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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2018

Hat mich die Zeit vergessen lassen

Children of Blood and Bone
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Als erstes möchte ich mich bei dem Fischer Verlag und NetGalley für das Leseexemplar bedanken. Es war definitiv eines meiner Jahreshighlights!


Klappentext

Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer ...

Als erstes möchte ich mich bei dem Fischer Verlag und NetGalley für das Leseexemplar bedanken. Es war definitiv eines meiner Jahreshighlights!


Klappentext

Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.

Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …


Meinung

Von Anfang an hatte ich das Gefühl: "das Buch wird genial" und ich sollte nicht enttäuscht werden! Schnell baut sich eine Spannung und ein Sog auf der das ganze Buch hindurch anhält. Konnte es nur schweren Herzens aus der Hand legen und habe mich immer sehr aufs weiter lesen gefreut. Der Schreibstil ist sehr fesselnd und flüssig zu lesen, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Der Wechsel zwischen drei Perspektiven verstärkt den Spannungsgrad noch und hält das Buch sehr lebendig. Oft musste ich die Luft anhalten. Hier wird nicht an Opfern gespart. Doch das gehört für mich zu einer authentischen Geschichte dazu. Auch die Emotionen sind deutlich zu spüren. Hass. Liebe. Angst. Mut. Zweifel. Verrat. Es gibt genug davon. Alles endet in einem großen Showdown der nochmal aufs Ganze geht und neue Fäden für den nächsten Teil legt. Dann ist plötzlich Schluss und es folgt noch eine Anmerkung der Autorin. 


Tomi Adeyemi hat sich viele Gedanken gemacht und eine komplexe Welt entworfen. Leider hat mir hier oft die Erklärung gefehlt. Es gibt viele verschiedene Kleidungsstücke oder Speisen und Getränke die einen eigenen Namen haben, aber nicht näher erläutert werden. Das fand ich sehr schade. Da fehlte mir definitiv die Liebe zum Detail. Etwas lahm fand ich auch die Namen der Tiere. Löwenesse, Pantheresse... Da wäre mehr Kreativität schön gewesen. Zumindest wurden die Wesen aber besser beschrieben, wenn auch etwas spärlich. Ein paar kleinere Logikfehler haben sich auch eingeschlichen. Wie kann man z. B. seine Haare unbemerkt färben wenn dies eh schon fast unmöglich ist weil das weiß sich nicht überdecken lassen will und man dazu auch noch in der Wildnis mit einer Gruppe unterwegs ist?! Aber so viel zu den Kritikpunkten.


Die vier Hauptcharaktere sind sehr unterschiedliche Typen die mir wirklich sympathisch waren. Zum einen Zélie die sture, mutige, aufbrausende, gutherzige, rachsüchtige und mächtige Maji die immer wieder neue Facetten zeigt.  Ihre raue Art gefällt mir sehr und stellenweise hat sie mich sehr beeindruckt. 

Tzain ist ihr Bruder der ihr in vielen Dingen in nichts nachsteht. Aber man merkt dass er älter ist. Er sieht die Dinge oft nochmal von einem anderen Blickwinkel und schafft es immer wieder Zélie auf die richtige Spur oder zur Weißglut zu treiben.

Amari, die Prinzessin, ist mir mit am liebsten. Sie sieht die Fehler ihres Vaters und will die Welt unbedingt besser machen. Dabei ist sie zunächst eher ruhig, doch im späteren Verlauf entwickelt sie sich, findet Mut und wächst über sich hinaus.

Über Inan will ich gar nicht allzu viel sagen außer dass der erste Eindruck der richtige ist: Inan steht voll und ganz zu dem Land das er einmal regieren will. 


Das Cover spricht mich nicht wirklich an. Wahrscheinlich soll Zélie dargestellt werden, aber irgendwie habe ich es zuest mit Indianern assoziiert und wusste nicht recht ob ich es überhaupt lesen will. Doch glücklicherweise habe ich mich dafür entschieden! Könnte mir aber bessere Cover vorstellen.


Um ein Fazit zu ziehen: das Buch hat mich einfach nur begeistert! Ich möchte allerdings nicht zu viel verraten, deshalb ist die Rezension eher kühl ausgefallen da ich nicht auf die vielen tollen Dinge eingehen kann die passieren. Nur so viel zum Schluss: hier handelt es sich um eine Indiana Jones/Fantasy Mischung der ich nicht widerstehen konnte!!! Trotz der Kritikpunkte empfehle ich es sehr gerne weiter und freue mich schon sehr auf den nächsten Teil! 4 1/2 Sterne mit Tendenz zu 5 gibt es von mir.

Veröffentlicht am 08.05.2018

Eine ungewöhnliche Lovestory

Cold Princess
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Er ist nicht bei ihr, um sie zu beschützen.
Er ist bei ihr, um sie zu töten.

Als Erbin einer der mächtigsten Mafiafamilien der Welt darf sich Saphira De Angelis keine Schwäche erlauben. Seit sie mit ...

