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Veröffentlicht am 01.02.2025

Fängt harmlos an, aber dann wird es atemberaubend

Sweet Home
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Das Essener Ermittlerteam Kriminalhauptkommissar Deniz Müller und Staatsanwältin Camilla Lopez bekommen einen neuen Fall: Am Rand einer abgelegenen Straße wird die Leiche eines Mannes gefunden. Daß es ...

Das Essener Ermittlerteam Kriminalhauptkommissar Deniz Müller und Staatsanwältin Camilla Lopez bekommen einen neuen Fall: Am Rand einer abgelegenen Straße wird die Leiche eines Mannes gefunden. Daß es Mord war, ist sofort klar. Der Täter ist auch schnell gefaßt, über das Motiv schweigt er aber. Da entdecken die Ermittler auf seinem Handy ein Video, daß die Frau des Täters mit einem unbekannten Mann zeigt. Offenbar hat der Mann die Frau willenlos gemacht und vergewaltigt. Der Ehemann hat sich daraufhin selbst auf die Suche nach dem Vergewaltiger gemacht und ihn getötet. Doch er hat den Falschen umgebracht. Deniz Müller und Camilla Lopez finden heraus, daß diese Vergewaltigung kein Einzelfall ist. Sie bekommen es mit einem skrupellosen Täter zu tun, der vielleicht sogar aus ihren eigenen Reihen stammt.

Der Krimi "Sweet Home - Du bist nirgends sicher" ist der zweite Fall für das etwas ungewöhnliche Ermittlerteam Deniz Müller und Camilla Lopez aus Essen. Norbert Horst hat seinen Krimi sehr raffiniert aufgebaut. Alles fängt ganz normal an. Eine Leiche wird gefunden, der Mörder schnell ermittelt und man lehnt sich entspannt zurück. Doch dann geht es erst richtig los. Der eigentliche Krimi beginnt und der Fall ist an Spannung nicht zu überbieten. Norbert Horst beschreibt die Arbeit der Mordkommission so detailgetreu wie es eben nur ein Fachmann kann. Er weiß genau, wovon er spricht bzw. schreibt. Die Charaktere handeln sehr real, machen Fehler und sind verwundbar. Eben keine Action-Helden. Dieser Krimi ist atemberaubend. Man vergisst beim Lesen vollkommen seine Umwelt und wird Teil der Handlung. Ich hatte für mich so viele Verdächtige ermittelt, aber das Ende war eine totale Überraschung. Diese Krimiserie ist ein absolutes Highlight!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Schaulaufen der Eitelkeiten

Kalter Hund und Krustenbraten
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Krindelsdorf steht wieder einmal Kopf! Eine internationale Hunde-Show sorgt für Aufregung. Davon bleibt auch Kommissar Hirschberg nicht verschont. Zum einen nimmt auch Tante Isobel mit Mops Picasso daran ...

Krindelsdorf steht wieder einmal Kopf! Eine internationale Hunde-Show sorgt für Aufregung. Davon bleibt auch Kommissar Hirschberg nicht verschont. Zum einen nimmt auch Tante Isobel mit Mops Picasso daran Teil, damit Picasso als Zuchtrüde zum Einsatz kommen kann, zum anderen wird die international erfolgreiche Immobilienmaklerin, die mit ihrer Pudeldame teilnehmen wollte, mit einem Pfeil in der Brust tot aufgefunden. Und es folgen noch weitere Leichen. Hirschberg und Hansen ermitteln im Rahmen der Hundeshow - und treffen auf einen Jahrmarkt der Eitelkeiten und Missgunst!

