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JuliaRiccarda

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.02.2025

Über 500 Seiten in zwei Tagen ausgelesen- Das sagt alles!

Dunkles Wasser
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Als großer Kate Linville- und Caleb Hale-Fan habe ich mich riesig gefreut, dieses Buch geschenkt bekommen zu haben. Dementsprechend lag es auch keine zwei Wochen ungelesen zu Hause. Und was soll ich sagen? ...

Als großer Kate Linville- und Caleb Hale-Fan habe ich mich riesig gefreut, dieses Buch geschenkt bekommen zu haben. Dementsprechend lag es auch keine zwei Wochen ungelesen zu Hause. Und was soll ich sagen? Es hat mich NATÜRLICH nicht enttäuscht!

In einer stürmischen Nacht werden an der Küste Schottlands bei Kilbride zwei Familien, die in einer Bucht zelten, grausam abgeschlachtet. Die Täter werden nicht gefasst. Die einzige Überlebende ist Iris, die damals sechzehnjährige Tochter einer der Familien.

Fünfzehn Jahre später verschwindet Iris´ Freundin bei einem gemeinsamen Urlaub in Frankreich. Handelt es sich um ein Gewaltverbrechen? Die Tatsache, dass Iris seit einiger Zeit von einem Stalker verfolgt wird, wirft die Frage auf, ob sie das eigentliche Opfer hätte sein sollen und ob es einen Zusammenhang mit Damals gibt. Zufällig trifft Caleb Hale auf Iris und nimmt sich ihrer an. Und schon bald stecken er und Kate bis über beide Ohren in Ermittlungen.

Die Spannung besteht von der ersten Seite. Ich denke, dass ich ein Buch von über 500 Seiten in zwei Tagen ausgelesen habe, sagt alles. Man kann einfach nicht aufhören. Eine Frage jagt die nächste. Wie hängt alles zusammen? Was ist das Motiv? Und natürlich: Wer ist der Täter? Und viele weitere, deren Nennung hier allerdings zu viel verraten würde.

Die Autorin schafft es wie keine andere mehrere Erzählstränge nebeneinanderher zu führen, bei denen der Leser zunächst keine Ahnung hat, wie alles im Zusammenhang steht. So etwas liebe ich. Lange war mir zum Beispiel gar nicht klar, inwiefern die Geschichte, um die es im Prolog geht, mit der Story zusammenhängt. Mit der Zeit fügt sich alles logisch zusammen, allerdings nicht ohne überraschende Wendungen wie es sich für Charlotte Link ja irgendwie gehört.

Es werden einige Kapitel aus Calebs und viel natürlich aus Kates Perspektive erzählt. Ich mag die Ermittlerin sehr gern, aber speziell in diesem Buch hat sie mir ziemlich leid getan. Im Privaten hat sie einfach kein Glück, dabei würde ich es ihr so wünschen! Darüber hinaus gibt es immer wieder Einschübe, die aus Sicht des Täters von den Kilbride-Morden berichten. Diese Einschübe sind in kursiver Schrift, so dass man, wenn man noch einmal etwas nachlesen möchte, leicht den Überblick behalten kann.

Der Schreibstil war gewohnt angenehm zu lesen und fesselnd. Die Beschreibung von dem stürmischen Wetter hat mich absolut mitgerissen. Ich habe den sintflutartigen Regen und den eiskalten Wind regelrecht gespürt. Mir ist direkt etwas kalt geworden auf meinem Sofa. Nichtsdestotrotz wurde mein Interesse für Schottland und eine Reise dahin geweckt. Warum auch immer, nachdem ich da soviel von Mord gelesen habe?! 😊

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht und freue mich schon auf das nächste Buch, das hoffentlich bald erscheinen wird.

Eine klare Empfehlung für jeden, der spannende Bücher mag!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

gesellschaftskritischer Thriller zu modernem Thema

Die Influencerin
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Die Karriere der Influencerin Sarah nimmt ein jähes Ende als sich eine ihrer Followerinnen umbringt und die Community Sarah dafür die Schuld gibt. Doch es bleibt nicht nur bei Hasskommentaren im Netz. ...

