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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein Thriller mit Stärken und Schwächen

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, ...

Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, man hätte die Wahrheit durchschaut, nimmt die Handlung eine neue Richtung.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, kommt es naturgemäß zu Wiederholungen, was einerseits spannend sein kann, weil man neue Details entdeckt, andererseits aber manchmal die Dynamik ausbremst. Trotzdem gelingt es der Autorin, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die zur Geschichte passt.

Die Charaktere sind durchaus vielschichtig, aber nicht unbedingt sympathisch. Besonders einige ihrer Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, was zwar für Unberechenbarkeit sorgt, aber es gleichzeitig schwierig macht, wirklich mit ihnen mitzufühlen. Die weiblichen Figuren sind interessant ausgearbeitet, während einige männliche Charaktere recht stereotyp wirken.

Obwohl es nicht viele überraschende Wendungen gibt, gibt es einige Momente, die das Geschehen nochmal in eine andere Richtung lenken. Der Thriller lebt weniger von Schockmomenten als von psychologischer Spannung und den undurchsichtigen Beziehungen zwischen den Figuren. Allerdings gibt es einige Längen, und manche Entwicklungen wirken etwas konstruiert.

Ein Psychothriller, der erst langsam startet, dann aber durchaus Spannung aufbaut. Wer düstere Geschichten mit vielschichtigen, aber nicht immer nahbaren Figuren mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Allerdings sollte man sich auf einige Längen und polarisierende Charaktere einstellen. Insgesamt solide, aber mit Schwächen.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Zwischen Geistern und Geheimnissen: Ein Auftakt mit Luft nach oben

Sweet Nightmare
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Sweet Nightmare“ ist der Auftakt zur Calder Academy-Reihe, und obwohl die Grundidee spannend klingt, konnte mich das Buch insgesamt nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen ...

Sweet Nightmare“ ist der Auftakt zur Calder Academy-Reihe, und obwohl die Grundidee spannend klingt, konnte mich das Buch insgesamt nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen Insel, auf der die gefährlichsten paranormale Kinder und Jugendliche zur Schule gehen – der Calder Academy. Diese Schule wird von Clementines Familie betrieben und sorgt dafür, dass die gefährlichen Fähigkeiten der SchülerInnen unter Kontrolle bleiben. Clementine selbst hat keine Ahnung, welche Kräfte sie in sich trägt, da die Insel sämtliche paranormale Energien blockiert. Doch sie muss sich nicht nur mit den Geistern der Insel, sondern auch mit den dunklen Geheimnissen ihrer Familie auseinandersetzen.

Tracy Wolff hat eine flüssige, gut lesbare Erzählweise, die sich schnell und ohne großen Aufwand konsumieren lässt. Auch die Grundidee, die mit der Calder Academy und ihren magischen Wesen spielt, fand ich spannend. Leider hat sich die Handlung immer wieder in zu schnellen, actiongeladenen Szenen verloren, ohne den Charakteren und ihren Beziehungen genug Raum zu geben, sich zu entwickeln.

Was mir ebenfalls fehlte, war die Struktur – vieles passiert in rasanter Geschwindigkeit, wodurch es manchmal schwerfällt, der Handlung zu folgen. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte etwas mehr Form an, und die Spannung wächst. Aber insgesamt blieb mir vieles zu oberflächlich und wirkte stellenweise verwirrend.

Die Charaktere, vor allem Clementine, haben viel Potenzial, aber sie blieben mir zu oft ein Rätsel. Zwar konnte ich ihre Beweggründe durchaus nachvollziehen, aber viele ihrer Entscheidungen wirkten zu schnell und zu wenig ausgereift. Jude wiederum hatte einen interessanten Charakter, aber auch hier fehlte mir die tiefere Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen und Motiven. Die Nebenfiguren blieben leider etwas blass und konnten die Geschichte nicht wirklich bereichern.