"Kalter Hund und Krustenbraten" ist ein wahrer Volltreffer. Jessica Müller schickt Kommissar Hirschberg wahrlich vor die Hunde. Nicht genug, daß zu Hause noch immer Tante Isobel, Dornberg und Mops Picasso logieren, nein, er muß auch noch auf einer Hundeshow ermitteln, bei der jeder Teilnehmer verrückter ist, als der andere. Immer wenn man dachte, schlimmer geht's nicht mehr, lehrt Jessica Müller den Leser etwas anderes. Ich weiß gar nicht, mit wem ich mehr Mitleid hatte - mit Hirschberg oder mit Picasso, der spaßbefreit an der Show teilnehmen muß und dann auch noch "zwangsverheiratet" werden soll. Einer darf hier natürlich auch nicht fehlen, wenn es darum geht, humorvolle Szenen einzustreuen: Pfarrer Schmalzengruber, der auch hier wieder sehr lustige Auftritte hat. Bei all dem Humor kommt die Spannung aber nicht zu kurz. Man fragt sich die ganze Zeit, ob der Mörder die Konkurrenz ausschalten möchte oder ob hier jemand einfach planlos mordet. Und ganz ehrlich- ich hatte bis zum Schluß alles und jeden in Verdacht. Jessica Müller beschreibt ihre Charaktere wieder sehr bildhaft. Man bekommt von den Showteilnehmern ein klares Bild und kann so manches Mal über ihre Marotten nur mit dem Kopf schütteln. Auch die bekannten Charaktere sind alle wieder mit dabei und auch wenn es hier ebenfalls einige sehr spezielle Menschen gibt, mag ich sie alle sehr gern und könnte auf keinen von ihnen verzichten. Noch nicht einmal auf Schmalzengruber.

Mir hat dieser Krimi wieder echt tolle und fröhliche Lesestunden beschert. Ich hoffe auf viele weitere Fälle in Krindelsdorf!

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Mit Überraschungseffekt

Die Kolonie
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In der kleinen Stadt Deadhart in Alaska wird ein Junge mit zerfetzter Kehle aufgefunden. Der Fall erinnert an eine Tat vor 25 Jahren. Detektive Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen ...

In der kleinen Stadt Deadhart in Alaska wird ein Junge mit zerfetzter Kehle aufgefunden. Der Fall erinnert an eine Tat vor 25 Jahren. Detektive Barbara Atkins wird zur Unterstützung von Sheriff Jensen Tucker hinzugezogen. Für die Einwohner Deadharts ist der Schuldige schnell gefunden - sie glauben, ein Mitglied der Vampirkolonie, die in einer Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt, ist der Täter. Barbara gerät unter Druck, die gesamte Kolonie töten zu lassen, doch die Beweise sind für sie nicht stichhaltig und sie findet heraus, daß die Einwohner lügen. Barbara und Tucker müssen sich beeilen und die Frage klären, ob sie es mit einem Mörder oder Monster zu tun haben.

C. J. Tudor überrascht mit ihrem neuesten Buch "Die Kolonie" auf der ganzen Linie. Was wie ein üblicher Thriller beginnt, wird zu einem wahren Gruselroman in bester Stephen-King-Manier. Plötzlich trifft man auf Vampire, die fernab des bisherigen Bildes als ausgegrenzte Kolonie in einer abgelegenen Bergbausiedlung leben. Hier werden Vampire zu Opfern der Gesellschaft, müssen um ihre Existenz und ihr Leben fürchten und benötigen staatlichen Schutz. Dafür ist hier Barbara Atkins da, die absolut sympathisch beschrieben wird. Keine Superheldin, sondern eine normale Frau, die über sich selbst lachen kann und weiß, was sie will. Aber nicht nur sie wird hier sehr gut beschrieben, auch die restlichen Charaktere erwachen hier zu leben. Jeder einzelne mit Ecken und Kanten, keiner ist austauschbar. Die Handlung ist durchweg spannend und das Ende deutet darauf hin, daß es mit Barbara Atkins eine neue Serienheldin gibt. Ich fände das richtig gut!

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Enorm spannend

Alter Zorn
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Hamburg 1949. Ein neuer Fall geht der Polizistin Ida Rabe ganz besonders nahe. Ein toter Junge wird in Övelgönne am Ufer der Elbe gefunden. Ida ist sich sicher, daß es sich bei dem Kind um den Jungen handelt, ...

