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Veröffentlicht am 25.05.2025

Dieser französische Sommer verläuft ein wenig zu lang

Merci Agneta
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"Merci Agneta" von Emma Hamberg ist ein Roman über den Selbstfindungsprozess einer schwedischen Frau nach einer gescheiterten Ehe.

Agneta ist noch mit Magnus verheiratet als sie sich in die Provence aufmacht, ...

"Merci Agneta" von Emma Hamberg ist ein Roman über den Selbstfindungsprozess einer schwedischen Frau nach einer gescheiterten Ehe.

Agneta ist noch mit Magnus verheiratet als sie sich in die Provence aufmacht, um Abstand zu ihrer gescheiterten Beziehung und zu ihren Eltern zu bekommen. Sie verbringt die Tage ohne jegliche Sprachkenntnisse in einem Kloster in dem französischen Dorf Saint Carelle. Dort kümmert sie sich um den an Demenz erkrankten Einar. Agneta stellt von Tag zu Tag fest, das die französische Lebensart ihr erheblich mehr entgegenkommt als ihr bislang geführtes Leben in Schweden. Als jedoch eine erhebliche Summe in Form einer Stromnachzahlung auf Einar zukommt, entwickelt Agneta zusammen mit Bonnibelle eine außergewöhnliche Geschäftsidee. Sie lernt den Barbesitzer Fabien kennen und lieben. Da aber die Idee einer neuartigen Unterwäscheproduktion misslingt, muss Agneta schweren Herzens nach Schweden zurück. Wird sie Fabien und Saint Carelle je wiedersehen?

Emma Hamberg hat eine wunderbar bildreiche und humorvolle Art zu schreiben. Wir Leser/innen tauchen gemeinsam mit Agneta tief in Südfrankreich ein, geniessen das Klosterleben, fühlen das Leiden von Einar und die aufkeimende Liebe zu Fabien. Die Personen sind sehr gut beschrieben, so dass wir zum einen (beinahe im Schwarz-Weiß-Stil) die Einwohner von Saint Carelle seitenweise unsere Sympathie entgegenbringen und zum anderen Agnetas Eltern und ihren Noch-Ehemann unsere Abneigung spüren lassen. Besonders hervorzuheben sind Emma Hambergs Gespür für menschliche Gefühle und ihr Wortwitz. Das Ende des Romans lässt Raum für eine Fortsetzung von Agnetas weiteren Schicksal.

Für meinen Geschmack kann die Autorin leider aber den Spannungsbogen nicht aufrechterhalten. Die Geschichte gerät nach der Hälfte des Romans ins Stocken und verläuft sich in zu ausschmückende Auseinandersetzungen mit Agnetas Mutter oder Agnetas innere Dialoge mit dem verstorbenen Einar oder der Realität.

"Merci Agneta" ist ein Roman, den man entspannt als Urlaubs- oder Abendlektüre lesen und geniessen kann.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Spannende Suche nach der Großmutter und der verloren gegangenen Erinnerung

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Das magische 314 Seiten starke Abenteuer "Die Magie der silbernen Flamme" aus der neuen Spellcraft-Reihe von R.L. Ferguson nimmt uns zusammen mit Lucy, Renly, Carter und Adele mit, um Lucys Großmutter ...

Das magische 314 Seiten starke Abenteuer "Die Magie der silbernen Flamme" aus der neuen Spellcraft-Reihe von R.L. Ferguson nimmt uns zusammen mit Lucy, Renly, Carter und Adele mit, um Lucys Großmutter Serena zu finden, die auf einer Messe der Spellcrafter aus ihrem Zimmer entführt wurde. Die Jugendlichen machen sich auf, sie und Erasmus Glint, den Sept-Crann-Vorsitzenden, umgehend wiederzufinden, nicht ahnend, welch spannende und haarsträubende Abenteuer sie dabei bestehen müssen. Werden sie Lucys Großmutter rechtzeitig finden?

