Leichte Balkonlektüre für den Sommer
Mord mit SchwipsRomy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen ...
Romy Fuchs krempelt ihr Leben um. Nach ihrer Scheidung von Ben, Kommissar in München, gibt sie ihren Beruf als investigative Journalistin auf und kehrt in die Familien-Villa in ihrem Heimatdorf im bayrischen Wald zurück. Dort arbeitet sie als Keramikkünstlerin. Als im exklusiven Seniorenheim auf Gut Luisenau, wo ihre Großtante lebt, ein Mord geschieht, erwacht ihr journalistischer Spürsinn aufs Neue. Und, welch ein Zufall, ihr Ex-Mann Ben wurde auf das Land versetzt, so dass beide wieder aufeinandertreffen. Eine Chance für die Zwei, wieder zusammenzufinden?
Das Cover verspricht zwar Lokalkolorit, die Erwartung wurde für mein Empfinden leider nicht ganz erfüllt und ist noch ausbaufähig, die eingestreuten Passagen lasen sich eher wie aus einem Lehrbuch entlehnt. Die besondere Atmosphäre der Region, finde ich, sollte verstärkt über die Charaktere entwickelt werden. Insgesamt fand ich das Buch gut lesbar, der Schreibstil ist flüssig, ich war schnell in der Geschichte drin. Gefallen haben mir als Stilmittel die kleinen, sparsam eingesetzten Rückblenden mit den Erlebnissen einzelner Personen wie beispielsweise Georg und Erika. Dadurch versteht man die Zusammenhänge und die Auslöser für bestimmte Ereignisse besser. Mir fiel es leider schwer mit den Protagonisten warm zu werden, beim Lesen fühlte ich immer etwas Distanz. Die Charaktere müssten sich in Folgebänden noch weiterentwickeln, denn auch wenn ich Sympathie für Romy und ihre Familie entwickeln konnte, fand ich Romy als gestandene Journalistin in ihrer Handlungsweise auch unreif und nicht sehr authentisch. Insgesamt eine nette Geschichte, die durchaus auch mit humorvollen Passagen punkten kann, die mich aber nicht vollständig überzeugt hat. Ich werde diese Reihe nicht weiterverfolgen.