Profilbild von streifi

streifi

Lesejury Star
offline

streifi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit streifi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2025

liebevolle, humorvolle Kolumnen

Unsere kleine Welt
0

Die drei Geschwister Arenz veröffentlichen in diesem Buch die Kolumnen, die sie gemeinsam über die Jahre hinweg in einer Zeitung veröffentlicht hatten. Begonnen hatte das Projekt nur mit Ewald Arenz und ...

Die drei Geschwister Arenz veröffentlichen in diesem Buch die Kolumnen, die sie gemeinsam über die Jahre hinweg in einer Zeitung veröffentlicht hatten. Begonnen hatte das Projekt nur mit Ewald Arenz und seinen Geschichten, seine Geschwister stießen später mit ihren eigenen dazu.

Die Geschichten sind durchgehend pointiert geschrieben, viele laden zum Lächeln oder auch Lachen ein. die Familie Arenz ist sich zugetan, das merkt man, aber man geht eben auch nicht gerade zimperlich miteinander um. Man spürt aber durchgehend die Verbundenheit zueinander.

Ich war zeitweise etwas verwirrt, da in den Geschichten andere Namen benutzt werden und Ewald von den Geschwistern Heinrich genannt, Sigrun als Katharina und Helwig Jörg. Ich habe tatsächlich lange gebraucht, bis ich das kapiert hatte.

Trotzdem hat mir dieses kurze Büchlein richtig gut gefallen und ich werde wohl auch noch nach Meine kleine Welt von Ewald Arenz Ausschau halten, in denen wohl die Kolumnen gesammelt wurden, die seine eigene Familie, sprich Ehefrau und die Kinder, beschreiben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2025

humorvolle Liebesgeschichte

Bevelstoke – Die Geheimnisse eines Gentlemans
0

Annabels Familie geht es finanziell nicht gut. Die Saison bei den Großeltern und ihre Einführung in die Gesellschaft sollen ihr nun die Gelegenheit bieten sich einen reichen Ehemann zu besorgen. Doch muss ...

Annabels Familie geht es finanziell nicht gut. Die Saison bei den Großeltern und ihre Einführung in die Gesellschaft sollen ihr nun die Gelegenheit bieten sich einen reichen Ehemann zu besorgen. Doch muss es unbedingt der ältliche, unangenehme und übergriffige Earl of Newbury sein? Als Annabel auf Sebastian Grey trifft ist es um sie geschehen. So soll der Mann ihres Lebens sein. Dumm nur, dass er nicht nur der Neffe des Earl of Newbury ist, sondern auch noch nicht besonders begütert. Wie soll sie sich nun entscheiden? Liebe oder finanzielle Sicherheit?

Julia Quinn nimmt uns wieder mit ins England um 1820. Dieser abschließende Band der Bevelstoke Reihe dreht sich nun um Sebastian Gray, den wir in den Vorgänger Bänden schon kennenlernen durften. Und wir treffen auch wieder auf Sir Harry und Lady Olivia aus dem Vorgängerband. Die Geschichte wird abwechselnd aus Annabels und Sebastians Sicht geschildert und lässt sich wieder sehr schön lesen. Die Dialoge sind gewohnt witzig, es prickelt ein wenig und man fragt sich wirklich, wie Annabel aus ihrer misslichen Lage befreit werden wird.

Ich möchte auch dieses Buch aus der Feder von Julia Quinn wieder empfehlen. Sie schafft es einfach den vermeintlich immer gleichen Plot jedes Mal anders mit Leben zu füllen. Und dabei einen ganz wunderbaren Humor mit in ihre Bücher zu bringen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Eine starke Frau

Die Farben der Schmetterlinge
0

Maria von Linden ist kein typisches Mädchen ihrer Zeit. Schon früh interessiert sich sie für die Natur und alles was kreucht und fleucht. Ihre Leidenschaft stößt bei der Verwandtschaft auf großes Unverständnis, ...

