Das Lektorat ist bei dem Preis eine absolute Katastrophe!
Was wir zu erzählen habenDie Aufmachung des Buches ist wunderschön und ein echter Blickfang. Wenn man den Schutzumschlag abmacht, entfaltet sich eine niedliche Überraschung. Innen ist der Buchdeckel voll mit englischen Notizen ...
Die Aufmachung des Buches ist wunderschön und ein echter Blickfang. Wenn man den Schutzumschlag abmacht, entfaltet sich eine niedliche Überraschung. Innen ist der Buchdeckel voll mit englischen Notizen von Joanna. Zum Glück muss man das nicht lesen, denn ich finde, sie hat eine Krakelschrift. Das Buch hat 11 Kapitel und die Überschriften sind in Pink gehalten, ebenso das Lesebändchen. Außerdem endet jedes Kapitel mit einer pinken Doppelseite und einem bedeutsamen Zitat aus eben jenem. Joanna Gaines hat explizit erklärt, dass es sich um keine Biografie handelt, und doch schafft sie es immer wieder, mit kleinen Anekdoten den verschiedenen Themen Leben einzuhauchen. Was auch daran liegt, wie ich sie in ihren Sendungen von Fixer Upper wahrgenommen habe: als liebevolle Mutter, Ehefrau, Freundin und Geschäftsfrau. Ihr Schreibstil ist sehr lebendig und sie schafft es, dass man sich selbst mit seinem Leben auseinandersetzen will. Dass jedem Ereignis, ob gut oder schlecht, eine neue Erfahrung folgt und es Wert ist, aufgeschrieben zu werden. Leider wird der Lesefluss massiv gestört und das liegt vor allem an dem miserablen Lektorat. Die Satzbildung ist merkwürdig, Satzzeichen an den falschen Stellen, die Rechtschreibung sehr oft fehlerhaft. Bei dem Preis ist das eine Frechheit und sollte dringendst überarbeitet werden, sonst empfehle ich jedem, das Buch definitiv im Original zu lesen.
Was wir zu erzählen haben ist kein typischer Ratgeber über das Leben. Joanna Gaines beschäftigt sich intensiv mit ihren Lebenserfahrungen und wie diese sie über die Jahre geprägt und welchen Einfluss sie auf ihr Leben haben. Ich kann sie für ihren bisherigen Weg nur bewundern und sie ermutigt einen, sich mit seinem Leben selbst auseinanderzusetzen.