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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2025

Tolle Charaktere

The Serpent and the Wolf
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Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht. Schon auf den ersten Seiten bekam man sehr viele Informationen über die Fantasy-Welt und die bisherigen Vorkommnisse, was mir etwas viel auf einmal war, ...

Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht leicht. Schon auf den ersten Seiten bekam man sehr viele Informationen über die Fantasy-Welt und die bisherigen Vorkommnisse, was mir etwas viel auf einmal war, sodass ich etwas brauchte um durchzusteigen. Auch zwischendurch fiel es mir manchmal schwer den Verbindungen zwischen den einzelnen Territorien und den politischen Plänen zu folgen.

Die Charaktere haben mir dafür richtig gut gefallen. Reid war mir sehr schnell sympathisch. Ich mochte seine kleinen Sticheleien und dass er bedacht darauf ist nichts zu tun, was Vaasa nicht möchte. Bei Vaasa brauchte ich etwas, um mit ihr warm zu werden, aber schnell mochte ich ihre Sturheit und ihr Selbstbewusstsein. Im Buch macht sie eine tolle Entwicklung durch. Die Machtkämpfe und Sticheleien zwischen den beiden waren immer wieder amüsant und die Szenen der beiden habe ich immer gerne gelesen.

Mit der Wendung im Buch habe ich absolut nicht gerechnet und auch das Ende war sehr spannend. So hätte ich mir gerne das ganze Buch gewünscht. Die letzten 100 Seiten haben auf jeden Fall noch einiges rausgerissen.

Insgesamt ist das Buch aber trotz seiner tollen Charaktere abgesehen von den letzten 100 Seiten unter meinen Erwartungen geblieben. Die letzten Seiten waren wirklich gut und sorgen auch dafür, dass ich den nächsten Teil lesen werde. Daher gebe ich 3,5 Sterne die ich auf 4 Sterne aufrunde.

Veröffentlicht am 04.03.2025

Eine Reise nach Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Kurz zum Inhalt: Inez Eltern reisen regelmäßig zu Ausgrabungen nach Ägypten. Als Inez dann einen Brief ihres Onkels erhält, der ihr mitteilt, dass ihre Eltern verschwunden sind und er vermutet, dass sie ...

Kurz zum Inhalt: Inez Eltern reisen regelmäßig zu Ausgrabungen nach Ägypten. Als Inez dann einen Brief ihres Onkels erhält, der ihr mitteilt, dass ihre Eltern verschwunden sind und er vermutet, dass sie tot sind, reist Inez alleine nach Ägypten um mehr über das Verschwinden der Eltern zu erfahren.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte war spannend, hatte aber leider einige Längen für mich, was sich aber ab Mitte des Buches besserte. Die von Magie berührten Gegenstände fand ich sehr kreativ. Leider sind diese Gegenstände in der Welt selten und werden daher verständlicherweise auch nicht oft erwähnt. Die Charaktere haben mir gut gefallen. Man erfährt viel über Inez und kann nachfühlen, wie es ihr gehen muss. Dass ihre Eltern sie immer zurückgelassen haben, um nach Ägypten zu reisen war schwer für sie, doch wahrscheinlich ist auch deswegen aus ihr eine selbstbewusste und starke Frau geworden, die sich nichts sagen lässt. Über Whit weiß man lange Zeit nicht viel und er kommt erstmal sehr mürrisch rüber. Ich mochte die Neckereien und kleinen Machtkämpfe zwischen Inez und Whit. Trotzdem fiel es mir anfangs schwer die Verbindung der beiden nachzufühlen, was sich aber gegen Ende des Buches änderte. Nach dem Epilog bin ich sehr gespannt auf den zweiten Teil und freue mich darauf ihn zu lesen.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Die Nachwirkungen einer Entführung

Die Fletchers von Long Island
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"Das ist nur deinem Körper passiert. Das ist nicht dir passiert. Lass es nicht herein." (S. 35) - Wenn es doch nur so einfach wäre.

Nachdem Carl Fletcher entführt wurde und fünf Tage gefangen war, wird ...

"Das ist nur deinem Körper passiert. Das ist nicht dir passiert. Lass es nicht herein." (S. 35) - Wenn es doch nur so einfach wäre.

Nachdem Carl Fletcher entführt wurde und fünf Tage gefangen war, wird er gegen ein Lösegeld freigelassen. Die Familie versucht die Geschehnisse zu verdrängen und ihr Leben weiterzuleben. Doch ist das überhaupt möglich? Und ist dieser Umgang mit der Situation sinnvoll? Die Geschichte des Buches geht dann viele Jahre nach der Entführung weiter. Die Kinder sind erwachsen und haben ihre eigenen Leben. Nach und nach erfährt man was für Auswirkungen die Entführung nicht nur auf Carl, sondern auf die gesamte Familie hat. Und auch das beträchtliche Vermögen der Fletchers spielt immer wieder eine Rolle und ist nicht nur Grund für die Entführung, sondern auch Auslöser anderer Probleme.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut. Die Erzählung beinhaltet viele Bemerkungen und Informationen, die mir geholfen haben mich komplett in die Geschichte und Personen reinzuversetzen. Manchmal waren es aber auch zu viele Details, die meiner Meinung nach für die Geschichte nicht nötig gewesen wären.