Maria von Linden ist kein typisches Mädchen ihrer Zeit. Schon früh interessiert sich sie für die Natur und alles was kreucht und fleucht. Ihre Leidenschaft stößt bei der Verwandtschaft auf großes Unverständnis, doch schafft sie es als erste Frau das Abitur in Württemberg abzulegen und als erste Studentin in Tübingen zugelassen zu werden. Auch wenn sie dafür auf die Liebe und Ehe verzichten muss.

Maria von Linden war mir bisher unbekannt, diese Buch war aber eine gelungene Möglichkeit diese willensstarke Frau genauer kennenzulernen. Wir begleiten Maria durch ihre Kinder- und Jugendjahre bis hin zum Abschluss ihres Studiums in Tübingen. Dabei wird der Leserschaft immer wieder vor Augen geführt, wie wenig Frauen zu dieser Zeit einfach noch gegolten haben. Maria wird ob ihres Wunsches zu forschen belächelt, verhöhnt und angefeindet. Und doch schafft sie es als erste Frau an der Universität Tübingen in einer Männerwelt bestehen zu können und dort ihren Doktor machen zu können, obwohl sie nie voll immatrikuliert war.

Die Autorin schafft es den Menschen Maria lebendig werden zu lassen und auch ihr Umfeld. Sie stützt sich dabei auf das was historisch belegt ist, besonders auf Marias eigene Tagebücher. Das macht den Roman lebendig und man kommt der Protagonistin nahe. Auch ihr Umfeld ist toll beschrieben und man kann die gesellschaftlichen Hürden gut nachvollziehen.

Der Schreibstil ist bildhaft und nimmt von der ersten Seite an mit. Ich mochte besonders die landschaftlichen Beschreibungen, die bei mir das Kopfkino am laufen gehalten haben. Und das Thema ist auch heute noch wichtig. In Zeiten, in denen Frauenrechte teilweise wieder in Frage gestellt werden, sollte man sich im Klaren sein, was wir bereits erreicht haben. Und was wir Frauen wie Maria von Linden auch zu verdanken haben.

Dieses Buch war das erste, das ich von der Autorin gelesen habe. Es wird sicher nicht das letzte bleiben, ich mochte ihre Art zu schreiben sehr. Hier wird man unterhalten und lernt ganz nebenbei auch etwas dazu.

Von mir daher eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2025

Mittsommer

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
0

Maya freut sich auf ein Yoga Retreat ihrer Freundin Emely auf einer ziemlich abgelegenen Schäreninsel. Doch nach dem Mittsommerfest wird eine Leiche gefunden und kurz darauf wird auch noch eine Teilnehmerin ...

Maya freut sich auf ein Yoga Retreat ihrer Freundin Emely auf einer ziemlich abgelegenen Schäreninsel. Doch nach dem Mittsommerfest wird eine Leiche gefunden und kurz darauf wird auch noch eine Teilnehmerin ermordet. Maya soll in den Fällen verdeckt ermitteln, doch bald zieht ein Sturm auf und die Insel ist von der Außenwelt nicht mehr erreichbar und Maya auf sich alleine gestellt.
Dazu kommt, dass es zwischen Emely und Maya zu einem Zerwürfnis kommt und beide die jahrzehntelange Freundschaft plötzlich in Frage stellen.

Auch dieser zweite Band der Reihe rund um die deutsch-schwedische Ermittlerin Maya Topelius ist wieder sehr spannend. Man rätselt ziemlich lange herum, was wohl der Grund für den ersten Mord gewesen sein könnte und wieder zweite wohl damit zusammenhängt. Am Ende tappt man als Leser genauso im Dunkeln wie die Ermittler. Maya ist komplett auf sich gestellt und kann mit ihrem Partner Pär nur telefonisch in den Austausch treten.

