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Veröffentlicht am 20.02.2025

Am ENDE wohnt stehts ein ANFANG

Heide-Novela
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"Heide-Novela" ist der zwölfte Band der Kommissarin Katharina von Hagemann-Reihe von Kathrin Hanke. Während in Lüneburg das Kommissariat gerade an einem Vermisstenfall einer jungen Frau arbeitet, nimmt ...


"Heide-Novela" ist der zwölfte Band der Kommissarin Katharina von Hagemann-Reihe von Kathrin Hanke. Während in Lüneburg das Kommissariat gerade an einem Vermisstenfall einer jungen Frau arbeitet, nimmt Vivien Rimkus, eine Kollegin von Katharina, eine Statistenrolle in einer TV-Soap wahr. In ausgelassener Stimmung geht man nach den Dreharbeiten gemeinsam aus, doch für Vivien endet der Abend mit einem Filmriss und einem verkaterten nächsten Morgen. Zum Glück wurde sie von einer Freundin nach Hause begleitet, einem Partner vom Filmset erging es schlechter. Er kollabierte auf der Tanzfläche und verstarb. Erst als bei Vivien ein vermeintlicher Insektenstich als etwas ganz anderes diagnostiziert wird, weiß man um was es sich handelt. Ein Fall von "Needle Spiking", einer neuen Form von Verabreichung von K.O.-Tropfen und damit um ein Tötungsdelikt an dem jungen Mann. Das Dezernat rund um Katharina nimmt die Ermittlungen auf und schon bald ergeben sich neue Zusammenhänge in den Ermittlungen. Kathrin Hanke nimmt hier ein Thema in ihren Krimi auf, dass mir in dieser Form neu war. K.O.-Tropfen kannte man schon lange, aber diese tückischen Angriffe sind da eine neue Hausnummer. Gekonnt mischt die Autorin in diesem Fall Krimihandlung und Privatleben der Ermittler. Dabei sind durchaus Handlungsweisen des Täters bizarr und auch brutal, daher nichts für zarte Gemüter. Doch trotz allem wird auch für den Leser dabei klar, welche kranke und zerrissene Seele dem innewohnt. Bzgl. Privatleben der Ermittler ist es durchaus gut die Vorgängerbände zu kennen, ist aber kein Muss. Der Krimi liest sich auch so flüssig und ist eine empfehlenswerte spannende Lektüre, die einen in seinen Bann zieht.

Veröffentlicht am 15.02.2025

"Hängt sie höher" im Galgenwald

Galgenwald
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"Galgenwald" ist der Debütkrimi von Nicole Stranzl im Gmeiner Verlag. LKA-Ermittler Leon Esposito und sein Kollege Richard Schantl aus Graz werden zu einer erhängten Frauenleiche gerufen. Der Fundort der ...

"Galgenwald" ist der Debütkrimi von Nicole Stranzl im Gmeiner Verlag. LKA-Ermittler Leon Esposito und sein Kollege Richard Schantl aus Graz werden zu einer erhängten Frauenleiche gerufen. Der Fundort der Leiche ist speziell, denn es handelt sich um den Thannhauser Galgenwald, einer alten Richtstätte. Die Ermittlungen der beiden Polizisten führen ins Prostituiertenmilieu, aber auch in die Vergangenheit. Denn beide Ermittler haben ebenfalls eine undurchsichtige Vergangenheit und diese ist mit dem aktuellen Fall verbunden. Und so haben die beiden nicht nur Geheimnisse voreinander, sondern jeder für sich scheint irgendwie verstrickt zu sein. Nicole Stranzl verwebt in diesem Krimi mehrere Themen. Von Prostitution über Drogenvergangenheit zu häuslicher Gewalt. Dabei präsentiert sie dem Leser eine Vielzahl von Handlungsfäden in kurzen Kapiteln. Diese werden jeweils aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Anfangs weiß man noch sehr wenig wie diese zusammenführen. Erst nach und nach offenbaren sich Geheimnisse, die Misstrauen untereinander sähen und zugleich Traumata aus der Vergangenheit an die Oberfläche bringen. Als Leser tappt man da lange im Dunkeln, denn mögliche Täter und Motive sind vielfältig. Dies wiederum hält den Spannungsbogen in diesem Krimi ständig hoch, bis der Fall geklärt ist und auch die einzelnen Protagonisten das Erlebte verarbeiten. Einzig der Handlungsfaden des Influencer war mir ein wenig zu lose in der Gesamtgeschichte. Aber in Summe ist der Autorin Nicole Stranzl ein sehr guter und spannender Krimi gelungen, der einen als Leser fesselt und in seinen Bann zieht.

Veröffentlicht am 01.02.2025

Lawinenwarnstufe 5 über Bichlbrunn

Die Bergwacht: Schneetreiben
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"Schneetreiben" ist der dritte und abschließende Band der Bergwacht-Trilogie von Sophie Zach. Die Bergwachtsleiterin Lena feiert ihren Geburtstag mit ihrem Freund Ben auf einer kleinen Hütte auf dem Schafberg. ...