Die Karriere der Influencerin Sarah nimmt ein jähes Ende als sich eine ihrer Followerinnen umbringt und die Community Sarah dafür die Schuld gibt. Doch es bleibt nicht nur bei Hasskommentaren im Netz. Auch in ihrem realen Leben wird Sarah bald bedroht und verfolgt.
Das erste, was mir an dem Buch ins Auge gestochen ist, war sein wirklich schönes, besonderes Cover. Vom Thema her hat mich das Buch ja erst nicht so interessiert, weil Influencer und das „Leben“ im Internet nicht so meine Welt sind. Dann hat die Story mich aber schnell gefesselt. Eine Frage jagt die nächste. Man muss unbedingt weiterlesen, verdächtigt alle möglichen Personen und wird von einigen unerwarteten Wendungen überrascht. Genauso wie ich es liebe. Der angenehme Schreibstil sorgt zusätzlich dafür, dass man immer noch ein paar Seiten liest; und schwupps ist man am Ende angelangt. Schade!
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Sarah geschrieben. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel aus der Sicht des Stalkers, die sich durch die kursive Schrift gut vom Rest der Geschichte abheben.
Sarah wird authentisch und menschlich geschildert mit Ecken, Kanten und Zweifeln, was sie mir sympathisch macht. Sie hat wie viele Influencer jahrelang an ihrem perfekten Image gearbeitet. Aber natürlich ist sie in Wirklichkeit alles andere als perfekt. Die Autorin schafft es super diese Diskrepanz zwischen Realität und Scheinwelt und die Probleme, die damit sowohl für den Influencer selbst als auch für die Fans einhergehen können, zu beschreiben.
Die Autorin fängt ein super aktuelles Thema ein und regt zum Nachdenken an: Sagt eine große Zahl an Internetfreunde etwas über die Anzahl der echten Freunde aus, die in der Not für einen da sind? Ist es wirklich so gut, sein ganzes Leben in den Sozialen Netzwerken zu teilen?

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Veröffentlicht am 15.03.2026

starke Geschichte mit Gesellschaftskritik und bewegenden Schicksalen

Giftiger Grund
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Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im ...

Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im Roman erwähnt wird. Andererseits passt er aber auch im übertragenen Sinne prima: Die Protagonisten haben alle einen quasi vergifteten Hintergrund, der es ihnen schwer macht. Das Cover in giftgrün passt wiederum perfekt zum Titel und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Inhalt:
Der frisch aus dem Gefängnis entlassenen Joran, die junge Instagram-Fotografin Charu und Edda, ein Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln treffen mitten in der Nacht an einem sogenannten Lost Place, einer verlassenen Tankstelle, aufeinander. Und dann ist da noch eine Leiche.
Meine Meinung:
Die Story wird zunächst abwechselnd aus Jorans und Charus Perspektive und später auch aus der von Edda erzählt. Dabei wählt der Autor vor allem am Anfang für jeden Charakter eine eigene Sprache, so dass der Leser gleich weiß, wessen Perspektive jetzt an der Reihe ist. In Charus Teil wimmelt es nur so von „Reels“, „Contents“, „Frames“ etc. Ich habe mich teilweise echt uralt gefühlt, weil ich immer wieder dachte: Hilfe, wovon spricht sie? 😉 Joran dagegen bekommt die typische coole Jugendsprache. Gegen Mitte des Buches wird dieses super-tolle Stilmittel leider aufgeweicht. Ich musste dann ein paarmal nachsehen, wer jetzt eigentlich gerade erzählt.
Die Charaktere sind so richtig gut getroffen. Ich konnte mich vor allem in Joran gut hineinversetzen. Er hat mich echt leidgetan. Da kommt man aus dem Gefängnis frei, ist ganz auf sich allein gestellt und alles und jeder hat sich offenbar gegen einen verschworen. Der Autor schildert sehr anschaulich wie schwer es ist trotz wirklich guter Absichten und einem guten Charakter nicht in die typische Abwärtsspirale zu geraten und wieder rückfällig oder erneut verhaftet zu werden.
Auch Charu und Edda haben jeder ihre eigenen Geschichten, wobei es anfangs nicht klar ist, welche Edda mitbringt. Der Leser findet das quasi gemeinsam mit Joran und Charu raus. Die Schicksale aller drei sind auf jeden Fall hart und liegen leider vermutlich nicht so weit von der Realität entfernt.
Das besondere Setting am Lost Place ist echt gut getroffen und vermittelt vor allem am Anfang einen Touch von Schatzsucheratmosphäre.
Gegen Ende gibt es dann sehr viel Action, die Ereignisse überschlagen sich. Der Schluss hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen. Damit hätte ich nicht gerechnet und der Leser fragt sich, wie es denn nun weitergeht. Das enthält uns der Autor nämlich vor. Im Prinzip könnte er damit direkt seinen nächsten Krimi starten.
Mein Fazit: Kein typischer Krimi, aber ein absolut lesenswertes Buch mit viel Gesellschaftskritik, starken Charakteren und tiefen Schicksalen. Und jeder Menge Spannung!

