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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2025

authentische Atmosphäre

Die Stunde des Löwen
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Man kann die persönliche Nähe des Autors zu Südafrika im Thriller spüren, die Situationen sind authentisch und natürlich geschildert, sodass man auch als Leser*in das Gefühl hat, vor Ort zu sein und Teil ...

Man kann die persönliche Nähe des Autors zu Südafrika im Thriller spüren, die Situationen sind authentisch und natürlich geschildert, sodass man auch als Leser*in das Gefühl hat, vor Ort zu sein und Teil der Geschichte zu sein. Die Atmosphäre finde ich sehr gelungen. Bennie steht einerseits als Ermittler vor einem großen Fall und Herausforderungen, aber auch im Privatleben sollte er mehr Zeit und Energie investieren, schließlich steht seine eigene Hochzeit kurz bevor. Ob ihm das alles gelingen wird? Mir persönlich gefällt es, wenn nicht immer alles glatt und nach Plan verläuft. Der Thriller lebt von den zahlreichen Plots und der stimmungsvollen Atmosphäre!

Veröffentlicht am 10.02.2025

Schuld sind immer die anderen...

Der Steg
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Der Psychothriller beginnt wie ein harmloses Familientreffen, baut ein wenig Vorfreude auf, aber bei manchen auch ein wenig Nervosität. Die Grundstimmung ist gut gelungen, sodass man sich als Leserin sehr ...

Der Psychothriller beginnt wie ein harmloses Familientreffen, baut ein wenig Vorfreude auf, aber bei manchen auch ein wenig Nervosität. Die Grundstimmung ist gut gelungen, sodass man sich als Leserin sehr schnell in die Situation hineinversetzen kann. Die einzelnen Charaktere werden sehr detailliert und in unterschiedlichen Situationen beschrieben. Sie wirken facettenreich und authentisch und als Leserin hat man das Gefühl, mit dabei zu sein.
Schon bald wird aber klar, dass es ein großes, wenn nicht sogar mehrere Probleme und Geheimnisse gibt, die vertuscht werden. Vor allem Priska verhält sich zunehmend seltsam und alltägliche Situationen werden immer mehr zur Herausforderung. Normale Gesprächssituationen eskalieren und als Leser*in wartet man schon gespannt, wann kommt es endgültig zum großen Show-down. Das Ende war sehr heftig, mit gewissen Outings hätte ich nicht gerechnet, aber somit blieb es spannend bis zum Schluss.

Veröffentlicht am 25.01.2025

besondere Stimmung und Erzählweise

Verlassen
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Der Island-Krimi vermittelt von Beginn an eine tolle Atmosphäre. Man fühlt sich als Leserin sofort mit den Charakteren vertraut und hat das Gefühl, ein Teil der Großfamilie zu sein. Zu Beginn werden die ...

Der Island-Krimi vermittelt von Beginn an eine tolle Atmosphäre. Man fühlt sich als Leserin sofort mit den Charakteren vertraut und hat das Gefühl, ein Teil der Großfamilie zu sein. Zu Beginn werden die einzelnen Familien kurz vorgestellt und schon bald befindet man sich gemeinsam mit der Großfamilie im abgeschiedenen Hotel zur Feier anlässlich des Geburtstages des Familienoberhauptes wieder. Die Stimmung schwankt sehr stark, mal ist sie gut, mal schleppend und anstrengend und zusätzlich fließt der Alkohol in Strömen.
Der Handlungsstrang wird langsam aufgebaut, aber es wirkt unaufgeregt und trotzdem spannend. Interessant finde ich hier, dass nicht die Ermittler
innen und ihre Sichtweise über die Aufklärung des Mordfalles im Vordergrund stehen, sondern die Geschichten der Familienmitglieder. Es werden bestimmte Situationen aus ihrer Sicht geschildert, auch vergangene Ereignisse werden wieder ans Tageslicht geholt und neu betrachtet, vor allem durch das Erfahren von damals nicht bekannten Fakten. Zusätzlich kommt durch die neuen Familienmitglieder etwas Elan in die Feiergruppe und die Ereignisse schaukeln sich hoch. Was ganz harmlos beginnt, wird plötzlich ein großes Thema.
Am Ende werden die einzelnen Familienmitglieder über ihre Sichtweise auf das gemeinsame Wochenende und die Geschehnisse befragt, aber auch hier stehen die einzelnen Personen mit ihren Problemen und Geschichten im Vordergrund und nicht die Ermittlungen. Diese besondere Art, einen Kriminalfall aufzuklären hat mir besonders gut gefallen und die gesamte Stimmung des Krimis war spannend und emotional einbeziehend, sodass man sich als Leser*in involviert fühlt.

