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Veröffentlicht am 18.01.2025

Verhaltener Start, der durch die tollen Charaktere aufgefangen wird

Pure Promise
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Ich liebe die Gestaltung der kompletten Bücher der Reihe, weil man merkt, wieviel Liebe dort hineingeflossen ist. Die Gestaltung wirkt wie ein Parfümflakon, ohne allerdings aufdringlich zu sein, was perfekt ...

Ich liebe die Gestaltung der kompletten Bücher der Reihe, weil man merkt, wieviel Liebe dort hineingeflossen ist. Die Gestaltung wirkt wie ein Parfümflakon, ohne allerdings aufdringlich zu sein, was perfekt zu der Geschichte von Mari und Benedict zu passen scheint.

Ich habe mich nach dem Lesen des ersten Teil durchaus darauf gefreut dieses Buch zu lesen: Marigold Evergreen möchte nach dem Tod ihres Vaters endlich ihren Platz im Familienunternehmen, dem Parfüm-Imperium Evergreen, einnehmen, doch ihr älterer Bruder Odell hält Mari aufgrund ihres Rufs als Party-Prinzessin und ihres Temperaments noch für noch nicht reif genug, um Verantwortung zu übernehmen. Um ein Druckmittel gegen ihren Bruder in der Hand zu haben, bitte Mari den Erben ihres größten Konkurrenten, Benedict Midville, darum, mit ihr eine Fake-Beziehung einzugehen, in der Hoffnung, dass sie ihr einen Platz im Unternehmen anbieten, damit sie ihn verlässt. Wider Erwarten steigt er auf ihren Vorschlag ein und sie muss nun Zeit mit dem notorischen Playboy verbringen. Doch Benedict ist ganz anders, als er in den Schlagzeilen der Zeitung rüberkommt und widerwillig kommt Mari ihm näher als gedacht und Mari muss sich entscheiden, was ihr wichtiger ist, ihre Familie oder ihr Fake-Freund.

Ich habe den ersten Band der Reihe gelesen und obwohl ich ihn mochte, hat er mich nicht begeistert. Das lag vor allem an den Charakteren, zu denen ich nie eine enge Beziehung aufbauen konnte, aber auch an der Art, wie die Geschichte erzählt wurde. Dabei mag ich den Schreibstil von Merit Niemeitz eigentlich sehr gerne. Sie hat eine ruhige, aber sehr poetische Art, eine Geschichte zu erzählen, die perfekt dazu passt, dass sie in der Welt der Düfte spielt. Dadurch braucht man gleichzeitig aber auch eine ganze Zeit, bis man so richtig in der Story ist. Ich habe immer wieder nur wenige Kapitel am Stück gelesen, weil mir einfach der Sog gefehlt hat. Als ich dann aber die Charaktere näher kennengelernt habe, fand ich den behutsamen Aufbau aber anders als im ersten Teil sehr passend und ich hatte das Gefühl, die Protagonisten dadurch besser kennenlernen zu können.