Gleich das Cover spiegelt den magischen Inhalt des Buches eindrucksvoll wieder. Ein drachenähnliches Geschöpf speit gleissendes Licht auf den Buchtitel, umringt von lodernden Flammen. Im unteren Teil des Covers betont eine silberne Schleife den Titel des ersten Bandes "Die Magie der silbernen Flamme".
Über jedem Kapitel finden wir den Drachenkopf dann jedes Mal wieder. Der Schreibstil ist sehr lebendig und lässt sich wunderbar flüssig lesen. Durch die recht früh stattfindende Entführung der Großmutter baut sich entsprechend schnell ein schöner Spannungsbogen auf, der in einem sehr spannenden und aufwühlenden Finale seine Vollendung findet
Die jungen Protagonisten wachsen den Leser/innen sogleich ans Herz, sodass wir mit ihnen von Beginn des Abenteuers bis zu dessen Ende mit fiebern.
Mein Fazit:
Dieses Buch ist allen Leser/innen, die magische Geschichten lieben und keine große Angst vor etwas gruselig anmutenden Kreaturen haben sehr zu empfehlen. Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band, um zu erfahren, wie es unserem Quartett weiter ergeht.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Sehr gelungener Start in ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte

Zwanzig Jahre - 1933
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"Zwanzig Jahre - 1933" ist genau die Art von Verbindung zwischen historisch belegten Fakten und Fiktion, die ich mir in einem historischen Roman wünsche.

Roman Just erzählt in seinem Roman die Geschichte ...

"Zwanzig Jahre - 1933" ist genau die Art von Verbindung zwischen historisch belegten Fakten und Fiktion, die ich mir in einem historischen Roman wünsche.

Roman Just erzählt in seinem Roman die Geschichte im Jahre 1933 zweier Familien, die auf unterschiedlichen Kontinenten leben. Da ist auf der einen Seite die Familie von Dannenburg in Greifswald, Deutsches Reich und auf der anderen Seite die Familie McKenzie in Massachusetts, USA. Die Familien verbindet die enge Freundschaft der Familienoberhäupter Otto und John.

Während Otto von Dannenburg frühzeitig die Veränderung in Deutschland durch die Machtergreifung Adolf Hitlers und seiner NSDAP erkennt und mit ansehen muß, wie sein eigener Bruder Walter von der Ideologie der Nazis geblendet und vereinnahmt wird, findet er durch John James McKenzie die erhoffte Hilfe, um seinen Sohn Peter vor den Nationalsozialisten zu schützen. Durch fiktive Romanstränge wird diese ohnehin schon sehr spannende, bewegende und erschütternde, düstere Episode in unserer deutschen Historie noch um einiges lebendiger und greifbarer erzählt. Es wirkt auf uns Leser/innen - obgleich den meisten von uns dieses Jahr durchaus bekannt ist - unbegreiflich, wie ein kulturell bunt aufgestelltes Land, wo unterschiedliche Menschen mit ihren unterschiedlichen Religionen und Abstammungen seit Jahren friedlich und respektvoll zusammen gelebt haben, binnen einem Jahr fremdgesteuert beginnen, einer brutalen, irrsinnigen Ideologie zu folgen. Roman Just zeigt in seinem Roman auf, daß diese Verblendung nicht einmal vor der eigenen Familie Halt findet.

Der Roman lebt zum einen von der Fiktion die beiden Familien betreffend und zum anderen von der geschichtlichen Kenntnis seiner Leser/innen, die dadurch mit den beiden Familien hoffen und bangen, wie sie durch dieses Jahr 1933 hindurchkommen werden.

Ein sehr gelungener Start in eine neue Romanreihe, die Lust auf seine weiteren Bände macht!

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Gruseliges Spiel mit der Fantasie

The House Trap
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"The House Trap - Diesem Spiel entkommst Du nicht" von Emma Read ist eine mysteriöse und gruselige Erzählung im Escape-Room-Stil.
Vier Kinder, Claude, Deliah, Sam und Claudes kleine Schwester Amity entfernen ...

"The House Trap - Diesem Spiel entkommst Du nicht" von Emma Read ist eine mysteriöse und gruselige Erzählung im Escape-Room-Stil.
Vier Kinder, Claude, Deliah, Sam und Claudes kleine Schwester Amity entfernen sich von Claudes Elternhaus, um in der Nähe des geheimnisvollen Waldes miteinander zu spielen. Während des Spiels verlieren sie jedoch Amity kurz aus den Augen. Auf der Suche nach ihr müssen sie den verbotenen Wald betreten und entdecken ein geheimnisvolles Haus, welches sie betreten, da sie Amity im Innern vermuten. Sie finden Amity tatsächlich, nur um festzustellen, dass sie nun im Haus gefangen sind. Es beginnt für sie ein Spiel, bei dem sie ständig neue Rätsel lösen müssen, um das Haus des verstorbenen Architekten Elias und seiner Tochter Hypatia wieder verlassen zu können. Aber wird es ihnen auch gelingen?

