Anonymer Hass
Was wir nicht kommen sahenAls die 18jährige Ada sich abends von ihren Eltern verabschiedet, um zu ihrer Freundin zu fahren und dort zu übernachten, ahnen diese nicht, dass sie ihre Tochter nicht lebend wiedersehen werden. Die Nachricht ...
Als die 18jährige Ada sich abends von ihren Eltern verabschiedet, um zu ihrer Freundin zu fahren und dort zu übernachten, ahnen diese nicht, dass sie ihre Tochter nicht lebend wiedersehen werden. Die Nachricht der Polizei, dass Ada von einer Brücke gesprungen ist,um ihr Leben zu beenden, trifft sie völlig ahnungslos. In den nachfolgenden Kapiteln wird nun im Wechsel aus der Sicht von Ada ,ihrer Mutter Jenny und einer sogenannten Anonymität berichtet,welche in wechselnden Personen in Erscheinung tritt.
Die verschiedenen Ereignisse,die Adas Suizid voraus gingen, werden eingehend beleuchtet. Ihre Eltern gehen unterschiedlich mit dem Verlust um. Während ihr Vater sich zurückzieht und einsam trauert, versucht ihre Mutter Antworten auf die Frage nach dem Warum zu finden.
Die Licht- und Schattenseiten des Internets,speziell der stetig wachsende Hass ,der sich in der Anonymität dieses Mediums verbreitet,wird eingehend erläutert.Die Autorin legt den Finger ganz tief in die Wunde ,rüttelt auf und fordert die Gesellschaft zum Handeln auf.
Auch wenn das Buch streckenweise durch die Vielzahl der Themen etwas überladen war,kann ich es wärmstens empfehlen.