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Veröffentlicht am 03.02.2025

Dating-Wahn

Plunder gibt es immer wieder. Ein Hansel & Pretzel Krimi
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„Plunder gibt es immer wieder“ ist der 6. Teil der Hansel & Pretzel Krimi-Reihe
An ihrem ersten Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub ist Linn überrascht, dass das Cafe in der Bäckerei Hansel & Pretzel ...

„Plunder gibt es immer wieder“ ist der 6. Teil der Hansel & Pretzel Krimi-Reihe
An ihrem ersten Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub ist Linn überrascht, dass das Cafe in der Bäckerei Hansel & Pretzel knackend voll ist, alle starren auf ihre Handys und überall pingt es. Das alles liegt an der neuen Dating-App 'Shappunzel‘ und daran, dass das Cafe als der beliebteste Treffpunkt bei den Umfragen ausgewählt wurde. Doch dann taucht eine bewaffnete Frau auf und bedroht einen Gast. Und abends findet Linn im Nachbarhaus einen Toten, der auch in der Dating-App aktiv war. Schon steckt sie wieder in einem Mordfall. Ihr Freund Bas van de Groot ist gerade nicht im Lande, sodass die sich mit ihren WG-Mitbewohnern und der Reporterin Kamryn in die Aufklärung des Falles stürzt. Denn alles deutet auf einen Zusammenhang mit der App hin. Da Linn digital eher rückständig ist, ist sie auf jede Hilfe angewiesen.
Auch das ist wieder eine kurzweilige, spannende und auch amüsante Geschichte, die locker und lebhaft geschrieben ist. Die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin und schon ist man leider wieder fertig. Die Kapitelüberschriften sind mit der Brezel schön gestaltet, ebenso ist es ein wunderschönes Cover. Am Ende des Buches gibt es wieder Rezepte zum Nachmachen.
Die Charaktere kenne ich schon von Beginn an und mag sie immer noch alle sehr. Linn drängt sich nicht in den Vordergrund und ist eine gute Freundin für alle. Die WG-Bewohner sind sehr verschieden und alle auf ihre Art liebenswerte und interessante Personen.
Ich freue mich auf weitere Fälle mit Linn, dem Inspektor und den WG-Bewohnern.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.01.2025

Hat mir sehr gut gefallen

Bluternte
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„Bluternte“ ist der 3. Teil der Niederbayern-Krimi-Reihe. Zu Beginn des Buches findet man einen Übersichtsplan von Neukirchen und Umgebung sowie ein Personenverzeichnis, was ich sehr nützlich fand.
Der ...

„Bluternte“ ist der 3. Teil der Niederbayern-Krimi-Reihe. Zu Beginn des Buches findet man einen Übersichtsplan von Neukirchen und Umgebung sowie ein Personenverzeichnis, was ich sehr nützlich fand.
Der emeritierte Geschichtsprofessor Gregor Cornelius freut sich auf einige ruhige Tage in Neukirchen. Doch zuvor wird er von seiner Frau zu einer Galaveranstaltung ihrer Bekannten geschleppt, wo er auch einen berühmten Tenor und seine Lebensgefährtin kennenlernt, der ein Familienanwesen im Nachbarort von Neukirchen besitzt und ebenfalls dort ausspannen will. Doch Cornelius sollte keine ruhigen Tage bekommen. Im Dorf brodelt es, ein Freizeitpark soll entstehen, die meisten Bauern haben schon ihre Felder verkauft, der letzte ist nun auch dazu bereit. Doch bevor er den Vertrag unterschreiben kann, findet Cornelius ihn tot im Feld. Damit beginnen viele dramatische Ereignisse im Dorf. Teilweise liegen sie auch schon Jahre zurück.
Im ersten Teil des Buches lernt man die verschiedenen Dorfbewohner mit ihren Sorgen und Nöten kennen. Der geplante Freizeitpark spielt eine große Rolle, es gibt nur wenige Gegner. Die Geschichte baut sich langsam, aber nicht langweilig oder langatmig auf. Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge und es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was sehr interessant ist.
Die einzelnen Handlungsstränge fügen sich am Ende sehr gut und sinnvoll zusammen und es werden sogar mehrere Fälle aufgeklärt. Bis dahin war für mich nicht erkennbar, wie alles zusammen passt.
Insgesamt ist es für viele Beteiligte eine sehr traurige und tragische Geschichte und mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet.
Die Charaktere sind authentisch dargestellt und ich war mittendrin im Geschehen. Die Polizei spielt dabei gar nicht so eine große Rolle. Von ihr mag ich Katrin Abel und Florian Weber besonders. Thorwald empfand ich als etwas unfreundlich und immer genervt. Ansonsten war mir Cornelius sehr sympathisch. Für ihn war es ja nicht der erste Fall, sodass er schon einige Erfahrung im Ermitteln hat. Er war nicht aufdringlich, eher etwas zurückhaltend, hilfsbereit, hat immer Augen und Ohren aufgesperrt und dadurch Vieles mitbekommen, was der Polizei verschwiegen wurde.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und fesselnd.
Für mich war es das erste Buch der Reihe. Es hat mir so gut gefallen, dass ich die anderen aber auch unbedingt lesen werde. Das Cover passt auch sehr gut zur Handlung.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Unterhaltsam und kurzweilig

