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Veröffentlicht am 01.02.2025

Das könnte das neue Lieblingsbuch werden

Die Maus hat einen neuen Freund
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Marc-Uwe Kling ist ein Buchstabendurcheinanderbringer. Und das kann er wirklich gut, sowohl im Bereich der Erwachsenenliteratur als auch bei Kinderbüchern. Die Erwartungen an sein neuestes Kinderbuch waren ...

Marc-Uwe Kling ist ein Buchstabendurcheinanderbringer. Und das kann er wirklich gut, sowohl im Bereich der Erwachsenenliteratur als auch bei Kinderbüchern. Die Erwartungen an sein neuestes Kinderbuch waren natürlich dementsprechend groß. Und um es kurz zu machen, sie wurden auch nicht enttäuscht.
Das Buch ist in Reimform geschrieben und daher perfekt für die Sprachentwicklung von zweijährigen. Außerdem macht es dadurch noch viel mehr Spaß es vorzulesen. Außerdem sind die Reime unglaublich eingängig, so dass bereits nach kurzer Zeit die meisten Sätze sich im Kopf festsetzen. Und zwar nicht nur bei mir, sondern auch beim zweijährigen, für den das Buch ja gedacht ist.
Die Geschichte und auch die Bilder sind einfach gehalten, nicht zu übertrieben oder überladen. Das heißt aber nicht, dass es langweilig ist. Das ungleiche Freundespaar, die Maus und der Dino sind wirklich entzückend und trotz ihrer augenscheinlichen Unterschiede haben sie doch so einige Gemeinsamkeiten. Natürlich kommt das Buch nicht ohne eine Message aus. Dies finde ich aber bei Kinderbüchern sehr schön, da sie dadurch noch lehrreicher werden. Hier ist es neben Freundschaft, aber auch, dass man nicht immer das bekommt, was man möchte.
Die Zeichnungen waren für mich auf den ersten Blick ein klein wenig gewöhnungsbedürftig. Der Dino hat mir auf den ersten Blick bereits gut gefallen, vor allem die kleinen süßen Details, die man vielleicht erst beim genaueren hinsehen entdeckt. Bei der Maus war das genaue Gegenteil der Fall. Zuerst hat mich das Aussehen der Maus ein wenig irritiert, sie ist nicht süß, sondern schaut meiner Meinung nach ein wenig böse aus. Ein wenig erinnert sie mich an die Zeichnungen von Tim Burton.
Das ein Erwachsener ein Kinderbuch rezensiert, ist zwar logisch, denn ein zweijähriger kann halt noch nicht schreiben, aber eigentlich zählt ja nur die Meinung der Zielgruppe.
Wie bereits weiter oben erwähnt, kann hier teilweise schon mitgesprochen werden, da das Buch so oft vorgelesen werden muss. Immer und immer wieder wird nach Maus und Dino verlangt. Und das ist doch das größte Kompliment, das man einem Autor geben kann.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Entdecken und Lernen

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Tiere im Wald
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Wer selbst Kinder hat oder mit Kindern arbeitet kommt wahrscheinlich nicht an der "Wieso Weshalb Warum" Bücher Reihe des Ravensburger Verlages vorbei. Immerhin gibt es die Reihe schon seit 20 Jahren und ...

Wer selbst Kinder hat oder mit Kindern arbeitet kommt wahrscheinlich nicht an der "Wieso Weshalb Warum" Bücher Reihe des Ravensburger Verlages vorbei. Immerhin gibt es die Reihe schon seit 20 Jahren und sie erfreuen sich noch immer großer Beliebtheit. Und dies meiner Meinung nach nicht zu Unrecht.
Auch das neueste Buch, immerhin schon Band 77 aus der Junior Reihe, besticht wieder einmal mit schönen Abbildungen, lehrreichen und interessanten Texten und natürlich ganz vielen Klappen die man auf und zu machen kann.
Durch die Kombination aus Spiralbindung und dicken, stabilen Seiten ist das Buch optimal auch für die kleinen Kinderhände. Die Klappen sind natürlich mit das interessanteste, wenn auch die große Schwachstelle des Buches. Hier kann es leicht mal passieren, das etwas ausreißt. Im Vergleich zu ähnlichen Klappen Büchern aus dem Discounter, finde ich aber, dass die Klappen hier leichter zu öffnen sind.
Die Abbildungen sind liebevoll gestaltet, die Seiten nicht zu überladen, so dass es zwar viel zu entdecken gibt, die Kinder aber nicht mit Bildern und Informationen überschüttet werden. Bei uns wir das Buch sowohl allein als auch gemeinsam gerne angesehen und durchgeblättert.
Die Altersempfehlung des Verlages für die Junior Reihe ist 2 4 Jahre. Ich persönlich würde sogar sagen, dass die Bücher schon für Kinder mit 18 Monaten passen, aber natürlich ist dies immer ein wenig individuell und vom Kind abhängig.
Von meiner Seite ist das Buch auf jeden Fall eine absolute Empfehlung und ich denke, dass bei uns auch noch weitere Bücher der Serie einziehen werden.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Auf Regeln habe ich keinen Bock

