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Veröffentlicht am 28.01.2025

Liebe und Tod

Die Farben der Revolution. Éléonore und Robespierre
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Die junge Malerin Éléore Duplay und Maximilian Robespierre begegnen sich im Jahre 1791 nach einer dramatischen Demonstration auf dem Marsfeld,einem geschichtsträchtigen Ort, bei dem sie nur knapp einem ...

Die junge Malerin Éléore Duplay und Maximilian Robespierre begegnen sich im Jahre 1791 nach einer dramatischen Demonstration auf dem Marsfeld,einem geschichtsträchtigen Ort, bei dem sie nur knapp einem Blutbad entgeht.Diese Begegnung verändert das Leben von Éléonore ,die sich,obwohl bereits einem Mann versprochen, von Grund auf.Während die junge Malerin leidenschaftlich für die Rechte der Frauen kämpft, versucht Robespierre, den Traum von einer freien Republik zu verwirklichen. Auf diesem Weg verlieben Sie sich mehr und mehr ineinander, wird diese Liebe Erfüllung finden?

Meine Meinung:

Die Autorin hat die Liebesgeschichte der beiden starken Persönlichkeiten ,auf eine beeindruckende Weise mit den Geschehnissen rund um die französische Revolution verbunden.Die Ziele und Widerstände der Revolutionäre,welche konträr zur politischen Meinung verlaufen ,wurden bildlich genau dargestellt.

Ich muß gestehen,dass ich bisher wenig über diese Zeit wußte,das hat sich durch dieses Buch geändert.Man merkt dem Roman die Leidenschaft,mit welcher sich die Autorin diesem Thema gewidmet hat,sehr deutlich an.Die ausführliche Recherche ist deutlich spürbar.Ein Roman,in welchem reale und fiktive Personen auf geschickte und spannende Art miteinander verbunden werden,wodurch anspruchsv Unterhaltung geboten wird.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Ein Debütroman der begeistert

Middletide. Was die Gezeiten verbergen
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Elijah hat als junger Mann seine Heimat verlassen,um sich seinen Traum,Schriftsteller zu werden,zu erfüllen.Das Versprechen in vier Jahren zurückzukommen,was er seiner großen Liebe Nakita einst gegeben ...

Elijah hat als junger Mann seine Heimat verlassen,um sich seinen Traum,Schriftsteller zu werden,zu erfüllen.Das Versprechen in vier Jahren zurückzukommen,was er seiner großen Liebe Nakita einst gegeben hat,wurde von ihm nicht eingehalten,sein erster Roman wurde ein Flop. Von Schuldgefühlen geplagt kehrt er an den Ort seiner Kindheit zurück und zieht in die alte Hütte, seines inzwischen verstorbenen Vaters.Er lebt als Einsiedler,sein einziger Kontakt ist Chitto,ein Freund seines Vaters.Bei seiner Begegnung mit Nakita scheint es nicht möglich,an die alte Beziehung anzuknüpfen.Da tritt die junge und attraktive Ärztin Erin in sein Leben,eine Begegnung,die sein Leben völlig verändern wird.Als Erin kurze Zeit später ermordet aufgefunden wird, deutet alles auf Elijah als Mörder hin,wie der Ablauf genauso war,wie er es in seinem Roman beschrieben hatte.

Meine Meinung:

Nachdem es im Prolog um die jugendliche Liebe zwischen Nakita und Elijah und das gegebene Versprechen ging,wird die Geschichte im folgenden im ständigen Zeitwechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart erzählt.Einerseits hat das die Spannung zusätzlich erhöht, andererseits war ich dadurch auch oft verwirrt, obwohl die einzelnen Abschnitte immer mit der entsprechenden Jahreszahl gekennzeichnet waren.Durch die detaillierte Bechreibung der einzelnen Personen,hatte ich sofort klare Bilder im Kopf .

Der gelunge Mix der verschiedenen Themen wie Schuld,Vergebung,Scheitern,Landschaftsbeschreibungen und der äußerst raffinierten Krimihandlung führten zusammen mit dem emotionalen Schreibstil dazu,dass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.

Die Autorin wird in Zukunft an diesem sehr gelungenen Debüt gemessen werden.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Historie erlebbar gemacht

Die Wächterin von Köln
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In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin nach Köln im Jahre 1396 und 1424.Im Mittelpunkt steht Elsbeth,die man von einer jungen Hübschlerin bis zur angesehenen Wirtin eines Bordells begleitet.Als ...

In ihrem neuen Roman entführt uns die Autorin nach Köln im Jahre 1396 und 1424.Im Mittelpunkt steht Elsbeth,die man von einer jungen Hübschlerin bis zur angesehenen Wirtin eines Bordells begleitet.Als die sechzehnjährige Elsbeth unter der strengen Wirtin Berta ihre Tätigkeit beginnt,gerät sie unter Mordverdacht ,als einer ihrer Freier vergiftet wird.Ihr Halbbruder bewahrt sie vor dem Galgen und ist bald darauf das nächste Opfer.Als sie mit dem jungen Henker Johannes in Kontakt kommt,ist dieser zunächst nicht begeistert von ihren,in seinen Augen ,überzogenen Forderungen.