Trotz der Schwächen hat das Buch eine gewisse Sogwirkung, und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt. Es gibt definitiv noch viel Potenzial, das vielleicht in den kommenden Bänden besser ausgeschöpft wird. Für mich bleibt „Sweet Nightmare“ ein solider Auftakt, der mich jedoch nicht vollkommen mitreißen konnte.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Unterhaltsame Liebesgeschichte mit origineller Idee, aber zu wenig Tiefe

Undoubtable Love
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Die Idee hinter „Undoubtable Love“ fand ich auf den ersten Blick wirklich spannend. Eine Scheidungsurkunde, die die Namen der Protagonisten trägt und plötzlich auftaucht – das klang nach einer interessanten ...

Die Idee hinter „Undoubtable Love“ fand ich auf den ersten Blick wirklich spannend. Eine Scheidungsurkunde, die die Namen der Protagonisten trägt und plötzlich auftaucht – das klang nach einer interessanten Mischung aus Rätsel und Liebesgeschichte. Doch während der Anfang noch Neugier weckt, konnte mich die Umsetzung nicht durchgehend überzeugen.

Der Schreibstil ist zwar locker und leicht zu lesen, aber oft fehlte mir die emotionale Tiefe. Die Dialoge blieben an vielen Stellen zu oberflächlich, und die Figuren haben sich nicht so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte. Besonders die Beziehung zwischen Susie und Lars ging mir an manchen Punkten zu schnell, sodass ich ihre Gefühle nicht immer nachvollziehen konnte. Auch das Rätsel um die Scheidungsurkunde verliert im Verlauf der Geschichte an Bedeutung. Was anfangs als großes Mysterium beginnt, wird später eher zur Nebensache. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Element konsequenter in die Handlung eingebunden wird.

Trotzdem gibt es schöne Momente im Buch, die für eine lockere und unterhaltsame Lektüre sorgen. Wer nach einer leichten Geschichte für zwischendurch sucht und sich nicht an fehlender Tiefe stört, kann hier durchaus Spaß haben.

Fazit: Eine interessante Grundidee, aber in der Umsetzung etwas zu oberflächlich. Wer eine unkomplizierte Liebesgeschichte mit einem kleinen Rätsel sucht, könnte dennoch Gefallen daran finden.

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Veröffentlicht am 22.01.2025

Spannend und vielversprechend, aber unausgereift

The Kinder Poison (The Kinder Poison 1)
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Ich habe "The Kinder Poison" von Natalie Mae als Hörbuch gehört. Der Auftakt der Young-Adult-Fantasy-Trilogie spielt in einem faszinierenden Wüstensetting und erzählt die Geschichte von Zahru, einem Mädchen ...

Ich habe "The Kinder Poison" von Natalie Mae als Hörbuch gehört. Der Auftakt der Young-Adult-Fantasy-Trilogie spielt in einem faszinierenden Wüstensetting und erzählt die Geschichte von Zahru, einem Mädchen mit der Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren – einer Magie, die im Königreich Orkena als unspektakulär und schwach gilt. Durch ein schicksalhaftes Ereignis wird sie ins Zentrum eines Wettbewerbs um die Thronfolge katapultiert, bei dem am Ende ein Menschenopfer verlangt wird.

Die Grundidee hat mich sofort neugierig gemacht. Das Wüstensetting und die düstere Dynamik zwischen den Erben, die um die Krone kämpfen, sind interessante Elemente, die der Geschichte einen besonderen Reiz verleihen. Das Worldbuilding ist solide und einfach gestaltet, wodurch man sich schnell in der Welt zurechtfindet, jedoch bleibt es recht oberflächlich und lässt viel Potenzial ungenutzt.

Zahru ist eine sympathische (und manchmal etwas naive) Protagonistin, deren Entwicklung im Laufe der Geschichte spürbar wird. Ihre innere Zerrissenheit und ihr Versuch, in einer gefährlichen und oft unfairen Welt zu bestehen, machen sie nahbar. Dennoch hätte ich mir etwas mehr Tiefe in ihrer Charakterisierung gewünscht, um sie emotional noch besser nachvollziehen zu können.

