Eine heimliche stille Heldin
Ein Kind namens Hoffnung1938: Elly ist Haushälterin bei der jüdischen Familie Sternberg in Berlin. Als die Nazis die Familie abholen, rettet Elly deren Sohn Leon und flieht zunächst zu ihrer eigenen Familie nach Bonn. Dort ...
1938: Elly ist Haushälterin bei der jüdischen Familie Sternberg in Berlin. Als die Nazis die Familie abholen, rettet Elly deren Sohn Leon und flieht zunächst zu ihrer eigenen Familie nach Bonn. Dort ist Leon allerdings auch nicht willkommen. In der Silvesternacht trifft Elly eine Entscheidung die ihr Leben ändert und vorallem das von Leon retten soll.
Ein Kind namens Hoffnung ist ein spannendes, gut zu lesendes, aber aufgrund der Thematik und Zeit auch sehr beklemmendes Buch. Der Schreibstil war zunächst gewöhnungsbedürftig, passt aber zu Elly die mir wärend des gesamten Buches resolut und pragmatisch erschien und Leons Wohl über alles andere stellt. Während man sehr viel über Elly erfährt und sich teilweise auch in sie hineinversetzen kann, bleiben die anderen Protagonisten blass. Gerade zu Leon konnte ich keine Beziehung aufbauen, was ich etwas schade fand. Das Ende des Buches hat auch noch nachdenkliche und bedrückende Momente, konnte mich aber insgesamt überzeugen.