Blut und Blümchen - Mord hat immer Saison
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„Mord hat immer Saison“ ist der 1. Teil der Gartenkrimireihe Blut und Blümchen.
Nele Blum braucht eine Auszeit und will das Gartenlokal ihrer Großeltern in der Kleingartenanlage ‚Hortensia‘ wiedereröffnen. ...

„Mord hat immer Saison“ ist der 1. Teil der Gartenkrimireihe Blut und Blümchen.
Nele Blum braucht eine Auszeit und will das Gartenlokal ihrer Großeltern in der Kleingartenanlage ‚Hortensia‘ wiedereröffnen. Als Kind hat sie sich dort sehr wohl gefühlt. Doch gleich nach ihrer Ankunft wird in der über dem Lokal liegenden Wohnung ein Toter gefunden. Kurz danach trifft der attraktive Dorfpolizist Erik Gerner ein. Um das Lokal schnell eröffnen zu können, will Nele den Fall schnell geklärt haben. Ungefragt bekommt sie Theorien der Kleingärtner zusammen mit Gemüsesuppe serviert und wird praktisch zum Ermitteln animiert, was sie dann gemeinsam mit Erik auch macht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Mit ca. 100 Seiten war es auch schnell zu lesen. Obwohl Erik in der Buchbeschreibung nicht so gut wegkommt, fand ich ihn sehr sympathisch und gar nicht so unbegabt. Auch Nele mag ich. Sie ist nicht aufdringlich neugierig. Durch die Kontakte in der Gartensparte bekommt sie eben viele Informationen. Auch die Gärtner, die Stammkundschaft im Lokal waren und wieder werden wollen, sind sehr liebevoll mit ihren speziellen gärtnerischen Talenten beschrieben, von denen Nele in ihrem Lokal profitieren kann.
Der Schreibstil ist angenehm und einfach zu lesen und die Kapitelüberschriften sind gärtnerisch gestaltet. Das Cover ist sehr schön und passt zum Inhalt, nur der Hund fehlt im Buch noch. Vielleicht kommt er noch dazu.
Ich freue mich jedenfalls auf weitere Fälle mit Nele und Erik und darauf, wie ihr Gartenlokal und ihre Kochkünste angenommen werden.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 28.12.2024

Großartig

Der Seher
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„Der Seher“ ist der 7. Teil für den Kryptologen Arne Stiller.
Der Fund einer Zeitkapsel auf einer Baustelle im Dresdner Zwinger erweist sich nicht als Glücksgriff. Darin enthalten sind menschliche Knochen. ...

