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Veröffentlicht am 26.01.2025

teilweise etwas langatmig

Eisiges Glas
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"Eisiges Glas" ist der zweite Band um die Kommissarin Leonore Asker, genannt Leo. Nach dem spektakulären Fall des Trolls, mit dem die Reihe um Leo startete, hat sie sich entschieden, weiter im Keller mit ...

"Eisiges Glas" ist der zweite Band um die Kommissarin Leonore Asker, genannt Leo. Nach dem spektakulären Fall des Trolls, mit dem die Reihe um Leo startete, hat sie sich entschieden, weiter im Keller mit dem Team der verlorenen Seelen zu bleiben, anstatt unter ihrem neuen Chef und Ex-Affäre Hellmann zu arbeiten. Kaum hat sie sich dort eingerichtet, nimmt ihr Vater Prepper- Per Kontakt zu ihr auf. Ihr Verhältnis ist aufgrund ihrer Kindheit und seiner Erziehungsmethoden nicht existent und Leo gerät in einen Strudel aus widerstreitenden Gefühlen, entschließt sich aber letztendlich doch ihm zu helfen. Kurz darauf eine Leiche in der Nähe der Farm von Leos Vaters gefunden, die schon viele Jahre dort liegen muss.
Hellmann wird mit der Ermittlung betraut und Prepper-Per ist der Hauptverdächtige.

Für Leos Jugendfreund Martin Hill erfüllt sich ein Kindheitstraum, wird er doch von der bekannten Familie Irving auf ihr Gut eingeladen, um ein Jubiläumsbuch zur Firmengeschichte zu schreiben. Er verspricht sich nun endlich Einblicke in die Geschichte von Ufo-Gunnar, der die Firmengeschicke leitet und mittlerweile 80 Jahre alt ist. Auf den ersten Blick ist alles gigantisch, doch die Sicherheitsbedingungen auf dem weitläufigen gut, inkl Überwachungs-App sind enorm. Martin fühlt sich nach kurzer Zeit sehr unwohl und kommt einem Geheimnis auf die Spur.
Als Leo ihn bzgl. des Falles ihres Vaters um Hilfe bittet, sie hat eine Spur zum Gut der Familie gefunden, begibt sich Martin in Gefahr.

Im Vergleich zum ersten Band um Leo Asker, empfand ich diesen hier als teilweise sehr langatmig, besonders im Mittelteil zog sich der Verlauf der Story etwas dahin. Leonore und ihr unterschiedliches Team gefallen mir sehr gut und ich sehe da noch großes Potenzial im weiteren Serienverlauf.
Es wurde vieles an Themen bearbeitet und Sci-Fi Elemente waren gekonnt eingebaut, ohne zu viel Raum einzunehmen.

Ich freue mich auf einen weiteren Band und kann diesen empfehlen.

Veröffentlicht am 26.01.2025

besser als der erste Band

Die Tochter des Serienkillers
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Mit "Die Tochter des Serienkillers" führt Alice Hunter die Geschichte von Jenny fort. Jenny, die in ihrem früheren Leben Jane hieß, die Tochter des berüchtigten "Schmetterlings-Killers", scheint es geschafft ...

Mit "Die Tochter des Serienkillers" führt Alice Hunter die Geschichte von Jenny fort. Jenny, die in ihrem früheren Leben Jane hieß, die Tochter des berüchtigten "Schmetterlings-Killers", scheint es geschafft zu haben. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut, ist seit Jahren mit Mark verheiratet, hat zwei Kinder und ist glücklich in ihrem Beruf als Tierärztin. Wären da nicht in letzter Zeit diese Blackouts, Stunden, von denen sie nicht weiß, was sie in ihnen getan hat. Sie wacht meist dreckig auf dem Fussboden in ihrer Küche auf, ohne Erinnerung an die vergangenen Stunden.
Als dann Olivia, die ehemalige Affäre ihres Mannes Mark spurlos verschwindet und gleichzeitig Tierkadaver vor ihrem Haus auftauchen, geschmückt mit einem Schmetterling, gerät ihre scheinbar glückliche Welt ins Wanken. Sind dies Zeichen ihres inhaftierten Vaters? Wer hat sie gefunden? Hat sie Olivia ermordet? Schnell gerät sie ins Visier der Ermittlungen und alle Indizien sprechen gegen sie. Sie weiß selbst nicht mehr, was sie glauben soll und begibt sich auf eine gefährliche Suche. Kann sie ihre Unschuld beweisen, oder ist sie schuldig?

Der zweite Band konnte mich ein wenig mehr überzeugen als der Vorgänger, hat aber auch einiges an Längen. Vieles wurde mir zu detailliert beschrieben oder wiederholte sich. Die Rückblicke auf Jennys Geschichte waren gekonnt gesetzt und lassen auch zu, dass das Buch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden kann. Spannung war gegeben, hätte allerdings meines Erachtens für einen Thriller ein wenig höher sein können.
Insgesamt, bis auf kleine Schwächen gut zu lesen.

Veröffentlicht am 14.01.2025

abwechslungsreich und spannend

Racheritual (Baxter-Kincaid-Reihe 1)
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Eine neue Ethan Cross Reihe, auf die ich mich sehr gefreut habe und auch die Thematik in Bezug auf Wikinger fand ich schon im Vorfeld sehr spannend.