Veröffentlicht am 15.01.2025

Revenge

Grenzfall – Ihre Spur in den Flammen
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Der fünfte Fall der Serie mit Alex Jahn und Bernhard Krammer dreht sich diesmal um eine komplizierte Serie an Brandstiftung, mit und ohne Todesfolgen. Inhaltlich ist der Fall zwar in sich abgeschlossen, ...

Der fünfte Fall der Serie mit Alex Jahn und Bernhard Krammer dreht sich diesmal um eine komplizierte Serie an Brandstiftung, mit und ohne Todesfolgen. Inhaltlich ist der Fall zwar in sich abgeschlossen, allerdings würde ich empfehlen, auch die Vorgänger-Teile vorab zu lesen. So reichen beispielsweise die Ergebnisse des vorigen Teiles auch noch in diesen Teil hinein und auch die Hauptcharaktere sind dann schon bekannt, sowie ihre Beziehungen zueinander und ihre Privatleben. Ich finde es schön mitzuerleben, wie sich Charaktere im Laufe der Zeit verändern oder sich Beziehungen verschieben, manche werden enger, manche entfernen sich voneinander. Alexas Freundin Line hat mir in diesem Teil etwas gefehlt, sie kommt zwar kurz zum Einsatz, indem sie Marie nach dem Feuer in ihrem Heim zur Seite steht, ansonsten leider nicht so oft. Wovor sie solche Ängste hat, dass sie sich Alexas Hund Oskar ausborgt, wird ebenfalls nicht geklärt. Dafür nähern sich Alex und Bernhard vorsichtig an, bei ihnen sind die genetischen Merkmale, die sie miteinander verbinden immer augenscheinlicher. Alexa und Florian werden als Team auch stärker, obwohl Florian diesmal sehr mit seinen privaten Problemen beschäftigt ist und Alexa nicht so gut unterstützen kann. Trotzdem deckt sie ihn vor den Vorgesetzten und dies zeigt schon, dass sie nicht mehr in Konkurrenz zueinanderstehen, wie zu Beginn ihrer beruflichen Zusammenarbeit. Bräuche und ländliche Traditionen haben ebenso Platz wie detaillierte Beschreibungen der örtlichen Gegebenheiten, dies gefällt mir sehr gut.
Die Brandfälle und die Aufklärung ist diesmal sehr komplex und verbunden mit Geschehnissen und dramatischen Erlebnissen aus der Vergangenheit, die zwischen den Kapiteln häppchenweise preisgegeben werden und am Ende dann zu einem runden Abschluss finden.

Veröffentlicht am 10.01.2025

düstere Kunstwerke

Das zweite Kind
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Der Thriller hat eine besondere, düstere und einnehmende Grundstimmung, die mir sehr gut gefallen hat. Zudem passen auch das Cover und die Eigenschaften der Charaktere sehr gut dazu. Das Flair der Toskana ...

Der Thriller hat eine besondere, düstere und einnehmende Grundstimmung, die mir sehr gut gefallen hat. Zudem passen auch das Cover und die Eigenschaften der Charaktere sehr gut dazu. Das Flair der Toskana zeigt sich diesmal von einer anderen Seite, auch die Intrigen, Bestechungen und Vertuschungen innerhalb des Polizeiapparates und der reichen Elitegesellschaft werden aufgezeigt. Valentina kämpft lange Zeit fast allein gegen Windmühlen, einzig Costa ist zeitweise an ihrer Seite und ein junger Polizist, der noch neu und unerfahren im Dienst ist. Interessant ist es zu sehen, wie sie gerade trotz der Hürden nicht aufgibt und aus sich herauswächst, sich an brisante Themen traut und dies unter höchster Lebensgefahr.
Die Verbrechen selbst, die sich an der „Kunst“ orientieren, sind äußerst grausam, unvorstellbar für die beteiligten Familien und Hinterbliebenen, aber auch genau und gut ausgetüftelt und konstruiert, also in gewisser Weise auch „Kunstwerke“.
Ich hatte zuerst meine Bedenken, ob der Thriller, die schon am Anfang aufgebaute Spannung und Grundstimmung auch über das Ausmaß und die Länge des Buches durchhalten kann, aber diese Bedenken waren unbegründet. Es kommen kaum Längen oder Wiederholungen vor und auch die Grausamkeiten werden von Situation zu Situation immer wieder getoppt. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, hauptsächlich aufgrund der Stimmung, aber auch aufgrund der authentischen Charaktere und der ungewöhnlichen Szenarien und Herangehensweisen.