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Veröffentlicht am 05.02.2025

Mutmacher

Die Politik von morgen
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Carolin Weimann und Philip Husemann arbeiten für die Organisation JoinPolitics, die junge Talente auf ihre Arbeit in der Politik vorbereitet. Leider sind unsere Parlamente überaltert, egal ob in der Kommune ...

Carolin Weimann und Philip Husemann arbeiten für die Organisation JoinPolitics, die junge Talente auf ihre Arbeit in der Politik vorbereitet. Leider sind unsere Parlamente überaltert, egal ob in der Kommune oder Im Bundestag. Es wird immer schwieriger junge Menschen für den Einstieg in die Politik zu gewinnen und oft genug geben sie schon nach kurzer Zeit auf. Sozialer Druck, mangelnde Unterstützung in den Parteien und die sozialen Medien machen die Arbeit nicht einfach.

Mit Coaching, Mentorenprogrammen und Alumniprogrammen wird bei JoinPolitics eine langfristige Unterstützung aufgebaut und viele der Teilnehmenden sind erfolgreich in eine politische Karriere gestartet oder haben gelungene Aktionen angestoßen und durchgeführt. An sieben Beispielen aus verschiedenen Parteien und Gruppierungen zeigen die beiden Autoren auf, was ihre Unterstützung bewirkt und welchen Weg die Menschen gegangen sind. Im dritten Teil des Buches wagen die Autoren einen Ausblick in die Zukunft und entwerfen eine Utopie, die für uns noch weit entfernt scheint, aber vielleicht einmal wahr werden kann.

Das Buch ist ein echter Mutmacher. Junge Menschen in der Politik kämpfen oft genug mit Vorurteilen, einem Wust von Formalien und den Erbhöfen der älteren Generation. Auch fehlen oft genug Vorbilder und Mentoren. Dass es auch anders geht, das beweist dieses Buch sehr anschaulich. Auch wenn die ideale politische Gesellschaft in weiter Ferne liegt, so kann man doch den Thesen des Buches uneingeschränkt zustimmen.

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Veröffentlicht am 30.01.2025

Ungewöhnlicher Schauplatz

Dorn. Hotel der Angst
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Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe runde um den Kriminalpsychologen Simon Dorn, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist und allein in einem heruntergekommenen Hotel seiner Familie in ...

Das Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe runde um den Kriminalpsychologen Simon Dorn, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden ist und allein in einem heruntergekommenen Hotel seiner Familie in Bad Gastein lebt und in jedem der Zimmer einen andern Cold Case aufbaut.
Als seine berufliche Partnerin Karla Hofbauer auf eine Spur in Hamburg stößt, wird sie dort ermordet. Die junge Lea Wagner arbeitet sich in den Fall ein und ist Dorns Kontakt zur Außenwelt.
Der Hauptschauplatz des Buches ist das alte Hotel mitten in Bad Gastein und wer den Ort kennt, kann sich die ungewöhnliche Architektur gut vorstellen. Dazu ist das Buch sehr gut geschrieben und bis zum Schluss sehr spannend. Die Personen entsprechen nicht unbedingt den Klischees von Ermittlern, aber das macht das Buch fesselnd. Der Plot ist ungewöhnlich und sehr spannend.
Also ein ganz hervorragender Auftakt zu der neuen Reihe, auf deren Fortgang man gespannt sein darf!

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Veröffentlicht am 02.01.2025

Gute Unterhaltung

Der Unendlichkeit so nah
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Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, in der Jetztzeit mit der Geowissenschaftlerin Emma und in den Jahren ab 1913 mit den beiden Freundinnen Marie und Susanna, die gemeinsam in Temeswar aufwachsen.

Emma ...

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, in der Jetztzeit mit der Geowissenschaftlerin Emma und in den Jahren ab 1913 mit den beiden Freundinnen Marie und Susanna, die gemeinsam in Temeswar aufwachsen.

Emma möchte Astronautin werden und tut alles, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Als ihr Freund sie zwingen will zwischen ihm und der Astronautenlaufbahn zu wählen, verlässt sie ihn und folgt ihrer Zufallsbekanntschaft Becky nach Hawaii. Dort lernt sie Beckys Sohn Elias kennen und es funkt zwischen beiden. Durch Zufall stößt Emma auf ein Foto, das zeigt, dass Beckys Familie mit Marie verwandt war und das weckt natürlich ihre Neugierde.

