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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Das Highlight sind die süßen Rezepte ...

Die Frau des Farmers
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Ich liebe England und hatte mich sofort in Cover und Klappentext dieses Buches verliebt. Etwas aus dem Leben einer englischen Bäuerin zu erfahren, die eigentlich nie Bäuerin werden wollte, es dann aber ...

Ich liebe England und hatte mich sofort in Cover und Klappentext dieses Buches verliebt. Etwas aus dem Leben einer englischen Bäuerin zu erfahren, die eigentlich nie Bäuerin werden wollte, es dann aber doch wurde, etwas über ihre Rolle zu erfahren, ihren Alltag, ihre Geschichte ... das klang sehr interessant. Besonders gereizt hat mich, dass auch Familienrezepte enthalten sind, da ich sehr gerne koche und backe und sehr gerne neue Rezepte entdecke.
Die Erwartungen an "Die Frau des Farmers" waren also hoch. Leider ist es rückblickend für mich ein mittelmäßiges Buch.
Rebanks Stil gefiel mir, las sich gut; allerdings werden Dinge, v.a. die Geschichte, die Dinge, die in der Vergangenheit liegen, viel zu detaillert und dadurch langatmig und ermüdend erzählt. Dadurch entstehen leider viele Längen, die mir die Lust an der Lektüre verleideten und dazu führten, dass ich mich oftmals etwas "durchkämpfen" musste.
Bei den Rezepten ist für jeden Geschmack etwas dabei, wobei mich persönlich besonders die süßen Rezepte ansprechen. Ich backe gerade nach und nach Ingwerkekse, Shortbread, Kaffeekuchen, Schokoladenkuchen und Scones nach. Wenn die alle überzeugen können, wird das Buch sicher seinen Platz in meiner Küche finden.
Das führt mich aber leider zum nächsten Kritikpunkt: Ich hätte mir für dieses Buch ein anderes, größeres Format gewünscht. Denn so ist es sehr schwierig, das Buch in der Küche aufgeschlagen liegen zu haben, ohne dass es wieder zuklappt, wenn man Rezepte testen möchte. Ich hatte mir das Buch etwas größer vorgestellt.
Fazit: Für mich ein leider etwas enttäuschendes Buch. Am ehesten lohnt sich dieses Buch für mich noch wegen der süßen Rezepte, doch die hohen Erwartungen wurden ansonsten leider sehr enttäuscht.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Nicht ganz überzeugend

Perlen
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Mariannes Mutter verschwindet ohne Vorwarnung an einem ganz normalen Tag, als sie acht Jahre alt ist. Sie bleibt mit ihrem kleinen Bruder und ihrem Vater zurück.
Die Erinnerungen an ihre Mutter, die Frage ...

Mariannes Mutter verschwindet ohne Vorwarnung an einem ganz normalen Tag, als sie acht Jahre alt ist. Sie bleibt mit ihrem kleinen Bruder und ihrem Vater zurück.
Die Erinnerungen an ihre Mutter, die Frage nach ihrem Schicksal lassen sie nie wieder los.
Der Roman, dessen Handlung vor dem Verschwinden der Mutter einsetzt, lässt in Rückblenden Mariannes Mutter und ihre Erinnerungen an sie wieder lebendig werden. Das Schicksal der Mutter spielt eine zentrale Rolle.
Marianne fragt sich unentwegt, warum ihre Mutter gegangen ist, wohin, wie sie sie zurücklassen konnte - und der Leser tut das ebenso.
Es ist auch die Geschichte von Marianne, von Mariannes Leben.

In sprachlicher Hinsicht habe ich "Perlen" wirklich geliebt, da poetisch und wunderschön geschrieben.
Es ist keine leichte Kost, da die Geschichte sehr traurig, dramatisch und berührend ist.
Es ist ein ruhiger, leiser, eindringlicher Roman, der auch durch seine dichte Atmosphäre besticht.
Positiv ist, dass das Rätsel um Mariannes Mutter am Ende gelöst wird, wenngleich diese Auflösung sehr konstruiert erscheint.
Der Roman hatte viel Potenzial, das aus meiner Sicht aber nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Die Handlung ist teilweise einfach too much, zu konstruiert, zu seltsam. Auch gibt es Längen, plätschert die Geschichte leider immer wieder vor sich hin und konnte mich dann nicht mehr fesseln und begeistern.
Ein Problem hatte ich auch mit den Zeitsprüngen, die mir allzu groß und unzusammenhängend waren. So ist Marianne bspw. gerade noch öfter zu Hause als in der Schule, man fragt sich, wie sie überhaupt jemals einen Abschluss schaffen soll ... und plötzlich befindet sie sich an dieser Akademie. Ohne nähere und weitere Erklärungen. Das wirkte auf mich nicht logisch und überzeugend.
Letztlich war es ein sehr vielversprechender Roman, an den ich große Erwartungen hatte, der mich aber leider etwas enttäuscht und unbefriedigt zurücklässt.

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Veröffentlicht am 20.02.2025

Enttäuschend

Die Garnett Girls
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Margo und Richard verliebten sich ineinander, brannten zusammen durch. Aus dieser Liebesgeschichte gingen drei Töchter hervor: Rachel, Imogen und Sasha. Margos und Richards Liebesgeschichte starb, und ...