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Veröffentlicht am 16.05.2026

toller Plot, eher schwache Figuren

Bachelorette Party
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Vor zehn Jahren verbrachten vier junge Frauen ein Wochenende auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel. Und kehrten nie zurück. Heute verbringt ebenfalls eine Gruppe junger Frauen an eben jenem Ort ...

Vor zehn Jahren verbrachten vier junge Frauen ein Wochenende auf einer einsamen schwedischen Schäreninsel. Und kehrten nie zurück. Heute verbringt ebenfalls eine Gruppe junger Frauen an eben jenem Ort ein Wochenende im Rahmen eines Junggesellinnenabschieds. Heute steht auf der Insel ein Luxusresort, das demnächst eröffnet werden soll. Die Gruppe darf exklusiv als erste Gäste dort logieren. Aber es wird kein entspanntes Wochenende, sondern die schrecklichen Ereignisse scheinen sich zu wiederholen.
Der Leser wird schon auf der ersten Seite in die Morde von Damals hinein katapultiert und gleich Anfang gefesselt. Im Anschluss geht es im Heute mit dem JGA weiter. Immer wieder werden Passagen aus der Zeit ein paar Tage vor den Morden von vor zehn Jahren eingefügt. Der Wechsel zwischen den Zeitebenen hat mir sehr gut gefallen, wobei ich das „Damals“ etwas mehr mochte als das „Heute“. Nach und nach tauchen immer mehr Fragen und rätselhafte Details auf, immer überschattet von der Frage: Wem kann man eigentlich vertrauen? Manche Passagen sind so spannend, dass ich regelrecht durch das Buch geflogen bin und die Seiten nur überflogen habe. Andere Passagen jedoch sind ein klein wenig zäh. Da wird mir zu viel erzählt, wie welche Frau aussieht. Das konnte ich mir sowieso nicht merken.
Die heutige Geschichte wird aus den Perspektiven der ehemaligen Podcasterin Tessa erzählt, deren Leben gerade dabei ist den Bach runter zu gehen und die ein dunkles Geheimnis umgibt. Mit dabei sind außerdem ihre Schwester Lena, die zukünftige Braut Anneliese, die Trauzeugin Mikaela, Caroline und Natalie als einzige, die den sogenannten Freundeskreis nicht von früher kennt. Ebenfalls mit auf dem Resort sind Irene, Hotelchefin und Gastgeberin, sowie der undurchsichtige Koch Adam. Ich schreibe der „sogenannte“ Freundeskreis, weil die Atmosphäre zwischen den Frauen nicht wirklich freundschaftlich ist. Vielmehr wirkt die Stimmung unterschwellig aggressiv. Absolut unsympathisch war mir Mikaela mit ihrem hohen Geltungsdrang. Auch Tessa ist nicht gerade eine Protagonistin, die man ins Herz schließt. Die anderen wirken alle relativ ähnlich, stechen für mich aber nicht aus der Masse heraus, was es für mich etwas schwer gemacht hat immer im Kopf zu behalten, wer wer ist und welche Details zu welcher Frau gehören.
Und dann sind da ja auch noch die Frauen von „Damals“. Hier wird die Geschichte aus Matildas Sicht erzählt, die ich von allen am liebsten mochte. Sie ist sympathisch und da aus ihrer Perspektive erzählt wird, konnte ich mich ganz gut in sie hinein versetzen. Tiefgehende Charakterzüge konnte ich bei ihr allerdings auch nicht erkennen, ebenso wenig wie bei ihren drei Freundinnen.
Zunächst scheint es keine Verbindung zwischen den beiden Gruppen zu geben. Nach und nach wird jedoch klar, dass es bei mehr als einer der Frauen von heute einen Zusammenhang zu denen von damals gibt.
Das Setting einer einsamen Insel mit Luxusresort ist jetzt nichts Neues, funktioniert aber gut. Vom Luxus habe ich wenig mitgekriegt. Auch dass die Story auf einer schwedischen Schärensinsel spielt, kommt nicht deutlich zur Geltung. Es hätte jede x-beliebige einsame Insel sein können. Gestört hat mich dieser Umstand jedoch nicht.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

