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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Garant für Lesespaß

Tod in der Wiek
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Am südlichen Priwall treibt die Leiche des Besitzers einer Fischrestaurantkette am Ufer. Kommissar Morten Sandt stößt bei seinen Ermittlungen auf eine zerstrittene Familie und viele Verdächtige. Als der ...

Am südlichen Priwall treibt die Leiche des Besitzers einer Fischrestaurantkette am Ufer. Kommissar Morten Sandt stößt bei seinen Ermittlungen auf eine zerstrittene Familie und viele Verdächtige. Als der Ermittler im Ruhestand Birger Andresen einen mysteriösen Anruf erhält, ist klar, daß es gilt weitere Menschenleben zu retten!

Mit "Tod in der Wiek" hat Jobst Schlennstedt wieder bewiesen, daß auch eine lang fortgeführte Serie nicht langweilig werden muß! Immer wieder findet er mitreißende Themen, die fesseln. Diesmal geht es um Gewalt und Mißhandlungen, die so hautnah beschrieben sind, daß man richtig mitleidet. Für zartbesaitete Leser sind einige Szenen evtl. etwas hart, aber gehören zwingend zur Handlung dazu. Die Charaktere entwickeln sich natürlich mit jedem Band weiter und man lebt förmlich mit ihnen. Da ich die Serie von Beginn an verfolge, sind mir die Charaktere mittlerweile zu sehr guten Vertrauten geworden und ich genieße es, immer wieder an ihrem Leben teilhaben zu können. Andere Charaktere werden mit all ihren Geheimnissen und Abgründen so dargestellt, daß man keinerlei Sympathien entwickelt. Immer wieder werden neue Spuren gelegt, man muß umdenken und verdächtigt irgendwie jeden, bis ganz am Schluß der Täter überführt wird. Dadurch bleibt die Spannung von Beginn bis Ende sehr hoch. Erwähnenswert ist der Lokalkolorit. Die Halbinsel Priwall und die Umgebung werden so gut dargestellt, daß man alles genau vor sich sieht und, wenn man die Region so wie ich kennt, einiges wiedererkennt.

Dieser Krimi bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Ein sehr gelungener Fall

Fräulein Gold: Nacht über der Havel
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Im Jahr 1930 werden die Zeiten auch in Berlin immer unsicherer. Auch Hulda Gold und ihr Freund Max Dessauer merken, daß sich der politische Wind gedreht hat. Für Hulda wird es umso wichtiger, daß sie als ...

Im Jahr 1930 werden die Zeiten auch in Berlin immer unsicherer. Auch Hulda Gold und ihr Freund Max Dessauer merken, daß sich der politische Wind gedreht hat. Für Hulda wird es umso wichtiger, daß sie als Hebamme den in Not geratenen Frauen und jungen Müttern helfen kann. Als sie durch Max die Familie Rosenzweig kennenlernt, verspricht sie spontan, der schwangeren Tochter bei der Geburt beizustehen. Sie merkt schnell, daß dies aber nicht das einzige Problem der Familie ist. Die jüngere Tochter Jutta ist Mitglied einer Jugendgruppe, die in einen Mordfall verwickelt ist. Jutta schweigt bisher eisern über ihre Erlebnisse in der Mordnacht und bringt sich damit selbst in Verdacht. Beherzt beschließt Hulda, dem jungen Mädchen zu helfen. Dabei trifft sie ihren langjährigen Freund Karl wieder und ganz wie früher riskieren sie ihr Leben, um den Fall aufzuklären.

Der Roman "Fräulein Gold - Nacht über der Havel" ist schon das siebte Buch von Anne Stern über die resolute Hebamne Hulda Gold. Trotzdem erkennt man überhaupt keine Abnutzungserscheinungen. Die Serie ist nach wie vor spannend und voller Leben. Die Personen werden älter und man kann ihnen dabei zuschauen. Man glaubt, sie schon ewig lange zu kennen. Diesmal ist die Handlung besonders spannend. Damit meine ich nicht nur den Mordfall, sondern auch die Zeit, in der diese Geschichte spielt. Das politische Geschehen wird anschaulich dargestellt. Man darf gar nicht daran denken, wie es weitergehen wird.

