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Veröffentlicht am 13.02.2018

Schwache Protagonistin, starke Geschichte

Silberschwingen 1: Silberschwingen
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Da ich das Buch auf so unzähligen Blogs gesehen habe, musste ich es ebenfalls unbedingt lesen, denn Klappentext und Cover haben mich sehr neugierig gemacht.

Thorn ist Staffelläuferin an ihrer Schule, ...

Da ich das Buch auf so unzähligen Blogs gesehen habe, musste ich es ebenfalls unbedingt lesen, denn Klappentext und Cover haben mich sehr neugierig gemacht.

Thorn ist Staffelläuferin an ihrer Schule, ein relativ beliebtes Mädchen, zielstrebig und auf ihre Art und Weise stark. Doch vor ihrem 16. Geburtstag passieren auf einmal seltsame Dinge. Ihr Rücken schmerzt und sie bricht fast zusammen. Riley, einer ihrer Klassenkameraden entführt sie und erklärt ihr, was es mit ihren Schmerzen auf sich hat. Gleichzeitig wird sie in eine Welt entführt, in der nichts mehr so ist, wie es scheint. Denn sie erfährt von der Existenz der Silberschwingen…

Der Einstieg in das Buch war grandios. Der Prolog hat mich umgehauen und umso mehr habe ich mich auf den weiteren Verlauf gefreut. Leider hatte gerade diese so viele Stellen, die mich gestört haben. Eine davon ist Thorn.

Thron ist für mich gerade zu Beginn ein sehr schwacher Charakter. Nachdem Riley ihr eigentlich erklären will, was mit ihr los ist und wer er eigentlich ist, wird sie viel zu hysterisch. Immer wieder driftete ihr gegebener Charakter ab und ich hatte oftmals das Gefühl, als ob dieser sich im Buch selbst erst formen musste. Und so war es dann auch. Sie hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Von einer Protagonistin, die mich in den Wahnsinn getrieben hat, zu einer sehr starken, liebenden und für ihre Freunde und Familie kämpfenden jungen Frau.

Riley gefiel mir von Anfang an sehr. Er war sehr geduldig mit Thorn, hilfsbereit und hat ein großes Herz. Seine Entwicklung hat mir nicht ganz so gefallen, dass lag aber eher an der dramatischen Geschichte, die er im Buch durchleben musste. Von ihm hatte ich einfach mehr Stärke erwartet.

Lucien war wiederum das Gegenteil. Recht düster und verschwiegen, konnte ich ihn nicht so recht einschätzen und lernte ihn erst gemeinsam mit Thorn kennen und dann auch lieben. Sein Herz sitzt am rechten Fleck, nur leider lässt er sich zu sehr von anderen Beeinflussen.

Das Buch ist sowohl aus der Sicht von Thorn, als auch von Lucien geschrieben, was einem sehr hilft, die beiden Seiten zu verstehen, die hier vertreten werden. Durch ihren sehr einprägsamen, leichten und dennoch mitreißenden Schreibstil, hat die Autorin eine einzigartige Kulisse geschaffen.

Fazit: Das besondere Setting, sowie die Idee haben mich überzeugt. Emotionen waren greifbar und die Story so spannend, dass ich mich schon sehr auf die Fortsetzung freue. Gerade Protagonistin Thorn schwächelte zu Beginn und am Ende ein wenig, aber dennoch war der Auftakt der Dilogie beachtenswert, sodass ich es gerne weiterempfehle.

Veröffentlicht am 06.02.2018

Fantastischer Start

Nebelring - Das Lied vom Oxean (Band 1)
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In dieser Geschichte treffen wir auf Zoe. Sie ist ein wenig eigen und mag sich so gar nicht von ihrem gewohnten Umfeld lösen. Im Laufe der Geschichte macht sie doch eine unglaubliche Wendung durch. Sie ...

In dieser Geschichte treffen wir auf Zoe. Sie ist ein wenig eigen und mag sich so gar nicht von ihrem gewohnten Umfeld lösen. Im Laufe der Geschichte macht sie doch eine unglaubliche Wendung durch. Sie wird stärker, erlangt Selbstvertrauen und steht sowohl für ihre alten, als auch ihre neuen Freunde ein.

Begleitet wird sie von vielen Charakteren, wie zum Beispiel Taik und Bess, die mir durch sehr auffällige Merkmale und ihre besonderen Fähigkeiten gut im Gedächtnis geblieben sind. Viele Namen klingen sonderbar und ich weiß nicht, ob ich sie aussprechen könnte. Viele Wesen haben auch einen sehr niedlichen Namen bekommen, der einem gern im Gedächtnis bleibt.

