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Schwierig

The Grandest Game – Ein Inheritance-Games-Roman
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Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben ...

Ich liebe die Reihe rund um die Hawthorne-Familie und die unerwartete Erbin Avery. Bei diesem Buch handelt es sich aber um eine Auskopplung aus der Originalgeschichte, die sich um den von Avery ins Leben gerufenen Wettstreit dreht. Ich war mir nicht ganz sicher, wo dieses Buch sich zeitlich in Relation zur Reihe bewegt und habe es jetzt nach Band 4 gelesen, was an sich gut passte. Trotzdem hat mich diese Story nicht ganz so gecatcht wie die bisherigen anderen Bände.

Zum Inhalt: ein jährlicher Wettbewerb voller Rätsel und Geheimnisse , ins Leben gerufen von der Erbin des Hawthorne-Vermögens. 3 Einladungen und 4 Wild Cards leiten das neuste Spiel ein. Doch nicht jeder Spieler spielt fair. Und einige verfolgen ganz eigene Ziele.

Der absolute Pluspunkt dieses Buches sind für mich ganz klar die Rätsel. Diese werden toll beschrieben oder sind teilweise sogar abgedruckt, sodass man als Leser ein bisschen mitknobeln kann. An den unterschiedlichen Rätselarten und Räumen hatte ich wirklich meinen Spaß und liebe die vielen kleinen Details und Beschreibungen dieses faszinierenden Ortes.

Die Hawthornes selbst kommen in diesen Buch ziemlich kurz. Allein Grayson hat einen etwas größeren Part. Darin glänzt er aber nicht etwa mit seinem geschulten Rätseltalent, sondern ausgerechnet romantischen Anbahnungen. Grade nach Band 4 weiß ich nicht ob/ wie ich ihm das abkaufe. Müsste jetzt mal noch Band 5 der Reihe lesen, um das besser einordnen zu können, aber so richtig überzeugt hats mich nicht.


Mir fehlte einfach auch der schelmische Charme, den dir Hawthornes bisher versprühten. Die vielen neuen Figuren kommen mit allerlei Hintergrundstory und Verstrickungen daher, die aber kaum Raum im Buch gefunden haben. Das Buch endet tatsächlich auch mitten im Spiel, was ich immer irgendwie unglücklich finde. Ja, Cliffhanger sind beliebt, aber das fand ich hier einfach ungeschickt gewählt, da man nun quasi zwei Reihen im selben Universum parallel liest.

War ok, die Originalreihe gefällt mir aber besser

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Eine beeindruckende Vita

Beate und Serge Klarsfeld: Die Nazijäger
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Ich hatte vorher noch nie von Beate und Serge
Klarsfeld gehört und bin auf das Buch nur gestoßen, da ich es für jemanden als Geschenk organisiert habe und dann selbst neugierig geworden bin. Thematisch ...

Ich hatte vorher noch nie von Beate und Serge
Klarsfeld gehört und bin auf das Buch nur gestoßen, da ich es für jemanden als Geschenk organisiert habe und dann selbst neugierig geworden bin. Thematisch fand ich das super interessant. Ich muss aber sagen, dass das Buch mich so ganz ohne Vorwissen einfach nicht so richtig abgeholt hat.

Ich fand den Zeichenstil sehr kantig, so ganz war das nicht mein Fall, besonders Beate bekam einen schroffen Zug dadurch, den die Bilder im Anhang so nicht erkennen lassen. Die Fotos waren für mich tatsächlich das, was mir mit am besten gefallen hat, eine kleine Chronik des Lebensweges von Beate und Serge.

Auch mit den Zeitsprüngen habe ich mich ein bisschen schwer getan. Sie sind zwar gut erkennbar, da die Farbgebung unterschiedlich ist und die entsprechende Station im Lebensweg von Beate und Serge immer mit aufgeführt ist, aber manchmal fand ich das sehr abgehackt und die jeweiligen Ereignisse zu grob umrissen.

Eine Graphic Novel, die ein gesamtes Leben umfasst, ist auch nicht leicht umsetzbar, das ist mir schon klar. Aber mir hat manchmal einfach das Füllmaterial gefehlt, dass Romane oder auch Biografien so nahbar macht und mich emotional abholt. Denn obwohl ich den Lebensweg des Ehepaares durchaus interessant fand, so habe ich keinen Bezug/ keine Bindung aufbauen können.

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Zwei Bücher, eine Liebesgeschichte

Das Echo vergessener Bücher
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Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt. ...

Ich hatte zwar eine etwas andere Art von Geschichte erwartet, war aber letztendlich positiv überrascht von diesem Buch, das eine dramatische, aber ergreifende Geschichte voller Widrigkeiten in sich birgt.

Zum Inhalt: Buchhändlerin Ashlyn findet in Nachlässen immer mal wieder verborgene Schätze, derer sie sich liebevoll annimmt. Doch als sie in einer Kiste alter Bücher zwei anonyme, scheinbar bisher unveröffentlichte Tagebuchromane findet, bringen diese bei ihr etwas zum klingen. Denn sie schildern scheinbar die zwei Sichtweisen einer tragischen Liebe und Ashlyn setzt alles daran deren Verfasser Belle und Hemd ausfindig zu machen.

Ich mag ja das Stilmittel des Buches im Buch wirklich gerne und so haben mir die Abdrucke der zwei mysteriösen Bücher sehr gut gefallen, die einen Rückblick ins New York Anfang der 40er Jahre bietet. An dieses Switch zwischen Gegenwart und Vergangenheit musste ich mich anfangs etwas gewöhnen, weil ich in den Gegenwarts-Handlungsstrang nicht so richtig gut reingekommen bin und immer am liebsten bis zu den nächsten Buchpassagen vorgeblättert hätte.

An sich verbirgt das Buch sogar zwei Liebesgeschichten, wobei ganz klar die von Belle und Hemi im Fokus steht. Und auch wenn diese reichlich klischeehaft ist, was die Umstände und Dramatik anbelangt, so war sie doch irgendwie so mitreißend, dass ich unbedingt wissen wollte wie sie ausgeht.

Die Gegenwartsgeschichte kam für mein Empfinden zu kurz und blieb blass hinter der Geschichte von Belle und Hemi zurück. Dabei deutet auch die Geschichte rund um Ashlyn einiges an ernsten und wichtigen Themen an, schafft es aber nicht diese zu vertiefen.

Insgesamt mochte ich das Buch ganz gern und würde 3,5 Sterne vergeben.

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