Hamburg 1949. Ein neuer Fall geht der Polizistin Ida Rabe ganz besonders nahe. Ein toter Junge wird in Övelgönne am Ufer der Elbe gefunden. Ida ist sich sicher, daß es sich bei dem Kind um den Jungen handelt, den sie und ihre Kollegin Heide vor Monaten halb verhungert gefunden haben. Damals brachten sie ihn in ein Kinderheim. Bei der Obduktion der Leiche entdecken die Ärzte Spuren von Misshandlungen. Ida setzt alles daran, um mehr über das Leben des Jungen herauszufinden. Eine Spur führt sie zu einem Wunderheiler. Der lebt mit seinem Gefolge auf der Elbinsel Waltershof. Um mehr über diese abgeschottete Gruppe zu erfahren, läßt Ida sich als Anhängerin des "Meisters" einschmuggeln. Sie begibt sich durch ihre Nachforschungen in große Gefahr und merkt viel zu spät, daß sie verraten wurde.

Der Krimi "Alter Zorn" ist der dritte Fall um die Polizistin Ida Rabe. Die Autorin Lea Stein führt ihre Leser darin nach Hamburg in das Jahr 1949. So kurz nach dem Ende des Krieges erscheint das Leben dort fremd und unwirklich. Die Not der Menschen wird in der Handlung drastisch beschrieben. Vor diesem Hintergrund kann man deren Verrohung etwas besser verstehen. Doch was in dieser Geschichte mit zum Teil wahren Begebenheiten erzählt wird, ließen mir die Haare zu Berge stehen. Das Schlimmste aber war, daß die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Diese Tatsachen werden in dem Krimi zu einer enorm spannenden Geschichte verarbeitet. Man fiebert dem Ende entgegen und es fällt sehr schwer, das Buch an die Seite zu legen. Zumal auch im Leben der den Lesern dieser Serie schon vertrauten Personen nicht immer alles glatt geht. Dieser dritte Teil ist einfach toll!

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Veröffentlicht am 23.01.2025

Spannung pur

Alstergrab
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Ein Wissenschaftskongress in Hamburg wird von verstörenden Verbrechen überschattet. Forscher werden gefoltert und ermordet, weitere werden entführt. Dr. Elias Hopp, Janne Bakken und der LKA-Profiler Zillinski ...

Ein Wissenschaftskongress in Hamburg wird von verstörenden Verbrechen überschattet. Forscher werden gefoltert und ermordet, weitere werden entführt. Dr. Elias Hopp, Janne Bakken und der LKA-Profiler Zillinski tauchen bei ihren Ermittlungen tief in die Welt eines Zukunftsszenarios ein. Und sie müssen sich beeilen - es geht nicht nur um das Leben der Geiseln!

Mit "Alstergrab" hat Leo Hansen den dritten Band seiner Krimiserie aus Hamburg geschrieben. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man dieses Buch auch gut ohne Vorkentnisse lesen. Leo Hansen flicht immer wieder wichtige Details zu seinen Hauptcharakteren in die Handlung ein, so daß man sie als Neuleser sehr gut kennenlernt und ihre Eigenheiten versteht. Allerdings wäre es sehr schade, wenn man die ersten zwei Bände nicht lesen würde. Nebenbei bereitet "Alstergrab" so viel Lesespaß, daß man automatisch alle Bücher lesen wollen wird. Dieses Buch fesselt von der ersten Seite an und läßt den Leser nicht mehr los. Leo Hansen hält die Spannung kontinuierlich hoch und bietet zum Schluß noch einmal einen richtigen Kracher, der alle Fragen auflöst und stimmig ist. Seine drei bekannten Charaktere Elias, Janne und Zille sind hier wieder mit dabei und zeigen, wie perfekt sie aufeinander eingespielt sind. Neue Charaktere fügen sich erst nach und nach ein und die anfänglichen Querelen haben durchaus unterhaltungswert. Aber auch sie schaffen es, sich in die Gemeinschaft zu integrieren. Was mir wieder sehr gut gefallen hat, ist das hanseatische Flair. Hamburg wird hier toll beschrieben und der Funke fliegt über - man fühlt sich, als wenn man selbst in der Hansestadt wäre!

Mir hat dieser Krimi wieder richtig gut gefallen und kann ihn jedem empfehlen!

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