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Veröffentlicht am 09.02.2025

genau die Geschichte, die ich brauchte

Hot Mess
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Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. ...

Ich bin diesem Buch schon mehrmals und auf verschiedenen Wegen begegnet, aber irgendwie hat es mich nie gereizt, bis meine Lieblings-Buchbloggerin es empfohlen hat. Und für mich war es ein absoluter Volltreffer. Ein Buch für jeden, der sich manchmal einsam oder auf der Strecke geblieben fühlt, für jeden, der grade eine Freundin braucht. Es ist eine tolle, nahbare Geschichte über Freundschaft, Familie, Karriere und mentale Gesundheit.

Ich hab mich in dieser Geschichte sehr oft selbst wiedergefunden und finde Frauenfreundschaften und die Dynamiken untereinander werden gut und authentisch dargestellt. Ich mochte die chaotische Vielseitigkeit der Geschichte, die bitterbösen Kommentare und emotionalen Eskalationen. Ich hatte das Gefühl, als würde hier direkt aus dem Leben erzählt werden und als wäre ich live dabei als die Leben von Claire, Lexi und Joanne in die Binsen gehen und sie die Scherben zu etwas besserem, wertvollerem Zusammensetzen.

Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist Unterhaltung pur, dann schlägt es einen überraschend ernsten, tiefgründigen Weg ein. Das kam sehr unvorhergesehen, hat mir aber richtig gut gefallen und das Buch noch offener und ehrlicher wirken lassen. Die Geschichte war für mich wie eine riesige Green Flag, dass es ok ist Schwäche zu zeigen, um Hilfe zu bitten und eben auch mal nicht klarzukommen.

Ein offenes, ehrliches und ungeschöntes, aber auch sehr witziges Porträt von Frauenfreundschaften, das hier gezeichnet wird. So wertvoll, so schön. Habs direkt drei Freundinnen weiterempfohlen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

So düster, so gut

Die Tochter des Serienkillers
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Ich fand „die Frau des Serienkillers“ richtig gut und hab mich sehr gefreut, dass nun ein zweiter Band erschienen ist. War mir erst unsicher, ob es wohl Wiederholungen geben würde, aber ich fand diesen ...

Ich fand „die Frau des Serienkillers“ richtig gut und hab mich sehr gefreut, dass nun ein zweiter Band erschienen ist. War mir erst unsicher, ob es wohl Wiederholungen geben würde, aber ich fand diesen Band sogar noch stärker als den ersten. Die Bücher sind unabhängig lesbar und bekommen eine klare Leseempfehlung von mir.

Zum Inhalt: nach einer traumatischen Kindheit bricht Jane alle Brücken zu ihrer Vergangenheit ab und beginnt ein völlig neues Leben. Trotzdem trägt sie die Last und Folgen des Vergangenen mit sich herum, denn ihr Vater war ein verurteilter Serienmörder. Als in Janes neuem Umfeld eine Frau vermisst wird und Jane sich aufgrund von Blackouts nicht erinnern kann, was sie in besagter Nacht getan hat, muss sie sich fragen, ob irgendwas von ihrem Vater in ihr weiterlebt.

Die Geschichte las sich für mich diesmal sogar noch leichtgängiger als der erste Band der Reihe, sie hat einen gutes Flow und ein schönes, angezogenes Tempo. Ich fand die Nebenhandlung rund um Jens Vergangenheit, ihre Black Outs und die Schuldfrage dahinter super interessant angelegt. Das gibt der gesamten Story eine tiefenpsychologische Komponente, die absolut mitreißend ist.

Gleichzeitig ist Jen natürlich nicht die einzige, die sich auffällig verhält, denn auch ihr Mann Mark schleppt einiges an Ballast mit sich rum und hat mit seinem Verhalten immer wieder mein Misstrauen geweckt. Die Spannungen zwischen den Eheleuten sind sehr greifbar, die Beziehung von Misstrauen und Geheimnissen geprägt. Aber da Jen so eine unzuverlässige Protagonistin ist, weiß man einfach nicht ob man ihr trauen kann. Ihre zunehmend wahnhafte, unzurechnungsfähige Art macht die Geschichte erst so richtig packend und auf düstere Art perfide. Die Geschichte hat mich total in ihren Bann geschlagen.

