Am Anfang des Buches dachte ich noch, ich leg das irgendwann weg. Vor allem es gibt so viele Synonyme für "krächzen". Ständig wurde mit krächzender Stimme irgendwas gesagt. Zuerst alt, dann auch noch jung. ...
Am Anfang des Buches dachte ich noch, ich leg das irgendwann weg. Vor allem es gibt so viele Synonyme für "krächzen". Ständig wurde mit krächzender Stimme irgendwas gesagt. Zuerst alt, dann auch noch jung. Das zog sich wie ein Running Gag durch das ganze Buch. Für ein historisches Buch ist aber ein Running Gag so nicht das richtige.
Es war kompliziert und nicht einfach zu lesen. Aber der Lokalkolorit von Lübeck und das Herstellen des Marzipans und teilweise die Familiengeschichte gefielen mir. Aber es war langatmig geschrieben. Trotzdem man kann ein weiteres Buch der Autorin lesen, denn der Schreibstil ist an sich nicht schlecht.
Nur falls sie auf Krimis umsteigt, bin ich draußen.
Mein - Lesezeichenfees - Fazit:
Wen Lübeck in 1957 und das Marzipan herstellen interessiert, der ist hier gut bedient.
PS: Das Buch wurde irgendwann mal zwischendurch gelesen und erst Monate später die Rezi eingestellt.
Es gab sehr viele Nebenhandlungen, was den Krimifluss sehr gestört hat. Es ist teilweise fast ein historisches Hausmädchen-Buttler-Buch, so ähnlich wie das Haus am Eaton Place (daran hat es mich erinnert.), ...
Es gab sehr viele Nebenhandlungen, was den Krimifluss sehr gestört hat. Es ist teilweise fast ein historisches Hausmädchen-Buttler-Buch, so ähnlich wie das Haus am Eaton Place (daran hat es mich erinnert.), und fast noch mit Liebesgeschichten. Der Krimi selbst spielt mehr im Hintergrund und ist leider vorhersehbar. Der Schreibstil war auch nicht meins, das ganze war einfach nicht flüssig. Und warum wird Mr und Mrs ohne Punkt geschrieben, ist das neu? Das hat mich sehr irritiert. Leider. Und ich dachte, die Hauptakteurin ermittelt mit Witz und Charme, so Cozy-Crime, davon hab ich leider nichts festgestellt. Aber immerhin, ich habe es geschafft, das Buch auszulesen, daher 3 Feensterne. Das Buch ist schön aufgemacht, mit Lesebändchen und Gripperezept, aber halt nix besonderes, wo heutzutage Buchschnitte wunderschön sind, was ich schade finde. Aber trotzdem gut auf altmodisch getrimmt. Wenn es kein Krimi wäre, sondern ein historisches Buch, wären die Charaktere sogar schön.
Peter Barlach Caroline hat einen Plan Harper Collins 2017
Seit der Supermarkt von einer Kette übernommen wurde, arbeitet Caroline nicht mehr gerne dort. Sie möchte Carolines Tapas eröffnen, doch dazu ...
Peter Barlach Caroline hat einen Plan Harper Collins 2017
Seit der Supermarkt von einer Kette übernommen wurde, arbeitet Caroline nicht mehr gerne dort. Sie möchte Carolines Tapas eröffnen, doch dazu fehlt ihr das Geld. Als dann ihr Kollege mit ihr einen Fleisch-Lkw überfallen will, macht sie mit.
- Achtung, viele Spoiler -
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, daher hab ich auch das Buch ausgelesen. Mir gefiel Caroline nicht so gut. Vor allem ihre Fantasien bezüglich Bente und auch so. Ich dachte immer, das kann sich nur ein Mann ausgedacht haben! Das ist so verrückt und das macht den Roman absolut kaputt. Auch die Romanze mit Arnold wird so gekappt, das fand ich schade. Warum hat der Autor den Vater nicht die Handschuhe anziehen lassen, damit er nicht überführt wird? Wäre doch für alle beteiligten und für eine Krimikomödie viel besser gewesen!
Eigentlich habe ich eine Krimikomödie erwartet. Aber das ganze war sehr tragisch. Caroline hatte eine „schwere Kindheit“, wie man so schön sagt, und ihre Chefin auch. Ihr Vater hat ein Alkoholproblem und ihre Mutter mag nur ihre Söhne. Das ist ganz viel Familien-Tragödie pur! Und dann kommt noch der Arbeitskollege und ihr Vater ins Gefängnis. Das fand ich sehr, sehr schade!
