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Veröffentlicht am 02.06.2026

Leichte Balkonlektüre für den Sommer

Mord mit Schwips
1

Romy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen ...

Romy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen Wald zurück. Dort arbeitet sie als Keramikkünstlerin. Als im exklusiven Seniorenheim auf Gut Luisenau, wo ihre Großtante lebt, ein Mord geschieht, erwacht ihr journalistischer Spürsinn aufs Neue. Und, welch ein Zufall, ihr Ex-Mann Ben wurde auf das Land versetzt, so dass beide wieder aufeinandertreffen. Eine Chance für die Zwei, wieder zusammenzufinden?
Das Cover verspricht zwar Lokalkolorit, die Erwartung wurde für mein Empfinden leider nicht ganz erfüllt und ist noch ausbaufähig, die eingestreuten Passagen lasen sich eher wie aus einem Lehrbuch entlehnt. Die besondere Atmosphäre der Region, finde ich, sollte verstärkt über die Charaktere entwickelt werden. Insgesamt fand ich das Buch gut lesbar, der Schreibstil ist flüssig, ich war schnell in der Geschichte drin. Gefallen haben mir als Stilmittel die kleinen, sparsam eingesetzten Rückblenden mit den Erlebnissen einzelner Personen wie beispielsweise Georg und Erika. Dadurch versteht man die Zusammenhänge und die Auslöser für bestimmte Ereignisse besser. Mir fiel es leider schwer mit den Protagonisten warm zu werden, beim Lesen fühlte ich immer etwas Distanz. Die Charaktere müssten sich in Folgebänden noch weiterentwickeln, denn auch wenn ich Sympathie für Romy und ihre Familie entwickeln konnte, fand ich Romy als gestandene Journalistin in ihrer Handlungsweise auch unreif und nicht sehr authentisch. Insgesamt eine nette Geschichte, die durchaus auch mit humorvollen Passagen punkten kann, die mich aber nicht vollständig überzeugt hat. Ich werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 14.05.2026

Bekannte Geschichte, modern umgesetzt

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
0

Wow, was ein Cover! Dazu ein toller Farbschnitt und eine Geschichte, die mich, sowohl vom Klappentext als auch von der Leseprobe her, gleich abgeholt hat. Denn die Geschichte des Zauberers von OZ hat mich ...

Wow, was ein Cover! Dazu ein toller Farbschnitt und eine Geschichte, die mich, sowohl vom Klappentext als auch von der Leseprobe her, gleich abgeholt hat. Denn die Geschichte des Zauberers von OZ hat mich schon immer begeistert. Daher musste ich das Buch auch unbedingt haben. Nur, ich nehme es gleich vorweg, hat es mich nicht ganz so gecatcht, wie erhofft.
Dorothy wächst bei Adoptiveltern auf einer Farm in Kansas auf. Sie hat einen Freund, mit dem sie aufgewachsen ist und der auf der Nachbarsfarm lebt. Alle gehen davon aus, dass die beiden heiraten werden. Ein heftiger Wirbelsturm zieht auf, sie kann sich nicht mehr in den Bunker retten und wird mit ihrem Hund Toto vom Tornado gepackt. Sie kommt in OZ an und sucht den Weg nach Hause.
Bezogen auf den Schreibstil liest sich das Buch leicht und flüssig. Nikki St. Crowe wechselt zuweilen von der Ich-Form in den Erzählermodus, daran muss man sich gewöhnen und ich fand auch, dass es letztendlich gut passte. Bei einer Romantasy hätte ich zwar grundsätzlich einen höheren Anteil an erotischen Szenen erwartet, ich habe dies jedoch auch nicht vermisst. Die bekannten Figuren aus OZ trifft man wieder, die Charaktere wurden einen Touch dunkler und mysteriöser interpretiert, aber durchaus stimmig. Wem man wirklich vertrauen kann, erschließt sich nicht gleich.
Die ersten Kapitel haben richtig Spaß beim Lesen gemacht, leider las sich der Mittelteil über Passagen hin etwas zäh, man musste sich quasi durchkämpfen und zum Weiterlesen selbstmotivieren. Ich war dann froh, dass ich drangeblieben bin, denn der Schluss hat wieder einiges wettgemacht. Nur den bösen Cliffhanger am Ende habe ich so auch nicht erwartet.