Der Keinbock will doch!
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Da mich bereits das erste Buch von Romy Pohl "Widder Willi will aber" begeistert hat, habe ich mich sehr auf das zweite gefreut. Hörnchen, der Keinbock, haben wir bereits im ersten Teil kennen und lieben ...

Da mich bereits das erste Buch von Romy Pohl "Widder Willi will aber" begeistert hat, habe ich mich sehr auf das zweite gefreut. Hörnchen, der Keinbock, haben wir bereits im ersten Teil kennen und lieben gelernt. Dieses Buch schaut sich jetzt seine kein Bock (auf Regeln) Einstellung genauer an.
Gleich zu Beginn fasst Hörnchen seine Einstellung schön zusammen:
"Je mehr ich was tun soll, desto weniger will ich. Je weniger ich darf, desto mehr will ich. Je mehr ich muss, desto weniger kann ich."
Ich denke, diese Sätze kennt jeder der mit Kleinkindern zu tun hat, wenn auch die Wortwahl bei den Kindern vielleicht ein wenig anders ist. Die Grundaussage bleibt die gleiche. Und genau um dieses Thema dreht sich das Buch.
Gleich wie beim ersten Teil, haben es Autorin Romy Pohl und Illustratorin Marta Balmaseda wieder geschafft, ein Kinderbuch zu erschaffen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistert und erfreut. Das Thema ist kindgerecht aufbereitet, so dass auch schon die Kleinen der Geschichte folgen können, für die Großen gibt es eine gehörige Portion Wortspiele und Wortwitz.
Neben den bereits bekannten Charakteren Willi und Hörnchen gesellen sich auch ein paar neue hinzu, wie der Frechdachs Freddie, das Mammut Allmut und Neele, der Neesel. Auch diese finde ich wieder zuckersüß und ich vermute, dass wir uns in nächster Zeit noch über weitere Bücher freuen dürfen.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen und denke, dass es sowohl hilfreich für Eltern als auch Kinder ist.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Herzerwärmend weihnachtlich

Winterzauber in der kleinen Teestube am Meer
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Leichte, herzerwärmende und romantische Romane gehören für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Kekse, Kerzen und ein Weihnachtsbaum. Leider wurde ich in den letzten Jahren von meiner Auswahl ein klein ...

