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Alesia

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2025

Ägypten, Geheimnisse und eine Priese Magie

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Inez Olivera Eltern verbringen die Hälfte jedes Jahres in Ägypten. Die junge Inez, die während dieser Zeit bei ihrer Tante lebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Eltern bei deren Ausgrabungen zu ...

Inez Olivera Eltern verbringen die Hälfte jedes Jahres in Ägypten. Die junge Inez, die während dieser Zeit bei ihrer Tante lebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Eltern bei deren Ausgrabungen zu begleiten. Als Inez, anstelle der erhoffen Erlaubnis, die Mitteilung über den vermutlichen Tod ihrer Eltern erhält, macht sie sich eigenständig auf den Weg nach Ägypten. Inez beabsichtigt die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern herauszufinden und muss dabei feststellen, dass ihr Onkel wohl darin verwickelt ist. Auch dessen attraktiven, aber mehr als undurchsichtigen, Assistent Whit kann sie nicht trauen. Und dann ist da auch noch ein magischer Ring, der sie zu einer spektakulären Grabstätte führen könnte.

Bereits das Cover mit den Goldelementen und den Farbschnitt mit den ägyptischen Motiven finde ich wunderschön.

What the River Knows -Geheimnisse des Nil 1- von Isabel Ibañez ist eine Mischung aus historischer Abenteuer- und Liebesgeschichte, mit überschaubaren magischen Aspekten. Magie tritt eigentlich nur im Zusammenhang mit archäologischen Artefakten auf. Dabei gibt es kleine Rückblicke in die ferne Vergangenheit. Das Buch dürfte daher auch für alle geeignet sein, die sich sonst nicht an das Fantasy-Grene herantrauen. Das Seting: Ägypten um 1884, der Nil, archäologische Ausgrabungen, Grabräuber, illegaler Handel mit antiken Schätzen, hat mich gepackt. Nicht nur, weil ich bereits seit meiner Kindheit von Archäologie und Ägypten fasziniert bin. Die Geschichte fließt längere Zeit recht angenehm leicht vor sich hin, bevor es am Ende zu jeder Menge Spannung und Dramatik kommt. Inez ist eine für die damalige Zeit recht selbstständig junge Frau. Gerade zu Anfang des Buches geht es hauptsächlich um ihre Versuche in Ägypten zu bleiben, ihren Onkel zu einer Ausgrabungsstätte zu begleiten und so mehr über das Schicksal ihrer Eltern zu erfahren. Mir war sie sympathisch. Zwischen Whit und Inez entwickelt sich eine Slow-burn Liebesgeschichte, die ich auch mochte. Whit kann ich bis zum Schluss nur sehr schwer einschätzen. Gerade aufgrund des Cliffhangers am Ende, bin ich sehr gespannt wie sich die Geschichte im zweiten Teil der Dilogie weiterentwickelt. Bis jetzt auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Weltmeisterschaft in Brasilien

Wir sind Weltmeister
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Wir sind Weltmeister von Thomas Müller ist ein schönes Buch für Erstleser (2te Lesestufe) zum WM-Titelgewinn 2014. Thomas Müller schildert hierin seine WM Erfahrungen ( Campo Bahia, Vorrundenspiel gegen ...

Wir sind Weltmeister von Thomas Müller ist ein schönes Buch für Erstleser (2te Lesestufe) zum WM-Titelgewinn 2014. Thomas Müller schildert hierin seine WM Erfahrungen ( Campo Bahia, Vorrundenspiel gegen Portugal, Ghana und die USA, das legendäre 7:1 gegen Brasilien und den Titelgewinn). Daneben gibt es noch Informationen zur WM und zu Brasilien. Mir ist aufgefallen, dass weder Achtelfinale, noch Viertelfinale überhaupt erwähnt werden. War dafür im Buch kein Platz? Der Schreibstil ist angenehm und für das angegebene Lesealter gut geeignet. Die Bilder sind gut gezeichnet, auch von der Farbwahl. Allerdings muss ich sagen, dass ich nach über 10 Jahren nicht mehr alle gezeichneten Spieler identifizieren kann. Für die Zielgruppe, die zum Zeitpunkt der WM noch nichtmal auf der Welt war, dürfte es noch schwierig sein. Zum Schluss gibt es noch Seiten mit Rätsel-, Bastel- und Spielideen.

Insgesamt ein recht gelungenes Buch für fussballbegeisterte Erstleser. Mein Sohn fand es toll und vergibt 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Zauberhandwerk

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Lucy ist Spellcrafterin. Auf der Wintermesse darf sie einen von ihr gefertigten magischen Löffel beim Lehrlings-Wettbewerb der Glasbläser ausstellen. Doch genau auf dieser Messe wird ihre Oma Serena entführt. ...

Lucy ist Spellcrafterin. Auf der Wintermesse darf sie einen von ihr gefertigten magischen Löffel beim Lehrlings-Wettbewerb der Glasbläser ausstellen. Doch genau auf dieser Messe wird ihre Oma Serena entführt. Schnell stellt sich heraus, dass Lucy ihrer Erinnerung nicht trauen kann. Mit Hilfe alter und neuer Freunde macht sie sich auf eine actionreiche und gefährliche Suche durch London.