Die Kapitelüberschriften machen es leicht dem Verlauf des Buches zu folgen, obwohl die Handlung immer wieder zwischen den einzelnen Handlungssträngen hin und her springt. Auch wenn das Buch insgesamt ziemlich vorhersehbar ist, so überraschen immer wieder neue Wendungen im Laufe der Handlung.

Der Schreibstil ist konventionell und manchmal etwas zu formelhaft, aber insgesamt gut lesbar. Da die Handlung schnell und abwechslungsreich fortschreitet, fliegt man nur so durch das Buch und lässt sich gern von den Unterschieden des Frauenlebens in den verschiedenen Jahrhunderten fesseln.

Leider hat mich der Cliffhanger am Ende geärgert, aber die Autorin hat versichert, dass es nicht anders ging. Mal abwarten, wie es im nächsten Band weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.12.2024

Starke Frau

Mrs Winterbottom nimmt sich eine Auszeit
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Heather Winterbottom hat viele Jahre zusammen mit ihrem Mann eine ländliche Arztpraxis geführt, doch nun haben sie sie verkauft und gehen gemeinsam in den Ruhestand. Heather träumt von Reisen und einem ...

Heather Winterbottom hat viele Jahre zusammen mit ihrem Mann eine ländliche Arztpraxis geführt, doch nun haben sie sie verkauft und gehen gemeinsam in den Ruhestand. Heather träumt von Reisen und einem neuen Zusammensein mit ihrem Mann, doch der interessiert sich vor allem für den Garten und seinen neuen Gartenfreund. nachdem Heathers beste Freundin gestorben ist, macht sie sich allein auf nach Griechenland, dem Land ihrer Träume. Da wartet manche Überraschung...

Einerseits ist das Buch sehr nah an der Realität der neu gewonnenen Freiheit durch den Ruhestand und an allen Problemen, die dadurch auftauchen. Andererseits ist es aber auch eine witzige, muntere Lektüre, die richtig Spaß macht. Man reist gern mit Heather nach Griechenland, fiebert mit ihr und erschrickt auch über die Komplikationen.

Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen und mich dabei köstlich amüsiert.

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Veröffentlicht am 19.12.2024

Verwirrend

Finsteres Herz
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Von Schmidt hatte ich bisher nur die Bücher gelesen, die er unter dem Pseudonym Gil Ribeiro schreibt. Diese haben mir sehr gut gefallen und deshalb war ich auch gespannt auf dieses Buch. Auch "Die Toten ...

Von Schmidt hatte ich bisher nur die Bücher gelesen, die er unter dem Pseudonym Gil Ribeiro schreibt. Diese haben mir sehr gut gefallen und deshalb war ich auch gespannt auf dieses Buch. Auch "Die Toten von Marnow" kenne ich nicht. Aber vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn man das zuerst gelesen hätte.

Denn gleich zu Beginn dieses Buches wird man mit einer Vielzahl von Personen konfrontiert (die auch zum Teil in den "Toten" vorkommen) und dann auch noch auf zwei sehr nahe beieinander Zeitebenen. Da muss man höllisch aufpassen.

Vier Leichen werden in einem Wald gefunden, niemand vermisst sie. Lona Mendt und Frank Elling ermitteln in diesem schwierigen Fall und finden eine Spur nach Bulgarien. Doch dann geraten sie in eine Schießerei und werden schwer verletzt. Andere Ermittler müssen übernehmen.

Das Buch beschreibt die Situation von Clankriminalität und Illegalen in Deutschland sehr drastisch und vermutlich nah an der Realität. Man fängt ein paar Helfer, aber die Hintermänner, die das Geld scheffeln, bleiben unerkannt hinter einer bürgerlichen Fassade, können sich teure Anwälte leisten, haben Helfer bei der Polizei. Das ist sehr deprimierend.

Ich fand das Buch schwierig zu lesen, manchmal sehr brutal und die Zeitsprünge haben mich bis zum Schluss irritiert. Aber es war stilistisch sehr gut geschrieben und bis zum Schluss spannend.

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