Leichte, herzerwärmende und romantische Romane gehören für mich genauso zur Weihnachtszeit wie Kekse, Kerzen und ein Weihnachtsbaum. Leider wurde ich in den letzten Jahren von meiner Auswahl ein klein wenig enttäuscht. Mal fehlte die Romantik, mal das Weihnachtsgefühl und manchmal auch einfach alles. Mit diesem Buch wurden endlich wieder einmal alle meine Erwartungen erfüllt.
Eingebettet in die wunderschöne Kulisse des winterlichen Sylts erschafft Autorin Julia Rogasch eine zauberhafte Geschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. Man kann vielleicht als kleinen Kritikpunkt anmerken, dass die Liebesgeschichte vorhersehbar ist und an vielen Stellen es sich die beiden Protagonisten unnötig schwer machen. Beides gehört aber irgendwie zu diesem Genre dazu. Kaum eine Liebesgeschichte, egal ob geschrieben oder verfilmt, kommt ohne eine gehörige Portion Komplexität aus. Im Vergleich zu anderen Büchern konnte ich die Beweggründe der Hauptpersonen aber besser nachvollziehen und es war nicht das klassische "sie hätten nur miteinander reden müssen" Dilemma.
Auch wenn die Liebe ein zentrales und wichtiges Element der Geschichte ist, rückt sie doch an vielen Stellen eher in den Hintergrund und andere Themen werden wichtiger. Gerade die detaillierten Beschreibungen der Teestube und der damit verbundenen Sorgen Luises habe ich äußerst interessant und spannend gefunden.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Luise und Moritz erzählt. Ein mittlerweile gängiges Stilmittel und gerade in Liebesromanen äußerst beliebt. An manchen Stellen war ich ein wenig verwirrt, aus welcher Sicht die Geschichte gerade erzählt wird, da sich die Gedanken der beiden sehr ähnlich waren.
Julia Rogasch hat es sehr gut geschafft vor allem die innere Zerrissenheit von Moritz darzustellen und zu vermitteln. Auch mit Luises grantiger Großmutter Inga hat sie einen entzückenden Charakter erschaffen. Nicht alle Personen sind einem auf Anhieb sympathisch, muss auch meiner Meinung nach nicht sein, aber man merkt bei allen Personen eine Entwicklung. Gerade diese Charakterentwicklung hebt das Buch von anderen ab und gibt den Protagonisten eine besondere Tiefe.
Für mich war es das perfekte Buch für die Adventzeit. Es hat mich zum Lachen und zum Weinen gebracht und mich auf herzerwärmende Weise auf die Weihnachtszeit eingestimmt.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Man muss nicht vegan leben um dieses Kochbuch zu lieben

Japan vegan
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Die meisten denken an Sushi und Ramen, wenn sie an die japanische Küche denken. Und vor allem denken sie an Fisch und Meeresfrüchte. Dabei hat die japanische viel mehr zu bieten als Sushi und Fisch.
Autorin ...

Die meisten denken an Sushi und Ramen, wenn sie an die japanische Küche denken. Und vor allem denken sie an Fisch und Meeresfrüchte. Dabei hat die japanische viel mehr zu bieten als Sushi und Fisch.
Autorin Julia Boucachard ist zwar nicht in Japan aufgewachsen, sondern Großteils in der Bretagne, hat aber durch ihre japanische Mutter bereits von Kindheit an, die japanische Küche kennen und auch lieben gelernt. Julia Boucachard lebt mittlerweile seit einigen Jahren vegan und betreibt in Paris ein veganes, japanisches Restaurant.
Besonders gut an dem Buch hat mir gefallen, dass die Autorin einerseits aufzeigt wie viele von Haus aus vegane, japansiche Gerichte es eigentlich gibt. Ich denke gerade dieser Punkt wird für die überraschend sein. Zusätzlich hat sie sich die Arbeit angetan und klassische nicht vegane Speisen abgewandelt. In manchen Fällen ist dies leicht, man ersetze Kuhmilch durch Sojamilch und zack, schon ist die Eiscreme vegan. In anderen Fällen braucht man da schon mehr Wissen und mehr Zutaten.
Vor dem eigentlichen Rezeptteil gibt es eine kleine Übersicht über die wichtigsten Zutaten. Diese Übersicht ist wirklich ansprechend gestaltet, mit kurzen Erklärungen und schönen Zeichnungen. Je nach Wohnort kann es ein wenig herausfordernd sein die benötigten Zutaten zu bekommen. Wobei ich hier anmerken muss, dass die Liste im Vergleich zu einem nicht veganen, japanischen Kochbuch nicht länger oder komplexer ist.
Der Rezeptteil selbst ist gut strukturiert und übersichtlich gestaltet. Den Rezepten wird genug Raum und Platz gegeben, die Fotos sind ansprechend und appetitlich. Besonders gut hat mir gefallen, dass neben den klassischen Informationen wie Zubereitungs- und Kochzeit auch eine Angabe über die Jahreszeit vorhanden ist. Des Weiteren gibt es zu jedem Rezept auch noch einen kurzen Text mit zusätzlichen Erklärungen bzw. Informationen.
Für mich ist „Japan vegan“ ein rundherum gelungenes Kochbuch, mit hervorragenden Rezepten und einer ansprechenden Gestaltung. Auch wenn ich nicht vegane lebe, werde ich in Zukunft noch öfter Rezepte aus diesem Buch nachkochen.

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