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Veröffentlicht am 20.01.2025

Reise in einem Zug

In einem Zug
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Eine ganz normale Zugfahrt wird zu einem interessanten Kammerstück zwischen zwei Fremden.
Der Autor Eduard Brünhofer fährt von Wien nach München. Die Therapeutin Catrin Meyr, die das gleiche Ziel hat, ...

Eine ganz normale Zugfahrt wird zu einem interessanten Kammerstück zwischen zwei Fremden.
Der Autor Eduard Brünhofer fährt von Wien nach München. Die Therapeutin Catrin Meyr, die das gleiche Ziel hat, verwickelt ihn bald in ein Gespräch. Und unerwartet für ihn, wird es bald sehr persönlich und intensiv, denn Catrin versteht ihr Handwerk und entlockt dem Mitreisenden so einiges über dessen Leben und Lieben und seine Einstellung zu den Dingen.

Die Geschichte liest sich leicht und schnell. Mir hat sehr gefallen, dass der Großteil der Handlung durch einen Dialog bestritten wird. Dieser ist durchaus glaubwürdig und hat ein paar schöne Klugheiten, die die Leserschaft im Kopf ein bisschen hin und her drehen kann. Ich hatte das Gefühl, die gleichmäßigen Fahrtgeräusche im Hintergrund zu hören, während die beiden Raum und Zeit vergessen und sich einem fremden Menschen öffnen.

Das Buch lebt von Gedanken und Worten. Ich kann es mir wunderbar als Theaterstück vorstellen und habe es auch mit dieser Vorgabe gelesen. Unterhaltsam.

Veröffentlicht am 10.01.2025

schöne Fantasy-Liebesgeschichte

Married into Magic: Deal with the Elf King
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Dieses Buch könnte etwas sein für jüngere LeserINNen, die es nicht ZU blutig und eher blumig mögen. Außerdem gibt es die reale Welt und die magische. Es ist also ein Buch, in dem reale Menschen in eine ...

Dieses Buch könnte etwas sein für jüngere LeserINNen, die es nicht ZU blutig und eher blumig mögen. Außerdem gibt es die reale Welt und die magische. Es ist also ein Buch, in dem reale Menschen in eine phantastische Welt gelangen und sich dann mit den dortigen Gegebenheiten auseinandersetzen müssen. Dabei ist die Sprache warmherzig und zart und die Darsteller bekommen Raum sich zu entwickeln. Vor allem der Held der Geschichte stellt sich erst als wenig sympathisch dar und gewinnt erst nach und nach das Herz der Leserschaft. Das mochte ich.

Eine Fantasygeschichte, die ruhig erzählt wird und deren Dramatik eher in den Gefühlen der Protagonisten ausgedrückt wird. Die Liebesgeschichte ist durchaus wichtig für die Handlung und das Ende kommt ohne große Cliffhanger aus. Also eine in sich abgeschlossene Story in einer neuen magischen Welt.

Veröffentlicht am 01.12.2024

berührend ehrlich

Dem Sturm entgegen
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Eines Nachts findet die Arztin Enya auf der Straße einen Teenager und rettet ihm das Leben. Dieses Erlebnis ist der letzte Stein, der ihr nervliches Fass zum Überlaufen bringt. Sie verlässt ihre Familie ...

Eines Nachts findet die Arztin Enya auf der Straße einen Teenager und rettet ihm das Leben. Dieses Erlebnis ist der letzte Stein, der ihr nervliches Fass zum Überlaufen bringt. Sie verlässt ihre Familie um sich endlich den eigenen Dämonen zu stellen, die sie seit einem Schicksalsschlag peinigen. Sie flieht aufs Land und arbeitet dort als Ärzten weiter. Aber vor seinem Inneren kann man nicht auf ewig davonlaufen. Und vor ihrer Familie, die nicht versteht was los ist, auch nicht.

Endlich mal wieder ein Roman von Cecelia Ahern der mir gut gefallen hat. Die Darstellerin fand ich schnell sympathisch und wollte unbedingt wissen, was ihr passiert ist. Man kann ihre Verzweiflung und ihre Ängste nachvollziehen und ihre emotionale Entwicklung und Heilung liest sich plausibel. Die Art, wie die Autorin hier erzählt ist klug und schnörkellos ehrlich.

Veröffentlicht am 01.12.2024

ungewöhnlich

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Auch wenn das wundervolle Cover und der Klappentext mit dem Drachen-Hinweis vermuten lassen, dass es sich um ein Fantasybuch handelt, so hatte ich doch von Anfang an eine andere Vorstellung, worum es in ...

Auch wenn das wundervolle Cover und der Klappentext mit dem Drachen-Hinweis vermuten lassen, dass es sich um ein Fantasybuch handelt, so hatte ich doch von Anfang an eine andere Vorstellung, worum es in diesem Roman geht und am Ende fand ich die meisten meiner Vermutungen bestätigt. Also gleich vorneweg. Die Drachensache ist eigentlich mehr eine Metapher und der oberflächliche Fantasyeffekt spielt nur eine untergeordnete Rolle, denn eigentlich geht es um die Stellung der Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft und wie eine Möglichkeit auszubrechen von den Frauen auf ganz eigene Art genutzt wird.

Die Idee des Buches hat mir einfach gefallen und auch der Erzählstil war so ganz meines. Klug und mit Freude daran, die Personen auszuarbeiten und dem Leser empathisch näher zu bringen. Und nicht nur die Frauen sondern auch die Männer.

Eine Geschichte auf die man sich einlassen muss und die man ein wenig auf sich wirken lassen sollte, bevor man sich ein Urteil bildet. Mal etwas anders und neu. Das fand ich gut.

Veröffentlicht am 04.10.2024

Einsamkeit

Akikos stilles Glück
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Akiko ist auf der Suche nach dem Glück. Sie lebt als Single in Tokio und führt ein stilles Leben mit wenigen Freunden und wenig Familie. Diese Reduktion ihrer sozialen Kontakte ist eigentlich selbst gewählt ...

Akiko ist auf der Suche nach dem Glück. Sie lebt als Single in Tokio und führt ein stilles Leben mit wenigen Freunden und wenig Familie. Diese Reduktion ihrer sozialen Kontakte ist eigentlich selbst gewählt aber nach Gesprächen mit einem jungen Mann und ihrer besten Freundin hinterfragt Akiko recht schnell, ob ihre Einsamkeit wirklich die Lebensform ist, die sie leben möchte und was ihr wirklich wichtig ist.

Sendker wurde über die Jahre immer philosophischer und esotherischer in seinen Geschichten. Das meine ich gar nicht negativ muss man aber mögen. Das Buch ist deshalb sehr leise und mit einer Spur von Melancholie und Traurigkeit und kommt ohne große Spannungsmomente aus.

Ich fand es interessant zu lesen, wie Japaner und im speziellen junge Menschen so ticken. Von Akiko mal abgesehen gibt es eine Figur, die nur nachts die Wohnung verlässt und eine, die sich selber heiraten will. Also viele Formen, mit der eigenen Einsamkeit und den eigenen Ängsten klar zu kommen. Am Ende hat die Geschichte aber deutlich optimistische und lebensbejahende Tendenzen. Das fand ich wichtig und gut.