Es hätte so lustig sein können, auch als sie in Unterwäsche bei ihrer Nachbarin aufschlägt. Die humorvollen Stellen gehen auf jeden Fall – leider – unter. Und dann durfte man ein paar Kapitel von Teil 2 lesen. DAS fand ich dann wirklich zu viel, da die Romantik schon in Teil 1 einfach zu kurz kommt. Es ist sehr oberflächlich, auch ihre „One-Night-Stands“ mit zu viel Alkohol und Koks.
Das Cover gefiel mir auch nicht, der Rückentext versprach sehr viel, aber hat es nicht wirklich so eingehalten.
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Die Charaktere waren etwas zu blass für mich. Der Schreibstil top, aber die Geschichte halt zu tragisch-traurig und ich fand das ganze hat nicht wirklich ein Happy End. Zudem hätte ich mir mehr Romantik gewünscht.
Linnea Holmström Sommerglück auf Reisen 2017 (2014) Lingen
Svea und Finn lieben sich. Sie sind zwei Teenager, die in Stockholm wohnen und dort zur Schule gehen. Sie wollen unbedingt in Schweden auf Reisen ...
Linnea Holmström Sommerglück auf Reisen 2017 (2014) Lingen
Svea und Finn lieben sich. Sie sind zwei Teenager, die in Stockholm wohnen und dort zur Schule gehen. Sie wollen unbedingt in Schweden auf Reisen gehen. Sveas Vater ist ein bekannter Gastrokritiker und Finns Mutter hat ein Restaurant. Als Sveas Vater (Hendrik) in das Lokal von Finns Mutter (Kristina) geht, haben sie massive Probleme mit der Elektrik. So sind die Köttbullar nicht ganz durch. Die Suppe scheint aber nicht schlecht gewesen zu sein, die isst der Kritiker. Der Koch merkt es noch, kann aber der Bedienung nicht rechtzeitig Bescheid geben. Durch eine Radiosendung kommt es zum Streit zwischen den beiden Elternteilen. Dafür hat Selma ein neues Thema für ihre Kolumne „Selmas Welt“. Die Kolumne ist nichts besonderes, aber sehr beliebt und so bleibt sie an den jungen Leuten dran und hilft ihnen durch Schweden zu kommen, weil sie einfach zu wenig Geld haben.
Von Sommerglück war einfach wenig bzw. gar nichts zu spüren. Kristina muss zu ihrem Ex-Ehemann, zu ihrer Mutter und hat Kontakt mit ihrer Schwester,
(Achtung Spoiler!!)
dabei hat sie mit allen ein Problem, weil ihr Ehemann nicht treu war. Zudem muss sie sich mit dem Gastrokritiker zusammentun, weil ihr Auto streikt. Es waren Dramen auf verschiedenen Ebenen. Die jungen Leute, mit zu wenig Geld und jeder ist ein anderes finanzielles Umfeld gewohnt. Svea ist verwöhnt und Jugendherbergen und Hotelzimmer, die sich schon auflösen sind nicht ihr Ding. So ist sie mies drauf. Als der Fotograf erscheint und sie mit auf Tour nimmt, ist Svea von ihm angetan und Finn ist eifersüchtig. So geht die Liebe dahin. Dafür kommt die Liebe zu den Erwachsenen. Es ist aber auch gut, weil sich am Ende herausstellt, dass die jugendlichen nun alle verwandt miteinander sind (und in Sveas Fall werden). Als Freunde und Geschwister fühlen sich Svea und Finn nun wohler.((Spoiler Ende!!))
In dem Buch gibt es viele tolle Rezepte, weil Kristina Rezepte für ihr Lokal sammelt. Aber das ist der einzige Flair, man hat wenig Landschaftsflair, weil ständig irgendwas passiert. Und es ist mehr eine zusammengewürfelte Fluchtgemeinschaft. Die Charaktere wachsen einem nicht so sehr ans Herz, wegen den vielen Tragödien.
Mich hat auch gestört, dass die Suppe, die der Gastrokritiker gegessen hat, nicht weiter erwähnt hat.
Was eigentlich ein leichter Sommerroman ist, ist ein eher tragisches Buch mit Happy End. Nun ja, es gibt mehrere glückliche Enden. Man kann das Buch gut an einem regnerischen Tag lesen, wenn man kein besseres hat.
Die Rezepte gefielen mir, sie sind jedes Mal im Buch, wann es im Buch erwähnt wurde. Eher schwedisch angehaucht und fängt mit typischen Köttbular an (nun ja, es gibt ne Suppe davor), aber beim Hauptgericht steht nie, was die Schweden dazu essen. Ich vermute, dass es keine Spätzle sind. Vielleicht Kartoffeln?
Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Das Buch schleppt sich so dahin, mit einem Ausgang, der vorhersehbar ist. Der Landschaftsflair ist mager, dafür gibt es Rezepte. Ich habs ausgelesen, daher ist es schon mal drei Sterne wert.