Emma Read versteht es sehr geschickt, uns Leser/innen gemeinsam mit den vier Jugendlichen ins alte Haus zu nehmen. Dort erwarten uns neben den mysteriösen Rätseln teilweise recht gruselige Begegnungen, bei denen die Grenzen zwischen Leben und Tod zu verschwimmen scheinen. Von Beginn an baut sich ein intensiver Spannungsbogen auf, der sich von Seite zu Seite steigert. Die Hoffnung, dass es den Kindern gelingen möge, das Haus wieder verlassen zu können, lässt uns Seite für Seite durch das Haus nahe zu rasen. Eine dadurch atemlose Spannung entsteht. Die Kapitel sind für die jugendlichen Leser erfreulich kurz gehalten.
Die Charaktere erscheinen uns sehr authentisch und mit den für ihr Alter typischen Sorgen und Bedürfnissen behaftet.
Das Cover erweckt genau das gewünschte Gefühl zwischen Spannung und Grusel, welches der Inhalt dann ja auch erzeugt.

"The House Trap" ist eine hervorragende Lektüre für alle, die ein spannendes Buch gepaart mit einigen Schockelementen lieben. Allerdings ist für mein Empfinden die Altersempfehlung ab 12 Jahre zu jung angesetzt.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Eine fantastische Sage im wahrsten Sinne des Wortes

Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe
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"Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe" ist ein fantastischer Roman, der in drei Bücher unterteilt ist.
In den drei Büchern wird die Geschichte der verschiedenen Völker des sogenannten Geborgenen Landes ...

"Die Legenden der Albae - Dunkles Erbe" ist ein fantastischer Roman, der in drei Bücher unterteilt ist.
In den drei Büchern wird die Geschichte der verschiedenen Völker des sogenannten Geborgenen Landes erzählt.
Im ersten Buch dreht sich fast alles um den albischen Künstler Amânoras, der mit seinen selbst geschaffenen Statuen versucht, das Andenken des untergegangenen Reiches von Dsôn Khamateion zu bewahren. Dabei muss er jedoch darauf bedacht sein, nicht entdeckt zu werden.
Im zweiten Buch versucht ein Zwerg in Brandenwall das Volk der Albae aufzuspüren. Die junge Albin Sajùtoria möchte ihre Heimat verlassen, um höhere Ziele zu erlangen und ihre Zauberkraft zu steigern.
Im dritten Buch schließlich treffen die Völker Meredith und Elben aufeinander, um jeweils an die Macht zu gelangen und ein seltenes Artefakt zu finden.
Das bindende Glied der drei Bücher ist die beeindruckende Figur des Telìnâs, der seine ganz eigene Art und Weise entwickelt hat, die Geschicke der einzelnen Personen, die seinen Weg kreuzen zu lenken.

Markus Heitz lässt uns Leser/innen in seinem 510 Seiten starken Roman tief in ein geheimnisvolles und sagenumwobenes Land eintauchen. Sehr schnell sind wir durch den sehr flüssigen und anschaulichen Schreibstil mit den einzelnen Protagonisten vertraut und entwickeln Sympathie wie auch Antipathie ihnen gegenüber.
Die Beschreibungen der Landschaften, Städte und Dörfer sind so detailliert beschrieben, dass man förmlich die Protagonisten auf ihren Reisen mit begleiten kann.
Das Cover des Buches verstärkt diesen Eindruck noch. Hinter der vordergründigen Figur des Telìnâs wird - im Hintergrund farblich hervorragend aufeinander abgestimmt - Untergang und aufstrebende Macht dargestellt.
Durch den Protagonisten Telìnâs erhält die Sage zum einen ihren roten Faden und zum anderen einen sehr gelungenen Spannungsbogen, der alle drei Bücher durchläuft.
Ein der Sage vorangestelltes Glossar, in dem sowohl alle in den einzelnen Büchern vorkommenden Personen erläutert werden als auch die eigene Zeitrechnung, Orte, Titel und Bezeichnungen und die Völker und Arten beschrieben sind und vor allen Dingen auch eine Übersichtskarte des Geborgenen Landes und der Stadt Brandenwall runden das Lesevergnügen wunderbar ab.
Allen Leser/innen, die sich schon an Sagen wie "Der Herr der Ringe" oder auch "Games of Thrones" begeistern konnten oder es einfach lieben, in ein fantastisches neues Reich mal abzutauchen, kann ich diesen Roman nur unbedingt ans Herz legen. Einziger Kritikpunkt: Das Schicksal eines Hauptprotagonisten bleibt so völlig offen und verblasst ein wenig, daher "nur" 4 statt 5 Sterne.

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