Diese sind es auch, die die Geschichte zu etwas Besonderem machen. Schon im ersten Teil hatte ich das Gefühl, Mari besser zu kennen und zu verstehen als Emmeline, bei der ich fand, dass sie sehr blass blieb. Ich habe ihren Zorn, ihre Enttäuschung, aber auch ihre Leidenschaft für die Firma und für ihre Familie so gut verstehen können. Umso genervter war ich davon, dass Odell seine Schwester immer noch als unzuverlässiges Kind wahrnimmt und ihr nicht zutraut, ihre Rolle bei Evergreen einzunehmen. Vielleicht auch deswegen fand ich ihren Plan, eine Fake-Beziehung mit Benedict einzugehen, zu Beginn ein bisschen seltsam, schließlich zeigt sie ihm dadurch ja nochmal mehr, dass er ihr scheinbar nicht vertrauen kann. Auch wenn ich letztlich verstehen konnte, welche Idee dahinter steckt und auch warum Ben sich darauf einlässt, wirkte es oft ein wenig überstürzt und wenig durchdacht. Ich mochte allerdings die Dynamik zwischen ihr und Benedict so gerne, dass es mich nicht weiter gestört hat. Sie sind ehrlicher zueinander als zu ihren Freunden, auch wenn sie immer wieder versuchen, sich selbst zu überzeugen, dass sie einander nicht mögen und dass es keinesfalls Gefühle abseits von körperlicher Anziehung zwischen ihnen gibt. Ich habe aber nicht nur Mari, sondern auch Ben mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen. Er ist so anders als man zuerst den Eindruck hat und vor allem sein feines Gespür für die Menschen um ihn herum, macht ihn wirklich besonders. Ich habe die Gespräche mit Mari sehr geliebt, weil sie sich nie für ihre Gefühle rechtfertigen muss, er ihre Grenzen immer akzeptiert und lieber einmal mehr nach ihrem Einverständnis fragt, um keine davon aus Versehen zu überschreiten. Dennoch ist ihre Chemie während jeder Szene nahezu explosiv und ich konnte nicht so richtig verstehen, wie sie es geschafft haben, sich einzureden, dass zwischen ihnen nicht mehr ist, als eine geschäftliche Beziehung.

Alles in allem habe ich mich sehr auf Maris Geschichte gefreut, war mir aber unsicher, ob sie mich ähnlich wie der erste Band ein wenig enttäuscht zurücklässt. Dies ist aber zu keinem Zeitpunkt der Fall, vielmehr konterkariert der ruhige, poetische Schreibstil Maris leidenschaftliche Art und sorgt für einen gelungenen Kontrast. Obwohl ich auch bei diesem Buch ein paar Kapitel gebraucht habe, um in die Geschichte zu kommen, habe ich es dann doch vor allem wegen der tollen Charaktere verschlungen. Ich freue mich schon sehr darauf, im März Keatons Story zu lesen, weil ich ihn trotz allem noch immer so ganz durchschauen kann.

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Veröffentlicht am 18.01.2025

Spannender Thriller, der bis zum Schluss fesselt

Die Villa
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Mir gefällt das Cover durchaus gut, weil die Farben des Himmels im Hintergrund der Villa, in der sich ein Großteil der Handlung abspielt, sowohl einen dramatischen Eindruck hinterlassen als auch perfekt ...

Mir gefällt das Cover durchaus gut, weil die Farben des Himmels im Hintergrund der Villa, in der sich ein Großteil der Handlung abspielt, sowohl einen dramatischen Eindruck hinterlassen als auch perfekt zu Marbella als Ort passt. Allerdings habe ich in letzter Zeit viele Bücher mit sehr ähnlichen Covern gesehen, sodass sie zum Teil alle gleich wirken und ich nicht wüsste, ob ich in der Buchhandlung als erstes dazu gegriffen hätte.

Die Story fand ich erstmal vielversprechend, wenn auch wenig aussagekräftig: Drei Jahre nachdem die zukünftige Braut Aoife bei ihrem Junggesellinnenabschied in Marbella starb, kommen die Frauen, mit denen sie damals ein letztes Mal feiern wollte, wieder an dem Ort zusammen, an dem alles begann. Vor allem Dani, die sich nicht mehr daran erinnern kann, wie sie von einem angeblichen Einbrecher angegriffen wurde, will unbedingt herausfinden, was damals geschah. Doch während des Aufenthalts brechen alte Wunden auf und Spannungen zwischen den Frauen vertiefen sich, bis sie sich schließlich die Frage stellen müssen, ob ihre Geheimnisse zu Aoifes Tod beigetragen haben.

Ich weiß gar nicht genau, was ich von dem Buch erwartet habe, aber vielleicht genau deswegen konnte ich mich so schnell auf die Story einlassen. Dazu trägt auch der Schreibstil wesentlich zu bei. Ich mochte, dass er relativ unkompliziert, gleichzeitig aber trotzdem fesselnd und mitreißend war. Dabei gefiel mir gut, dass man neben Danis Perspektive auch immer wieder die der anderen Frauen einnehmen kann. Dadurch taucht man tief in die Geschichte ein und will unbedingt wissen, wie sie letztlich ausgeht.

