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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2025

Atmosphärisch, detailreich, aber langatmig und unausgereift

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich ...

Schon auf den ersten Blick hat mich die wunderschöne Gestaltung des Buches angesprochen. Das Cover mit seinen detailreichen Elementen fängt die Atmosphäre des alten Ägyptens perfekt ein und machte mich neugierig auf die Geschichte.

Die Handlung entführt in die Welt der archäologischen Entdeckungen des 19. Jahrhunderts. Inez begibt sich auf eine gefährliche Reise, um die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern herauszufinden, und wird dabei mit Rätseln, Intrigen und einem Hauch von Magie konfrontiert. Die Grundidee klang für mich spannend, doch die Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen.

Der Schreibstil von Isabel Ibañez ist bildhaft und detailreich, was zwar eine dichte Atmosphäre schafft, aber gleichzeitig das Tempo der Geschichte verlangsamt. Besonders in der ersten Hälfte zog sich die Handlung für mich so sehr, dass es mir schwerfiel dranzubleiben – oft war ich kurz davor, das Buch beiseitezulegen. Die Mischung aus historischen Elementen und Fantasy fand ich grundsätzlich interessant, doch die magischen Aspekte blieben eher oberflächlich und wirkten manchmal beliebig eingeführt.

Mit den Charakteren hatte ich die größten Schwierigkeiten. Inez wird als willensstark und unabhängig dargestellt, doch ihr Handeln erschien mir oft widersprüchlich. Auch die Nebenfiguren blieben für mich zu blass, und die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren wirkte gewollt und wenig authentisch.

Trotz meiner Kritikpunkte gab es einige spannende Wendungen, und besonders das letzte Drittel nahm an Tempo auf. Wer sich für historische Settings mit einer Prise Magie interessiert und Geduld mitbringt, könnte dennoch Gefallen an der Geschichte finden.

"What the River Knows" punktet mit seinem Setting und einer interessanten Grundidee, hat aber erzählerische Schwächen. Für mich war die Geschichte nicht ganz rund, doch Leser*innen, die historische Abenteuer mit leichtem Fantasy-Anteil mögen, könnten hier dennoch eine lohnende Lektüre finden.

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Eine Fortsetzung, die mich nicht ganz überzeugen konnte

Cursed – Der Fluch des Mondes (Gilded 2)
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Nach dem mitreißenden ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an Cursed, doch leider konnte die Fortsetzung mich nicht ganz so fesseln. Die Geschichte führt uns wieder in die düstere Welt von Serilda ...

Nach dem mitreißenden ersten Band hatte ich wirklich hohe Erwartungen an Cursed, doch leider konnte die Fortsetzung mich nicht ganz so fesseln. Die Geschichte führt uns wieder in die düstere Welt von Serilda und Gild, aber ich hatte etwas Mühe, richtig in die Handlung reinzufinden. Es fühlte sich an, als ob die Erzählung manchmal ins Stocken geriet und die Spannung für mich eher auf der Strecke blieb.

Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten – die im ersten Band noch packend und emotional war – wirkte hier flacher und weniger intensiv. Serilda und Gild müssen erneut gegen den Erlkönig und dessen finstere Pläne kämpfen, doch ich hatte das Gefühl, dass sich die Ereignisse eher im Kreis drehten und nicht wirklich neue Impulse setzten. Es gab viele Momente, in denen ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte sich in Details verlor, die für mich nicht wirklich zur Spannung beitrugen. Die düstere Atmosphäre war nach wie vor da, aber es fehlte mir die Dringlichkeit, die den ersten Band so besonders gemacht hat.

Das Buch war definitiv nicht schlecht – die Welt ist nach wie vor faszinierend, und die magischen Elemente sind gelungen –, aber es hat mich einfach nicht so gepackt wie der erste Band. Die Verbindung zu den Charakteren und die Spannung, die mich in Gilded so gefesselt haben, fehlten hier leider weitgehend.

"Cursed" ist für mich eine solide Fortsetzung, aber es hat nicht die gleiche Magie und Spannung wie der erste Teil. Ich hatte oft das Gefühl, dass das Buch sich in seiner eigenen Komplexität verlor, ohne wirklich neue, packende Akzente zu setzen.

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein Thriller mit Stärken und Schwächen

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, ...

Das Buch beginnt eher zäh und braucht eine Weile, um Fahrt aufzunehmen. Besonders der erste Abschnitt zieht sich, doch mit der Zeit entwickelt sich eine durchaus fesselnde Geschichte. Gerade wenn man denkt, man hätte die Wahrheit durchschaut, nimmt die Handlung eine neue Richtung.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Dadurch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, kommt es naturgemäß zu Wiederholungen, was einerseits spannend sein kann, weil man neue Details entdeckt, andererseits aber manchmal die Dynamik ausbremst. Trotzdem gelingt es der Autorin, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die zur Geschichte passt.

Die Charaktere sind durchaus vielschichtig, aber nicht unbedingt sympathisch. Besonders einige ihrer Entscheidungen sind schwer nachzuvollziehen, was zwar für Unberechenbarkeit sorgt, aber es gleichzeitig schwierig macht, wirklich mit ihnen mitzufühlen. Die weiblichen Figuren sind interessant ausgearbeitet, während einige männliche Charaktere recht stereotyp wirken.