Jedes Kind der Fletchers und auch die Frau von Carl hat einen eigenen Abschnitt, was mir gut gefallen hat. So konnte man sich vollkommen auf eine Person konzentrieren. Hier hätte ich mir noch Zwischenkapitel gewünscht, die die Abschnitte etwas einteilen. Durch die einzelnen Abschnitte erfährt man aber auch viel über andere Personen aus der Familie oder andere Nebencharaktere, sodass man am Ende des Buches einen guten Überblick über die Auswirkungen der Entführung hat, die sogar noch über die Familie Fletcher hinaus gehen. Am Ende gab es noch Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.

Ein sehr guter Roman, der sich mit den Auswirkungen von Traumata auseinandersetzt und das Leben einer vermögenden Familie kritisch betrachtet.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Ein solider Krimi

Die Brandung – Leichenfischer
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Das Buch ist der zweite Teil der Ostsee-Krimi-Reihe, den man aber ohne Probleme unabhängig vom ersten Teil lesen kann. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut und war angenehm zu lesen. Man wird direkt ...

Das Buch ist der zweite Teil der Ostsee-Krimi-Reihe, den man aber ohne Probleme unabhängig vom ersten Teil lesen kann. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir gut und war angenehm zu lesen. Man wird direkt zu Beginn mit dem ersten Mordfall konfrontiert, als ein Baggerfahrer eine Leiche findet und ist so schnell mitten in dem Krimi drin. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was mir an sich gut gefallen hat, manchmal aber auch etwas anstrengend war, weil es viele verschiedene Perspektiven waren, die sich auch gerade zu Beginn des Buches sehr schnell abwechselten und man sich so immer wieder auf die andere Person einstellen musste. Hier hätte ich es besser gefunden, wenn die einzelnen Abschnitte der Personen länger gewesen wären, da diese teilweise auch nur eine Seite lang waren. Das hat sich aber ab Mitte des Buches gebessert. Lange Zeit wusste man nicht, wie diese ganzen Perspektiven zusammenpassen und wo die Überschneidung und der Zusammenhang mit dem Mordfall vom Anfang des Buches ist. Das hat es für mich sehr spannend gemacht und ich habe die ganze Zeit gerätselt, wie wohl alles zusammenpasst. Das Buch hat es geschafft mich lange im Dunkeln zu lassen und bietet dem Leser eine Vielzahl von möglichen Tätern. Was ich besonders gut fand war, dass die Ermittler auch viele Theorien aufgestellt haben und man nicht nur die Tatsachen aus den Ermittlungsergebnissen zu lesen bekam. Das Ende konnte mich dann leider nicht vollkommen abholen, auch wenn es sinnvoll war. Da ich nicht spoilern möchte, führe ich das nicht näher aus. Insgesamt aber ein solider Krimi mit tollen Charakteren, der definitiv zum miträtseln einlädt.

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Veröffentlicht am 21.01.2025

Das Los ist Gesetz

Dynasty of Hunters, Band 1 - Von dir verraten
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Schon nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf das Buch. Es hat mir etwas "Tribute von Panem"- Vibes gegeben, da auch hier eine Kluft zwischen Arm und Reich ist und eine Auslosung über das Schicksal ...

Schon nach dem Klappentext war ich sehr gespannt auf das Buch. Es hat mir etwas "Tribute von Panem"- Vibes gegeben, da auch hier eine Kluft zwischen Arm und Reich ist und eine Auslosung über das Schicksal der Bürger entscheidet. Aber der Rest der Geschichte unterscheidet sich eindeutig. Den Schreibstil der Autorin finde ich sehr gut und ich konnte direkt in die Geschichte eintauchen. Jedoch werden einige Dinge, wie zum Beispiel das innere Monster von Lia, echt oft erwähnt, so dass ich irgendwann etwas genervt davon war. Nachdem Lia auf der Insel war, hatte das Buch einige Längen für mich, was aber teils auch an den Wiederholungen lag.

Die Tiere auf der Insel hingegen fand ich sehr kreativ und haben mir richtig gut gefallen. Auch die Charaktere fand ich gut. Astoria fand ich besonders toll, da sie sehr stark ist und ein großes Herz hat. Für Lia, die mit dem Wissen aufgewachsen ist, einmal Jägerin zu sein, ändert sich mit ihrem Los als Gejagte alles. Nachdem sie auf der Insel ist, erfährt sie schnell, was den Gejagten alles genommen wird und erfährt auch sonst, wie hart das Leben der Bügerlichen im Vergleich zu ihrem ist. Über Laurent erfährt man zu Beginn nicht viel und man fragt sich was seine Last in Bezug auf die Jagd ist. Das Buch hatte dann auch einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und die mir gut gefallen haben. Ich freue mich auf den zweiten Teil und bin gespannt wie es weitergeht.