Der Einstieg war von der ersten Seite an ...

Eine neue Ethan Cross Reihe, auf die ich mich sehr gefreut habe und auch die Thematik in Bezug auf Wikinger fand ich schon im Vorfeld sehr spannend.

Der Einstieg war von der ersten Seite an mitreißend und hat mich in seinen Bann gezogen. Baxter Kincaid mit Corin und Kevin an seiner Seite brauchten bei mir ein wenig um mich zu erreichen, aber dann hat es gefunkt. Der Kokainkonsum und die kifferei von Baxter hat mich im ersten Moment sehr gestört, passte aber im Rückblick zur Entwicklung seiner Person und dem Geschehen im Storyverlauf.

Nachdem er seinen Job bei der Polizei nach Ergreifung des Ravenkillers an den Nagel gehängt hat, ist Baxter als Privatdetektiv tätig und nachdem es im damaligen Fall einen neuen Hinweis gibt, steht eine neue Anhörung in dem Fall an, der alles erreichte zunichtemachen könnte. Auftauchende, entstellte Leichen führen wieder in die Nähe der damaligen Vereinigung.Baxter ermittelt und stößt auf erschreckende Zusammenhänge.

Sehr verstörende Details wie von Ethan Cross gewohnt machen diese Mischung aus Thriller, Fantasy und ein wenig Horror lesenwert.

Veröffentlicht am 03.12.2024

besser als Hope Street

Kästner, Kraftwerk, Cock Sparrer
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Nachdem mich das Buch "Hope Street" von Campino nicht überzeugt hat, wollte ich ihm mit "Kästner; Kraftwerk, Cook Sparrer" als Hosen - Fan der ersten Stunde gerne noch eine Chance geben.

Zur Lesung in ...

Nachdem mich das Buch "Hope Street" von Campino nicht überzeugt hat, wollte ich ihm mit "Kästner; Kraftwerk, Cook Sparrer" als Hosen - Fan der ersten Stunde gerne noch eine Chance geben.

Zur Lesung in der Uni Düsseldorf habe ich es leider nicht geschafft, aber nur positive Kritiken dazu gelesen. Nun, auch mit diesem Werk konnte mich Campino nicht gänzlich überzeugen, obwohl es in meinen Augen einiges besser ist als "Hope Street". Beim Lesen fehlt wahrscheinlich sein Charisma, welches bei den Vorlesungen sicher einiges zur Stimmung beigetragen hat,

Campino erzählt, wie er Texte schreibt, warum er sich lange Zeit von der Lyrik zurückgezogen hatte und welcher Wandel in den Jahrzehnten, in denen er aktiv ist, stattgefunden hat. Interessant ist der Blick auf seinen eigenen Weg mit Texten und Lyrik allemal. Auch die Lieder, die ihn geprägt haben, finden ihren Platz, teilweise mit Text im Buch.

Für einen Fan ein tolles Buch und für alle, die sich mit der Entstehung von Texten auf der lyrischen Seite interessieren.

Veröffentlicht am 20.11.2024

toller Plot

May Morrigans mysteriöse Morde
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"May Morrigans mysteriöse Morde" hebt sich erfrischend von anderen Krimis ab.

Die Protagonistin May Morrigan eine berentete Buchhändlerin, lebt, wie man es aus englischen Kriminalromanen kennt, ganz ...

"May Morrigans mysteriöse Morde" hebt sich erfrischend von anderen Krimis ab.

Die Protagonistin May Morrigan eine berentete Buchhändlerin, lebt, wie man es aus englischen Kriminalromanen kennt, ganz idyllisch vor den Toren Londons. Komplettiert wird ihr Leben von zwei Dackeln und ihrem Freund Fletcher den sie schon aus Studienzeiten kennt. Eine herrliche WG.
Die Figuren werden sehr schön eingeführt und charakterlich gut beschrieben. May, die ihre Bücher über alles lieb und sich zu Hause eine wirklich imposante Bibliothek geschaffen hat, wirkt auf den ersten Blick sehr gediegen. Wäre da nicht ihre Neigung Menschen, die sie nerven zu ermorden.

Als in dem Dorf ein Mädchen verschwindet, ist ihr Ehrgeiz, den Täter zu finden, geweckt. Ein junger Journalist recherchiert auch in dem Fall und stößt auf Ähnlichkeiten zu zwei anderen Fällen. Der Zufall führt sie zusammen und sie beschließen, den Täter gemeinsam zu ermitteln. Bei der Recherche stoßen sie bald auf ein Computerspiel, Zusammenhänge mit der Antike und es gibt noch mehrere Tote.
Doch wer hat diese Menschen auf dem Gewissen? Es gibt also genügend Verwirrung für May, Fletcher und Fox auf dem Weg zum Täter.

Mir hat der Kriminalroman sehr gut gefallen, auch wenn man über Mays Taten geteilter Meinung sein kann, blieb sie mir doch durchweg sympathisch. Der Schreibstil war sehr kurzweilig zu lesen und die einzelnen Kapitel waren schön kurz. Das Ende stellte für mich keine Überraschung dar, doch der Weg dorthin war sehr gut überlegt.

Ein kurzweiliger Kriminalroman in schöner Kulisse.