Fazit: ein über weite Strecken gut zu lesendes Buch, welches den hohen Erwartungen leider nicht vollständig gerecht wird.

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Veröffentlicht am 02.06.2025

Literarisches Lesestück für interessierte Kids

Der Sommer der unmöglichen Dinge
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Ferris, so benannt nach dem Riesenrad (auf Englisch Ferris Wheel), unter dem sie geboren wurde, erlebt während ihrer Ferien mit ihrer Familie einen seltsamen Sommer, der sie auf Trab hält und einige Veränderungen ...

Ferris, so benannt nach dem Riesenrad (auf Englisch Ferris Wheel), unter dem sie geboren wurde, erlebt während ihrer Ferien mit ihrer Familie einen seltsamen Sommer, der sie auf Trab hält und einige Veränderungen für alle bedeutet.
Die Geschichte, deren Handlung wahrscheinlich in den 80ern angesiedelt ist, macht es nicht leicht, sie zu bewerten. Als Erwachsene fand ich sie schön zu lesen, fand mich gut rein und hatte auch Spaß daran, den Wortschatzerweiterungen der Lehrerin Mrs Mielk zu folgen, die Ferris und ihr Freund Billy verinnerlicht haben. Es ist eine sehr nachdenkliche, literarische Geschichte, in der ein ganz eigener Klang mitschwingt und die sowohl Lachen als auch Weinen zulässt. Ich fand, dass das Buch einen roten Faden hatte und zum Ende auch rund erschien.
Ich habe aber meine Zweifel, ob das Buch für Kinder ab 10 Jahren taugt, denn ob sie den roten Faden in der Handlung entdecken werden, ist nicht gewiss. Es wird zwischen den Protagonisten gesprungen, die Persönlichkeiten und die Beziehungen untereinander werden nur angerissen, ohne tieferzugehen. Das Warum der Handlungen wird nicht wirklich hinterfragt. Alles geht einfach seinen Gang. Mit den Verlusten nachstehender Personen wird nicht erkennbar umgegangen, sie werden nicht richtig verarbeitet. Auch die Gründe für Pinkys Wandlung, Ferris jüngerer psychopathischer Schwester, sind nur zu erahnen.
Von daher bin ich zwiegespalten, ob ich dieses Buch, jenseits des derzeitigen Mainstreams, als Kinderbuch empfehlen kann. Für fortgeschrittene junge Leseratten ja. Es ist einfach mal etwas Anderes. Auch wenn mir das Buch gut gefallen hat, kann ich von daher keine echte Leseempfehlung aussprechen und vergebe nur drei von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Interessanter Plot, mit Schwächen

Crime im Heim
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Im Mittelpunkt steht Katia, eine ehemalige Yogalehrerin, die im Seniorenstift Silberblick lebt und dort in einem kleinen Freundeskreis aus bunt gemischten Charakteren, so auch der kulturbeflissene Friedhelm ...