Daß die Serie weitergehen wird, erkennt man ja an der Leseprobe am Ende des Buches. Das freut mich ehrlich, denn die Romane um "Fräulein Gold" sind immer ein Garant für guten Lesestoff!

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Veröffentlicht am 09.02.2025

Ein Paukenschlag von einem Buch

Tatort Hafen - Tod im Schatten der Elbflut
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Hamburg kämpft gegen eine gewaltige Sturmflut an, als Tom Bendixen noch dazu mit einer in der Elbe gefundenen männlichen Leiche konfrontiert wird, die den Arbeitsoverall eines Containerschiffes trägt. ...

Hamburg kämpft gegen eine gewaltige Sturmflut an, als Tom Bendixen noch dazu mit einer in der Elbe gefundenen männlichen Leiche konfrontiert wird, die den Arbeitsoverall eines Containerschiffes trägt. Jedoch vermisst auf der "Global Endeavor" niemand ein Crewmitglied. Während der Vernehmungen an Bord fehlt jedoch von der Offiziersanwärterin Annika Mittermaier jede Spur. Hängt ihr verschwinden mit dem Mord zusammen?

Das Autorenehepaar Angelique und Andreas Kästner hat mich wieder einmal mit ihrem Krimi rund um die Hamburger Wasserschutzpolizei begeistert. Mit "Tod im Schatten der Elbflut" erlebt man hier eine Sturmflut mit ihrer Gewalt hautnah. Die Autoren fügen immer wieder Radiodurchsagen und Funksprüche in ihre Handlung ein, die verdeutlichen, welch immense Maßnahmen und welch Logistik dazugehören, Hamburg, den Hafen und die Elbanlieger im Falle einer Sturmflut zu schützen. Man kann vor den Helfern nur den Hut ziehen und merkt hier deutlich, daß Andreas Kästner selbst bei der Hamburger Wasserschutzpolizei gearbeitet hat und nun auf seine Erfahrungen zurückgreifen kann. Dies merkt man aber auch, wenn es um Containerschiffe, ihren Aufbau und die dort herrschenden Regeln und Gesetze geht. Ich konnte sehr viel interessantes aus diesem Buch für mich mitnehmen! Auch Angelique Kästner als Psychotherapeutin läßt hier ihr Wissen einfließen - ihren Einfluß findet man in Charlotte wieder. Dies alles verleiht dem Krimi Glaubwürdigkeit und es macht dadurch unendlich Spaß, der Handlung zu folgen. Der Krimi ist extrem spannend. Man fiebert mit dem Einschleicher Tarik auf seiner Flucht mit, wünscht ihm, daß für ihn alles gut endet. Dazu das Geheimnis um die Morde - immer bekommt man einen neuen Verdacht geliefert und erfährt erst ganz zum Schluß die Wahrheit. Aber auch die Hauptcharaktere Tom Bendixen und Charlotte haben ihre Sorgen und Nöte, gerade mit Tom konnte ich mitfühlen - seine Situation war so unglaublich nervenaufreibend.

Ich bin von diesem Krimi restlos begeistert und freue mich extrem, daß Band 3 schon angekündigt wurde!

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Warmherzig und humorvoll

Die Zweisteins – Familie formt den Charakter
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Juna Zweistein erbt das alte heruntergekommene Hotel ihrer Tante im kleinen Dorf Tulpenboom an der Nordsee. Während sie von dem Erbe begeistert ist, stößt sie damit bei ihrer Familie auf Ablehnung. Ehemann ...

