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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Konstruiert, aber ließ sich gut lesen

The Killer Profile
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Midnight Jones arbeitet in London bei einem Biotech-Unternehmen, wo sie mithilfe einer KI erstellte psychometrische Persönlichkeitstetst auswertet. Dabei trifft sie bei einem Bewerber auf ein auffälliges ...

Midnight Jones arbeitet in London bei einem Biotech-Unternehmen, wo sie mithilfe einer KI erstellte psychometrische Persönlichkeitstetst auswertet. Dabei trifft sie bei einem Bewerber auf ein auffälliges Profil, das eines Killers. Als eine Frau in ihrer Nachbarschaft brutal ermordet wird, vermutet Midnight Jones, dass es sich um den Menschen hinter ihrem Profil handelt. Innerhalb ihres Unternehmens stößt sie vermehrt auf Widerstand, sodass sie sich selbst auf die Spurensuche macht.

Den Plot, dass eine KI Persönlichkeitsprofile erstellt und dadurch Rückschlüsse auf Bewerber*innen gestellt werden können, fand ich interessant. Helen Field schreibt flüssig und einfach, dabei werden immer wieder Kapitel des Mörders eingefügt, in denen aus seiner Perspektive erzählt wird, was die Spannung steigerte.
Die Schilderungen der Vorgänge innerhalb des Unternehmens fand ich teilweise fragwürdig, ebenso leichtfertig waren einige von Midnights Entscheidungen - für den Plot jedoch notwendig.
Alles in allem war einiges sehr konstruiert und vorhersehbar, aber das Buch war gut zu lesen und konnte mich für die Lesestunden fesseln.
Ein flotter Thriller, der mir allerdings nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Veröffentlicht am 11.02.2025

Langjährige Brieffeindschaft

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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In der fünften Klasse werden Naomi und Luca für ein Projekt als Brieffreund*innen zugewiesen. Während Naomis Brief nett ist, antwortet Luca sehr unfreundlich, worauf Naomi ebenfalls unhöflich zurückschreibt. ...

In der fünften Klasse werden Naomi und Luca für ein Projekt als Brieffreund*innen zugewiesen. Während Naomis Brief nett ist, antwortet Luca sehr unfreundlich, worauf Naomi ebenfalls unhöflich zurückschreibt. So entwickelt sich ein Briefwechsel voller Gemeinheiten und Beleidigungen, der sich über Jahre hinweg hält. Nach zwei Jahren Briefpause erhält Naomi einen weiteren Hassbrief von Luca und beschließt, ihn ausfindig zu machen und zu suchen.

Donna Marchetti hat mit "P.S. I hate you" eine Enemies to Lovers Geschichte geschrieben, deren Plot ich ganz unterhaltsam finde - auch wenn einige Briefe, gerade für das junge Alter der beiden, wirklich sehr fies und doll sind. Die Autorin schreibt flüssig, humorvoll und schafft eine unterhaltsame Grundatmosphäre, sodass sich das Buch sehr schnell lesen lässt.
Erzählt wird wechselnd aus Naomis und Lucas Perspektive, wobei ich Naomi als eher oberflächlich und weniger greifbar empfand, während ich Luca als nahbarer empfand und seine Entwicklung auch stärker nachvollziehen kann.
Der Plottwist und die Gesamtentwicklung waren für mich sehr schnell vorhersehbar, sodass es für mich keinen Überasschungseffekt gab, sondern ich "P.S. I hate you" als unterhaltsame Lektüre für zwischendurch bezeichnen kann.

Veröffentlicht am 22.01.2025

Selbstbehauptung und Empowerment

The Freedom Clause
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Daphne und Dominic haben sich am College kennengelernt und früh geheiratet. Sie sind in ihren Zwanzigern, seit drei Jahren verheiratet und müssen sich eingestehen, dass ihr Sexleben nicht aufregend ist. ...

Daphne und Dominic haben sich am College kennengelernt und früh geheiratet. Sie sind in ihren Zwanzigern, seit drei Jahren verheiratet und müssen sich eingestehen, dass ihr Sexleben nicht aufregend ist. Also beschließen sie auf einer Silvesterparty einen Pakt/eine Freiheitsklausel: Eine Nacht im Jahr können sie jeweils mit einer anderen Person verbringen. Dabei bestehen strenge Regeln: Es bleibt bei dieser einen Nacht, keine Person wird zweimal getroffen und es wird nicht darüber gesprochen.

Während Daphne in dieser Abmachung aufblüht, sich selbst behauptet, Erfahrungen macht und dieser Pakt weitreichende Konsequenzen für sie hat, verändert Dominic sich eher in die andere Richtung. Obwohl der Vorschlag für die offene Ehe von ihm kommt, wirkt es eher so, als wäre er vor allem für Daphne ein wichtiger Schritt zu female Empowerment, Selbstbehauptung und der Auseinandersetzung mit ihrer Sexualität und ihrer Beziehung zu Dominic. Ihre Erlebnisse teilt sei auf einem anonymen Blog.