Dazu kommt, dass der Streit zwischen Emely und ihr, ihr auch noch den einzigen Verbündeten nimmt. Hier bricht eine scheinbar schon immer vorhandene unterschwellige Dissonanz zwischen den beiden auf, die nur sehr schwer zu greifen und zu beheben ist. Mir hat hier aber gut gefallen, dass sie es am Ende doch wieder schaffen zumindestens wieder ins Gespräch zu kommen und mit Hilfe der anderen beiden Freundinnen einander die Hand reichen können.

Die Reihe gefällt mir sehr gut. Dieses mal gab es auch einen Gastauftritt aus der Provence Reihe. Penelope, die Freundin der dortigen Ermittlerin Hannah ist ebenfalls Teilnehmerin des Retreats. Es geht sehr viel auch um esoterische Wahrnehmungen und wie man mit Gefühlen und Intuition umgeht. Das einzige was mir zu oft wiederholt wurde war, dass Emely ja so hochsensibel ist und deshalb so gar nicht belastbar.

Ich kann auch diesen Band wieder empfehlen und freue mich darauf, dass es im Oktober wohl noch einen dritten Band der Reihe geben wird, in dem dann die dritte Freundin Mayas auch eine größere Rolle spielen wird. Hier bin ich schon sehr darauf gespannt, in wie weit sich die vier Freundinnen in ihrer Beziehung zueinander noch verändern werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2025

Neuanfang

Die Blüten der Träume
0

Viktoria hat geraumer Zeit eine Affäre mit Rudolph von Auersperg und hofft sehr darauf, dass er sich endlich öffentlich zu ihr bekennt. Doch nach einem Urlaub mit ihren Eltern im geliebten Triest stellt ...

Viktoria hat geraumer Zeit eine Affäre mit Rudolph von Auersperg und hofft sehr darauf, dass er sich endlich öffentlich zu ihr bekennt. Doch nach einem Urlaub mit ihren Eltern im geliebten Triest stellt sie fest, dass er sich mit einer anderen verlobt hat und die Affäre öffentlich wurde. Von allen, einschließlich ihrer Eltern, geächtet, flieht sie zurück nach Triest. Eigentlich hat sie nicht wirklich einen Plan, aber das Schicksal hat immer wieder Prüfungen für sie vorgesehen, die sie voranbringen.

Viktoria ist ein verwöhntes Mädchen aus einer Industriellenfamilie. Das merkt man anfangs ihrem Charakter auch deutlich an. Im Laufe des Buches muss sie aber feststellen, dass ihr die Welt nicht einfach zu Füßen liegt und sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss.

Sie trifft unter anderem auch auf Fabrizio, der um das Weingut seiner Familie kämpft und seinen Geschwistern zu verheimlichen versucht, wie es ums Geschäft steht. Valeria, seine Schwester, möchte Journalistin werden und der Bruder Crispino ist auf revolutionären Pfaden unterwegs.

In der Pension muss sie feststellen, dass sie eigentlich als Mensch nicht erwünscht ist. Die Nichte des Inhabers Melitta sieht sie nur als Rivalin um die Pension und der Rest der Belegschaft kommt mit ihrem Wandel vom Gast zum Mitglied der Inhaberfamilie nicht zurecht.

Das Buch ist gespickt mit schwierigen Charakteren, die teilweise sehr eigensinnig, stur und in einigen Fällen auch blind für die Realität sind. Gerade bei Crispino und Melitta hatte ich gewaltige Probleme, da die beiden sich die Welt so zurechtbiegen, wie es ihnen passt, ohne auch nur Ansatzweise Empathie für ihre Umgebung zu zeigen.

Alles in allem war es ein schönes Buch mit einer Geschichte, die spannend ist und bei der man auch wissen will, wie es denn weiter geht. Charlotte Lyne erzählt die Geschichte in ihrem einzigartigen bildlichen Schreibstil. Dazu gehört auch, dass man die Charaktere gerne mal in den Hintern treten möchte, weil sie eben manchmal recht schwierig sind. Ich freue mich auf jeden Fall auf den zweiten Teil der Triest Saga, in dem wir erfahren werden, wie es mit Viktoria, Fabrizio und den anderen weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere