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Veröffentlicht am 01.02.2025

Komplexe magische Welt, spannende Story

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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In Büchern neue magische Orte entdecken, macht immer große Freude. Auch "Spellcraft - Die Magie der silbernen Flamme" von R.L. Ferguson hat viel Potenzial, denn mit einem London, in dem eine magische Gesellschaft ...

In Büchern neue magische Orte entdecken, macht immer große Freude. Auch "Spellcraft - Die Magie der silbernen Flamme" von R.L. Ferguson hat viel Potenzial, denn mit einem London, in dem eine magische Gesellschaft verborgen lebt, ist das Umfeld für eine spannende Geschichte gegeben.
Dort wohnt auch Lucy Fairwright, die genau wie ihre Großmutter Spellcrafterin ist und die Gabe hat, Glas auf ganz besondere Weise magisch zu bearbeiten. Doch Lucys Welt gerät ins Wanken, als sie die Entführung ihrer Großmutter beobachtet und sich danach nicht mehr richtig erinnern kann, was sie gesehen hat. So begibt sich Lucy auf die Suche, deckt dabei einige Geheimnisse dieser magischen Gesellschaft auf und kommt immer wieder in gefährliche Situationen.
Der Weltenbau steckt voller spannender Ideen. Besonders faszinierend sind die Artefakte, die durch die Spellcrafter geformt werden und die durch den flüssigen Aether Magie eingehaucht bekommen. So entstehen fliegende Kuscheltiere, die fast lebendig sind, ein Löffel, der in der Lage ist, Lügen zu enttarnen oder Hurtigschuhe, die den Tragenden unmenschliche Geschwindigkeit verleihen.
Der gesellschaftliche Aufbau ist allerdings recht kompliziert. Neben den Gruppierungen abhängig vom Spellcraft-Talent, gibt es die fünf Septs, die für die Aether-Versorgung zuständig selbst aber nichtmagisch sind. Dazu kommt dann noch die "normale" britische Gesellschaft, die nichts von dieser die ganze Stadt durchziehenden Magie mitbekommt und ein feindlicher Orden, der komplett etwas gegen Magie hat.
An sich mag ich auch komplexe magische Welten, allerdings ist es hier auf 320 Seiten dann doch etwas viel, worunter dann die Charakterentwicklung gelitten hat. Leider bleiben die meisten Figuren blass. Lediglich Lucy ist als Hauptfigur recht greifbar und ihre Gefühlswelt wird zumindest teilweise beleuchtet. Lucys Freund Renly fand ich als Sidekick in Ordnung, auch wenn man über ihn selbst kaum mehr sagen könnte, als dass er ein treuer Freund ist.
Das ist wirklich schade, denn die Story selbst hat richtig viel Potenzial. Vor allem das letzte Drittel des Buches packt dann noch einmal etwas mehr. Es gibt viel Spannung, gefährliche Situationen und Geheimnisse, die von den Kindern gelüftet werden müssen.
Für die folgenden Bände ist eine gute Grundlage gelegt worden, da dann vielleicht mehr Zeit bleibt, die Figuren besser kennenzulernen. Es lohnt also für alle ab etwa 10 Jahren, in diese neue Buchreihe einzusteigen, wenn man Spaß an komplexen magischen Welten hat.

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Veröffentlicht am 01.02.2025

Gelungene Fortsetzung voller Zauberkämpfe und gefährlicher magischer Wesen

Royal Institute of Magic, Band 2 - Auf den Spuren des Schattensuchers
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Ich war wirklich sehr gespannt auf den zweiten Teil von "Royal Institute of Magic. Auf den Spuren des Schattensuchers" von Victor Kloss, denn die magische Welt, die im ersten Teil aufgebaut wurde, birgt ...

Ich war wirklich sehr gespannt auf den zweiten Teil von "Royal Institute of Magic. Auf den Spuren des Schattensuchers" von Victor Kloss, denn die magische Welt, die im ersten Teil aufgebaut wurde, birgt viel Potenzial für weitere spannende Geschichten und natürlich wollte ich unbedingt wissen, wie es Ben Greenwood und seinem Freund Charlie am R.I.M. ergeht.
Für Ben und Charlie geht es nun an das Institute, an dem die beiden ihre Ausbildung beginnen sollen. Diese umfasst vier Bereiche - Diplomatie, Gelehrte, Zauberkampf und Handel - und so lernt man das Institute und seine Aufgaben noch besser kennen.
Neben der Ausbildung ist Ben aber noch immer auf der Suche nach seinen Eltern und Elizabeths magischer Rüstung, hinter der auch die Dunkelelfen her sind. Jederzeit muss man mit einem Angriff oder anderen Plänen der Dunkelelfen rechnen und so ist das Spannungslevel eigentlich durchgehend hoch.
Der Einstieg in das Buch ist mir diesmal leider etwas schwergefallen, da es kaum Rückblicke oder Erklärungen gab. Das ist natürlich nicht schlimm, wenn man Band 1 gerade erst beendet hat, bei mir war der Leseabstand aber schon etwas länger her und so habe ich etwas gebraucht, um wieder voll in die Geschichte reinzukommen.
Die Einblicke in Bens und Charlies Ausbildung haben mir sehr gefallen. Es ist interessant zu lesen, wie sie lernen, Zauber zu wirken oder wie sie bei der Säuberung der Ställe auf verschiedene magische Wesen treffen. Dabei mochte ich vor allem Charlies Art, eher wissenschaftlich und manchmal etwas zögerlich an Probleme und Aufgaben heranzugehen, aber auch Bens Mut im Angesicht neuer Herausforderungen.
Gerade zu Beginn der Geschichte habe ich mich allerdings sehr gewundert, wie entspannt die beiden nach der ersten gefährlichen Situation, bei der andere Institutsangehörige "niedergemetzelt" wurden, zu Starbucks gehen. Für mich war das zu unglaubwürdig.
Leider blieben später außerdem die anderen Mitschülerinnen und Mitschüler - außer der Halbelfin Natalie - alle sehr blass. So gibt es zwar den typischen Mobber am Institute oder einen anderen Schüler der ersten Stufe, der am Anfang hilfsbereit ist, aber all diese Figuren sind ziemlich stereotyp und nur dazu da, um das Institute ein bisschen zu füllen. Wirkliche Hintergründe fehlen hier leider.
Trotzdem lässt sich die Geschichte sehr gut lesen und es gibt einige spannende Höhepunkte, auf die die Story gekonnt hinarbeitet. Es bleiben noch viele Geheimnisse im Verborgenen und es ist klar, dass vor Ben, Charlie und Natalie in Zukunft schwierige Aufgaben liegen werden. Deshalb möchte ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und empfehle die Buchreihe allen ab etwa 10 Jahren, die Lust auf eine spannende Geschichte voller Magie haben.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Ein einzigartiger Sommer voller Freundschaft, Geheimnisse, Ehrlichkeit, erster Liebe, Abenteuer, Freiheit, Verantwortung

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Joshua ist schon etliche Male umgezogen. Diesmal treibt es seine Mutter nach Rottloch, denn als Künstlerin möchte sie dort neue Inspiration finden. Für Joshua bedeuten die ständigen Umzüge, dass er nie ...

