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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zuckersüß

Mach mit, Mausi Maus!
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Wenn man an Kinderlieder denkt, fällt einem sofort Simone Sommerland ein. Sie hat bereits viele Kinder (und Erwachsene) mit ihren Liedern verzaubert und nun auch ein Kinderbuch geschrieben, das einfach ...

Wenn man an Kinderlieder denkt, fällt einem sofort Simone Sommerland ein. Sie hat bereits viele Kinder (und Erwachsene) mit ihren Liedern verzaubert und nun auch ein Kinderbuch geschrieben, das einfach nur zuckersüß ist. Schon das Cover lässt erahnen, was einen erwartet: eine hinreißende und niedliche Geschichte rund um Mausi Maus.

An diesem Nachmittag soll ein großes Waldkonzert stattfinden, zu dem alle Tiere eingeladen sind. Mausi Maus ist voller Vorfreude und möchte unbedingt mitmachen, doch gleichzeitig plagen ihn auch Zweifel. Zum Glück hat er viele Freunde, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dieses Buch ist einfach wunderschön. Nicht nur wegen der liebevollen Geschichte, sondern auch dank der detailreichen Illustrationen von Tina Nagel. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, das zum Entdecken einlädt, sodass man immer wieder neue Kleinigkeiten bemerkt. Die kurzen Texte sind schön formuliert, leicht verständlich und können auch schon kleine Kinder gut verstehen.

Ein zauberhaftes Buch, das nicht nur Kinder begeistert, sondern auch Erwachsene, die gerne in liebevoll gestalteten Geschichten stöbern.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Wunderschön

Die Pachinko-Kugeln
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Die Pachinko-Kugeln von Elisa Shua Dusapin erzählt die Geschichte von Claire, einer jungen Frau mit koreanischen Wurzeln, die in der Schweiz aufgewachsen ist. Den Sommer verbringt sie in Japan bei ihren ...

Die Pachinko-Kugeln von Elisa Shua Dusapin erzählt die Geschichte von Claire, einer jungen Frau mit koreanischen Wurzeln, die in der Schweiz aufgewachsen ist. Den Sommer verbringt sie in Japan bei ihren Großeltern, die einst aus Korea dorthin ausgewandert sind. Ihr Großvater betreibt ein kleines Pachinko, doch die familiäre Verbindung zwischen ihnen wirkt brüchig.
Während ihres Aufenthalts soll Claire der jungen Mieko Französisch beibringen. Doch die Sprachbarrieren erweisen sich als Herausforderung – nicht nur im Unterricht mit Mieko, sondern auch im Umgang mit ihren Großeltern, die ihr fremd und distanziert erscheinen.
Das Buch thematisiert Identität, Entfremdung und das Leben zwischen verschiedenen Kulturen. In einer ruhigen, poetischen Sprache fängt Elisa Shua Dusapin die melancholische Atmosphäre einer Welt ein, die von unausgesprochenen Emotionen und familiären Spannungen geprägt ist.
Ein wunderschönes, feinfühliges Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

So kurz und doch so herzerwärmend

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Von einem Tag auf den anderen teilt Takakos Freund ihr mit, dass er heiraten wird. Doch nicht sie, sondern seine Freundin. Für Takako bricht eine Welt zusammen, und die Situation wird unerträglich, da ...

Von einem Tag auf den anderen teilt Takakos Freund ihr mit, dass er heiraten wird. Doch nicht sie, sondern seine Freundin. Für Takako bricht eine Welt zusammen, und die Situation wird unerträglich, da die beiden auch noch am selben Arbeitsplatz tätig sind. Schließlich beschließt sie, ihren Job zu kündigen. Inmitten dieser Krise erhält sie ein ungewöhnliches Angebot: Ihr Onkel Satoru, den sie kaum kennt, lädt sie ein, vorübergehend in seinem Antiquariat zu leben und ihm in der Buchhandlung Morisaki auszuhelfen. Takako, die mit Büchern eigentlich wenig anfangen kann, willigt widerwillig ein.

Die ersten Tage im Antiquariat verbringt sie damit, sich zurückzuziehen, stundenlang zu schlafen und ihre Sorgen zu verdrängen. Doch eines Tages greift sie zu einem Buch und langsam beginnt sich etwas in ihr zu verändern.

