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Veröffentlicht am 12.03.2025

Ein Auftrag und seine Listen

Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz
3

Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei ...

Augsburg 1502 - Die Vollwaise Afra muss sich allein durchs Leben schlagen, was ihr nicht immer auf legale Weise gelingt. So versucht sie es mit Diebstahl oder auch Erpressung. Eines Tages gerät sie dabei an äußerst interessante Unterlagen, von denen sie sich eine Menge erhofft.
Mehr oder minder wird Afra zur Botin der Familie Fugger und dabei deren verlässlichstem Boten Herwart zur Seite gestellt. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt.

Mit „Im Auftrag der Fugger - Der Burgunderschatz“ hat Peter Dempf einen neuen historischen Augsburg-Roman geschaffen.
Für mich war es der dritte Roman des Schriftstellers, der mir bisher am besten gefallen hat.
Die Aufmachung hat für mich einen Wiedererkennungswert und passt perfekt zum historischen Augsburg.
Das Buch beginnt mit einem mitreißenden spektakulären Einstieg, dessen Szenen sich durch das ganze Buch ziehen und auch erst am Ende aufgelöst werden, sodass ein roter Faden vorhanden ist.
Die Charaktere Afra und Herwart sind klug und listig, leicht unnahbar. Zusammen harmonieren sie wunderbar, was aber einem ständigen Auf und Ab unterzogen wird.
Der Verlauf der Geschichte ähnelt einem Krimi oder Thriller und nimmt zum Teil spektakuläre Ausmaße an, sodass man immer weiter lesen möchte. Dennoch finde ich, dass weniger manchmal mehr ist und so manches Abenteuer vielleicht doch eine Nuance zu viel war.
Interessant finde ich die historischen Fakten, die Peter Dempf außerdem vermittelt. So lernt man hier wieder die Verflechtungen der reichen Augsburger kennen, aber auch sog. Judenwege etc. Auch die baulichen Stätten und die Abläufe in der damaligen Zeit sind interessant und nachvollziehbar beschrieben.
In Bezug auf die Augsburger Familien fand ich die Beschreibung der Bedeutung der Frauen der Familie sehr interessant. Hier gab es ja doch sehr unterschiedliche Beschreibungen. Das betrifft ebenso die Beziehungen zwischen den Eheleuten.
Das Ende empfand ich als sehr offen. Es lässt viel Potential auf eventuelle zukünftige Romane zu.

Alles in allem ist Peter Dempf mit diesem Roman wieder ein sehr interessantes Buch gelungen, das mit seinen spannenden Elementen zu mitreißenden Lesestunden einlädt.
Wer mittelalterliche Romane liebt, ist mit diesem daher gut bedient.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Ernste Thematik

Die Inselfamilie
0

Nachdem Anne sich entschieden hat, auf Amrum zu bleiben, überschlagen sich die Ereignisse. 
Edith hinterlässt Anne nach einem Telefongespräch mit einem mulmigen Gefühl und auch Emmas Probleme sind noch ...

Nachdem Anne sich entschieden hat, auf Amrum zu bleiben, überschlagen sich die Ereignisse. 
Edith hinterlässt Anne nach einem Telefongespräch mit einem mulmigen Gefühl und auch Emmas Probleme sind noch nicht gelöst. Auch weiß Anne immer noch nicht, wie sie mit Emma umgehen soll. Als dann auch noch eine junge Frau und ihr Kind vor der Tür stehen, überschlagen sich die Ereignisse.

„Die Inselfamilie“ ist Band 2 aus der „Amrum-Reihe“ von Jette Hansen, die bekannt für ihre Nordseeinselromane ist. 
Anne und Ben sind für mich das perfekte Paar. Auch die Kombination mit den weiteren Charakteren Edith und Emma passt wunderbar. Ich finde, der Autorin ist es gelungen, einen wunderbaren Zusammenhalt darzustellen und aufzuzeigen, dass eine Familie nicht nur aus den klassischen Teilen besteht, sondern auch Freunde zur Familie werden können.
Was mir dieses Mal besonders gefallen hat, dass die Geschichte nicht voraussehbar war, so wie manch andere der Autorin. Mit dem Verlauf des Romans hätte ich nun gar nicht gerechnet.
Am besten fand ich jedoch die Ernsthaftigkeit. Für mich hat die Autorin hier eine Art Botschaft gesendet, nämlich sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen und zwar nicht in esoterischer Form sondern in den Dingen, die jeder Mensch für sich selber klären sollte, bspw. Testament oder Vorsorgevollmacht etc.
Weiterhin hat die Autorin m.E. auch die Probleme von Patchworkfamilien dargestellt und dass nicht immer alles eitel Sonnenschein im Leben ist.
Was mir so gar nicht gefallen hat, ist Annes beste Freundin Franziska. Die ist schon wirklich anstrengend und ich konnte Annes Haltung ihr gegenüber in Bezug auf Ben nicht ganz nachvollziehen.
Auch die Sache mit dem Pflegedienst ging ziemlich schnell und reibungslos. Das kann ich mir so nicht so ganz vorstellen. Ebenso war ich überrascht, dass Anne wirklich in jeder Situation wusste, wie sie reagieren muss.