Joshua ist schon etliche Male umgezogen. Diesmal treibt es seine Mutter nach Rottloch, denn als Künstlerin möchte sie dort neue Inspiration finden. Für Joshua bedeuten die ständigen Umzüge, dass er nie irgendwo ankommen kann. Auch in Rottloch erwartet er nicht lange zu bleiben und so sind seine Erwartungen an die Zeit dort mehr als gering.
Doch seine neue Schule ist ganz anders als die Schulen zuvor. Joshua wird mit vier anderen Jugendlichen für eine Projektwoche alleine in den Wald geschickt. Dort bleibt ihm gar nichts anderes übrig, als sich mit Nico, Koray, Nina und Nasrin auseinanderzusetzen.
Mit Joshua kann man sehr gut mitfühlen, denn die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt. Dabei nutzt die Autorin Sarah Welk, gerade wenn es um Dialoge oder Joshuas Gefühlswelt geht, eine jugendliche Sprache, die nicht übertrieben wirkt. So lässt sich die Geschichte sehr leicht lesen und es ist einfach, sich in Joshua hineinzuversetzen.
Die Dynamik zwischen den fünf Jugendlichen ist spannend, denn natürlich entstehen zwischen so unterschiedlichen Charakteren Konflikte. Alle haben ihre eigenen Probleme oder Herausforderungen, die sie auch im Wald nicht loslassen und Geheimnisse, die sie vor den anderen verbergen wollen.
Die fünf Charaktere haben mir in ihrem Zusammenspiel gut gefallen, auch wenn ich nicht alle sofort sympathisch fand. Sobald man allerdings mehr über die einzelnen Figuren erfährt, versteht man sie besser und kann ihr Verhalten nachvollziehen.
Was mir persönlich ein wenig gefehlt hat, ist das Freiheitsgefühl, dass der Titel des Buches "Frei - Bester Sommer" verspricht. Natürlich ist es für alle ein großes Abenteuer. Sie lernen sich selbst und die anderen besser kennen, es gibt eine erste Verliebtheit und einzigartige Momente im Wald. Allerdings wird im Laufe der Geschichte deutlich, dass Freiheit immer auch Verantwortung bedeutet, die die Jugendlichen für sich selbst und die anderen übernehmen müssen.
Wer hier ein Buch über grenzenlose Freiheit und Euphorie erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer allerdings fünf Jugendliche beim Erwachsenwerden begleiten möchte, sich auf ihre Probleme und Gedanken einlassen kann und Spaß an einem spannenden Abenteuer im Wald hat, der ist hier genau richtig. Ich habe Joshua, Nico, Koray, Nina und Nasrin gerne durch den Wald begleitet und empfehle das Buch daher allen ab ca. 12 Jahren.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Tolle Bilder, spannende Story mit japanischer Mythologie und vielen Tierwesen, schöner Manga für Kinder ab 8 Jahren

Der Fuchs und der kleine Tanuki 1
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Meine Kinder und ich mögen Comics und Mangas sehr gerne als kurze Unterhaltung für zwischendurch. So sind wir immer auf der Suche nach neuen Büchern, die auch für jüngere Kinder schon geeignet sind. Bei ...

Meine Kinder und ich mögen Comics und Mangas sehr gerne als kurze Unterhaltung für zwischendurch. So sind wir immer auf der Suche nach neuen Büchern, die auch für jüngere Kinder schon geeignet sind. Bei "Der Fuchs & der kleine Tanuki" von Mi Tagawa sind wir zuerst durch das wirklich schöne Titelbild neugierig geworden. Man sieht diesen süßen kleinen Marderhund neben dem etwas grimmig wirkenden Fuchs. Was für eine Geschichte steckt wohl in dem Buch?
Das süße kleine Wesen ist ein Tanuki namens Manpachi, der von seiner Familie wegen seiner magischen Fähigkeiten verstoßen wurde. Als Babysitter soll nun der schwarze Fuchs Senzou auf ihn aufpassen und zusammen mit ihm einige Aufgaben bestreiten, die dabei helfen sollen, Manpachi zum Götterboten auszubilden. Dabei treffen sie auf andere mystische Tiere zum Beispiel Wölfe, die ihre Gestalt wandeln können und andere Geisterwesen.
Ich muss gestehen, ich selbst habe etwas gebraucht, um in die mystische Welt mit japanischen Göttern und den Tieren mit magischen Fähigkeiten hereinzukommen. Das ist meinem Sohn wesentlich leichter gefallen, obwohl er vorher genau so wenig über die japanische Mythologie wusste.
Für das bessere Verständnis gibt es am Ende jeden Kapitels das Bakemono-Lexikon mit Steckbriefen zu verschiedenen Figuren. Bei mir waren beim Lesen zwar noch ein paar Fragezeichen im Kopf - vor allem als es um die Gestaltwandlung ging. Dennoch ist die Geschichte gut erzählt und die Entwicklung der beiden Hauptfiguren Senzou und Manpachi ist wirklich schön.
Die schwarz-weißen Bilder haben uns bei diesem Manga ausgesprochen gut gefallen. Der kleine Tanuki ist mit seinen riesigen Augen echt süß, dafür sind die anderen Wesen oft sehr düster und gefährlich dargestellt und es gibt einige Szenen, in denen die Tiere gegeneinander kämpfen.
Dabei bleibt die Geschichte aber auch für jüngere Kinder (ab etwa 8 Jahren) geeignet. Die Texte lassen sich recht leicht lesen, auch wenn ab und zu ein paar japanische Wörter, die per Fußnote erklärt werden, vorkommen. Wer also auf der Suche nach einem schönen Manga für Kinder ist, ist hier absolut richtig. Meine Kinder wollen die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, weil sie wissen möchten, wie es mit dem kleinen Tanuki weitergeht.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Spannendes Sachbuch über gefährliche Tiere für alle, die gerade lesen üben