"Schneetreiben" ist der dritte und abschließende Band der Bergwacht-Trilogie von Sophie Zach. Die Bergwachtsleiterin Lena feiert ihren Geburtstag mit ihrem Freund Ben auf einer kleinen Hütte auf dem Schafberg. Ihr Glück scheint perfekt, bis dass ein Notruf bei der Bergwacht eingeht. Ein Einsatz an der örtlichen Seilbahn, wo Passagiere durch den Absturz eines Gleitschirmfliegers in den eisigen Gondeln ausharren müssen und diese zu evakuieren sind. Als Lena sich zu den Gondeln abseilt, kommt es zu einem unerwarteten Wiedersehen. Und plötzlich wird das junge Glück von Lena und Ben auf die Probe gestellt während es immer mehr in diesem Winter schneit. Die Lawinengefahr über dem Ort Bichlbrunn spitzt sich ebenfalls immer mehr zu. Rächt sich nun dass für ein Hotelprojekt aus Profitgier ein Schutzwald abgeholzt wurde? Sophie Zach schließt mit diesem Roman ihre Trilogie rund um die Bergwacht Bichlbrunn ab. Schnell ist man als Leser wieder in der Geschichte drin und taucht erneut in die Bergwelt rund um den Wetterstein ab. Dabei ist auch in diesem Band das Mischungsverhältnis zwischen spannenden Einsätzen der örtlichen Bergwacht und dem menschlichen Miteinander der Protagonisten gut gelungen. Hält die Beziehung von Lena und Ben den Herausforderungen stand, kann sich der junge Lorenz Habacher der egoistischen und harten Erziehung seines Vaters entziehen und was wird aus Lenas Tante Res wenn diese aus Altersgründen ihre Alm nicht mehr bewirtschaften kann? Als diese Ereignisse schildert die Autorin in ihrem Roman auf sympathische Weise. So liest sich auch dieser Abschluss der Trilogie genauso angenehm wie die beiden Vorgängerbände. Für mich ein rundes Ende nach dem dritten Band. Wer Lesefreude an Liebesbeziehungen, Bayerische Alpen und dem Miteinander im dörflichen Leben hat, dem kann ich diese Bergwacht-Trilogie nur empfehlen. Mir hat sie schöne unbeschwerte Lesestunden beschert.

Veröffentlicht am 22.01.2025

Der Kampf um Macht und Freundschaft geht weiter!

Erbe und Schicksal
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"Erbe und Schicksal" ist der dritte Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. In diesem Band wird die Geschichte der Cliftons und der Barringtons im Zeitraum 1945 - 1957 vom Autor weitererzählt. Der Zweite ...

"Erbe und Schicksal" ist der dritte Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer. In diesem Band wird die Geschichte der Cliftons und der Barringtons im Zeitraum 1945 - 1957 vom Autor weitererzählt. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, der Generationenwechsel geht weiter. Während Harry und Emma glücklich vereint sind, wählt Giles Barrington die falsche Frau. Schon kurz nach der Hochzeit nimmt das Unglück seinen Lauf. Während die einen Sünden der Vergangenheit durch Adoption auszubügeln versuchen, wollen andere das Schifffahrtsunternehmen der Barringtons zerstören. Auch auf politischer Bühne hat Giles um seine Position zu kämpfen. Währenddessen wächst Sebastian, der Sohn der Clintons heran und gerät in kriminelle Machenschaften durch den Vater seines Freundes. Wird er dadurch sein Stipendium für Cambridge verlieren? Jeffrey Archer packt in diesen dritten Band etliche neue Ereignisse und so gilt es für die Cliftons als auch für die Barringtons einige Hürden zu bewältigen. Dabei erfährt der Leser diese Ereignisse immer wieder abschnittsweise aus der Perspektive eines der Protagonisten. Auch betreten neue Personen die Bühne während andere in den Hintergrund treten. Dies eröffnet neue Handlungsstränge und führt die Familiensaga weiter. Auch dieser dritte Band hat mir wieder sehr gut gefallen. Von Herzschmerz bis spannende Ereignisse enthält er wieder alles und das macht ihn auch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Die Story endet mit einem brutalen Cliffhanger, wo man am liebsten gleich weiterlesen möchte. Für mich ist der vierte Band daher schon jetzt Pflichtlektüre um meine Neugier auf kommende Ereignisse in dieser Familiensaga zu befriedigen.

Veröffentlicht am 29.12.2024

"Love me Gender, oder die spinnen die Deutschen"

Das Leben ist kein Ponyschlecken
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"Das Leben ist kein Ponyschlecken" ist die vierte Realsatire von Thorsten Fiedler. Dabei werden so wichtige Fragen wie "Und wer hat's bestellt?" geklärt oder der Autor erzählt seine Erlebnisse "Neulich ...


"Das Leben ist kein Ponyschlecken" ist die vierte Realsatire von Thorsten Fiedler. Dabei werden so wichtige Fragen wie "Und wer hat's bestellt?" geklärt oder der Autor erzählt seine Erlebnisse "Neulich beim Physiotherapeuten". Thorsten Fiedler ist gebürtiger Offenbacher, also auf der anderen (oder richtigen) Mainseite zuhause und erzählt dabei was so typisch Offenbach ist und hat natürlich für den Leser den "Radgeber" zur Hand. Mit charmantem Wortwitz lässt er dabei einen an so manchen Erlebnissen, Gedanken oder Beobachtungen seiner Umwelt teilhaben. Nicht nur einmal musste ich dabei lauthals loslachen, denn kennt man doch genügend solcher eigener Situationen ebenfalls. Und so sind diese kleinen Geschichten einfach mitten aus dem Leben mit der nötigen Portion Humor ausgestattet. Schon beim "SM-Studio für Kassenpatienten" bekam ich Schnappatmung beim Lesen vor lauter Lachen. Und dieser hervorragende Humor zieht sich wieder mal mehr und mal weniger quer durch diese neue Realsatire des Autors. Das Buch ist dabei so kurzweilig, dass ich es innerhalb eines Tages ausgelesen habe. Eine Empfehlung für alle die das Spiel mit dem Wortwitz lieben und dabei noch ein paar Geschichten aus dem Leben eines gebeutelten Autors und Kickers Offenbach Fan erleben wollen. Ein Buch für zwischendurch um die Lachmuskeln zu trainieren.