Alles in allem ein hochemotionaler Roman, der zum Nachdenken anregt, in dem sich die Ereignisse jedoch auch wieder ein bisschen zu viel überschlagen.

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Veröffentlicht am 28.02.2025

Familienverstrickungen

Das Inselhaus
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Ein Schicksalsschlag zwingt Anne zu einem Aufenthalt auf Amrum. Hier ist sie mit der Insulanerin Emma Onken verabredet. Diese lässt sie durch Ben an der Fähre abholen und damit beginnt ein Wandel in Annes ...

Ein Schicksalsschlag zwingt Anne zu einem Aufenthalt auf Amrum. Hier ist sie mit der Insulanerin Emma Onken verabredet. Diese lässt sie durch Ben an der Fähre abholen und damit beginnt ein Wandel in Annes Leben, der es aber gleichzeitig auf den Kopf stellt.

„Das Inselhaus“ von Jette Hansen ist Band 1 ihrer Amrum-Reihe. Die Autorin ist auch schon durch andere Inselromane bekannt.
Liebe, Hoffnung und Zusammenhalt sind nur einige Dinge, die diesen Roman beschreiben. Es geht aber auch um die Suche nach den eigenen Wurzeln und eine Art Vergangenheitsbewältigung. Nicht nur Protagonistin Anne muss sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, auch Emma Onken. Freundin Edith Blumenfeld wiederum ist der lehrende Charakter der Geschichte.
Ich habe bereits die ersten beiden Bände der Reihe „Stürmische Zeiten auf Föhr“ der Autorin lesen dürfen und hatte ein gespaltenes Verhältnis zu den Büchern. Aus diesem Grund war ich kritisch, was dieses Buch betrifft und fühlte mich am Anfang darin bestärkt. 
Am Anfang hatte ich Angst, dass Anne ein ähnlich verzwickter Charakter wie die Protagonistin der anderen Reihe ist. Aber auch wenn Anne ihre Ecken und Kanten und vor allem Probleme hat, ist sie doch sehr besonnen und vernünftig. Großen Einfluss auf die Handlung und die drei Frauen hat Ben, der in Annes Alter ist. Er ist für mich ein erdender Charakter, der die drei Frauen verbindet.
Was mich irritiert und auch etwas genervt hat, war die Tatsache, dass bis ungefähr zur Hälfte Emma und Edith prinzipiell mit ihrem vollen Namen beniemt werden, immer hieß es „Emma Onken“ und „Edith Blumenfeld“. Das führte nachher schon zu einem Augenrollen.
In gewissem Sinne ist die Geschichte vorhersehbar, was ich aber nicht schlimm finde. Viel mehr ist die Verbindung der drei Frauen der Kern der Geschichte und jede von ihnen hat eine gewisse Vorbildfunktion durch ihr Verhalten - bescheiden, empathisch und aufgeschlossen sind nur einige Adjektive, die die Frauen gut beschreiben.

Alles in allem: Eine schöne Geschichte auf einer wunderschönen Insel, die sich um den Sinn des Lebens, Liebe, Freundschaft und Familie dreht. Wer also mal mit einem Gegenwartsroman mit einem Hauch von Romantik abschalten möchte, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Biene Maja

Du, ich und das Rauschen der Wellen
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Erika, Majas Mutter, ist deren rotes Tuch. Seit dem Tod des Vaters klammert die Mutter sich an der Tochter fest und zerstört damit auch mal deren Zukunftsträume. 
Als Maja sich breitschlagen lässt mit ...

Erika, Majas Mutter, ist deren rotes Tuch. Seit dem Tod des Vaters klammert die Mutter sich an der Tochter fest und zerstört damit auch mal deren Zukunftsträume. 
Als Maja sich breitschlagen lässt mit der Mutter nach Rhodos zu fliegen, lernt sie Nikos kennen. Beide verbindet die Liebe zu Bienen und scheinbar nicht nur das.