Durch die unterschiedlichen Erfahrungen und Entwicklungen von Daphne und Dominic thematisiert Hannah Sloane unterschiedliche Vorstellungen von Romantik, Dating und Sex, der unterschiedlichen Stellung von Männern und Frauen sowie gesellschaftliche Erwartungen.
Das Cover und der Klappentext haben mich schon sehr angesprochen, aber dass mich "The freedom clause" so gut gefällt - gerade Daphnes Figur -, hätte ich nicht gedacht. Ich mag den flüssigen und humorvollen Schreibstil, der auf den Punkt ist, die kritische Sichtweise und das Aufzeigen gesellschaftlicher Mankos.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 22.01.2025

Auftakt von Magie und Rache

Kingdom of Lies
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Die Menschen müssen nach der Geburt ihre Magie an die Götter abgeben, damit diese sie vor den bösen Fae beschützen - zumindest wird das gesagt, seit die Menschen dieses Abkommen mit den Göttern geschlossen ...

Die Menschen müssen nach der Geburt ihre Magie an die Götter abgeben, damit diese sie vor den bösen Fae beschützen - zumindest wird das gesagt, seit die Menschen dieses Abkommen mit den Göttern geschlossen haben. Wer seine Magie nicht abgibt, muss sterben. Prisca muss herausfinden, dass sie nicht diejenige ist, für die sie sich hielt. Daher muss sie ihr altes Leben hinter sich lassen und fliehen. Im Wald stößt sie auf Lorian, den Anführer einer Söldner-Gruppe. Als diese sie dem Tod geweiht zurücklassen, wird ihr bewusst, dass sie seine Hilfe braucht.

Stacia Stark erzählt wechselnd aus Lorians und Priscas Perspektive. Die Grundidee des Pakts, die angeborene Magie abzugeben, die Bestrafung, falls nicht, fand ich sehr interessant. Auch Priscas Durchhaltevermögen und ihre Stärke gefielen mir. Lorian empfand ich als sehr kühl und dominant. Sein Verhalten Prisca gegenüber kann ich nicht gutheißen und sehe diese Darstellung und somit auch dessen Normalisierung kritisch, weiß aber auch, dass dies üblich für das Fantasy-Genre ist.
Ich brauchte immer mal wieder Geduld, um bei den zahlreichen Namen der Nebencharaktere durchzusteigen, mochte jedoch auch sehr, dass es sich nicht nur um Prisca, Lorian und die Dynamik zwischen den beiden drehte.

Ich kann mir gut vorstellen, den zweiten Band zu lesen und hoffe, darin noch mehr Infos zur Welt und der Magie zu bekommen.

Veröffentlicht am 28.12.2024

Gemütlicher Weihnachtskrimi

Das mörderische Christmas Puzzle
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Die Rätselexpertin Edie O'Sullivan findet vor ihrer Haustür kurz vor Weihnachten ein Puzzle. Doch schnell ist jegliche Freude versiegt, denn das Puzzle besteht aus sechs Teilen, die den Ausschnitt eines ...

Die Rätselexpertin Edie O'Sullivan findet vor ihrer Haustür kurz vor Weihnachten ein Puzzle. Doch schnell ist jegliche Freude versiegt, denn das Puzzle besteht aus sechs Teilen, die den Ausschnitt eines Tatorts zeigen. Außerdem ist die Nachricht dabei, dass Edie das Rätsel bis Weihnachten lösen muss, um den Tod von mindestens vier Personen aufzuhalten. Edie überlegt noch, ob es sich um einen schlechten Witz handelt, als das erste Opfer tota ufgefunden wird - mit einem Puzzleteil in der Hand.

"Das mörderische Christmas Puzzle" von Alexandra Benedict ist ein gemütlicher Weihnachtskrimi, der gemächlich stattfindet und langsam an Spannung gewinnt. Zunächst lernen wir Edie O'Sullivan mit ihrer Rätselleidenschaft und ihrer klaren Einschätzung und Meinung kennen. Auch die Nebenfiguren, die ihr beim Rätseln helfen, werden vorgestellt. Erste Hypothesen, wer sich hinter dem Puzzle und der Androhung versteckt, konnte ich so schnell nicht formulieren. Es ist also kein Krimi, bei dem die Leserinnen schon zu Beginn wissen, wer Täterin ist und den Weg dorthin verfolgen, sondern es wird chronologisch erzählt und wir wissen nie mehr als Edie selbst.
Das Ende hält eine gute Auflösung parat, mit der ich so nicht gerechnet hätte.
Ich hatte gemütliche Lesestunden und habe mich gefreut, an Edies Puzzle- und Rätselfreude teilzuhaben.