Ich hatte trotz der fesselnden Story zu Beginn des Buches ein bisschen meine Probleme, so richtig mit den Charakteren warm zu werden. Man hat sehr früh gemerkt, dass keine von ihnen wirklich ehrlich über die Ereignisse in der Villa war und dadurch dass Dani zumindest einen wichtigen Teil der Zeit vergessen hat, war ich mir nie sicher, wem ich trauen konnte. Mit jeder Rückblende und jeder weiteren Perspektive, die man miterleben kann, sind sie mir dann aber doch zumindest zum Teil ans Herz gewachsen. Vor allem Dani mochte ich gerne, weil sie versucht, sich ihren Fehler der Vergangenheit zu stellen, egal was es sie kostet. Ich fand sie dabei oft etwas extrem, aber konnte gleichzeitig auch verstehen, dass sie verzweifelt versucht, die Lücke zu füllen, wie Aoife gestorben ist. Zudem erkennt man mit jedem Kapitel mehr, dass sie ihr immer eine gute Freundin gewesen ist, immer versucht hat, sie zu unterstützen, ihr aber auch sagt, wenn sie falsch liegt, selbst wenn sie es nicht hören will. Die anderen Frauen haben es mir da oft schwerer gemacht, selbst wenn ich Teil ihrer Handlungen durchaus verstehen kann. Ich hatte trotzdem immer wieder Probleme, sie als Personen zu erfassen, was auch daran liegt, dass jede der vier Frauen die drei anderen anders wahrnimmt und man sich immer wieder entscheiden muss, wem man mehr Glauben schenkt.

Der besondere Reiz an der Story ist vermutlich von Anfang an, dass klar ist, dass Aoife nicht von Einbrecher ermordet wurde und man unbedingt herausfinden wollte, wer es denn nun war und was jede der Frauen zu verheimlichen hat. Dadurch und weil die Gegenwart und die Vergangenheit durch Danis Recherche nahezu parallel ablaufen, konnte mich die Geschichte wirklich fesseln.

Alles in allem hat mich das Buch deutlich mehr gefesselt als ich vorher gedacht hätte. Ich bin zwar mit den Charakteren nicht komplett warm geworden, aber die Spannung der Story hat das ausgeglichen, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Unterhaltsamer Schreibstil, aber etwas schleppende Story

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Ich mag das Cover des Buches wirklich gerne, weil es zum einen perfekt zu den anderen Bänden passt und zum anderen in den vielen kleinen Details die Geschichte wunderbar einfängt.

Ich habe bevor ich ...

Ich mag das Cover des Buches wirklich gerne, weil es zum einen perfekt zu den anderen Bänden passt und zum anderen in den vielen kleinen Details die Geschichte wunderbar einfängt.

Ich habe bevor ich dieses Buch angefangen habe, noch einmal die ersten beiden Teile der Reihe gelesen und das war auch gut so, weil dieser letzte Band nahtlos dort anknüpft, wo der vorherige aufgehört hat: Quinn hat sich noch nicht wieder ganz von seinen letzten Abenteuern im Saum erholt, muss sich aber notgedrungen mit seinen Fähigkeiten auseinandersetzen, um seiner Rolle als Auserwählter gerecht zu werden. Währenddessen schafft Mathilda es immer besser, ihm im Schlaf zu folgen und gemeinsam mit Bax den Saum auf ihre Art zu erkunden. Außerdem ist da noch ein Schwarzalben-Orchester, das die beiden gemeinsam mit Johanna und den Mitgliedern einer Geheimorganisation vor der Verfolgung im Saum beschützen und es muss ein Schulball organisiert werden. All das während die Sternentor-Zeremonie unweigerlich näher rückt, bei der die Welt entweder gerettet wird oder untergeht, zumindest wenn man den verschiedenen Prophezeiungen Glauben schenkt. Quinn nimmt das Ganze nicht so ernst, gab es doch im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Auserwählte, die alle nichts bewegen konnten, doch dann gerät Mathilda in Gefahr und plötzlich scheint nicht nur das Wohl der Welt in seiner Hand zu liegen.