Satoshi Yagisawa hat mit "Die Tage in der Buchhandlung Morisaki" eine wundervolle, leise und tiefgehende Geschichte geschrieben, die mich von der ersten Seite an verzaubert hat. Auf nur knapp 200 Seiten wird so viel erzählt: von Trauer, Selbstfindung, Freundschaft, Liebe und – natürlich – der Kraft von Büchern.

Besonders begeistert hat mich das wunderschöne Buchcover, das wohl das Antiquariat Morisaki zeigt, mit Takako im ersten Stock. Es fängt die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein.

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki ist ein herzerwärmendes Buch, das mich noch lange begleiten wird. Für alle, die berührende, ruhige und lebensnahe Geschichten mögen, kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Mutter-Tochter-Beziehung

Die Gabe
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„Die Gabe“ von Suzumi Suzuki hat mich schon mit seinem schlichten, aber ausdrucksstarken Cover angesprochen. Es zeigt eine junge Frau, die vermutlich die Protagonistin der Geschichte darstellen soll.

Suzumi ...

„Die Gabe“ von Suzumi Suzuki hat mich schon mit seinem schlichten, aber ausdrucksstarken Cover angesprochen. Es zeigt eine junge Frau, die vermutlich die Protagonistin der Geschichte darstellen soll.

Suzumi Suzuki, eine japanische Autorin, erzählt auf knapp über 100 Seiten eine eindringliche Geschichte, die von Katja Busson ins Deutsche übersetzt wurde. Ich habe das Buch in kürzester Zeit gelesen, nicht nur wegen seiner Kürze, sondern vor allem, weil mich die Erzählung tief bewegt und mitgerissen hat.

Die Protagonistin führt ein Leben als Hostess in einem japanischen Rotlichtviertel. Ihre ohnehin schwierige Lebenssituation gerät weiter aus dem Gleichgewicht, als ihre schwerkranke Mutter sie bittet, bei ihr einzuziehen, um ihre letzten Gedichte zu schreiben. Doch die Krankheit schreitet schnell voran, und schon bald muss die Mutter in ein Krankenhaus verlegt werden.

Während wir die Protagonistin begleiten, wird deutlich, wie kompliziert und schmerzhaft ihre Beziehung zu ihrer Mutter ist. Alte Wunden brechen auf, unausgesprochene Vorwürfe und Verletzungen stehen zwischen ihnen.
Gleichzeitig ist die Geschichte eine Reise durch den Alltag der Protagonistin, geprägt von den Besuchen im Krankenhaus, ihrer Arbeit und einem Verlust, der über allem schwebt.

Die Erzählung ist leise, aber intensiv. Suzumi Suzuki schafft es, das schwierige Mutter-Tochter-Verhältnis und die emotionalen Spannungen einfühlsam darzustellen, ohne dabei alles auszusprechen. Es bleibt Raum für die eigenen Gedanken.

Für mich ist „Die Gabe“ eine traurige, aber wunderschön geschriebene Geschichte, die trotz ihrer Kürze lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Außergewöhnlich

Aufzeichnungen eines Serienmörders
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Bei diesem schmalen pinkroten Buch bekommt man genau das, was der Titel verspricht: die Aufzeichnungen eines Serienmörders. In sehr kurzen Abschnitten schildert der 70-jährige Byongsu Kim die Dinge, die ...

Bei diesem schmalen pinkroten Buch bekommt man genau das, was der Titel verspricht: die Aufzeichnungen eines Serienmörders. In sehr kurzen Abschnitten schildert der 70-jährige Byongsu Kim die Dinge, die er vermutlich schon kurz nach dem Schreiben wieder vergessen wird – denn er hat Alzheimer. Gleichzeitig plagt ihn die Angst um seine Tochter, die er in Gefahr sieht. Ein Mann treibt sein Unwesen in der Stadt, und Byongsu Kim erkennt in ihm Züge von sich selbst. Vor 25 Jahren beging er schließlich selbst seinen letzten Mord.

Die Geschichte ist außergewöhnlich, und trotzdem hat sie mir sehr gut gefallen. Sie wird noch lange in meinem Kopf nachhallen. Obwohl Byongsu Kim schreckliche Dinge getan hat, hatte ich aufgrund seiner Krankheit oft Mitleid mit ihm.

Ein schönes und zugleich trauriges Detail: Im Verlauf des Buches werden die Seitenzahlen immer blasser – genauso wie die Erinnerungen eines Demenzkranken.

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