Er ist nicht bei ihr, um sie zu beschützen.
Er ist bei ihr, um sie zu töten.

Als Erbin einer der mächtigsten Mafiafamilien der Welt darf sich Saphira De Angelis keine Schwäche erlauben. Seit sie mit ansehen wusste, wie ihre Familie bei einem Attentat ums Leben kam, regiert sie stark, unnachgiebig und Furcht einflößend über ihre Heimatstadt Palermo. Einzig für Madox Caruso, neuestes Mitglied ihrer Leibwache, hegt sie tiefere Gefühle, als sie sich selbst eingesteht. Die zerstörerische Energie, die ihn umgibt, zieht Saphira mehr und mehr in seinen Bann - ohne zu ahnen, in welche Gefahr sie sich damit begibt.

Für mich war Cold Princess eine neue Erfahrung. Bevor der Roman beginnt weißt die Autorin auf ungewöhnliche und nicht grade softe Sexszenen hin. Das hat mich dann noch neugieriger gemacht. Also gleich zur wichtigsten Frage: ja, die Sexszenen waren hart und sind sicherlich nicht jedermanns Sache. Trotzdem wurden sie gut dargestellt und passten vor allem sehr gut zur Geschichte und den Charakteren. Sie waren also nicht störend oder zu dominant. In der ersten Hälfte kommen jedoch definitiv mehr vor - später liegt der Fokus mehr auf der Handlung.

Diese war stellenweise recht vorhersehbar, trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und wollte das Buch nicht aus der Hand legen. Wie schon erwähnt dreht sich die erste Hälfte des Buches mehr um Saphira und Madox, die zweite baut dann eher Spannung auf und es geht um den Kern der Geschichte. Das Finale lässt einen den Atem stocken und es gibt einen bösen Cliffhanger. Sehne mich auf jeden Fall schon nach dem nächsten Teil der auch der letzte der Cosa Nostra Reihe sein wird.

Saphira und Madox sind nicht unbedingt Charaktere mit denen man sich identifizieren kann
Dafür ist ihr Leben viel zu weit weg von dem eines "Normalos". Trotzdem sind sie mir mit der Zeit sympathisch geworden. Sie haben genauso Gefühle, diese sind jedoch etwas anders. Aber sie haben eine hohe Loyalität, zeigen Liebe auf ihre eigene Art und Weise und sind konsequent in ihren Ansichten. Sie sind auf jeden Fall authentisch.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist sofort ein Blickfang und macht definitiv neugierig auf das Buch.

Cold Princess ist sicher nicht für jedermann etwas, aber ich werde es gerne weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 30.04.2018

Robin Hood trifft auf Magie

Die Chroniken von Maradaine - Der Zirkel der blauen Hand
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Veranix Calbert führt ein aufregendes Doppelleben: Tagsüber ist er ein Student der Magie an der Universität von Maradaine, nachts klettert er über die Dächer der Stadt als heimlicher Rächer. Eines Nachts ...

Veranix Calbert führt ein aufregendes Doppelleben: Tagsüber ist er ein Student der Magie an der Universität von Maradaine, nachts klettert er über die Dächer der Stadt als heimlicher Rächer. Eines Nachts stört Veranix die Übergabe einer geheimnisvollen Lieferung und entkommt mit dem Diebesgut. Doch nicht nur der Unterweltboss Fenmere will seine kostbare Ware zurückhaben. Bald machen auch diverse Straßengangs, mächtige Magier und gedungene Meuchelmörder Jagd auf Veranix.

Der Klappentext hat mich extrem neugierig auf Veranix Welt und Abenteuer gemacht und ich habe mich begeistert ins Lesevergnügen gestürzt. Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Dem Autor ist mit "Die Chroniken von Maradaine" ein sehr gutes Debüt gelungen das mir spannende, magische und aufregende Lesestunden beschert hat. Dabei war das Buch zu keiner Zeit langweilig. Man bekommt einen guten Einstieg und wird relativ langsam in die Welt von Maradaine eingeführt. Es gibt einige Straßenbanden und Bezeichnungen die einen anfangs fast ein bisschen erschlagen, aber man findet sich schnell ein. Dann hält sich das Spannungslevel bis uum Schluss. Es gibt ein aufregendes Finale dass es in sich hat. Und schon ist das Buch zu Ende und man freut sich auf den nächsten Teil.

Der Schreibstil tut dem Buch auch sehr gut. Kurz, knackig und mit humorvollen Passagen sorgt er dafür dass man nur so durch die Seiten fliegt. Kaum angefangen, schon sind hundert Seiten weg.

Die Charaktere haben mich allesamt überzeugt. Sie sind authentisch und überzeugen dadurch dass sie eben nicht perfekt sind. Besonders Veranix, Hetzer und Colin mag ich sehr gerne. Aber auch Kai und Delmin sind interessante und vor allem loyale Charaktere.