Ich liebe den Schreibstil von Kerstin Gier, weil sie es immer schafft, mich in eine Geschichte zu ziehen und mich grandios zu unterhalten. Dies ist mit Abstrichen auch bei diesem Buch der Fall. Zwar hat es mich wieder einmal gut unterhalten und ich musste an der ein oder anderen Stelle laut lachen, aber ich habe gleichermaßen auch wirklich gebraucht, um in die Geschichte zu finden, obwohl ich die ersten Bände der Reihe direkt vorher gelesen hatte. Das liegt auch ein bisschen daran, dass ich mich nie so richtig in die Welt einfinden konnte. Mir ging es ebenso wie Quinn, der bis zum Schluss des Buches viele der Regeln des Saums nicht begreift und es ihn auch schlicht nicht interessiert. Ich hatte die ganze Reihe über meine Probleme, mir den Saum vorzustellen und seine Gesetze in aller Vollständigkeit zu greifen. Dadurch war es für mich jedes Mal wieder eine Herausforderung, zu verstehen, was genau gerade passiert. Diese Probleme hatte ich bei den vorherigen Reihen von Kerstin Gier nie und ich lese sie auch heute noch unglaublich gerne, es mag dennoch sein, dass ich von Anfang an, zu hohe Ansprüche an die Bücher gestellt habe, die dann dafür gesorgt haben, dass ich mich mit dem Lesen hin und wieder ein bisschen schwer getan habe.

Dabei mochte ich die Charaktere und habe vor allem Mathilda und Quinn immer mehr ins Herz geschlossen. Zwar fand ich seinen Beschützerinstinkt mitunter wirklich nervig, weil er Mathilda nicht zutraut, selbst klarzukommen und das obwohl sie diejenige ist, die die Zusammenhänge im Saum deutlich besser und schneller begreift als er es tut. Dennoch merkt man, wie sehr sie sich sowohl als Individuen als auch als Paar weiterentwickeln und den jeweils anderen so beginnen zu akzeptieren, wie er ist. Auch wenn das ein wenig gebraucht hat, mochte ich diese Dynamik deutlich lieber als in den vorherigen Teilen, weil sie ehrlicher zueinander sind und auch Konflikte offener austragen. Auch die Nebencharaktere spielen in diesem Band eine größere Rolle, fast schon widerwillig habe ich Johanna mehr und mehr liebgewonnen. Ja, sie bleibt manipulativ und oft rücksichtslos, aber sie setzt sich gleichzeitig für die Dinge ein, die ihr wichtig sind und man erkennt, dass sie mit den richtigen Menschen um sich herum durchaus fähig dazu ist, das Richtige zu tun.

Die Story fand ich tatsächlich auch in diesem Band ein bisschen zu wenig. Ich fand zwar gewisse Teile durchaus gelungen und spannend, aber grundsätzlich gab es für mich zu wenig davon, sodass ich selten den Drang verspürt habe, unbedingt weiterlesen zu wollen. Das kenne ich sonst nicht von den Büchern von Kerstin Gier, die ich oft an einem oder zwei Tagen nahezu verschlungen habe.

Alles in allem mochte ich das Buch, vor allem wegen des tollen Schreibstils, begeistern, konnte es mich aber nicht. Dazu blieb mir auch hier die fantastische Welt zu schwer greifbar, zu oberflächlich und der Plot manchmal ein wenig zu flach. Dennoch hat mich das zumeist recht gut unterhalten, auch weil ich die Charaktere während der kompletten Reihe ins Herz geschlossen und ihnen ein Happy End gewünscht habe.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Tolle Charaktere, aber etwas langatmig

In Case We Dare
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Ich mag auch das Cover des zweiten Buches der Reihe wirklich gerne. Mir gefällt, dass es wie eine Akte wirkt und somit das Setting des Romans perfekt einfängt, ohne dabei zu viel zu verraten. Zudem passt ...