„Der Seher“ ist der 7. Teil für den Kryptologen Arne Stiller.
Der Fund einer Zeitkapsel auf einer Baustelle im Dresdner Zwinger erweist sich nicht als Glücksgriff. Darin enthalten sind menschliche Knochen. Außerdem befindet sich auf der Kapsel ein Code, den es zu knacken gilt. Ein Fall für den Kryptologen Arne Stiller. Zugleich kommen Erinnerungen an einen Fall vor siebzehn Jahren hoch. Damals verschwand ein Säugling spurlos. Ob er jetzt gefunden wurde? Für Arne scheint es fast ein hoffnungsloser Fall zu werden, es gelingt ihm nicht, den Code zu entschlüsseln. Und schon verschwindet das nächste Kind. Wie ehemals taucht eine kryptische Traueranzeige mit dem Namen des Jungen auf. Es beginnt eine rasante Jagd gegen die Zeit. Dann meldet sich Moritz Schrader, der ‚Seher von der Elbe‘ und bietet seine Dienste an. Er beschäftigte sich schon damals mit dem Verschwinden des Jungen und hat angeblich vielfach sein Können unter Beweis stellen können. Doch Arne will von diesem Hokuspokus nichts wissen.
Zu allem Übel ist seine Kollegin Inge nun endgültig in den Ruhestand gegangen und ihm wird eine Praktikantin der Polizeischule vor die Nase gesetzt. Diese hat schon viel von Arne gehört und ist nun doch von seiner grantigen Art etwas desillusioniert.
Der Fall entwickelt sich in verschiedene Richtungen. In Arnes eigenwilliger Art und seiner großartigen Spürnase geht er jeder noch so kleinen Spur nach, bekommt es immer wieder mit dem Hellseher zu tun und nimmt immer neue verdächtig Personen unter die Lupe. Am Ende war nicht nur er überrascht, sondern auch ich.
Es war wieder ein absolutes und wahnsinnig spannendes Lesevergnügen. Ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen. Obwohl mir Inge Allhammer immer gefallen hat, bringt Sandy, die Praktikantin, frischen Wind in die alte Waffenkammer. Sie ist in der Praxis natürlich noch unerfahren und macht Fehler, aber sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, kann gut recherchieren und bringt ihre eigenen Vermutungen und Gedanken in die Arbeit ein.
Ohne großen Vorspann beginnt das Buch sofort spannend. Diese Spannung wird auch über das ganze Buch gehalten bis zu einem grandiosen Ende. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Rückblicke, die aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben sind. Damit wird noch mehr Verwirrung gestiftet.
Ich bin wieder restlos begeistert, trotz der sehr emotionalen Fälle. Auch das Cover passt sich den Vorgängern an.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. Auch wenn das Buch in sich abgeschlossen ist, lohnt sich das Lesen der vorherigen auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Cold Case

Vino, Mord und Bella Italia! Folge 5: Der Tote im Pool
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„Der Tote im Pool“ ist der 5. Fall aus der Reihe „Vino, Mord und Bella Italia“.
Anna Wagner will nun endlich die Renovierung des alten Pools im Garten ihrer Großmutter in Angriff nehmen. Sie und auch der ...

„Der Tote im Pool“ ist der 5. Fall aus der Reihe „Vino, Mord und Bella Italia“.
Anna Wagner will nun endlich die Renovierung des alten Pools im Garten ihrer Großmutter in Angriff nehmen. Sie und auch der Nachbarsjunge Tameo freuen sich auf das baldige Baden darin. Doch nachdem der Handwerker Loris die Abdeckung gelöst hat, springt Tameos kleiner Hund in den jahrelang angesammelten Schlamm und gräbt einen Knochen aus. Unter dem Pool liegt ein Skelett. Nun muss Anna Commissario Martinelli und seine Kollegen rufen. Es ergeben sich viele Fragen hinsichtlich Annas Familie, die sie nicht beantworten kann und sie beginnt sich für die Vergangenheit ihrer Großeltern zu interessieren. Dann steht plötzlich ihre Mutter vor der Tür, sie hat das Haus verkauft und schmeißt Anna praktisch raus, obwohl diese schon sehr viel Zeit, Geld, Arbeit und Liebe in die Renovierung des alten Hauses gesteckt hat. Anna überredet Martinelli, sie an dem Fall des Toten mitarbeiten zu lassen und nebenbei macht sie den Käufer des Hauses ausfindig. Bei der Suche im Archiv nach Vermisstenfällen stellt sich heraus, dass Akten aus diesem Zeitraum verschwunden sind. Nun muss Martinelli auch noch in den eigenen Reihen ermitteln.
Es wird wieder vielen Spuren nachgegangen, die in die unterschiedlichsten Richtungen führen, an die man gar nicht denkt. Aber letztlich findet alle ein gutes Ende.
Die Hauptcharaktere sind mir ja schon bekannt. In diesem Teil ist Anna nicht so penetrant aufdringlich und Martinelli nicht so grummelig wie sonst. Es scheint sich langsam ein angenehmer Umgang miteinander anzubahnen oder auch mehr? Annas Mutter war mir total unsympathisch, ihr Auftreten war kalt und emotionslos. Aber als gebürtige Italienerin hat sie bald ihre alte Lebenseinstellung wiedergefunden und nicht nur die.
Auch dieser Teil hat mir wieder wunderbar gefallen. Die Darstellung der Charaktere und die Beschreibungen der Landschaft sowie des Lebens in der Toskana sind sehr gut gelungen. Es wirkt alles oft sehr entspannt und ohne Hektik. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit.
Der Schreibstil ist locker und angenehm, die Kapitel kurz.
Das Cover passt natürlich auch wieder super zu Land und Leuten. Es war wieder ein sehr unterhaltsames und spannendes Lesevergnügen für mich und natürlich gibt es auch wieder eine Leseempfehlung.

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