Abschließend kann ich nur sagen dass das Buch genau meinen Vorstellungen entsprochen und mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Abenteuer
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 28.03.2018

Sehr unterhaltsam und kurzweilig

Herz auf Anfang
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Ein ruinierter Louboutin ist kein schöner Anblick.
Eine nackte Frau auf deinem Freund ist kein schöner Anblick.
Und wenn dein Freund zusätzlich Nippelklemmen trägt, ist das definitiv kein schöner Anblick. ...

Ein ruinierter Louboutin ist kein schöner Anblick.
Eine nackte Frau auf deinem Freund ist kein schöner Anblick.
Und wenn dein Freund zusätzlich Nippelklemmen trägt, ist das definitiv kein schöner Anblick. Aber wollt ihr wissen, was noch schlimmer ist?
Wie wär‘s mit einer Gefängniszelle?

Annies Trennung von ihrem Freund als ein Drama zu bezeichnen, ist wohl die Untertreibung des Jahrzehnts. Annies Herz ist gebrochen, und seitdem läuft in ihrem Leben nichts mehr nach Plan. Die einzige Rettung? Urlaub im Tropenparadies! Dumm nur, wenn der frisch liierte Ex auch genau dort auftaucht. Annie braucht nun händeringend einen Plan B - und der heißt Chris, ist unglaublich sexy und hat glücklicherweise gerade nichts anderes vor, als Annies neue Liebe zu mimen.


Dieses Buch hat mich wirklich gut unterhalten! Es ist der zweite Teil der "Destination Love" Reihe. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden. Ich kenne den ersten Teil auch noch nicht.

Jo Watson hat einen sehr angenehmen, flüssig zu lesenden und humorvollen Schreibstil. Sie fesselt einen an die Geschichte und hat mich mehr als einmal zum lachen gebracht - eine Seltenheit bei mir. Das war wirklich erfrischend. Die Story ist natürlich vorhersehbar und stellenweise auch ein bisschen überzogen, aber das empfand ich nicht als störend. Das Ende ist nicht zu kitschig, aber sehr schön und passend.

Die Charaktere waren authentisch und sympathisch. Oder eben nervig und unsympathisch. Wie die Rollenverteilung eben ist. Auf jeden Fall sind alle gut gelungen und rufen auch in mir Emotionen wach. Toll fand ich dass der Mann endlich mal nicht wunderschön war sondern eher etwas "verlottert".

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist wirklich ein Hingucker und man nimmt das Buch gleich in die Hand wenn man es im Laden sieht.

Anschließend kann ich das Buch nur empfehlen. Eine kurzweilige ziemlich unterhaltsame Lektüre mit schöner Lovestory.

Veröffentlicht am 12.12.2017

Tolle Weihnachtslektüre!

Das Leben ist kein Punschkonzert
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Melly, Caro und Jule sind drei sehr unterschiedliche Schwestern in verschiedenen Lebenslagen. Melly, Mutter dreier Kinder und liebende Ehefrau, Caro die single Karrierefrau und Jule, das Nesthäkchen mit ...

Melly, Caro und Jule sind drei sehr unterschiedliche Schwestern in verschiedenen Lebenslagen. Melly, Mutter dreier Kinder und liebende Ehefrau, Caro die single Karrierefrau und Jule, das Nesthäkchen mit dem Stottern. Die Jüngste hat den Weihnachtlichen Traditionstand auf dem Weihnachtsmarkt übernommen und betreibt diesen mit viel Liebe und Hingabe. Doch dann hat sie kurz vor Beginn einen Unfall und ihre Schwestern helfen ihr natürlich sofort aus. Doch dabei decken sie auf dass das Geschäft nicht so gut läuft und es bricht auch rundherum allerlei Chaos aus.

Bisher haben mir alle Bücher von Heike Wanner sehr gut gefallen und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht! Genau so wünsche ich mir ein schönes Weihnachtsbuch. Denn hier ist nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen, sondern es fliegen auch mal die Fetzen und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht die drei Frauen bei ihrer Entwicklung zu beobachten und die turbulente Zeit zu überstehen.

Besonders toll fand ich dass die Charaktere allesamt unterschiedlich, authentisch, sympathisch und sehr stark sind. Keiner gleicht den anderen und es gibt kein null acht fünfzehn. Dadurch gibt es natürlich allerlei interessante Verwicklungen die mich manchmal mit den Kopf schütteln lassen haben. Aber letztendlich gibt es zum Glück ein Happy End und ich war auch sehr Happy mit der Geschichte!

Der Schreibstil war gewohnt flüssig zu lesen, die Kapitellänge sehr angenehm und es gab zu keiner Zeit Längen oder gar das Gefühl das Buch beiseite legen zu wollen. Im Gegenteil, ich hab es regelrecht verschlungen. Sehr schön fand ich auch die Verzierung am Anfang jedes Kapitels. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!