Ich mag auch das Cover des zweiten Buches der Reihe wirklich gerne. Mir gefällt, dass es wie eine Akte wirkt und somit das Setting des Romans perfekt einfängt, ohne dabei zu viel zu verraten. Zudem passt es dadurch perfekt zum ersten Band und unterscheidet sich vor allem durch die Farbe.

Die Story klingt ebenfalls sehr vielversprechend: Laurel Bennett arbeitet als Associate in der berühmten Kanzlei Gold, Bright & Partner unter dem schwierigen Alastair Bright, der ihre Anmerkungen regelmäßig übergeht. Doch dann wird sie von einem auf den anderen Tag Aaron Bates als Unterstützung bei einem anspruchsvollen Mordfall zur Seite gestellt und das nachdem sie ihm auf einer Firmenfeier ihr Getränk über den Anzug geschüttet hat. Widerwillig muss sie erkennen, dass der arrogante Aaron ein brillanter Anwalt ist und viel mehr hinter seinem attraktiven Gesicht steckt, während sie einander näher kommen. Doch beide haben Geheimnisse, die der andere niemals erfahren darf.

Ich mochte den ersten Teil der Reihe durchaus gerne, auch wenn er mich nicht restlos begeistern konnte. Ich wollte aber mehr über Laurel und Aaron erfahren, sodass ich diesen Teil unbedingt lesen wollte und es hat mich zum Glück nicht enttäuscht. Der Schreibstil gefiel mir auch etwas besser als das noch beim ersten Teil der Fall war, weil er es einfach viel schneller schafft, eine Spannung zu erzeugen, die dafür sorgt, dass ich das Buch unbedingt weiterlesen wollte. Allerdings finde ich auch dieses Buch an manchen Stelle ein wenig langatmig.

Laurel kannte ich schon aus dem ersten Teil und habe sie in diesem Buch schnell ins Herz geschlossen. Ich fand es sehr bewundernswert, wie sehr sie für sich selbst und ihre Schwester einsteht und sich nicht viel gefallen lässt, selbst wenn es manchmal der einfachere Weg wäre, anderen nicht zu widersprechen. Man merkt aber auch, wie hart sie sich erarbeiten musste, dort zu sein, wo sie sich gerade befindet. Etwas, was sie Aaron unbewusst vor allem zu Beginn immer wieder vorwirft, dass er dies nicht tun musste. Auch deswegen waren ihre Wortgefechte so unterhaltsam. Laurel lässt sich weder davon einschüchtern, dass Aaron als eine Art Wunderkind gilt noch davon, dass er ihr Chef ist. Ich habe die Wortgefechte zwischen den beiden wirklich genossen, weil sie so unterhaltsam waren, aber auch immer auf Augenhöhe bleiben. Aaron ist Laurel gegenüber immer sehr respekt- und rücksichtsvoll, ohne ihr aber alles durchgehen zu lassen. Er hat wirklich mein Herz dadurch gewonnen, dass er so aufmerksam Laurel gegenüber ist, sie nie einfach so berührt und ihr dennoch kontra gibt und ihr dennoch immer zutraut, sich als Anwältin durchzusetzen. Ich mochte genau dieses Verhältnis der beiden zueinander unglaublich gerne, weil es dazu führt, dass beide besser in ihrem Beruf werden, aber auch miteinander wachsen.