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 16 - Gefährliche Tiere
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Meine Kinder haben immer gerne mit Sachbüchern lesen geübt. Auch die Erstlesebücher aus der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe haben meinem jüngsten Sohn bisher immer gut gefallen und das neue Buch zum Thema ...

Meine Kinder haben immer gerne mit Sachbüchern lesen geübt. Auch die Erstlesebücher aus der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe haben meinem jüngsten Sohn bisher immer gut gefallen und das neue Buch zum Thema "Gefährliche Tiere" fand er richtig spannend.
Die Texte sind schön einfach gehalten und durch das klare, große Schriftbild leicht zu lesen. Da die Textmenge pro Seite schon etwas höher ist als bei den einfachsten Erstlesebüchern, richtet sich das Buch vor allem an Kinder, die schon etwas lesen können und jetzt einfache, längere Texte zum Lesenüben brauchen.
Das Buch ist in vier Kapitel aufgeteilt, die alle mit kurzen Leserätseln abschließen und sich farblich voneinander unterscheiden. Durch das Inhaltsverzeichnis, das diese Farben aufgreift, finden sich auch die Kinder alleine im Buch gut zurecht.
Es deckt dabei sehr viele verschiedene Tiere ab - von Raubkatzen und Bären, über Haie, Greifvögel, Spinnen und Schlangen bis hin zu Krokodilen, Quallen und sogar Insekten sind wirklich alle gefährlichen Tierarten dabei, die einem einfallen können. Dabei wird zum einen erklärt, wieso manche Tiere gefährlich sind und was sie gefährlich macht und zum anderen aber auch, wie sich andere Tiere und auch Menschen vor diesen schützen können.
Jede Seite enthält viele Informationen und es gibt immer etwas Neues zu lernen. Dabei arbeitet sich das Buch nicht von Tier zu Tier vor, sondern vergleicht zum Beispiel verschiedene Jagdtechniken miteinander und behandelt so auf einer einzigen Seite Würgeschlangen, Tiger und Zitteraale. Für manche Kinder könnten das schon zu viele Informationen auf einmal sein. Meinem Sohn haben diese Vergleiche aber sehr gut gefallen.
Besonders toll fanden wir auch die vielen verschiedenen Fotos und Bilder der gefährlichen Tiere. An einer Stelle hat uns allerdings zu einem Tier, das wir bisher nicht kannten, ein Foto gefehlt. So sieht man zwar die Falle des Ameisenlöwen, aber das Tier selbst nicht. Auch bei den Rätseln wird an einer Stelle ein uns unbekanntes Tier vorgegriffen, das erst im nächsten Kapitel benannt wird. Das ist wirklich schade, da uns der Aufbau und die Gestaltung des Buches sonst sehr gefallen haben.
Als Sachbuch über gefährliche Tiere ist das Buch für Grundschulkinder (meist ab Ende der 1. Klasse / Anfang der 2. Klasse) zum Lesenüben sehr zu empfehlen.

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