Juna Zweistein erbt das alte heruntergekommene Hotel ihrer Tante im kleinen Dorf Tulpenboom an der Nordsee. Während sie von dem Erbe begeistert ist, stößt sie damit bei ihrer Familie auf Ablehnung. Ehemann Matthis und Tochter Leonie wollen nicht in dieses Kaff ziehen, nur Sohn Friedrich findet das Dorf aufgrund seiner Geschichtsbegeisterung spannend. Auch die Tulpenboomer sind nicht begeistert davon, daß Juna das Hotel wiederbeleben will. Juna setzt sich jedoch durch und erlebt so manche Überraschung!

Mit "Die Zweisteins - Familie formt den Charakter" hat Regine Kölpin wieder einen wunderbaren Familienroman geschrieben. Voller Humor und Warmherzigkeit erzählt sie die Geschichte von Familie Zweistein, die sich in einem kleinen Nordseedorf ansiedeln möchte. Dabei ist es gar nicht hilfreich, daß die Hälfte der Familie eigentlich gar nicht dort leben will und die Dorfbewohner sie und ihr Hotelprojekt gar nicht wollen. Hier sind einige humorvolle Szenen vorprogrammiert! Auch bei der Namensauswahl der Dorfbewohner beweist Regine Kölpin viel Humor. So heißt der Bestatter Kaltfinger und die Nachbarinnen Müller-Meyer und Schulze-Schmidt. Ihre Charaktere hat die Autorin richtig gut dargestellt. Tochter Leonie z. B. mit ihrer ausgeflippten Art und ihrer Abneigung gegen Tulpenboom schlägt alles - bis sie dem Sohn des Bestatters gegenüber steht. Auch die Dorfbewohner werden hier lebendig und ihre Abneigung ist richtig spürbar. Auch ihre Beschreibungen der Region sind so richtig liebevoll. Man sieht Tulpenboom vor sich und spürt die frische Seeluft um sich herum.

Mit diesem Roman hat Regine Kölpin wieder einen herrlich frischen Familienroman geschrieben, der großen Spaß bereitet!

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Veröffentlicht am 04.02.2025

Zeitler kann nicht aus seiner Haut

Salute - Die letzte Fahrt
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Paul Zeitler, Ex-Kommissar und Neu-Barista in Bardolino, wird frühmorgens Zeuge, wie ein Hundebesitzer eine Leiche aus dem Wasser zieht. Um die Leiche herum schwimmt sehr viel Bargeld. Es handelt sich ...

Paul Zeitler, Ex-Kommissar und Neu-Barista in Bardolino, wird frühmorgens Zeuge, wie ein Hundebesitzer eine Leiche aus dem Wasser zieht. Um die Leiche herum schwimmt sehr viel Bargeld. Es handelt sich um den Bootsbauer Vincenzo Morelli. Für Commissario Lanza ist sofort klar, daß hier kein Unfall vorliegt. Morelli hatte immense Spielschulden. Doch liegt das Motiv wirklich darin?

Mit 'Salute - Die letzte Fahrt" nimmt Friedrich Kalpenstein seine Leser mit nach Bardolino an den Gardasee. Paul Zeitler hat sich so gut in Bardolino eingelebt, wie ich mich in den zweiten Teil dieser Serie. Paul ist Teil der Dorfgemeinschaft geworden, wird bestens mit Insiderwissen versorgt - da bleibt es nicht aus, daß seine Kommissarenspürnase auch in diesem Fall aktiv wird! Sogar Commissario Lanza ist eigentlich froh für die Unterstützung. Die Charaktere sind hier einer liebenswerter als der andere. So richtig herzlich und alle sind füreinander da. Besonders mochte ich Ricardo und Davide, ihre kleinen neckischen Zankereien sind einfach allerliebst. Friedrich Kalpenstein schreibt wieder locker und leicht und streut immer wieder ein klein wenig feinen Humor ein. Er beschreibt die Region so gut und bildhaft, daß man hier meint, selbst am Ufer des Gardasees zu spazieren. Dieser Krimi überzeugt aber auch durch seine Spannung. Man bekommt einige Verdächtige präsentiert und wird am Ende tatsächlich sehr überrascht.

Ich kann diese Serie absolut empfehlen und mag sie genauso gern wie die Brunngries-Serie!

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