Die Story gefiel mir ebenfalls gut, ich mochte, dass man diesmal deutlich näher an dem Fall dran war, man konnte Laurel und Adam dabei begleiten, wie sie ihre Mandantin im Gefängnis besuchen, versuchen, sie auf Kaution dort hinaus zu holen und herauszufinden, was wirklich passiert ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Fall allgemein recht spannend fand, aber ich hatte hier zumeist deutlich mehr das Gefühl, bei den Ermittlungen und Nachforschungen dabei sein zu können.

Alles in allem gefiel mir der zweite Teil der Reihe deutlich besser als der erste, auch wenn er ebenso manchmal ein wenig langatmig war. Ich mochte aber Laurel und Aarons Geschichte unglaublich gerne und auch ihr gemeinsamer Fall konnte mich fesseln. Den dritten Teil werde ich vermutlich auch lesen wollen, schon allein weil ich wissen will, was damals mit Nora und Jude passiert ist.

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Veröffentlicht am 15.12.2024

Angenehmes Buch zur Entspannung

Disney - Malen nach Zahlen: Classics
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Das Cover des Buches passt ziemlich gut zum Thema, weil man zum einen dort schon erkennen kann, wie das Malen nach Zahlen hier aussieht und zum anderen gibt die Szene aus König der Löwen schon einen guten ...

Das Cover des Buches passt ziemlich gut zum Thema, weil man zum einen dort schon erkennen kann, wie das Malen nach Zahlen hier aussieht und zum anderen gibt die Szene aus König der Löwen schon einen guten Einblick auf die Arten der Bilder, die man ausmalen kann.

Ich war ein bisschen skeptisch, ob mir ein Malbuch gefallen würde oder ob ich nicht ein bisschen zu alt dafür bin. Da ich gleichzeitig aber auch genau weiß, dass ich zwischendurch einen Ausgleich brauche, bei dem ich zwar kreativ sein kann, aber nicht direkt selbst etwas kreieren muss, kam mir dieses Buch wie eine gute Alternative zum klassischen Malen nach Zahlen Bildern vor.

Zum Glück wurde ich auch nicht enttäuscht, auch wenn ich mir direkt beim ersten Bild schon genau überlegen musste, welche Farben ich denn überhaupt verwenden kann. Ich muss zugeben, dass ich mir gar keine Gedanken darüber gemacht habe, wie viele verschiedene Farbtöne ich für einzelne Bilder brauchen könnte und musste dementsprechend schon bei einigen der Bilder ein bisschen improvisieren. Wenn ich jetzt doch häufiger in diesem Buch Malen nach Zahlen machen würde, würde ich mir vielleicht doch noch mehr Buntstifte kaufen wollen, einfach weil der Effekt bei manchen Bildern sonst nicht so sichtbar ist. Zudem gefällt mir gut, dass die Vorlagen zu den Bildern am Ende des Buches zu sehen sind. So kann man sich überraschen lassen oder raten, um was es sich handelt, während man malt, wenn man aber das Gefühl hat, dass man doch wissen muss, welche Farben was abbilden oder wie das Bild am Ende aussieht, kann man dort nachschauen. Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist vielleicht, dass das Thema dieser Bilder die bekanntesten Szenen des Disney-Universums abbilden soll, oft aber vor allem die Charaktere ohne viel anderen Kontext zu sehen sind. Wahrscheinlich ist die Umsetzung von aufwendigen Szenen mit einer begrenzten Anzahl an Farben ein wenig schwierig, aber hin und wieder hätte ich eine Szene wie die auf dem Titelbild einer detaillierten Abbildung des Gesichts einer Person oder eines Tieres vorgezogen.

Alles in allem mag ich das Buch wirklich gerne, weil man ganz entspannt malen kann, während man einen Film guckt oder ein Hörbuch hört und man nicht groß darüber nachdenken muss, was man gerade tut. Tendenziell mochte ich auch die Motive recht gerne, hätte mir hin und wieder aber ein bisschen Abwechslung bei den Szenen gewünscht. Ich denke allerdings, dass ich mir vielleicht auch noch andere Bücher kaufen werde, dann aber nur zusammen mit einer größeren Auswahl an Buntstiften.

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