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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2025

Lesenswert

The Twenty
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Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat ...

Auf der Suche nach einem richtig guten Thriller bin ich wegen der vielen positiven Rezensionen auf "The twenty" gestoßen und war gespannt, ob die Story mich packen würde.

Und was soll ich sagen. Ja, hat sie. Von Anfang an.
Das ist mal ein Thriller gewesen, der seinen Namen verdient, da die Spannung sich sehr schnell in die Höhe schraubt und dieses Niveau auch fast durchgehend halten kann.

Das Ermittlerteam ist interessant, auch weil da ein paar Untiefen und Traumata im Hintergrund dräuen. Der Plot wird durch mehrere Opfer und durchaus blutige Auffindesituationen befeuert. Hart aber nicht übertrieben. Schnell ist klar, dass ein Serienkiller sein Unwesen treibt und die Jagd schnell losgehen muss um hoffentlich weitere Tote zu verhindern.

Es gibt mehr als einen Plottwist und falsche Fährten. Man weiß nie mehr als die Komissare, erfährt aber auch etwas über den Täter durchs Schlüsselloch sozusagen.

Lesenswert.

Veröffentlicht am 29.01.2025

intensive Charaktere

Flusslinien
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Das Buch "Flusslinien" lebt von den Bildern die es beschreibt, den Bildern, die es im Kopf macht, den Bildern und Traumata, die das Leben der drei Hauptdarsteller bestimmt haben.

Die Stärke des Buches ...

Das Buch "Flusslinien" lebt von den Bildern die es beschreibt, den Bildern, die es im Kopf macht, den Bildern und Traumata, die das Leben der drei Hauptdarsteller bestimmt haben.

Die Stärke des Buches ist weniger der Plott, der zwar harmonisch ausgewogen aber auch ohne große Überraschungen daherkommt. Es ist vielmehr der Erzählstil, der besticht. Die malerische Sprache überzeugt mit Kraft und Authentizität. Die äußeren und inneren Dialoge bringen einem die Figuren schnell und intensiv näher.

Ich mochte die sehr unterschiedlichen Charaktere, die, trotz ihrer seelischen Wunden, zueinander eine Nähe aufbauen und sich dadurch helfen können. Das berührt und überzeugt die Leserschaft. Dass verschiedene Generationen auf Augenhöhe agieren, erfreute mich besonders.

Hervorzuheben ist auch das wunderschöne Cover, dass man sofort als ein Gleichnis, eine Metapher, für das Leben der Darsteller sieht. Hervorragend gewählt.

Veröffentlicht am 29.01.2025

solider Abschlussband

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Band drei der Vergissmeinnicht-Trilogie schließt den Kreis um Mathilda und Quinn. Die beiden sind das perfekte Pärchen, das war fast ein wenig zu harmonisch manchmal aber dafür geht es ja rund um die beiden ...

Band drei der Vergissmeinnicht-Trilogie schließt den Kreis um Mathilda und Quinn. Die beiden sind das perfekte Pärchen, das war fast ein wenig zu harmonisch manchmal aber dafür geht es ja rund um die beiden jungen Leute auch ziemlich wild zu, da ist es auch wieder gut, dass sie sich aufeinander verlassen können. Der Plot ist unterhaltsam wenn auch nicht ganz so spannend und stringent erzählt wie die Vorgänger. Die Dialoge sind witzig und auch bei den Nebendarstellern findet man einige liebenswerte Charaktere. Am Ende möchte die Autorin alles ganz rund und gut abschließen. Auch das hätte ich so gar nicht gebraucht. Schließlich sind es lauter Jugendliche, die hier am Anfang des Abenteuers Leben stehen und ein paar offene Zukunftsaussichten hätten nicht gestört.

Solider Abschlussband.

Veröffentlicht am 29.01.2025

unterhaltsam

Das Leben fing im Sommer an
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Auch wenn ich kein ausgesprochener Fußballgucker bin, so kenne ich doch Christoph Kramer - vor allem als Ko-Kommentator bei den Spielen der Nationalelf. Da mir der junge Mann sympathisch ist und das Buch ...

Auch wenn ich kein ausgesprochener Fußballgucker bin, so kenne ich doch Christoph Kramer - vor allem als Ko-Kommentator bei den Spielen der Nationalelf. Da mir der junge Mann sympathisch ist und das Buch im Klappentext ein wenig klang, wie die Bücher von Benedict Wells, habe ich zugegriffen. Es handelt sich um einen Erstling und um eine Coming-of-Age-Geschichte.

Das Cover ist ein sehr stimmungsvoller Hingucker und passt total gut zu der Story um einen jungen Mann, der erste Liebeserfahrungen und die ersten Schritte in ein Erwachsenenleben macht.

Der Hauptdarsteller heißt Chris Kramer. Ich musste mich die ganze Zeit fragen, wie viel der Geschichte auf Tatsachen beruht oder ob es trotz dieses Namens alles Fiktion ist. Der Erzählstil ist einfach zu lesen und passt zum Alter des Protagonisten. Der Chris im Buch will auch Profifußballer werden und verehrt o.a. Podolski. Umso weiter ich gelesen habe, um so sicherer bin ich mir, dass das Buch starke Autobiographische Züge hat. Der Held des Buches kommt sympathisch und ganz normal rüber. So würde ich auch den Autor einschätzen. Auch wenn es nicht an die Romane von Herrn Wells heranreichen kann, so war es doch eine erfrischende Geschichte und ich mochte es, wie unprätentiös der Autor Kramer seinen Hauptdarsteller Kramer in Szene setzte.

Veröffentlicht am 16.01.2025

schöner Erstling

Die Schreiberin
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Erzählt wird aus dem Leben der Clara Hätzlerin, die im 15. Jahrhundert wirklich gelebt und als Schreiberin gearbeitet hat. Man merkt dem Buch schnell an, dass die Autorin eine sehr gründliche Recherche ...

Erzählt wird aus dem Leben der Clara Hätzlerin, die im 15. Jahrhundert wirklich gelebt und als Schreiberin gearbeitet hat. Man merkt dem Buch schnell an, dass die Autorin eine sehr gründliche Recherche betrieben hat, bevor sie sich ans Werk gemacht hat. Die Geschichte ist durchzogen von einer intensiven Atmosphäre. Gerüche und Geschmäcker, Geräusche und all dass, was das damalige Leben so einzigartig gemacht haben, werden genau beschrieben und liebevoll verwoben in die Story, die der jungen Clara auf ihrem Weg folgt. Dieser führt sie natürlich auch zu Johannes Gutenberg, der bekanntlich maßgeblich für den Aufschwung des Buchdruckes verantwortlich war.

Die historischen Fakten haben mir sehr gefallen. Der fiktive Teil ist schön erzählt, hätte vielleicht noch etwas temporeicher sein können. Mit Clara konnte ich mitfühlen und ich fand schön, dass das Buch gerade die Frauen in der Geschichte wichtig nimmt und es nicht darum ging, einfach eine Liebesgeschichte auszumalen sondern das ungewöhnliche Leben einer klugen Frau zu beschreiben.

Schöner Erstling mit etwas Luft nach oben was Spannung und Plottwist betrifft.