eine verfluchte Insel?

Das Retreat
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Cover: Das Cover ziert das titelgebende Retreat auf der einsam gelegenen Insel vor dunklem Himmel. Das sieht recht schön aus. Doch das wirklich unfassbar Schöne ist der besondere Farbschnitt.
Inhalt: ...

Cover: Das Cover ziert das titelgebende Retreat auf der einsam gelegenen Insel vor dunklem Himmel. Das sieht recht schön aus. Doch das wirklich unfassbar Schöne ist der besondere Farbschnitt.
Inhalt: Schon zweimal in ihrer Geschichte wurde die Insel von Verbrechen heimgesucht. Und es soll nicht das letzte Mal bleiben. Hana will mit ihrer Familie eine kleine Auszeit in dem Retreat verbringen. Doch dann gibt es eine Leiche. Und der Mörder ist mitten unter ihnen.
Meine Meinung: Das Buch ist das zweite aus der Reihe um die Kommissarin Elin Warner. Der erste Fall wird immer wieder mal erwähnt. Allerdings kann man „Das Retreat“ problemlos lesen ohne den Vorgängerband zu kennen. Vielmehr machen die Anspielungen Lust darauf den ersten Thriller auch zu lesen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Hana und Elin erzählt. Hierbei erfährt der Leser sowohl einiges über die Sorgen und Nöte, mit denen die Kommissarin zu kämpfen hat, als auch über Hanas Vergangenheit und der Beziehung zu ihrer Familie. Am Anfang wird für meinen Geschmack allerdings etwas viel über die Gedanken und Gefühle der beiden erzählt. Es passiert nicht wirklich viel. Bei Seite hundert gibt es dann die erste überraschende Wendung. Für meinen Geschmack hätte das gern etwas früher sein können. Ab da nimmt der Thriller an Fahrt auf und es folgen noch einige weitere Twists.
Ich liebe es immer an Stories, wenn sie eine Verbindung zur Vergangenheit haben. Und das ist hier gleich in zweifacher Form gegeben. Denn schon zweimal in der Vergangenheit fanden hier mysteriöse Ereignisse statt. Hängen diese zusammen? Wurde der wahre Mörder damals wirklich verhaftet? Oder er ist er nach wie vor auf freiem Fuß und mordet jetzt wieder? Wie Elin die damaligen Ereignisse nach und nach aufdeckt und die Verbindung zu den heutigen Taten herstellt hat mich gefesselt. Der Zusammenhang zwischen den damaligen und heutigen Taten ist von der Autorin einleuchtend gewählt. Allerdings konnte ich Elins zwar durchaus zielführende Gedankengänge nicht immer nachvollziehen. Mehr als einmal dachte ich „Was für ein Zufall, dass die Kommissarin so um die Ecke denkt und somit der Lösung näher kommt.“ Das wirkt mitunter schon arg konstruiert auf mich.
Das Setting auf der einsam gelegenen Insel ist zwar nicht Neues, aber immer wieder spannend. Die zum Teil ungewöhnlichen Ermittlungsorte sorgen für das richtige Maß an Abenteuer und Abwechslung.

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