Wie in ihren anderen Romanen führt die Autorin mit Leichtigkeit durch einen spannenden historischen Roman,der eine breite Palette an Themen beinhaltet.Ihr fundiertes Wissen, die genaue Recherche und der empathische Schreibstil,machen das Buch zu etwas Besonderem.Mir gefiel es gut ,dass einige Personen aus ihren anderen historischen Büchern,hier einen erneuten Auftritt hatten.

Neben einem spannenden Kriminalfall,erhielt man tiefe Einblicke in das harte Leben der Hübschlerinnen,sowie die Machenschaften der Obrigkeit,wo natürlich auch die Kirche eine nicht unerhebliche Rolle spielte.Die eingebettete Liebesgeschichte rundete das Buch auf, angenehme Weise ab.

Ich bin gerne für eine Zeit in die Vergangenheit abgetaucht und vergebe fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Zeitgeschichte erlebbar gemacht

Die Schwestern von Krakau
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Als Simon Mercier kurz vor seinem Tod in Paris ,neue Erkenntnisse über seine familiäre Abstammung erhält,die einen lange gehegten Verdacht festigen,bittet er seine Tochter Édith um ein Treffen,um sich ...

Als Simon Mercier kurz vor seinem Tod in Paris ,neue Erkenntnisse über seine familiäre Abstammung erhält,die einen lange gehegten Verdacht festigen,bittet er seine Tochter Édith um ein Treffen,um sich mit ihr zu besprechen. Leider kommt dieses Treffen nicht mehr zustande,worüber Édith sich große Vorwürfe macht. In seinem Nachlass findet sie mehrere Notizzettel und unter anderem eine deutsche Telefonnummer. Als sie die Nummer wählt, erfährt sie von der Existenz ihrer Großcousine Tatjana,die mit ihrer Familie in der Nähe von Stuttgart wohnt.Die beiden Frauen nehmen Kontakt auf und erfahren, dass sie polnische Wurzeln haben. Beide beschließen, weitere Nachforschungen in der Familiengeschichte anzustrengen.Tatjana reist nach Krakau und erfährt Stück für Stück Details aus einer ungewöhnlichen Geschichte,die viele Geheimnisse beinhaltet.Währenddessen versucht Édith ihrer hochbetagten Tante Details zu entlocken,wozu diese aber erst mit großer Verzögerung bereit ist.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und beginnt in der Vergangenheit im Jahre 1941,sowie in der Gegenwart 2017.

Die Autorin hat ein zeitgeschichtlich sehr wertvolles Buch,was mehrere große, reale Themen wie die Besetzung Polens durch die Nazis,die Deportation der Juden,die Aktivitäten der Widerstandskämpfer und einiges mehr ,in eine fiktive Familiengeschichte eingebettet,was ihr erneut sehr gut gelungen ist.Die einzelnen Abschnitte wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sind aufgrund der Jahreszahlen, jederzeit gut einzuordnen, so dass sich ein durchgehender Lesefluss ergibt.Durch den präzIsen und gleichzeitig emotionalen Schreibstil wurden mir die einzelnen Personen sehr nahe gebracht.Ich erlebte ein durchgehendes Wechselbad der Gefühle und habe das Buch mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Seite gelegt.

Was ich auch noch als wertvoll erwähnen möchte,sind die Namensverzeichnisse der realen und fiktiven Personen.

Das Buch wird mich gedanklich noch etwas begleiten und ist mein erstes Lesehighlight in diesem Jahr.

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Veröffentlicht am 04.01.2025

Ein Café mit Geschichte

Café Hawelka
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Klappentext übernommen :

Wien, 1968: Das trubelige Café Hawelka mit seinen illustren Gästen ist schon immer das zweite Wohnzimmer der 22-jährigen Jutta und ihrer Mutter Else. Nie haben sie darüber gesprochen, ...

Klappentext übernommen :

Wien, 1968: Das trubelige Café Hawelka mit seinen illustren Gästen ist schon immer das zweite Wohnzimmer der 22-jährigen Jutta und ihrer Mutter Else. Nie haben sie darüber gesprochen, wie es dazu kam. Als Jutta für ihre bevorstehende Hochzeit alte Familiendokumente einsehen will, weicht Else ihr aus. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an das Jahr 1945 im ausgebombten Wien, als Else bei Josefine Hawelka Zuflucht fand. Und an ihren Vater, der seine Kinder damals im Stich ließ. Else sollte endlich mit ihrer Tochter sprechen – doch die ganze Wahrheit kennt auch sie noch nicht …

Meine Meinung:

Die Geschichte,welche auf zwei Zeitebenen erzählt wird,hat mich von Beginn an,in ihren Bann gezogen.Das im Mittelpunkt stehende Café existiert bis heute ,die Personen und die Handlung sind fiktiv,es könnte aber durchaus so stattgefunden haben.

Der besondere Schreibstil der Autorin sprach alle meine Sinne an.Ich hatte nicht nur deutliche Bilder der Protagonisten und der Atmosphäre des Cafés vor Augen,sondern auch den speziellen Duft des Kaffees in der Nase.

Sie nahm sich Zeit dafür,den geschichtlichen Hintergrund zu beschreiben und ebenso die Gedanken und Gefühle der handelnden Personen darzulegen.Zwar beschönigte sie nichts ,legte den Finger ganz tief in die Wunde,zeigte aber auch ,dass es nicht nur schwarz und weiß gibt,sondern viele Nuancen dazwischen.

Ich vergebe fünf Sterne und eine Leseempfehlung.

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