Es gibt auch hier wie im ersten Band eine unbekannte Täterperspektive, in der es aber hauptsächlich um Paul Slater geht. Bin mir gar nicht sicher ob es die für mich unbedingt gebraucht hätte. Aber da es gut geschrieben war, in den Kontext rund um Jen passt und nicht überhand nahm, hat es zumindest auch nicht gestört.

Insgesamt fand ich diesen Band sogar nochmal besser als den ersten. Absolute Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Gefällt mir viel besser als Band 1

This could be home
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Ich bin ja ehrlich: im ersten Band hat mich die Lovestory ja eher nicht so überzeugt, nicht zuletzt weil die Protas quasi keine drei ernsten Worte miteinander gewechselt haben. Thematisch und auch von ...

Ich bin ja ehrlich: im ersten Band hat mich die Lovestory ja eher nicht so überzeugt, nicht zuletzt weil die Protas quasi keine drei ernsten Worte miteinander gewechselt haben. Thematisch und auch von den Figuren hat mich daher dieser zweite Band direkt schon mehr abgeholt. Für mich hatte dieses Buch alles, was ich an Büchern von Lily Lucas so liebe: ein tolles Setting, Charaktere, die einem ans Herz wachsen und emotionale Tiefe.

Zum Inhalt: nachdem Laurie einen ereignisreichen Sommer auf Hawaii verbracht hat, graut es ihr davor in ihr altes Leben und den Unialltag zurückzukehren. Viel mehr hat sie festgestellt, was sie stattdessen will: Rettungsschwimmerin werden. Doch die Ausbildung ist hart und der Aufnahmetest nicht ohne, sodass Surfer Chip Laurie anbietet ein Praktikum im Team seines Vaters zu machen. Und der teilt sie ausgerechnet Chips Bruder Tristan zu, der alles andere als begeistert von der Idee ist.

Lily Lucas hat einfach einen superschönen, smoothen Schreibstil und ich mag nachwievor den Flair des Settings. Grumpy vs Sunshine kommt hier wirklich richtig gut rüber und ich habs sehr geliebt die Interaktionen zwischen Laurie und Tristan zu verfolgen, genauso wie die wachsende Chemie zwischen ihnen.
Außerdem fand ichs richtig stark, wie hier auf die Härte des Jobs, die Verantwortung als Rettungsschwimmer und auch die Belastung und Schuld eingegangen wird, die damit einhergehen können. Das macht die ganze Geschichte auch noch authentischer, denn hier ist nicht einfach alles eitel Sonnenschein und easy Lifestyle.

Die Geschichte war einfach absolut bezaubernd, Laurie mochte ich ja schon in Band 1 als Nebencharakter total gern, aber hier entwickelt sie sich spürbar weiter, steht für sich ein und kämpft für ihre Ziele, was ich einfach bemerkenswert und mitreißend fand. Und Tristan ist für mich mal wieder ein absoluter Volltreffer-Bookboyfriend- harte Schale und wunderbar verletzlicher, weicher Kern. Habs sehr gefühlt.

Die Geschichte hat viel verletzliche Offenheit, aber auch diese Prise Chaos, die das ganze so wunderbar herzlich und unterhaltsam macht. Hat mir richtig gut gefallen.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Ägyptische Schatzsuche

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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„What the River knows“ klang für mich nach einem modernen, weiblicheren Abenteuerroman, so eine Art Tomb Raider trifft Jane Austen. Und da Ägypten mich schon immer fasziniert und begeistert hat, war ich ...

„What the River knows“ klang für mich nach einem modernen, weiblicheren Abenteuerroman, so eine Art Tomb Raider trifft Jane Austen. Und da Ägypten mich schon immer fasziniert und begeistert hat, war ich auch vom Setting direkt begeistert. Das Buch war weniger vorhersehbar als ich dachte und hat mich fantastisch unterhalten.

Zum Inhalt: Schon immer lauschte Inez gebannt den Erzählungen ihrer Eltern von Ägypten und träumte davon, sie eines Tages dorthin begleiten zu dürfen, statt gesellschaftliche Umgangsformen zu lernen und einen Ehemann zu suchen. Doch als ihre Eltern auf mysteriöse Weise umkommen, beschließt Inez nach Ägypten aufzubrechen und der Sache auf den Grund zu gehen.