Spellcraft, Band 1: Die Magie der silbernen Flamme von R.L. Ferguson ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe für Kinder. Die Magie der Spellcrafter besteht darin unter Zuhilfenahme von Äther magische Gegenstände zu erschaffen. Hierbei gibt es drei unterschiedliche Richtungen: die Glasbläser, die Schneider und die Spellcrafter, die Artefakte aus soliden Materialien wie Stein, Holz und Metall formen. Überwacht und kontrolliert werden die Spellcrafter von den Septs. Nichtmagier, die für Beschaffung und Verteilung des Äthers, und Einhaltung von strengen Regeln verantwortlich sind. Das Magiesystem fand ich ungewöhnlich. Es hebt sich auf jeden Fall positiv von anderen Bücher ab. Die Geschichte selbst ist spannend und temporeich geschrieben, hat aber auch ruhigere Momente in denen man in die Welt der Spellcrafter abtauchen kann. Dadurch, dass es mit dem Besuch auf der Wintermesse losgeht, erfährt man direkt ganz viel von der magischen Welt. Bei Lucys Freunden, die sie auf der Suche nach ihrer Oma begleiten, wurde Wert auf unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedliche Charaktere gelegt. Besonders niedlich fand ich ihr magisches Kuscheltier Patches. Das Buch ist in sich abgeschlossen, allerdings hat man zum Ende das Gefühl, dass hinter allem noch eine größere Bedrohung steckt.

Fazit: Ein toller Auftakt zu einer neuen Kinderbuchserie

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Die tötlichen Spiele von San-Er

Immortal Longings
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Jährlich findet in der riesigen Zwillingstadt San-Er tödliche Spiele statt. Nur einer von achtundachtzig Spielern kann als Sieger hervorgehen und ein Vermögen gewinnen. Antons Jugendliebe liegt im Koma. ...

Jährlich findet in der riesigen Zwillingstadt San-Er tödliche Spiele statt. Nur einer von achtundachtzig Spielern kann als Sieger hervorgehen und ein Vermögen gewinnen. Antons Jugendliebe liegt im Koma. Mittlerweile hoch verschuldet, muss er die Spiele gewinnen, um ihre Behandlung weiter zahlen zu können. Inkognito nimmt auch Prinzessin Calla teil. Nachdem sie vor Jahren bereits ihre Eltern, die Herrscher von San, getötet hat, beabsichtigt sie bei der Siegerehrung ihren Onkel, den regierenden König, umzubringen.

Immortal Longings von Chloe Gong ist ein eher düsterer Fantasy-Roman. Die Stadt San-Er ist überbevölkert und überbaut. In den Häuserschluchen erreicht das Tageslicht kaum den Boden. Dreck, Armut, Überschuldung. Die Bewohner kämpfen ums Überleben. Trotzdem ist dort das Leben noch besser als in den ländlichen Provinzen. Ich finde das Worldbilding gut gestaltet. Man kann die bedrückende Atmosphäre beim Lesen spüren. Eine Besonderheit ist, dass viele Menschen in der Lage sind, in den Körper eines anderen zu springen. Eine Fähigkeit deren Nutzung eigentlich verboten ist, ohne diese die Teilnehmer aber kaum Überlebenchancen haben. Die Spiele selbst werden trotzdem erst zum Finale interessant. Alle weiteren Teilnehmer sind größtenteils nebensächlich. Beide Protagonisten wirken eher kalt, haben zum Erreichen ihrer Ziele auch keine moralischen Probleme damit zu töten und Unbeteiligte in Gefahr zu bringen. Eine Liebesgeschichte ist vorhanden, steht insgesamt aber nicht im Vordergrund. Deshalb finde ich den deutschen Untertitel " Ein Spiel auf Liebe und Tod" auch irreführend. Wer Romantik erwartet, wird schnell enttäuscht sein. Sowohl Calla, als auch Anton haben Verbindungen zum Palast. Das führt zu Verwicklungen und politischen Intrigen. Gerade am Ende steht eine unerwartet Wendung, die mir gut gefallen hat. Band 2 ist für mich daher eine Muss.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Desaströser Junggesellinnenabschied

Die Villa
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Dani, Tiff, Beth und Celine sind in Marbella um Aoifes Junggesellinnenabschied zu feiern. Ein Wochenende voller Party und Alkohol, an dessen Ende die Braut tot ist. Drei Jahre später konnte Dani mit dem ...

Dani, Tiff, Beth und Celine sind in Marbella um Aoifes Junggesellinnenabschied zu feiern. Ein Wochenende voller Party und Alkohol, an dessen Ende die Braut tot ist. Drei Jahre später konnte Dani mit dem Tod ihrer besten Freundin noch immer nicht abschließen. Auch weil der Abend von Aoifes Tod praktisch aus ihrem Gedächtnis gelöscht ist. Sie mietet die selbe Villa und bringt die anderen drei Frauen dazu, sie auf diese Reise in die Vergangenheit zu begleiten.

Die Villa von Jess Ryder ist ein Thriller, der mich mitreißen und überzeugen konnte. Bereits zu Beginn ist klar, dass Aoife tot ist. Dass es die Tat eines Einbrechers war, wie von der Polizei vermutet, ist mehr als unwahrscheinlich. Aber wer war es dann? Hat gar eine von Aoifes Freundin ein Motiv? Und wieso lief das gut geplante Partywochende so furchtbar schief? Die Geschichte spielt abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Zum einen die Gegenwart, in der Dani versucht das tötliche Wochenende zu rekapitulieren und so die Wahrheit herauszufinden. Zum anderen das Partywochende selbst, das einen katastrophalen Verlauf nimmt. In der Vergangenheit gibt es auch kurze Einblicke aus Sicht von Tiff, Beth und Celine. Natürlich ist es das Verhältnis der Frauen zueinander, was die Geschichte ausmacht. Rivalitäten, Eifersucht, Enttäuschungen, Geheimnisse, dazu Marbellas Sonne, Party, eine traumhafte Villa im Nirgendwo und eine Menge Alkohol. Die Geschichte ist spannend und auch teilweise überraschend, daher nicht zwingend vorhersehbar. Mich hat das Buch überzeugt, daher eine Leseempfehlung von mir.

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