Im Mittelpunkt steht Katia, eine ehemalige Yogalehrerin, die im Seniorenstift Silberblick lebt und dort in einem kleinen Freundeskreis aus bunt gemischten Charakteren, so auch der kulturbeflissene Friedhelm Klemp, integriert ist. Friedhelm plant die Inszenierung des Hamlet, die erste Probe wird überschattet vom Tod des Mopses Ophelia, des Schoßhundes von Irma, einer weiteren Bewohnerin. Katias Mord-Ermittlungen (es stellt sich heraus, dass der Hund erschossen wurde) werden gestört durch einige Komplikationen, die im Fund einer menschlichen Leiche gipfeln.
Ein Seniorenstift als Tatort, vielschichtige Protagonisten mit Vergangenheit und eine geplante Shakespeare-Aufführung zwischen Alltag und dem Entfliehen aus eben jenem. Dies sind die Zutaten zu diesem Kriminalstück. Der Klappentext las sich vielversprechend und machte mich neugierig auf den kriminalen Akt und dessen Akteure zwischen den Proben zu Hamlet.
Meine Erwartungen wurden nur zum Teil erfüllt. Die vielen Personen fand ich etwas unübersichtlich, dadurch kam die Tiefe der Charakterisierung bei einigen zu kurz. Die Zeichnung in der Umschlagsseite war zwar nett, eine kurze Übersicht hätte ich jedoch als hilfreicher empfunden.
Den Schreibstil fand ich grundsätzlich gut und flüssig lesbar, ich konnte jedoch nicht an dem Krimi „dranbleiben“, er hatte mich nicht richtig mitgenommen und ich verlor zwischendrin die Lust am Buch. Der Humor hat mich leider auch nicht überzeugt. An einigen Stellen zog sich die Handlung, darunter litt der Spannungsbogen. Ich musste dann beim Weiterlesen immer mal zurückblättern, um durch das kurze Pausieren den Anschluss nicht zu verlieren. Das soziale Gefüge im Seniorenstift wird thematisiert, steht aber nicht zu stark im Vordergrund, ich fand dies ausgewogen. Einige Wendungen fand ich recht konstruiert und der Schluss hatte auch nicht wirklich überrascht. Drei von fünf Sternen finde ich aus meiner Sicht insgesamt angemessen.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse

Magic Island - Ruf der Seelentiere. Eine magische Insel und sprechende Seelentiere: Fantasy-Buchreihe ab 11 Jahren (Magic Island, Bd. 1)
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Vorneweg: Ich mag Kinder- und Jugendliteratur und befasse mich wieder stärker damit, seit meine Patentochter das Selbstlesealter erreicht hat.
Vier Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen werden ...

Vorneweg: Ich mag Kinder- und Jugendliteratur und befasse mich wieder stärker damit, seit meine Patentochter das Selbstlesealter erreicht hat.
Vier Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturkreisen werden auserwählt, das Gute auf einer Insel zu retten und zu bewahren. Ausgestattet mit einem magischen Artefakt gelangen sie über ein Portal auf die Insel, wo das Böse schon an Boden gewonnen hat. Jeder trägt ein Seelentier in sich, welches mit Hilfe des Artefakts manifestiert werden kann. Wenn die Insel verloren geht, ist auch die gesamte Welt in Gefahr.
Hauptprotagonist ist der 15jährige Julian aus Berlin, dessen Seelentier ein Husky ist (schön auf dem Cover dargestellt). Sein Steckbrief ist auch am Buchanfang zu sehen, hierbei vermisse ich neben seiner Schwäche, der Wut, seine Stärke. Insgesamt ist das Buch schön illustriert, zu Beginn jeden Kapitels findet sich eine Zeichnung der Insel mit Zitadelle und auch am Fuß jeder Seite wiederholt sich eine Grafik einer Inselansicht. Und eine Orientierungskarte der Insel ist auf den Innenseiten zu entdecken.
Die Geschichte hat Tempo und wird dadurch nicht langweilig, wobei sich jedoch der Ursprung der Insel und die magischen Zusammenhänge mit Aliera und Lux nicht richtig erschließen wollen, sie werden nur sehr oberflächlich gegen Ende erklärt. Gestolpert bin ich zunächst über Begrifflichkeiten wie Magglas und Malus-Schlund, aber dies lässt sich ableiten und verdeutlicht sich beim Lesen. Irgendwie kurios fand ich, dass die verwendeten magischen Sprüche mich stark an den Stil aus Harry Potter erinnerten, wie z.B. Anima manifeste oder Porta manifeste. Ein wenig Humor trägt das Seelentier Timur, ein Drache, zur Geschichte bei. Und ein böser Gegenspieler fehlt auch nicht.
Bis auf Julian bleiben die Protagonisten noch recht blass, seine Schwäche, die Wut, gewinnt erst im Verlauf des Geschehens auch an Substanz.
Das Buch endet mit einem heftigen Cliffhanger, der neugierig auf den nächsten Band machen soll. Das gelingt zwar, aber die Geschichte hat mich in Gänze nicht überzeugen können, so dass ich noch nicht sagen kann, ob ich weiterlesen möchte.

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