„Du, ich und das Rauschen der Wellen“ von Lotte Römer ist der zweite Band der Reihe „Liebe auf Rhodos“.
Schon das Cover ist auffällig heimelig und fällt aufgrund seiner warmen Farbgebung ins Auge. Allerdings hätte ich mir, passend zur Geschichte, irgendwo ein Bienchen auf dem Cover gewünscht.
Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die zwischen Maja und Nikos-Perspektiven wechseln und auch mitten in den Kapiteln zwischen den beiden wechseln, was aber immer nachvollziehbar ist.
Maja ist eine überaus sympathische, junge Frau, die ein absoluter Familienmensch ist, weshalb es sie trotz allem immer wieder zur Mutter zieht.
Erika wirkt sehr anstrengend in der Geschichte. Rückblickend finde ich aber, dass man sie erst einmal auf sich wirken lassen muss und ihre Geschichte erfahren muss, um sie zu verstehen. Ich glaube sogar, dass die Autorin mit ihr eine Persönlichkeit geschaffen hat, die stellvertretend für viele Frauen und Männer mit einem ähnlichen Schicksalsschlag ist.
Die Geschichte ist eine wunderschöne, romantische Geschichte, die sich schnell aufklärt, aber die auch viel Lebensfreude und -genuss beinhaltet. Gleichzeitig zeigt sie auch die negativen Seiten der Reichen und Schönen auf und räumt etwas mit Vorurteilen auf. 
Dennoch ging mir alles zum Schluss doch recht schnell.
Gefallen hat mir aber, dass Nele aus Band 1 wieder eine Rolle spielt und deren Geschichte weiterverfolgt werden konnte.

Fazit: Eine schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen in einer traumhaften Atmosphäre.
Eine Empfehlung für alle mit romantischer Ader!

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Kuschlig in den Bergen

Love will find you
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Emma verlässt New York um ein neues Leben mit einer Alpakafarm in den Adirondack Mountains, im beschaulichen Berryfield, zu beginnen. Dabei läuft bzw. besser gesagt, fährt ihr als erster Noah über den ...

Emma verlässt New York um ein neues Leben mit einer Alpakafarm in den Adirondack Mountains, im beschaulichen Berryfield, zu beginnen. Dabei läuft bzw. besser gesagt, fährt ihr als erster Noah über den Weg. 
Sofort legt dieser Emma in einer Schublade ab und lässt kein gutes Haar an ihr. Als die beiden sich jedoch immer wieder über den Weg laufen, beginnt Noah umzudenken.

Die „Mountain-Dreams“-Reihe beginnt mit „Love will find you“. Dabei begeistert das Buch von Autorin Isabell Bennett bereits mit seinem Farbschnittcover.

Ich habe an Bücher mit Farbschnittcover immer einen hohen Anspruch, da sie eben schon durch ihr Aussehen auffallen. Ich muss sagen, dieses Buch wird diesem Anspruch gerecht.
Das Buch wird aus den Perspektiven von Emma und Noah erzählt. Wer gerade an der Reihe ist, zu erzählen, steht über dem jeweiligen Kapitel. Die 55 Kapitel des Buches werden durch die beiden in der Ich-Perspektive erzählt.
Ich finde die Ich-Perspektive immer sehr ungewohnt, doch hier hat es den Lesefluss nicht geschmälert und den flüssigen Schreibstil sogar noch unterstützt.
Das Buch hatte mich von der ersten Seite. Ich liebe solche Romane, die in einer verschlafenen Landschaft der USA spielen. So wurde ich hier an Susan Wiggs „Willow Lake“-Reihe erinnert.
Dennoch ist die Geschichte hinter dem Roman sehr voraussehbar, worauf man sich einfach einlassen muss.
Was mir dabei jedoch gefallen hat, ist die Tatsache, dass sich die Enemies-to-Lovers Geschichte nicht so extrem lang durch die Geschichte zieht.
Auch wenn die Geschichte, wie schon beschrieben, voraussehbar war, waren die letzten Seiten wirklich spannend. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Das Ende war aber dann auch recht abrupt. Ich hätte mir noch einen Epilog gewünscht. Wobei das wiederum auch nicht so schlimm ist, da es ja zwei Folgebände geben wird.

Mein Fazit: Ich habe mich beim Lesen des Buches abgeholt gefühlt und mich von der ersten Seite an wohlgefühlt. Wer jedoch voraussehbare Geschichten nicht mag, ist hier nicht gut aufgehoben.
Wer jedoch Liebesgeschichten mag und sich darin gern fallen lässt und auch ein bisschen Willow Lake oder Stars Hollow-Atmosphäre mag, ist hier richtig!

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