Obwohl es nicht viele überraschende Wendungen gibt, gibt es einige Momente, die das Geschehen nochmal in eine andere Richtung lenken. Der Thriller lebt weniger von Schockmomenten als von psychologischer Spannung und den undurchsichtigen Beziehungen zwischen den Figuren. Allerdings gibt es einige Längen, und manche Entwicklungen wirken etwas konstruiert.

Ein Psychothriller, der erst langsam startet, dann aber durchaus Spannung aufbaut. Wer düstere Geschichten mit vielschichtigen, aber nicht immer nahbaren Figuren mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Allerdings sollte man sich auf einige Längen und polarisierende Charaktere einstellen. Insgesamt solide, aber mit Schwächen.

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Zwischen Geistern und Geheimnissen: Ein Auftakt mit Luft nach oben

Sweet Nightmare
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Sweet Nightmare“ ist der Auftakt zur Calder Academy-Reihe, und obwohl die Grundidee spannend klingt, konnte mich das Buch insgesamt nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen ...

Sweet Nightmare“ ist der Auftakt zur Calder Academy-Reihe, und obwohl die Grundidee spannend klingt, konnte mich das Buch insgesamt nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen Insel, auf der die gefährlichsten paranormale Kinder und Jugendliche zur Schule gehen – der Calder Academy. Diese Schule wird von Clementines Familie betrieben und sorgt dafür, dass die gefährlichen Fähigkeiten der SchülerInnen unter Kontrolle bleiben. Clementine selbst hat keine Ahnung, welche Kräfte sie in sich trägt, da die Insel sämtliche paranormale Energien blockiert. Doch sie muss sich nicht nur mit den Geistern der Insel, sondern auch mit den dunklen Geheimnissen ihrer Familie auseinandersetzen.

Tracy Wolff hat eine flüssige, gut lesbare Erzählweise, die sich schnell und ohne großen Aufwand konsumieren lässt. Auch die Grundidee, die mit der Calder Academy und ihren magischen Wesen spielt, fand ich spannend. Leider hat sich die Handlung immer wieder in zu schnellen, actiongeladenen Szenen verloren, ohne den Charakteren und ihren Beziehungen genug Raum zu geben, sich zu entwickeln.

Was mir ebenfalls fehlte, war die Struktur – vieles passiert in rasanter Geschwindigkeit, wodurch es manchmal schwerfällt, der Handlung zu folgen. Erst zum Ende hin nimmt die Geschichte etwas mehr Form an, und die Spannung wächst. Aber insgesamt blieb mir vieles zu oberflächlich und wirkte stellenweise verwirrend.

Die Charaktere, vor allem Clementine, haben viel Potenzial, aber sie blieben mir zu oft ein Rätsel. Zwar konnte ich ihre Beweggründe durchaus nachvollziehen, aber viele ihrer Entscheidungen wirkten zu schnell und zu wenig ausgereift. Jude wiederum hatte einen interessanten Charakter, aber auch hier fehlte mir die tiefere Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen und Motiven. Die Nebenfiguren blieben leider etwas blass und konnten die Geschichte nicht wirklich bereichern.

Trotz der Schwächen hat das Buch eine gewisse Sogwirkung, und ich bin gespannt, wie sich die Geschichte im nächsten Band weiterentwickelt. Es gibt definitiv noch viel Potenzial, das vielleicht in den kommenden Bänden besser ausgeschöpft wird. Für mich bleibt „Sweet Nightmare“ ein solider Auftakt, der mich jedoch nicht vollkommen mitreißen konnte.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Unterhaltsame Liebesgeschichte mit origineller Idee, aber zu wenig Tiefe

Undoubtable Love
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Die Idee hinter „Undoubtable Love“ fand ich auf den ersten Blick wirklich spannend. Eine Scheidungsurkunde, die die Namen der Protagonisten trägt und plötzlich auftaucht – das klang nach einer interessanten ...

Die Idee hinter „Undoubtable Love“ fand ich auf den ersten Blick wirklich spannend. Eine Scheidungsurkunde, die die Namen der Protagonisten trägt und plötzlich auftaucht – das klang nach einer interessanten Mischung aus Rätsel und Liebesgeschichte. Doch während der Anfang noch Neugier weckt, konnte mich die Umsetzung nicht durchgehend überzeugen.

Der Schreibstil ist zwar locker und leicht zu lesen, aber oft fehlte mir die emotionale Tiefe. Die Dialoge blieben an vielen Stellen zu oberflächlich, und die Figuren haben sich nicht so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte. Besonders die Beziehung zwischen Susie und Lars ging mir an manchen Punkten zu schnell, sodass ich ihre Gefühle nicht immer nachvollziehen konnte. Auch das Rätsel um die Scheidungsurkunde verliert im Verlauf der Geschichte an Bedeutung. Was anfangs als großes Mysterium beginnt, wird später eher zur Nebensache. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses Element konsequenter in die Handlung eingebunden wird.

Trotzdem gibt es schöne Momente im Buch, die für eine lockere und unterhaltsame Lektüre sorgen. Wer nach einer leichten Geschichte für zwischendurch sucht und sich nicht an fehlender Tiefe stört, kann hier durchaus Spaß haben.

Fazit: Eine interessante Grundidee, aber in der Umsetzung etwas zu oberflächlich. Wer eine unkomplizierte Liebesgeschichte mit einem kleinen Rätsel sucht, könnte dennoch Gefallen daran finden.

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