Man hat von Anfang an eine Art Eingewöhnungszeit, in der man erstmal Zoe und ihre Welt, sowie alle weiteren Personen in dieser Geschichte kennen lernen kann. Die Idee mit dem Malwee und der Silbererkrankung hat mich sehr fasziniert. Ich war förmlich in dieser Welt, die I.Reen Bow dort geschaffen hat und habe das Erlebte quasi mit eigenen Augen sehen können. Ich wollte alle Geheimnisse rund um diese Welt lüften und hatte daher viel Spaß an der Story.

Die kann ich jedem Fantasyfan sehr empfehlen.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Ein Muss für jeden, auch wenn man kein Fan von Kurzgeschichten ist

When Oceans fade away
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Normalerweise bin ich kein Freund von Anthologien, da ich es liebe lange in die Geschichten meiner Bücher einzutauchen und mit den Charakteren über viele hunderte Seiten hinweg Abenteuer zu erleben, zu ...

Normalerweise bin ich kein Freund von Anthologien, da ich es liebe lange in die Geschichten meiner Bücher einzutauchen und mit den Charakteren über viele hunderte Seiten hinweg Abenteuer zu erleben, zu lieben und zu leiden.

Dennoch bin ich froh, dass ich mir die Zeit genommen habe, die einzelnen Geschichten der Autoren zur Hand zu nehmen. Gerade die Tatsache, dass ich viele der Autoren noch nicht kannte, war doch recht faszinierend. So lernt man durchaus ein paar neue kennen, deren Schreibstil mir sehr gefallen hat und von denen ich in Zukunft mehr lesen möchte.

Zehn Kurzgeschichten sind es insgesamt, also gibt es auch zehn einzelne Bewertungen in den folgenden Abschnitten:

Stella Maris – Die Rache der Sirenen von K. K. Summer: Diese war die letzte der Kurzgeschichten. Die Idee hat mich schon sehr angesprochen, doch mir war es dann zu vorhersehbar. Daher war diese nichts für mich.

So finster das Meer von Katrin Gindele: Auch hier war eine gute Idee heraus zu lesen, aber es kamen bei mir keine der Emotionen an. Vielleicht hätte man mit ein paar Seiten mehr auch mehr Gefühl in die Geschichte bringen können. Auch diese gefiel mir daher nicht.

Das Versprechen der tiefen See von Teja Ciolczyk: Trotz schwierigem Wechsel in der Erzählperspektive gefiel mir diese Geschichte schon eher. Sie hat mich definitiv berührt.

Das Gesetz des Meeres von Tatjana Zanot: Hier war ich mir wieder nicht sicher, ob ich diese Geschichte nun mag oder nicht. Die Emotionen waren manchmal spürbar und manchmal kam nichts bei mir an.

1001 Wunsch von Veronika Rothe: Ich liebe den frischen und schlagfertigen Stil, den Veronika ihren Charakteren immer wieder mit einhaucht. Auch dieses Mal konnten mich ihre Charaktere überzeugen und das End war wirklich gelungen.

Der falsche Prinz von Veronika Serwotka: Die Idee gefiel mir auch hier wieder. Die Welt, die die Autorin beschreibt, klingt traumhaft und dennoch fehlt mir am Ende wieder etwas. Nämlich das Ende. Was sehr schade ist, denn es war doch recht schnell vorbei.

Tochter der Meere von Isabelle Wallat: Neila ist ein interessanter und sehr starker Charakter. Die Geschichte hat mich wieder einmal berührt. Tolles Ende und viel Spannung trotz der Kürze.

Die Narben des Meeres von Nancy Pfeil: Kurz ist definitiv nicht Nancys Stärke. Und genau das habe ich hier geliebt. Ich hatte Zeit. Zeit Nell richtig kennen zu lernen und ihre wunderschöne Geschichte für mich zu etwas besonderem zu machen. Diese war eine meiner beiden liebsten.

Der Wunsch der Sirene von Nine Willsch: Viiiieeeel zu kurz! Wunderbar düster begonnen und unglaublich viel Herz ist mit eingeflossen. Hiervon lese ich gerne mehr. Meine zweit liebste Geschichte im Buch.

Tränen der Kalypso von Aurelia L. Night: Genau wegen solchen Geschichten lese ich nicht gerne Anthologien. Da versinkt man vollkommen in einer gefühlvollen Geschichte, in der man das Ende kaum abwarten kann und dann DAS. Es gibt einfach keines. Ich mag keine offenen Enden, aber die Geschichte gefiel mir dennoch sehr. Hiervon nehme ich gerne auch mehr.

Im Großen und Ganzen konnten mich diese Kurzgeschichten durchaus davon überzeugen doch mal die ein oder andere Anthologie in Erwägung zu ziehen. Auch, wenn nicht alle Geschichten bei mir punkten konnten und einige ähnlich aufgebaut waren, so konnten mich dennoch die vielen liebevoll verpackten Storys berühren und mit ausreichend Spannung und Tiefe fesseln.

