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Veröffentlicht am 09.03.2025

Ungewöhnliche Detektivgeschichte mit einigen Schwächen

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz
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Mit seinen 160 Seiten ist "Andersgasse 7" ein Buch für geübte Selbstleser, die schon längere Geschichten lesen können. Die Schrift ist schön groß gedruckt und die Kapitel umfassen 10-12 Seiten, so dass ...

Mit seinen 160 Seiten ist "Andersgasse 7" ein Buch für geübte Selbstleser, die schon längere Geschichten lesen können. Die Schrift ist schön groß gedruckt und die Kapitel umfassen 10-12 Seiten, so dass man auch gut jeden Tag ein Kapitel lesen kann. Kleine, witzige Zeichnungen illustrieren die Geschichte an manchen Stellen, aber der Text steht im Vordergrund.

In der Andersgasse 7 wohnen neben den Kindern Karl und Elsa jede Menge merkwürdige und schrullige Nachbarn wie die Hexe Esmeralda und der alte Seemann Matties. Aber auch Geister, exotische Tiere und ein Klabautermann treiben ihr Unwesen in dem Haus. Dem müssen Karl und Elsa als Detektive auf den Grund gehen.

Auch wenn die Geschichte einige spannende Entwicklungen hat, hat sie zwischenzeitlich ihre Längen, durch die sich mein Sohn ein wenig "durchgequält" hat. Aber es gab auch viele lustige Stellen, die uns zum Lachen gebracht haben.

Fazit: eine Geschichte mit Witz, Magie und Spannung, aber auch mit einigen inhaltlichen Schwächen.

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Veröffentlicht am 24.02.2025

Düstere Fortsetzung

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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"Das gestohlene Herz" ist der zweite Band der Buchreihe und setzt gleich am Ende des ersten Buches an. Man wird etwas plötzlich in die Story hineingeworfen und ich habe etwas gebraucht, um mich wieder ...

"Das gestohlene Herz" ist der zweite Band der Buchreihe und setzt gleich am Ende des ersten Buches an. Man wird etwas plötzlich in die Story hineingeworfen und ich habe etwas gebraucht, um mich wieder in der Geschichte zurechtzufinden. Eine kleine Rekapitulation zu Beginn des Buches wäre hier hilfreich gewesen.

Der Weltenbau aus dem ersten Buch hat mir sehr gefallen, deswegen fand ich es etwas schade, dass das zweite Buch hauptsächlich in der Menschenwelt spielt. Dort nämlich versucht Zoe nun als Geist das fehlende Relikt zu finden. Gleich zu Beginn trifft sie auf den aus Xanthia verbannten Kaspar. Bis zum Schluss habe ich mitgefiebert, ob er eher Freund oder Feind ist.

Das Liebesdreieck zwischen Zoe, Kaspar und Alexei hatte auf jeden Fall Potential, auch wenn mich Zoes Wankelmütigkeit etwas genervt hat. Die Anziehung zu Kas entwickelt sich für mich zu plötzlich und sie wechselt zu schnell in ihrer Zuneigung zu den Männern.

Alles in allem ist der zweite Teil für mich etwas schwächer als der erste, dafür haben mich die Plottwists aber mehr überrascht. Ich werde die Buchreihe auf jeden Fall weiter lesen und hoffe, dass der dritte Teil wieder mehr in Xanthia spielt!

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Ungewöhnliche Romantasy mit Luft nach oben

If the Moon Triumphs
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An diesem Buch haben mich zwei Sachen gereizt: erstens, dass es ein Einzelband ist und zweitens, der ungewöhnliche Mix aus nordischer Mythologie und Hexentum.

Auch wenn der Plot ganz vielversprechend ...

An diesem Buch haben mich zwei Sachen gereizt: erstens, dass es ein Einzelband ist und zweitens, der ungewöhnliche Mix aus nordischer Mythologie und Hexentum.

Auch wenn der Plot ganz vielversprechend war, hat er mich nicht ganz abgeholt. Für mich gab es ein paar lose Fäden zu viel und die Kombination aus Mythologie, Hexen und Werwölfen hat für mich stellenweise kein rundes Bild ergeben.

Was mir aber gefallen hat waren die (teilweise queeren) Liebesgeschichten die sich innerhalb des Fantasy-Settings entwickelt haben, sowie die spannenden Charakterentwicklungen und Wendungen zum Ende des Buches.

Fazit: eine nette Lektüre mit tollen Charaktere und angenehmen Schreibstil, aber ein ausbaufähiger Weltenbau.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Turbulente Schatzsuche in Ägypten

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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"What the river knows" liest sich hauptsächlich wie ein historischer Roman, der eine archäologische Schatzsuche in Ägypten zur Zeit des 19. Jahrhunders beschreibt. Ergänzt wird die realistische Beschreibung ...

"What the river knows" liest sich hauptsächlich wie ein historischer Roman, der eine archäologische Schatzsuche in Ägypten zur Zeit des 19. Jahrhunders beschreibt. Ergänzt wird die realistische Beschreibung von Land, Leuten und Zeitalter aber durch das Auftauchen von magischen Gegenständen.

Diese Fantasyelemente standen mir irgendwie zu sehr im Kontrast zum sonstigen Realismus. Als geübte Fantasy-Leserin fehlte mir eine Einführung in das Magiesystem, d.h. eine Erläuterung woher die Magie kommt und was es damit auf sich hat.

Ansonsten hat mich die Story und die Dynamik zwischen den Hauptfiguren With und Inez sehr an den zwanzig Jahre alten Film "Die Mumie" erinnert. So ganz bin ich mit diesen beiden Personen nicht warm geworden und ich habe lange gebraucht, um überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Die Mischung aus Historienroman, Fantasy, Krimielementen und Liebesgeschichte war mir wahrscheinlich einfach zu turbulent.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Reihenauftakt mit mäßiger Spannung

Racheritual
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Ethan Cross hat ein Händchen für Ermittler aus der moralischen Grauzone. Das hat er schon mit seiner Reihe um Francis Ackermann Jr bewiesen. Mit "Racheritual" startet eine neue Buchreihe um den Ex-Polizisten ...

Ethan Cross hat ein Händchen für Ermittler aus der moralischen Grauzone. Das hat er schon mit seiner Reihe um Francis Ackermann Jr bewiesen. Mit "Racheritual" startet eine neue Buchreihe um den Ex-Polizisten Baxter Kincaid und auch dieser hält sich nicht immer an Regeln und Gesetze.

Charakter und Ermittlungsstil von Kincaid und seinen Mitarbeitern ist recht ungewöhnlich und war mir auf Anhieb eher unsympathisch. Ich habe auf jeden Fall etwas gebraucht, um mit den Figuren warm zu werden.

Fast von Anfang an der Geschichte ist klar, wer hinter den Ritualmorden im Namen Odins steckt. Das hat für mich die Spannung etwas eingebüßt. Dennoch gibt es im Verlauf des Buches einige überraschende Wendungen, die dann noch etwas Nervenkitzel mit sich gebracht haben.

Positiv gefallen haben mir die Perspektivwechsel zwischen Ermittlern und Verbrechern sowie die Elemente aus der nordischen Mythologie.

Alles in allem also ein Recht unterhaltsamer Thriller, aber kein herausragender Pageturner.

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