Neues aus Würzburg
Mainsturm
„Mainsturm“ von Anja Mäderer ist mein fünfter Frankenkrimi der Autorin, der vierte aus der „Main-Reihe“ um die Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, den ich mit Freude gelesen habe. Worum geht ...
„Mainsturm“ von Anja Mäderer ist mein fünfter Frankenkrimi der Autorin, der vierte aus der „Main-Reihe“ um die Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner, den ich mit Freude gelesen habe. Worum geht es?
An einem geschichtsträchtigen Ort in der Würzburger Altstadt wird ein weiblicher Leichnam entdeckt, dem schon bald weitere folgen sollen. Schnell steht fest, es handelt sich um Emily, eine Doktorandin der Geschichte.
Das Opfer scheint auf der Suche nach einer verschollenen Figur von Tilman Riemenschneider gewesen zu sein und forschte zu seiner Rolle im Bauernkrieg. In Würzburg fanden die kämpferischen Auseinandersetzungen ab Mai 1525 statt, also vor 500 Jahren. Riemenschneider war damals ein bedeutender Künstler, Bürgermeister und Freiheitskämpfer. Ein faszinierendes Gedankenspiel, denn diesen Fund gibt es natürlich nicht.
Die Story wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Der Krimi ist akribisch recherchiert und strotzt vor fachlichen Details. Das geht ein bisschen zu Lasten der Spannung.
Über das Wiedersehen mit Nadja und Peter habe ich mich gefreut. Auch die Rechtsmediziner Lars und Nepomuk, genannt Mukki, sind wieder mit von der Partie.
Schließlich ist die Tatperson überführt und zwei mögliche Epiloge beenden die Geschichte.
Fazit: Fall Nr. 4 für Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. Atmosphärischer Krimi mit viel Lokalkolorit.