Meine Bewertung ergibt sich daher aus der Summe der einzeln bewerteten Kurzgeschichten. Eine Empfehlung gebe ich für diese Anthologie auf jeden Fall, denn gerade der Reiz neue Autoren und deren Erzählweisen und Schreibstile kennen zu lernen war für mich faszinierend. An den offenen Enden knabbere ich teilweise noch, aber das lässt langsam nach.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Viel zu kurz

Asentochter
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Mina, eine Walküre und Tochter des Allvaters soll eines Tages plötzlich eine Aufgabe bewältigen. Aber welche ist es?

Auf der Suche nach dieser Antwort begegnet sie Denis, einem spitzbübischen und dennoch ...

Mina, eine Walküre und Tochter des Allvaters soll eines Tages plötzlich eine Aufgabe bewältigen. Aber welche ist es?

Auf der Suche nach dieser Antwort begegnet sie Denis, einem spitzbübischen und dennoch gefühlvollen Werwolf. Gleich zu Beginn lernt er ihre aufbrausendes Temperament kennen und versucht sich seine plötzlich aufkommenden Gefühle für die Sture Mina zu erklären. Könnte sie das Wolfsmal tragen und somit seine Gefährtin sein?

Auf ihren gemeinsamen Weg, auf der Suche nach einem Weg nach Asgard beweist Denis, dass er nicht nur gefühlvoll ist, sondern auch stark genug, um sich gegen Minas Dickschädel durchzusetzen.

Die Autorin erzeugte durchgehend ausreichend Spannung, sodass ich das Buch immer wieder weiter lesen wollte. Die Kapitel liest man abwechselnd aus Minas oder Denis‘ Sicht. Und obwohl viele gefühlvolle Momente auf den paar Seiten die Oberhand hatten, so hätte ich mir hier gerne noch etwas mehr gewünscht. Das ging mir leider etwas zu schnell.

Das war dann auch schon das Einzige, was ich zu bemängeln habe, denn im Großen und Ganzen erwartet den Leser hier eine aufregende Reise zweier charakterstarker Protagonisten aus dem Wolfsmaluniversum, die mich überzeugt hat. Eine Empfehlung gebe ich daher sehr gerne.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Kleine Schwächen, aber viel Potential

Requia
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Gleich zu Beginn hatte ich Startschwierigkeiten mit diesem Buch. Der Schreibstil sehr kantig, viel zu viele Charaktere, durch die man erst einmal durchsteigen muss und dann noch diese furchtbar komplexe ...

Gleich zu Beginn hatte ich Startschwierigkeiten mit diesem Buch. Der Schreibstil sehr kantig, viel zu viele Charaktere, durch die man erst einmal durchsteigen muss und dann noch diese furchtbar komplexe Welt.

ABER

Man muss dieser Geschichte Zeit geben.
Denn: Es wird besser.
Je mehr man sich auf die vielen Charaktere einlässt, je mehr man versucht in ihrer Welt einzutauchen (hier hat mir eine grobe Skizze der Zusammenhänge unheimlich geholfen), umso interessanter wurde es. Diese 5 Welten, aus denen man aus der Sicht von fünf Charakteren erfährt, sind alle in sich einzigartig.

Von Kapitel zu Kapitel wurde hier durch die verschiedenen Erzähler meine Neugierde geweckt. Jedes mal war es schwer, hier den Handlungsstrang los zu lassen und in den nächsten einzutauchen. Aber durch ausreichend Spannung wurde auch immer das jeweils nächste wieder interessant gemacht. Und dann flog ich nur so durch die Kapitel.

Besonders gut sind hier die vielen verschiedenen Charaktereigenschaften der Protagonisten gelungen. Es war nicht immer sofort ersichtlich, wer gut oder böse ist, aber durch emotionale Momente oder auch schockierende Grausamkeit wurde hier bald klar, wer auf welcher Seite steht. Sich in die Gefühlslage der einzelnen Figuren zu versetzen fiel mir hingegen gar nicht schwer, was das mitfiebern umso leichter machte. Auch die Tatsache, dass sich alle Charaktere im Laufe des Buches weiterentwickeln, macht sie allesamt interessant, sodass ich zwischen Ash, Korand, Madras, Quar und Yana keinen Favoriten finden konnte.

Fazit: Requia ist brutal, aber gefühlvoll, modern und altertümlich, komplex und doch selbsterklärend, düster und dennoch spannend, sodass ich durchaus neugierig bin, wie sich die Figuren weiterhin entwickeln. Trotz kleiner Schwächen hat die Story durchaus Potenzial und macht Spaß.