Margo und Richard verliebten sich ineinander, brannten zusammen durch. Aus dieser Liebesgeschichte gingen drei Töchter hervor: Rachel, Imogen und Sasha. Margos und Richards Liebesgeschichte starb, und mit ihr starb etwas in Margo.
Sie schweigt die Dinge tot.
Auch ihre mittlerweile erwachsenen Töchter sind nicht glücklich: Rachel ist in Vergangenheit und Verantwortung gefangen. Imogen soll ihren Verlobten heiraten, liebt aber eine ganz andere Person. Und auch Sasha hütet ein dunkles und belastendes Geheimnis, das Auswirkungen auf alle haben könnte.
Als eines Tages wieder Margos Liebhaber, ihre Freunde und Familie in ihrem Cottage auf der Isle of Wight versammelt sind, kommen all diese Dinge und Wahrheiten endlich an die Oberfläche ...
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Ich liebe England, ich liebe Familiengeschichten und Geheimnisse und ich entdecke gerne neue Autorinnen. Daher klang "Die Garnett Girls" nach dem perfekten Buch für mich.
Der Roman lässt sich angenehm und flüssig lesen; ansonsten bin ich aber leider enttäuscht von diesem Werk.
Die Geschichte ist schon nicht so atmosphärisch wie erhofft. Es gibt einfach viel zu viele Längen auf diesen knapp über 400 Seiten; die Geschichte plätschert leider größtenteils nur so vor sich hin und konnte mich einfach nicht fesseln und begeistern. Das lag vor allem auch daran, dass sowohl die Handlung als auch die Figuren viel zu blass, oberflächlich, distanziert blieben. Ich konnte einfach keine Verbindung aufbauen. Allenfalls ansatzweise zu Imogen, aber auch das nur, weil ich mich teilweise in ihr wiedererkannte, es Parallelen gab. Ansonsten wäre mir auch Imogen völlig fremd geblieben.
Insgesamt ist es für mich ein Roman, den man lesen kann, aber nicht lesen muss. Es ist ein nettes Buch für den Sommer, es könnte Lesern, die Familiengeschichten und England lieben, trotz der Mängel und Schwächen gefallen ... aber das erhoffte Highlight ist es leider definitiv nicht.

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Hohe Erwartungen, die nicht ganz erfüllt wurden ...

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Feministische Fantasy im Amerika der 1950er Jahre. Es geht um Massenverwandlungen von Frauen in Drachen. Fantasy und SciFi sind nicht mein bevorzugtes Genre, doch "When Women Were Dragons" hat mich neugierig ...

Feministische Fantasy im Amerika der 1950er Jahre. Es geht um Massenverwandlungen von Frauen in Drachen. Fantasy und SciFi sind nicht mein bevorzugtes Genre, doch "When Women Were Dragons" hat mich neugierig gemacht. Warum geschieht das, wie geschieht das, was passiert mit denen, die diese Frauen zurücklassen, etwa ihren Familien? Warum verwandeln sich nicht alle Frauen? Und wie und wann weiß man, ob und wann einem diese Verwandlung selbst widerfahren wird oder nicht?
Ich hatte hohe Erwartungen, da das Buch v.a. auch für Fans von "Die Unbändigen", wozu ich mich zähle, beworben wurde.
Sprachlich war diese Lektüre wirklich großartig und ein Genuss. Ansonsten empfand ich sie aber leider nur als mittelmäßig. All die Zeitungsmeldungen uÄ, die immer wieder eingeschoben wurden, haben mich deutlich weniger interessiert als der Rest und immer wieder meinen Lesefluss und die Spannung unterbrochen.
Was aber noch viel schwerer wiegt: Auf all die spannenden Fragen, die schon im Klappentext aufgeworfen wurden, gab es leider keine wirkliche Antwort. Schade. So war es nur eine nette Lektüre, aber leider nicht mehr.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Langweilig, enttäuschend, vorhersehbar, unglaubwürdig

Die Wildblütentochter (Die Blumentöchter 2)
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Der Auftakt der Reihe war ok, aber alles andere als ein Highlight. Band 2 der Reihe konnte mich schon nur noch wegen meiner Liebe zu Island und den Islandpferden reizen. Die Kulisse und die Pferde haben ...

Der Auftakt der Reihe war ok, aber alles andere als ein Highlight. Band 2 der Reihe konnte mich schon nur noch wegen meiner Liebe zu Island und den Islandpferden reizen. Die Kulisse und die Pferde haben den Roman dann auch noch halbwegs gerettet für mich - ansonsten bin ich aber gelangweilt und enttäuscht.
Es ist eine nette Lektüre für ein paar Lesestunden, bei denen man wirklich entspannen kann, die Kulisse ist reizvoll, die Romantik kommt nicht zu kurz ... aus meiner Sicht aber leider der übliche Einheitsbrei.
Es gibt eindeutig bessere Familiensagas. Die Blumentöchter-Saga ist für mich wirklich nichts Besonderes.
Hinzu kommt, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist. Figuren und Handlung können über weite Strecken leider einfach nicht fesseln und begeistern. Auch erscheinen mir als Reiterin Teile der Geschichte reichlich unglaubwürdig - da wird eine Anfängerin sofort auf einen Hengst gesetzt, da soll ein Hengst zusammen mit zwei Stuten gehalten werden, obwohl sie nicht mal züchten wollen/können, schon weil es der betreffenden Figur an jeglicher Ahnung bzgl. dieser Pferde und der Haltung und Zucht fehlt ...
Ich werde die weiteren Bände der Reihe nicht mehr lesen.

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