Die Liebesgeschichte in der Handlung ist geprägt von einer Dreiecksbeziehung, die sich jedoch nicht vollkommen stimmig anfühlt. Während Zahru klar in Jet verliebt zu sein scheint, bleibt ihre Anziehung zu Kasta schwer nachvollziehbar. Diese Entwicklung wirkte auf mich erzwungen und konnte mich emotional nicht wirklich überzeugen. Die Beziehung zwischen Zahru und Kasta hätte deutlich mehr Zeit und Tiefe benötigt, um glaubwürdig zu wirken.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Handlung bleibt durchweg spannend, allerdings wirken manche Wendungen und Ereignisse etwas überhastet. Dadurch entsteht gelegentlich der Eindruck, dass man kaum Zeit hat, sich emotional auf die Charaktere oder Situationen einzulassen.

Besonders hervorheben möchte ich aber die Sprecherleistung von Janin Stenzel, die das Hörbuch zu einem echten Erlebnis gemacht hat. Ihre angenehme Stimme und ihr Talent, die Emotionen der Figuren einzufangen, haben es mir sehr leicht gemacht, in die Geschichte einzutauchen. Es hat mir großen Spaß gemacht, ihr zuzuhören. Sie hat das Abenteuer für mich einfach lebendig gemacht.

Insgesamt ist "The Kinder Poison" eine unterhaltsame Geschichte, die insbesondere für Leser*innen geeignet ist, die sich in der Fantasy-Welt noch nicht so auskennen oder Wert auf leicht zugängliche Erzählungen legen. Für mich fehlte es jedoch an Tiefgang – sowohl bei den Charakteren als auch beim Worldbuilding. Dennoch sehe ich Potenzial in den kommenden Bänden und hoffe auf eine Vertiefung der Handlung und der Figuren.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Eine orientalische Reise mit kleinen Hürden

We hunt the Flame
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We Hunt the Flame hat mich mit seinem tollen Cover und der orientalisch inspirierten Welt sofort neugierig gemacht. Die Geschichte bietet eine interessante Mischung aus Abenteuer, Magie und langsam aufkeimender ...

We Hunt the Flame hat mich mit seinem tollen Cover und der orientalisch inspirierten Welt sofort neugierig gemacht. Die Geschichte bietet eine interessante Mischung aus Abenteuer, Magie und langsam aufkeimender Romantik. Dennoch konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie ich es mir erhofft hatte.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, da die Welt detailliert beschrieben wird und die fremden Begriffe sich mit der Zeit gut erschließen lassen. Besonders das orientalische Setting und das mysteriöse Flair der Welt von Arawiya haben mich von Anfang an fasziniert. Allerdings verliert die Handlung schnell an Tempo. Gerade in der ersten Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, dass sich die Geschichte zieht, und ich musste mich motivieren, dranzubleiben. Die Charaktere sind für mich der stärkste Aspekt des Buches. Zafira hat mich mit ihrer Stärke und ihrem Mut beeindruckt. Ihre Entschlossenheit und ihre Rolle als Jägerin, die ihr Dorf versorgt, machen sie zu einer spannenden Protagonistin. Nasir als Kontrast dazu ist düster, innerlich zerrissen und ein durchaus faszinierender, wenn auch oft passiver Charakter. Für seine Rolle wäre hier definitiv mehr drin gewesen. Die Nebenfiguren ergänzen die Geschichte gut und bringen eine gewisse Dynamik in die Handlung. Der Schreibstil von Hafsah Faizal ist sehr bildlich und märchenhaft, was gut zur Atmosphäre der Geschichte passt. Gleichzeitig sorgt genau diese detaillierte und verschnörkelte Sprache oft dafür, dass sich das Buch langsamer anfühlt, als es eigentlich sein müsste.

Insgesamt ist We Hunt the Flame ein Buch mit Potenzial, das von seiner einzigartigen Welt und den lebendig gestalteten Charakteren lebt. Wer Geduld hat und sich auf eine ruhige Erzählweise einlassen kann, wird hier vielleicht mehr Freude finden als ich. Für mich war es eine solide Geschichte mit Stärken und Schwächen.

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