Ich mochte die Detailverliebtheit der kleinen Skizzen, Hieroglyphen und auch der kleinteiligen Erzählung an sich. Man merkt direkt, wie viel Recherche und auch Herzblut in diese Seiten geflossen sind. Viele von Inez’ Eindrücken wurden sehr bildhaft festgehalten und man bekommt ein gutes Gespür für Setting und Flair.
Inez selbst ist überaus gewieft und gewitzt, sie ist schlagfertig und mutig- die ideale Heldin einer Abenteuergeschichte.

Was die Geschichte in meinen Augen so faszinierend und spannend macht ist, dass quasi nichts ist wie es scheint und man eigentlich nie sicher sein kann, wem man trauen kann. Inez befindet sich weit weg von zu Hause, auf sich allein gestellt in der Fremde. Und wie jede junge Frau, die zum ersten Mal die Möglichkeit zur freien Entfaltung hat, trifft sie teils fragwürdige Entscheidungen und gelangt öfter mal in Schwierigkeiten.

Dass sich hier auch eine leichte Lovestory andeutet war dezent gehalten, was mir gut gefallen hat. Generell gibt es viele Figuren, deren Bedeutung für den Fortgang der Handlung lange unklar bleibt, aber zum Schluss setzt sich ein stimmiges Bild zusammen. Das Ende hat mich nochmal total überrascht und ich will unbedingt Band 2 lesen.

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Dornenrose

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Endlich ist der letzte Band der Reihe erschienen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, denn auch wenn Blythe bisher eher im Hintergrund stand, konnte man bereits in band 2 ihr Potential erahnen. ...

Endlich ist der letzte Band der Reihe erschienen, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte, denn auch wenn Blythe bisher eher im Hintergrund stand, konnte man bereits in band 2 ihr Potential erahnen. Und darin lag für mich vermutlich auch schon die größte Schachstelle des Buches: ich glaube ich hätte mir diese Enthüllung für diesen band erhofft, dem dadurch ein bisschen das überraschende fehlte.

Zum Inhalt: Blythe ist an Signas Stelle einen Pakt mit dem Schicksal eingegangen und muss nun an seiner Seite ihr Leben bestreiten, was Aris ihr nicht leicht mehr. Denn dieser ist immer noch davon überzeugt, dass Signa die Reinkarnation des Lebens ist. Doch als Blythes Kräfte erwachen, muss sie sich nicht nur ihren neuen Fähigkeiten Stellen, sondern auch dem Chaos, das sie heraufbeschworen hat.

Bereits zum Ende von Band 2 erfährt der Leser bereits, was es mit Blythes Identität auf sich hat, ihr selbst bleibt das aber bis circa zur Hälfte dieses Bandes verborgen, wodurch der Leser einen enormen Wissensvorsprung hat. Dadurch wurde es aber auch erst ungefähr ab der Hälfte dieses Buches so richtig interessant, da auch zu diesem Zeitpunkt die Spannung zwischen Blythe und Aris merklich zunahm.

Aris fand ich zur Beginn des Buches noch sehr unleidlich, er macht aber eine starke und faszinierende Entwicklung innerhalb der Geschichte durch, wodurch ich ihn am Ende mit ganz anderen Augen gesehen habe. Vor allem seine Fähigkeit derart innig zu lieben, war am Ende das ausschlaggebende Argument, warum ich ihm am Ende nun doch ein bisschen nachschmachte. Und Blythe macht Aris Kanten weicher, bietet ihm die Stirn und schafft so einen stimmigen Kontrast.

Das Spicelevel ist gemäßigt, was ich völlig ausreichend fand. Viel mehr haben mich hier die Bilder der Orte, die Aris erschafft, in ihren Bann geschlagen. Vieles wurde sehr plastisch beschrieben, die Geschichte bekommt dadurch einen märchenhaften Touch, der mir wirklich gut gefallen hat.

Ich fand dieses Buch wieder sehr fesselnd und wunderbar atmosphärisch. Es ist für mein Empfinden nicht ganz so düster wie seine Vorgänger, dafür vielschichtiger und mit einer starken, mutigen Protagonistin. Hat mir sehr gefallen, ein toller Abschluss für diese Reihe.

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